Beiträge von moe589

    ich gebe ja ungern den ketzer, behaupte aber, dass der flammpunkt daran unschuldig ist.
    der fp ist ja nicht die zersetzungstemperatur, bei welchem das öl plötzlich keine schmierwirkung mehr hat.
    so denken hier wahrscheinlich einige.
    diese grenze beschreibt erstmal nur den punkt, bei welchem das öl ausreichend brennbare dämpfe bildet, um von einer externen zündquelle zum brennen gebracht werden kann.
    flammpunkt ist also nicht gleich der selbstzündungstemperatur, welche viel höher liegt.
    ob der flammpunkt nun also bei 100 oder 200°C liegt, ist egal.
    solange das gemisch nicht entzündet wird, entstehen keine temperaturen, die das öl von selbst zum brennen bringen und es gibt auch keine externe zündquelle.
    bei der eigentlichen verbrennung entstehen dann temperaturen, die einen blick auf den flammpunkt überflüssig machen, weil der so oder so weit darunter liegt.
    kurzum ist der flammpunkt kein wichtiger parameter um die betriebsfähigkeit von motoröl daran herleiten zu wollen, sondern eher eine angabe für das sicherheitsdatenblatt, wenn es um die lagerung geht.
    und nun noch ein praktisches argument: ich benutze seit langem vorgemischtes 2t öl mit einem flammpunkt von vielleicht 100° bei luftgekühlten motoren, explizit auch vom hersteller für alle arten von 2t geeignet(dann wäre der ja auch blöd).
    die laufen bisher nichtnur tiptop, die sind innen auch sauber.

    Zitat

    Die Härte der LB hat direkten Einfluss auf die Laufleistung und Lebensdauer des Zylinders? XD


    eine einsteinmässige aussage...mach sachen.


    Zitat

    Ebenso weiß man nicht, von welcher Buchse du redest. Die Werte bringen ohne einen Vergleich nichts.


    eine buchse aus gg25...ist eine buchse aus gg25.
    was gibt's daran zu missdeuten?
    das die nikasilbuchsen bzw. die beschichteten, härter sind als solche aus gg -in welcher variante nun genau ist unerheblich- ist auch nichts neues.
    also was genau bringen dir nun die genannten zahlenwerte, abgesehen von dem, was man sowieso schon weiss?

    die buchse ist aus gg25, schätze ich...
    nach literatur liegt das bei etwa 200-230hb bzw. bis knapp über 20hrc.
    das entspricht von der härte in etwa einem mittelprächtigen stahl z.b. st50-st60.
    das wäre die grobe marschroute, genaue werte wirst du keine bekommen.
    was bringt dir das nun?

    das verkleben selbst hat mit der anzahl der ringe nichts zu tun, klar.
    jedoch hat mit einem 2.ring in soeiner situation immernoch 1 ring, der funktioniert, kein blowby in diesem ausmaß und damit eventuell auch nicht diese hässlichen spuren in der buchse.
    ich gebe zu, meinen 1.post konnte man da falsch verstehen.

    deswegen ist es immer nicht ganz ohne, wenn man nur mit 1 ring fährt...
    zumindest bei motoren, die auch laufleistung bekommen.
    blöd gelaufen.

    Das macht keinen Sinn, da es konstruktionsbedingt Fakt ist. Es braucht mehr Kraft(stoff) zum beschleunigen, als zum Halten der Geschwindigkeit. Dadurch machste den Hahn automatisch immer weiter zu und demzufolge läuft der Hobel bei gleicher Drehzahl und gleichbleibender Geschwindigkeit magerer.


    Gruss


    Mutschy


    wenn man davon ausgeht, dass der vergaser aufgrund seiner kontruktion selbst ordentliche lasttrennung realisieren kann, so ist die aussage bezüglich magerer werden bei weiter zugehendem schieber schlicht falsch.
    in 1. näherung ist ein ottomotor immernoch ein quantitätsregler, das gemisch bleibt also grob über den Daumen gepeilt im betrieb konstant, die menge verändert sich, dass ist aber was anderes.
    ganz kommt das nicht hin, auch bei gleicher last gibt's über verschiedene drehzahlen hinweg mitunter deutlich merkbare unterschiede in der gemischzusammensetzung.
    das hast du so aber, glaube ich, nicht gemeint.
    ich stelle also die gegenbehauptung auf: teillast ist kein problem, solange der vergaser auch für einen betrieb dort ausgelegt ist.
    ist gibt einfach aufgebaute vergaser, die das tatsächlich nicht können, pauschal aber von der teillast abzuraten...dazu gibt's keinen grund.
    wäre das tatsächlich so akut, gäbe in der praxis und nicht zuletzt hierdrin viel häufiger solche schadensmeldungen.
    wenn das gemisch bei kleinerer last dieselmässig immer magerer würde, welcher sinn würde dann dahinterstehen, die teillast als gefährlich einzustufen und den leerlauf als problemlos zu bewerten?

    Zitat

    Ist es euch möglich diesen auf 60ccm aufzubohren und eine Überarbeitung vorzunehmen damit ich ein breit nutzbares Drehmomentband sowie eine gute Spitzenleistung erreichen kann?


    lass den 50er mal, wie er ist.
    die originalen ddr-zylinder werden ja nichtmehr mehr in ihrer anzahl.
    ich würde da auch zu einem bewährten komplettpaket von lt oder rzt raten.
    ansonsten ja, sicher.
    bearbeiten kann man den serienzylinder so, dass er unten nichts verliert und merklich höher und mit mehr hü ausdreht.

    65 laut GPS is mal ne Ansage. Wie gesagt, ich würde erstmal 200... 300 km fahren und dann nochmal nach den Elektroden gucken. Heutzutage ist das mitm Kerzengesicht eh so ne Sache. Das Öl (halb-/vollsynthetisch/mineralisch) und die Zusammensetzung des Sprits haben sich in den letzten 30... 40 Jahren schon ordentlich geändert. So lange der Isolatorfuß trocken und nicht schwarz oder weiss ist, würde ich nichts dran ändern. Die Kerzen im Auto sind auch nicht mehr braun, eher graubraun. Egal, ob Trabant oder Viertakter ;)


    Gruss


    Mutschy


    schön, dass das mal jemand bemerkt, passiert selten genug, auch wenn es schon längst stand der dinge ist.
    auch der te muss lernen, dass man sich heute oft vom rehbraun früherer tage verabschieden muss.
    je nach sprit wird auch eine 2t kerze nichtmehr braun, sondern gräulich.


    Zitat

    Motor sollte nach dieser längeren Vollgastour nur eben nicht minutenlang im Stand laufen
    (Rotphase an der Ampel und andere Geschichten).


    für ein aussagefähiges kerzenbild, wenn es sowas überhaupt gibt, können schon einige hundert meter bei falscher
    last die unbrauchbarkeit bedeuten.
    es geht ja nichtnur im die farbe, sondern auch darum wie feucht oder eben nicht die kerze ist.

    das es damit aber nicht getan ist und der größte punkt für einen wirklich passenden auspuff immernoch probieren ist...weisst du ja denk ich selbst.
    die berechnung ist der vergleichsweise einfache und schnelle teil für die grobe richtung.

    Das würde ich jetzt auch nicht nur allein auf 1:33 schieben.
    Wobei außer frage steht, dass das unnötig viel Öl ist.
    Welches Öl das war und vorallem welche Bedüsung gefahren wurde, ist ebenfalls interessant.
    Hoher Ölanteil, fettes Gemisch und dann vielleicht noch Bummelcharakter des Fahrers oder viel Kurzstrecke, dann kann sowas schonmal passieren.

    Zitat

    Moderne Motorradhersteller geben genau vor wie man fahren sollte...


    Ich weiss.
    Auch die meisten Autohersteller geben noch Empfehlungen raus.
    Nur wenige verzichten drauf(Opel sagt z.B., dass ein Einfahren unnötig ist).
    Die Frage zu alledem ist blos, ob es immernoch technische Gründe sind, die eine Abkehr in den Bedienungsanleitungen davon verhindern.
    Ich behaupte nicht.
    Sonst würden ja meine schon angemerken Firmenwagen, mit denen nicht zimperlich umgesprungen wird, reihenweise wegwerfbereit nach vielleicht 100k km sein, was nicht so ist.
    Auch hätte ich mich dann schon mehrfach selbst in zumindest finanziellen Schaden gebracht, was auch nicht so war...
    Und es würde einheitliche Meinungen zu diesem Thema geben und ein Hersteller wie Opel, was auch immer man von Ihm hält, würde nicht sagen, dass darauf verzichtet werden kann.
    Bei genauem Hinsehen sind die Angaben in den Betriebsanleitungen mitunter auch widersprüchlich.
    So schreibt BMW für die S1000 ca. 1200km Einfahrzeit vor mit genauen Drehzahl- und Kilometerangaben.
    Dazu der Verweis, dass der Händler bei der 1. Inspektion diese Begrenzung rausschmeißen würde.
    Wenn man diese minutiösen Angaben mal bedenkt, ist es schon erstaunlich, dass der Ottonormalo überhaupt in der Lage sein soll, seine Maschine vorschriftsmässig einzufahren.
    Noch erstaunlicher wird es, wenn man genau darunter sieht, dass die 1. Inspektion im Zeitraum von 500-1200km stattfinden soll.
    Also warum dann überhaupt die Detailangaben, wenn das Ganze doch nicht wirklich so genau sein brauch?
    Achja, auch Porsche schreibt minutiöse Einfahrrituale vor...man erinnere sich noch an das, was ich dazu im vorigen Post geschrieben habe.


    Ich kann das natürlich nicht beweisen aber ich glaube, dass sich die Hersteller so gegen eventuelle Schäden in der ersten Laufzeit absichern wollen, die garantiert nicht durch irgendein nicht getanes Einfahren entstehen, sondern vielleicht durch Material-, Montage- oder sonstige Fehler.
    Eigentlich clever, da ist man unter Umständen selbst(als Hersteller) schuld an einer Misere, die direkt anfangs beim Kunden auftritt und kann ihm das aber als "mangelhaftes Einfahren" ans Bein binden und ist daher fein raus.
    Das wäre betriebswirtschaftlich ein verschleiert-brillianter Schachzug um sich solchen Kosten zu entledigen.
    Ist nur eine Theorie, würde aber Sinn ergeben.
    Damit möchte ich es bei diesem Thema belassen, die Eingangsfrage des TE ist ja eigentlich eine andere gewehsen.

    oha, ein thread, der aufs einfahren abgeschmiert ist...na ich will trotzdem auch mal.
    bezüglich der schadensursache ist falsche einstellung imho fast auszuschliessen.
    zu mager bedeutet schlechte innenkühlung und meist zu heisse verbrennung.
    solche schadensbilder sind fast immer am auslass zu finden, da dort die heisseste stelle ist.
    dort reisst der schmierfilm als erstes, die verformung des kolbens ist dort ebenfalls am höchsten.
    ich würde hier bei einem fresser am einlass auf fehlendes öl tippen.
    das kann von falschem einbauspiel oder allgemein schlechter maßhaltigkeit eines billigkolbens kommen.
    bezüglich einfahren:
    da wurde ich hier schon wüst angegangen, als ich behauptet habe, dass ein einfahren bei halbwegs modernen motoren unnötig ist.
    dazu zähle ich unsere motoren auch.
    kreidler hat schon in den 70ern seine motoren für vollgas ab sofort freigegeben, die aussage von lt, der seine praxiserfahrung hat und bei einer solchen aussage auch für gewährleistung einstehen muss, spricht für sich.
    von vielen wird durcheinandergeworfen, dass es immer einen einfahrzeitraum gibt, jedoch keine spezielle prozedur seitens des fahrers mehr geben muss.
    die aussage, dass man nichtmehr einfahren muss, weil es kein einfahren mehr gibt ist also falsch.
    die, dass ein solcher vorgang stattfindet aber unabhängig vom fahrer und daher auch keine speziellen sachen mehr beachtet werden müssen, trifft es wesentlich besser.
    beispiel von heute:
    viele angeblich fachkundige personen behaupten auch heute noch gerne und vehement, dass ein motor zaghaft eingefahren werden muss, da es sonst problem mit leistung und ölverbrach/haltbarkeit geben würde, spätestens über die kilometerleistung...
    schauen wir uns mal den alltag an.
    fahrzeuge aus firmenflotten werden sicherlich nicht eingefahren, die werden auch fast nie gescheit warmgemacht.
    dennoch leben diese meist als passat tdi o.Ä. ausgeführeten vertreterkisten oft lange und zeigen auch über die dauer von vielen km keinerlei auffälligkeiten bezüglich leistung oder ölverbrauch(da zitiere ich einen mir bekannten flottenchef).
    schauen wir dann auf die hersteller:
    porsche z.b. baut autos, die im verdacht stehen, ganz langsam eingestreichelt werden zu müssen, weil sonst alles unrettbar verloren wäre.
    wenn man aber weiss, dass porsche den gt3 erstmal in der endkontrolle nachprüft, ob er auch seine pferde bringt und dieses nicht bei 2000 u/min und viertelgas geht, dann kann man gut einordnen, wenn jemand von vorsichtigem einfahren faselt.
    diese karre hat also, noch bevor ein potentieller kunde die chance dazu hat den in die finger zu bekommen, schon brandneu den ersten testlauf in den begrenzer im werk hinter sich.
    das spielt sich so bei jedem hochwertigen wagen ab auch bei bugatti, lambo, ferrari etc...
    sind die alle doof, ihren neuen motoren sowas anzutun?
    oder ist vielleicht die verbreitete einfahrsichtweise nicht ganz einwandfrei?
    kann jeder für sich selber beantworten.
    und zum guten schluss noch meine ganz unmaßgebliche meinung, wie ich einfahre:
    die ersten paar km langsam.
    wenn was wegfliegt -auch der beste mechaniker macht mal einen fehler- ist das naturgemäß bei 4000 u/min nicht so schlimm wie bei nenndrehzahl.
    wenn alles passt und sich der motor gut anhört--> normal fahren ohne reue.
    alles andere ist zeit und nervenverschwendung.