ANZEIGE

Kupplung Schwergängig

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Kupplung Schwergängig

      Hallo Leute, ich habe in letzter Zeit ein Phänomen beobachten können was ich nicht so ganz Nachvollziehen kann.
      Fangen wir mal so an: Ich habe einen Kundenmotor gemacht welcher eine 1,6mm Tellerfeder und eine 5 Lamellen Kupplung verbaut bekommen hat (5x 2,5mm / 4x 0,8mm) alle übrigen Teile sind Original. Die Kupplung lässt sich so extrem Schwer betätigen das man nach längeren Stadtfahrten förmlich Muskelkater im Arm hat.
      Zeitgleich (Tellerfeder aus selber MZA Bestellung) hab ich an meinem Privat Fahrzeug die Kupplung gemacht. Auch hier eine 1,6mm Tellerfeder allerdings mit Serien Reibbelägen und Stahlscheiben, sprich 4 Lamellen. Diese Kupplung lässt sich sehr Angenehm ziehen und benötigt kaum Kraftaufwand. Die Kupplung überträgt Problemlos das Moment meines 70ccm Steuerzeiten Zylinders.
      Gestern habe ich einen Standart M541 gemacht, 1,5mm Tellerfeder neue Beläge + Scheiben. Diese Kupplung ist so "weich" das man fast das Gefühl haben könnte, es sei etwas Kaputt. Sie lässt sich wirklich mit einem Finger ziehen. Auch hier wird die Kraft Problemlos übertragen. Scheinbar ist das maximal übertragbare Moment gleich, zu einer Kupplung welche sich Schwer betätigen lässt.
      Nun Klagte meine Dame immer darüber das sich die Kupplung an ihrem Moped so schwer ziehen lassen würde. Also das Paket raus siehe da es war vom Vorbesitzer eine 1,6er Feder verbaut. Alles raus 1,5er rein + Beläge und Scheiben. Motor zusammen und los. Kein Unterschied. Die Kupplung lässt sich weiterhin sehr Schwer betätigen.

      Also Zusammenfassung:
      1.6 mit 5L -> Sau Schwer
      1.6 mit 4L -> "normal"
      1.6 mit 5L -> "normal" (Mein 85er aus der Enduro)
      1.5 mit 4L -> extrem weich
      1.6 mit 4L -> Schwer (selbe Kupplung mit 1.5er -> immernoch Schwer)

      An allen Fahrzeugen sind Alu Hebel von MZA Verbaut mit neuen Motoflex Bowdenzügen. Jegliche Schwergängigkeit vom Hebel oder Bowdenzug kann ich eigentlich ausschließen. Da der Unterschied beim einhängen des Zuges unten am Motor bereits mit der Hand deutlich zu vernehmen ist. Die Federn wurden alle gleich Zentriert und auf den Mitnehmen gepresst.
      Jetzt stellt sich natürlich die Frage woher kommen diese massiven Unterschiede?

      :kopfkratz:
      ANZEIGE
      Jetzt mal doof gefragt : wie sahen die Druckstifte aus ?
      War der Kupplungshebel am Motor an sich schön leicht bewegbar?
      Laisdung (Sprich Lais-dung)
      = Die vollkommen übertriebene Angabe von Motorleistung auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken
      Wird berechnet mit :
      P=Kanäle*Lautstärke²+Hauptdüsengröße


      Druckstifte waren überall Top und schön Leichtgängig in der Kupplungswelle. Bei den 1.6er Federn tausche ich die kleine Zylinderrolle immer gegen 2 Kugeln des 6000er Lagers aus, um das verschweißen der Stifte zu vermeiden. Bei meinem Kunden wo die Kupplung wirklich extrem ist (gefühlt wie 2x 1.8er Federn) habe ich nun auch schon neue Stifte verbaut und den Hebel ausgewechselt. Keine Verbesserung...
      Zustand Verzahnung auf Mitnehmer und Kupplungsplatte ?
      Hatte es einmal das es sich beim Ausheben immer verklemmte und es deshalb so schwer ging.
      Neue Kupplungsplatte und alles war wieder gut.

      Ansonsten mal probiert die 4 Schrauben der Druckplatte zu lösen und die Kupplungsplatte neu auszurichten ?
      Etwas Spiel ist an den Bohrungen der Druckplatte ja immer vorhanden.
      Ja meint er.


      Vlt ist es auch einfach ein totales Müllprodukt, die Tellerfeder.
      Es kann ja vorkommen das unter bspw 2000 TF's mal eine dabei ist, die von der Norm abweicht.
      Aber wenn sie so schwer geht, dann ist das ja schon extreme Abweichung.
      Hattest du mal eine andere TF probiert gehabt ? Also nur mal zum testen.
      Laisdung (Sprich Lais-dung)
      = Die vollkommen übertriebene Angabe von Motorleistung auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken
      Wird berechnet mit :
      P=Kanäle*Lautstärke²+Hauptdüsengröße


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Mr_T.mo“ ()

      Bau doch einfach mal eine andere Kupplung ein und wenn es dann geht, hast du das Problem doch schon auf die Kupplung eingegrenzt. Dann tauscht du systematisch Teile bis es funktioniert.

      Beim nächsten mal weißt du dann wo du zuerst gucken musst.
      Mit den Jahren bekommt man dann genug Erfahrung um immer mehr Probleme recht schnell eingrenzen und lösen zu können.
      Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!
      mit den Jahren kommt die erfahrung, blablabla :puke:
      Ich bau erst seit 14 Tagen Motoren, Sorry das ich da nicht allein drauf gekommen bin, oh allwissender Carpediem. Das wir nicht immer einer Meinung sind ist ja nun nichts neues aber man muss andere Menschen nicht behandeln als wären Sie geistig nicht zurechnungsfähig. Meinste ich bin noch nicht auf die Idee gekommen alle Teile zu tauschen um per Auschlussverfahren festzustellen woran es liegt? Für Kleinkinder gibt es Spielzeug da steckt man runde Förmchen in Runde öffnungen... Wenn das Ekige nicht ins Runde passt, scheint es das Falsche zu sein.
      Sicherlich kann ich mich jetzt hinstellen 100x die Kupplung hin und her tauschen und solange rumprobieren bis ich ne Lösung habe. Ich kann aber auch einfach mal im Forum fragen, vielleicht hatte schonmal jemand einen Ähnlichen Fall und konnte das Problem bereits vor mir Lösen. Dazu ist ein Forum da, um Wissen auszutauschen, um mit anderen zu Diskutuieren oder sich Grundsätzlich andere Meinungen einzuholen. Nicht um andere von seinem Hohen Ross runter zu behandeln als wären Sie Grenzdebil damit möglichst viele Leute einen tollen eindruck von einem selbst bekommen, Persönlichkeitsstörung? Genauso bescheurt (Sorry für den Ausdruck aber man muss es mal so sagen) wie du in meinem DL Thread erstmal gefragt hast welche Schnurfeder...

      carpediem schrieb:

      Beim M53 Motor in deinem Angebot, welche Schnurfeder wechselst du denn da?

      carpediem schrieb:

      Das muss man aber auch erstmal wissen. Danke


      Du wusstest ganz genau was damit gemeint ist. Reine Provokation und um anderen dein Allumfassendes Fachwissen mitzuteilen... :furious:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TommyMaul“ ()

      Das hast du jetzt in den falschen Hals bekommen.
      Das war als ernster Tipp gemeint. Dass du das auch schon ne Weile machst ist mir klar. Das mit der Erfahrung sollte jetzt nicht gegen dich sein, das war allgemein. Und du sammelst so ja auch Erfahrungen.

      Wenn du es aber falsch verstehen willst, tut es mir leid.
      Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!
      Das Thema hier hat mich zum Nachdenken angeregt. Jaja, das geht :D

      Also wie stellt man fest, ob die Kupplung schwer oder Leichtgängig ist? Genau, die alte Kofferwaage außen an den Handhebel machen und ziehen.
      Damit die Kupplung an meiner S51 vollständig öffnet (Anschlag) sind etwas mehr als ca. 4,5Kg Zugkraft nötig. Ca, weil die doofe Waage aus dem 1 Euro Shop nur bis 4,5 kg geht und dann auf Anschlag läuft :(
      Viel mehr ist es aber nicht, kann auch sein, dass ich zu doll am Hebelanschlag gezogen habe.
      Aber so grob geht das schon.
      Absurderweise mag die Raumfahrt keine Himmelsfahrtkommandos ^^
      Hmm, einigermassen knifflig, das Problem. Ohne sich gedanklich genau in die Funktion des Kupplungspaketes
      hinein zu versetzen, schwer zu lösen. Habe mir gerade mal die Schnittdarstellung des Motors angesehen.

      So wie es aussieht, gleitet während des Ausrückens der Kupplung, die Kupplungsplatte mit den
      4 Gewindebohrungen, mit ihrer Innenverzahnung auf der Aussenverzahnung des Kupplungsmitnehmers.
      Und das ganze um wenige Millimeter. Diese Platte betätigt dann die Tellerfeder.
      Ich vermute, die Innenverzahnung d. Platte verkantet sich leicht mit der Mitnehmeraussenverzahnung.
      Äussert sich dann u. U. durch erhöhten Kraftbedarf. Die dünne Platte sitzt ja direkt auf der Mitnehmerverzahnung
      ohne irgendeine Führungsbuchse.

      Ich glaube beides, also zu grosses oder zu knappes Verzahnungsspiel, könnte dafür verantwortlich sein.
      Vielleicht wirklich mal die M5-Schrauben vom Druckstück abschrauben und dieses mal anders ausrichten.
      Es wird sich hier wieder mal um irgendwelche Bauteiltoleranzen handeln...
      Meine vermutung ist, wenn der Druckteller nicht 100% gerade abhebt das sich die verzahnung dann auf dem Mitnehmer verkantet...
      ich glaube ich muss mir mal etwas zum testen bauen....

      TommyMaul schrieb:

      Nun Klagte meine Dame immer darüber das sich die Kupplung an ihrem Moped so schwer ziehen lassen würde. Also das Paket raus siehe da es war vom Vorbesitzer eine 1,6er Feder verbaut. Alles raus 1,5er rein + Beläge und Scheiben. Motor zusammen und los. Kein Unterschied. Die Kupplung lässt sich weiterhin sehr Schwer betätigen.


      Ich tippe auf Korb dessen Kranz ggf leicht verzogen ist

      ich hatte heute einen Patienten dessen Kupplung mehr als schwergängig ging.

      Als wir das Öl abgelassen hatten und den Kupplungsdeckel abhatten offenbarte sich einen schief abhebende Tellerfeder. bzw das Paket verhakelte sich im Korb.

      einen Versuch wagte ich in dem ich den Kranz vom Korb ringsrum zart nach außen gebogen hatte, danach flutschte das Kupplungspaket auch wieder ohne das sich die Reibscheiben im Korb verklemmten ….

      habe das ganze dann wieder eingebaut, Kupplung eingestellt und einen Trockentest gemacht.... Kupplung trennte wieder gerade, alles leichtgängig ein Unterschied wie Tag und Nacht …

      Deckel wieder drauf, Öl rein Proberunde und joar flutscht nun bestens
      Patient geheilt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ColonelSandfurz“ ()

      Richtig, aber eigentlich sollte man ja schon beim Einbau merken, ob die Reibscheiben zu stramm in den
      Korb einzufädeln gehen. Und dann lieber mit der Schlüsselfeile die Scheiben selbst bearbeiten, als
      die Stege vom Korb richten zu wollen.
      Die Scheiben waren auf jeden Fall Freigängig im Korb und der Teller hebt gerade ab. Die Kupplung trennt sauber und es ist alles richtig ausdistanziert. Nur ist der Kraftaufwand viel zu Groß beim betätigen des Hebels.
      Ich habe nun nochmal alles exakt überprüft an der betätigung. Hebel und desen Gelenkbolzen geschmiert. Einstellschrauben innen mit Fett ausgekleidet. Drehpunkt für den Zug im Hebel ebenfalls gefettet. Bowdenzugaufnahme am Lichtmaschinendeckel nachgearbeitet und gefettet. Also es ist eine besserung vorhanden (ggf auch nur Platzebo) aber trotzdem noch deutlich zu schwer.
      Ich werde mich dämnächst mal hinsetzen, in der Werkstatt einen defekten Motor als Kupplungsprüfstand Teilmontieren und ein paar Tests machen. Ich muss nur Zeit finden...

    ANZEIGE