Es ist schon einige Zeit her, in der ich dieses Projekt zum Abschluss gebracht hatte und einige den Verlauf mitverfolgten. Nun bin ich rund 2500 km rein elektrisch unterwegs gewesen und muss sagen, dass bis auf ein paar Kleinigkeiten diese Art der Fortbewegung noch nicht enttäuscht hatte.
Fangen wir mal mit der Reichweite an, was wohl die Meisten interessieren wird.
Da ich meine E-Simme zu großen Teilen nur für die Fahrt zur Arbeit und zurück nutze und ich mir somit sicher bin, dass der Sprit, ehm der Strom auf jeden Fall reichen wird, bin ich natürlich immer mit Höchstgeschwindigkeit dabei. Da Vollgaaaaas auch volle Leistung beinhaltet liegt es nahe, dass man auch weis, dass man hier die meiste Kapazität des Akkus benötigt. Steht die Nadel zu Beginn auf 95% Ladestand verringert sich diese auf ca. 60% mit etwas über 65 km/h einer Strecke von ca. 16 km. Hin- und Zurück sind es also 32 km. Um diese zurückzulegen benötige ich etwa 75 - 80%, je nach Außentemperatur.
Es reicht also um meine kurzen Wege zu absolvieren.
Neulich dachte ich mir, dass es Zeit wäre mal das was der Hersteller angibt auch zu fahren. Also 50 km. So bin ich an einem schönen sonnigen Sonntag losgejuckelt und mit runde 50 km/h übers Land gefahren. Hierzu hatte ich mit zuvor eine Strecke mit ungefähr 45 km ausgesucht. Natürlich mit etwas Sicherheit. Hatte zudem versucht die gesamte Strecke etwa mit 50 km/h durchzufahren. Man glaubt garnicht wie hoch die Einsparung vin Energie ist, wenn man runde 10 km/h langsamer fährt. Letztendlich hatte ich die geplante Runde sicher geschafft und noch ca. 15% Restkapazität in der Sitzbank. Diese hätte sicher noch mind 5-10 km gereicht, wenn man die Geschwindigkeit bei 50 beibehält, aber man weiß, dass der Akku eigentlich runde 20% Restkapazität haben sollte um evtl Schäden zu vermeiden.
Ich muss sagen, dass ich trotz allem positiv überrascht wurde.
Nun zum schwierigsten Teil. Am vergangenem WE hatten wir ja gute 40°C und das ist eigentlich schon sportlich für Lithiumakkus. Dennoch wollte ich zum Simmitreffen nach Netzen, bei Kloster Lehnin um dort meine Kleene eventuell interessiertes Personal vorzustellen. Nun Aufmerksamkeit gab es auf jeden Fall und auch gute Gespräche.
Nun zu den Kleinigkeiten, die einen so passieren. Fange ich mal an:
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Hm, irgendwie fällt mir da so richtig nüscht ein. Es ist nichts kaputtgegangen oder schlimmer, ich wurde nie im Stich gelassen. Außer Kette schmieren, spannen und der Austausch einer Blinkerbirne gabs nix.
Kleine Anpassungen an der Beleuchtung habe ich dann auch noch getätigt. Im Scheinwerfer leuchtet nun eine Phillips LED Lampe 2. Generation. Und die Blinker wurde auch mit LED Lampen umgerüstet. Bisher hatte sich noch keiner der Beamten daran gestört. Ich weis, es gibt für nie Blinker keine zugel. LED Birnen, aber dafür eine SW Lampe mit E Zulassung.
Jo, das wars erst einmal und hoffe, dass ich die Interessierten unter Euch gut unterhalten konnte.
Fragen dann gerne hier klären oder vielleicht am Telefon.
Seit 2015 hat sich einiges in Sachen LED getan. Praxistaugliche Umrüstungen gibt es nicht all zu viele, wenn man nicht unbedingt das äußere Erscheinungsbild abändern möchte. LED Lampen in Form einer Glühlampe gibt es, aber meines Wissens nicht mit einer E-Zulassung. Muss dennoch gestehen, dass ich selbst LED fahre. Mal sehen, wie lange. Hauptscheinwerfer Original H4 mit einer Philips LED Leuchte und Blinker entsprechend.
Gut, die Ordnungshüter könnten es kritisch sehen, aber wenn ich mir so umschaue, was alles an den Mops an- und umgebaut wird, dann kommen mir echt die Tränen. Ob da auch alles eine E-Zulassung hat, wage ich zu bezweifeln. Wären Kontrollen wirklich so streng, müsste man diesen oder jenen Simmi Piloten schieben sehen.
Es haben nur die Simsons eine 60km/h BE, die nach der Wende bist Februar 1992 auf dem ehemaligen Gebiet der DDR erstmalig in der Verkehr gebracht wurden.
Sprich die vor der Wende und danach in den gebrauchten Ländern, erstmalig in der Verkehr gebracht wurden, haben "nur" eine mit maximal 50km/h bekommen.
Du hast recht, habe mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Eigentlich dürften unsere Simsonbrüder, die eine Simson fahren, die in den alten BL vor 1992 erstmalig in Betrieb genommen wurde einen Geschwindigkeitsnachteil haben.
Es wurde sicher sehr viel "illegales" mit dem Zulassen von Reimporten getrieben. Dies ist auch dem KBA nicht entgangen und setzt nun strengere Maßnahmen an.
Nochmals, obwohl schon zig male durchgekaut.
60km Zulassung bekommen nur die Fahrzeuge, die bis 1992 in auf dem Bundesgebiet gebaut und zugelassen wurden oder alle Fahrzeuge, die bis zur Wiedervereinigung auf dem Gebiet der DDR zugelassen wurden. Selbst die Fahrzeuge, die bis dahin in die BRD (Quelle, Otto, etc.) geliefert wurden sind davon nicht berührt und gelten als Re-Import, denn diese durften in der BRD auch nur 40/45 km/h fahren und daran hat sich eigentlich auch nichts geändert, auch nicht mit dem Einigungsvertrag nicht. Nur darüber sieht man selbst bzw. das KBA hinweg.
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Ich finde dieses "neue" Zulassungsverfahren eigentlich nur folgerichtig. Im Beitrag vom MDR (
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)kürzlich wurde auch davon gesprochen, dass heute mehr Fahrzeuge zugelassen wären, als seinerzeit in der DDR. Nun, dies bezweifle ich zwar, aber der schon über einige Jahre sich steigernde Hype zeugt zumindest daran, dass ein beträchtlicher Teil der Zulassungen wohl kaum von den Fahrzeugen stammen können, die noch wirklich Echte DDR Fahrzeuge waren. Das Geschäft scheint zumindest in Teilen super zu laufen.
Was noch hinzukommt ist, dass die Tuningzsene es zu weilen echt übertreibt. Aufrüsten, Umrüsten ist wohl solange kein Problem, solange man sich auch an Recht und Gesetz hält. Verlässt man diesen Weg wirds zum einen für den Fahrer gefährlich und zum anderen rechtlich strafbar. Wer meint mit Motortunings ohne Fahrzeugprüfungen durch den TÜV o.ä. auf den Straßen den Herrmann zu machen, mit kleinem Versicherungskennzeichen fährt obwohl man deutlich über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist, sollte sich immer im klaren sein, dass Fehler geahndet werden. Ob nun von der Polizei oder eben durch die Physik.
Was also spricht dagegen?
Du kaufst dir ein Fahrzeug, auch ohne Papiere und stellst einen Antrag beim KBA.
Du bekommst eine entsprechende Information mit der man zur Zulassungsstelle geht und sich einen Prüfauftrag holt. Dann geht es zu einer Prüfstelle der Wahl und lässt sein Fahrzeug prüfen. Du bekommst dann die Papiere für die Zulassungsstelle und die stellt dann die Fahrzeugunterlagen aus. Fertig.
Zugegeben, man hat ein paar Wege abzuleisten. Und?
Und eine Bitte an alle Blauäugigen, die meinen mal schnell ne Simme zu kaufen.
Prüfen, Prüfen, Prüfen. Nicht alles glauben, was der Verkäufer euch erzählt. Hinterfragt und kauft nur mit der Option der Rückgabe, wenn es sich doch um ein Reimport handelt und die 60 km/h nicht erteilt werden. Ja, es ist umständlich, aber man kann sicher sein bei der nächsten Kontrolle nicht nach Hause schieben zu müssen.
Hi miteinander, ich bin mir unsicher ob dieser Beitrag hier richtig platziert ist, da es nur indirekt um die KBA-Papiere geht. Diese Infos sind aktuell recht neu und absolut interessant. Danke an den Otti!
So mal wieder eine Meldung meinerseits. Hatte dann vom KBA die Info bekommen das gar kein Antrag vorliegt...
Also Freitag selbst beantragt und heute die Bestätigung bekommen das es gedruckt und mir zugesendet wird.
Gruß
Na siehste, klappt doch. Leider kann man so manche Verkäufer glatt in der Pfeife rauchen. Hoffentlich ist wenigstens dein Moped ist in Ordnung und es sich nicht doch noch als Gurke outet.
Es gibt genug Gründe, dann man keine Papiere bekommt, obwohl vor 1992 in D zugelassen und auch keine Reimportmerkmale, zB kein orig Typenschild, untypische Schlagbild der FIN
Das ist wohl richtig, nur wird es dem Antragsteller auch schriftlich zugestellt. Somit wäre zumindest klar was evtl. schief gelaufen sein könnte.
Und hat dir der Verkäufer ein Ausdruck gegeben als Nachweis ?
Richtig, das meinte ich eingangs. Der Verkäufer sollte eigentlich, auf im eigenen Interesse solche Nachweise parat haben. Ansonsten schlägt soetwas negativ in den Bewertungen auf.