Beiträge von simme24

    Jetzt noch beide Seitengepäckträger und / oder Hängerkupplung dran, dann siehts
    fast nach "Reiseenduro" aus. Egal, ob Streben dran sind oder nicht. ;)

    Teilemarkt ist immer wie Flohmarkt. Man braucht nichts oder ist sich insgeheim
    sicher, dort sowieso nicht das zu finden, was man wirklich braucht.
    Und am Ende sind mindestens trotzdem 50€ weg. Mehr Geld hebe ich deswegen sowieso
    erst nicht ab...Einmal abgehoben, isses eigentlich schon weg. Lieber aufm Konto lassen. :P

    Gestern habe ich einen Nachbau-16N1-8 gekauft. Das ist der orig. MZA-Vergaser


    Plus:


    -Außenkonturen Vergaseroberteil sehr sauber
    -Deckel vom Kolbenschieber auch sauber verarbeitet, beide Gewinde gut
    -Startschieberkappe mit Gewinde auch gut, Starterkolben selbst auch, Gummidichtscheibe sitzt fest
    -hochwertige wirkende Seilzugstellschrauben, Federn, Schlauchnippel,
    LGS und Kolbenschieberanschlagschraube durch Gelbverzinkung, außer Halteschrauben
    für Schwimmerkammer
    -Kolbenschieber, Teillastnadel, Nadelhalter und Feder auch sauber gearbeitet,
    aber das sind ja auch die selben Bauteile,wie in den Reparatursets enthalten


    Minus:


    -Grat auf Dichtfläche Vergaseroberteil für Schwimmerkammer
    -das gleiche auf Dichtfläche Schwimmerkammer (ohne Nacharbeit lebt Gummidichtung
    nicht lange)
    -Grat im Inneren des Vergasers ( dort, wo sich Kolbenschieberbohrung und Lufttrichter
    kreuzen)
    -Grat an Mündung Startgemischkanal
    -durch schlechte Lagerung leichte Einkerbungen im Vergaserflansch, außerdem leichte
    Gussrückstände auf dessen Dichtfläche (also nicht geplant, wie im Original)
    -Aluminiumstaub im Inneren des Kolbenschiebers
    -Aluminiumstaub haftet auf Schwimmerkammerdichtung (wegen den schlechten Dichtflächen)
    -Lagerbohrungen in den Gusshaltern für Schwimmer zu groß, teilweise auch zu dünner
    Lagerstift = klappernder Schwimmer
    -Schraubenköpfe der Halteschrauben für Schwimmerkammer eigenartig schmal, Schlitz
    wird schneller ausgeleiert
    -Düsen eingebaut, die gar nicht reingehören. HD70 und LLD 40 (egal, ob das in der
    beigelegten Beschreibung auch so vermerkt ist)
    -Schwimmerstand muß nachträglich eingestellt werden.
    -Schwimmerkammer mit eigenartiger Eloxierung versehen, diese blättert übrigens an einer
    Stelle schon leicht ab, zweifarbig sieht der Vergaser irgendwie albern aus.
    Wenn schon, dann komplett matt oder komplett eloxiert, eine normale DDR-Schwimmerkammer
    passt optisch auch nicht dazu. Oder gibts normale Schwimmerkammern einfach nachzukaufen?


    Dann kommen noch Unterschiede der Gussoberfläche im Inneren des Vergasers hinzu, die aber
    die Funktion nicht beeinträchtigen, Luftbohrung hinten im Lufttrichter außerdem nicht durch
    Vergussmasse wie im Original, sondern durch Messingstopfen verschlossen. LGS ist versenkt
    angeordnet und hat kleineren Schraubenkopf.


    Wie sich der Vergaser einstellen und fahren lassen wird, muß ich erst noch sehen.
    Wie schon geschrieben, handelt es sich hier um den MZA-Nachbauvergaser


    Gruß Thilo

    Heute nach Jüterbog gefahren und einen 16N1-8 als Nachbau gekauft.
    Dessen Vor.- u. Nachteile werde ich wohl noch in einem anderen Thema genauer beschreiben.


    Vergaser war vom Zustand (sofort einbaufertig laut Bedienungs.- u. Montageanleitung)
    meilenweit entfernt.


    Größtes Problem: Klappriger Schwimmer, da Zylinderstift geringfügig zu dünn (ca. 0,05mm)
    und Lagerbohrungen in den Gusshalterungen zu groß (ca. 0,2mm). Normal muß der Stift saugend
    hineingleiten. Hier unmöglich, da Wurfpassung. Einstellung ungenau, da an den Schwimmertöpfen
    außen dann das Spiel am größten ist. Außerdem evtl. Undichtigkeiten vom Schwimmernadelventil.
    Herausrutschen sollte der Stift aber nicht unbedingt, da Anschläge vorhanden sind (Rippe und
    Brunnen Startsaugrohr).


    Habe das jetzt so gelöst:


    1. Alten Werkzeugeinsatz (Korundschleifstein o.ä.) vom Dremel bereitlegen (wichtig, dieser muß
    original vom Dremel sein, da hier der Durchmesser der Welle = 2,30mm beträgt)


    2. Startgemischrohr entfernen. Vergaseroberteil mit Holzzwischenlagen in den Schraubstock
    spannen und Rohr von der Unterseite herausschlagen. Hier bitte z.B. PVC-Rundmaterial
    (Durchmesser ca. 5-6mm) als Unterlage verwenden - Rohr sehr empfindlich.


    3.Restlichen (Beispiel) Korund-Schleifkörper von der Welle entfernen und ein Ende am
    Schleifbock mit einer schmalen Fase versehen.


    4.Einspannen der Welle in ins Bohrmaschinen-Bohrfutter und Welle (mit dem angefasten Ende
    vorneweg) als Reibahle benutzen. Sprich, erweitern der Bohrungen in d. Gusshalterungen.
    Um Beschädigungen zu vermeiden, jede Bohrung von der jeweiligen Seite einzeln aufreiben,
    daher das Entfernen des Startgemischrohres.


    5.Scharnier vom eigentlichen Schwimmer mit kleinem Schraubendreher (Prüfer) und Spitzzange
    etwas aufbiegen, um die Dremel-Welle / Lagerstift einführen zu können. Soll leichtgängig
    sein, aber ohne übermäßiges Spiel. Wenn zuviel, besonders an den äußeren Seiten des Scharniers,
    das Spiel mit Spitzzange wieder etwas verkleinern.


    6. Ein Ende vom Stift etwas verstemmen oder mit Schraubstock breit pressen und zur Probe
    einführen. Natürlich nicht von der Seite, wo das Startgemischrohr sitzt. Länge dann
    mit Schleifbock passend schleifen auf beiden Seiten. Es darf nur sehr wenig Material überstehen,
    da sonst die Schwimmerkammer nicht zu montieren geht.


    7. Startgemischrohr wieder montieren (diesmal von der Oberseite d. Vergaseroberteils
    nach unten eintreiben). PVC-Rundmaterial benutzen. (Dichtfläche Gummischeibe vom Starterkolben!)


    8. Schwimmer montieren, Stift mit Schraubendreher danach kräftig andrücken, Maße kontrollieren,
    ggf. nachregulieren und sich an einem klapperfreien Schwimmer erfreuen.

    Ok, vielleicht viel Geschreibsel wegen so einer Kleinigkeit. :P


    Gruß Thilo

    Ok, läßt sich nämlich so etwas verdrehen, da könnte man denken, daß
    der Nocken dann u.U. nicht im richtigen Winkel steht. Dann wird der
    Keil eben mal ausgetauscht.

    Ich muß nochmal fragen:


    Normal, daß die Schwungscheibe, wenn diese lose auf den Konus aufgeschoben wird,
    leichtes Spiel hat? Also zwschen Scheibenfeder und Nut in der Schwungscheibe? (Scheibenfeder
    in Kurbelwelle ist fest). Hier kann ja eigentlich nichts verschleißen?!
    Danke!

    Kettenrad (Mitnehmer) hinten ist ein 34er. Nachgesehen.
    Heute Spule ausgetauscht, Kondensator drin gelassen, weil es um 18 Uhr rum
    schon langsam dunkel wurde... Schmierfilz auch erneuert.Die Polschuhe der neuen Spule
    sind übrigens anders, es fehlen diese zusätzlich angenieteten Verlängerungen (original).
    Wären auch nur mit weiterem Aufwand anzubauen. Egal, so eingebaut. Material der
    Schrauben auch billig und Bohrungen in den Polschuhen sehr eng. Einmal rausgedreht, um
    Federringe unterzulegen, sind gleich einige Gewindegänge angekratzt und Schlitz vom
    Schraubenkopf leicht deformiert. Wenn ich die Schwungscheibe lose auf den Konus vom
    KW-Stumpf aufschiebe, gibt es übrigens leichtes Spiel (Nut > Scheibenfeder). Schwungscheibe
    austauschen?


    Die Lötstelle hält erstmal. Probefahrt gemacht. Ganz passabel, gar nicht mal so übel.
    Kann Einbildung sein, aber es scheint besser zu sein.


    Trotzdem muß wohl der Vergaser ausgetauscht werden. Nur bei voll eingschraubter LGS
    läuft der Motor so, wie er soll, inkl. niedrigem, stabilem Standgas.
    Aussetzer sind eher so beim langsamen Beschleunigen zu registrieren. Bei Beschleunigung
    mit Vollgas merkt man nichts. Flansch ok, Motor selbst auch (nach max. 2000Km können
    ja die Dichtringe nicht so schnell kaputt sein). Vergaser hatte immer schon die Eigenart,
    nur voll angereichert richtig zu funktionieren. Bei längeren Standgasphasen verrußt
    so die Kerze schnell und kommt somit bei grün u.U. nicht von der Kreuzung runter... :P

    Ich kenne nur die Begründung:
    Kalter Motor = kaltes Kurbelgehäuse. Kraftstoff-Luftgemisch wird dabei nicht zusätzlich
    erwärmt. Je kälter die Luft, umso höher der Sauerstoffgehalt. Bessere Verbrennung
    und höherer Wirkungsgrad.
    Das hat jetzt aber mit der Kompression wohl wenig zu tun.