Beiträge von MHJ

    Micha: also den Aufwand für §21 wollte ich nicht treiben.


    UpDate: Ich habe passende Gummifüße als Absorber in der Werkstatt gefunden und montiert. Die Kante vom Blechwinkel ca. 1,5mm gebrochen und ihn wieder angeschraubt. Auf dem Kontrollbild ist schön zu sehen, dass der Akku jetzt nur noch dort aufliegt wo es sein soll.


    Mein Fazit für heute: Es ist sehr hilfreich für den Einbau zusätzliche Kleinteile und Werkzeuge in der Garage oder Werkstatt zu haben, und auch genau hinzusehen. Absolute Anfänger sollten sich einen Helfer dazu holen.


    Beim DekraMann lief es auch gut. Er hatte sich schon vorher informiert und ich habe ihm meine Unterlagen und den Link hierher gegeben. So kann er gleich meine Fehler sehen ;) Mit Simson aller Art kennt er sich super aus, er schraubt auch selbst. Wir haben besprochen, dass ich Ihm die Schwalbe auch schon einmal zeige, bevor ich den Panzer wieder drüber mache. So muss er sie nicht zerlegen zur Prüfung. Zusammengebaut lasse ich ihm die Schwalbe einfach da, und lasse ihm die Zeit die er braucht. Also ohne Stress, klingt bis jetzt alles super.

    Kleiner Rückschlag heute, der Motor ist jetzt erst einmal wieder ausgebaut.

    Warum?

    Mir war beim Anschrauben aufgefallen, dass die Aufnahmen unten und oben deutlich Luft hatten. Aus meiner Sicht war es zu viel, um es zu ignorieren.

    Also Ausbauen und Messen.

    Es sind Unten und oben reichlich 2mm Luft. Das möchte ich den Schweißnähten am Rahmen echt nicht zumuten, und werde das mit entsprechenden Beilagscheiben auffangen.

    Zur Ehrenrettung von GS: ich habe am Zylinderkopf des alten Motors die Hülse nachgemessen, sie ist auf's Zehntel so lang wie die Aufnahme am neuen Motor. Also nichts, was man GS hier anlasten oder nachsagen könnte.

    Mit Daniel von GS hatte ich auch darüber gesprochen, offenbar ist die Maßhaltigkeit und Toleranz der Schwalberahmen eher die eines Zimmermanns, und nicht die eines Metallbauers ;)

    Beim Einbauen habe ich dann einfach die Luft mit Unterlegscheiben passender Größe und Dicke aufgefüllt. Es waren am Ende tatsächlich oben und unten ca. 3mm! Der Motor ist also wieder drin.


    Als nächstes habe ich mich mit dem Akku beschäftigt. Das passt so leider auch nicht ohne Nacharbeit. Wenn ich den Haltewinkel und die Stoßabsorber wie beschrieben anbringen will, habe ich folgende Probleme:

    1. Der Klebestreifen hält nicht auf dem Lack meines Rahmens (natürlich entfettet!)

    2. Der untere Stoßabsorber ist zu dünn, und berührt daher den Akku nicht.

    3. Der Akku liegt ausgerechnet auf einer recht scharfen kante des Haltewinkels auf.

    Ich werde den Winkel morgen wieder Ausbauen, etwas nacharbeiten, wieder einbauen, und mir etwas zum Thema "untere Akkuauflage" überlegen.


    Fazit vom Tag: Mit jeweils zwei Schritten vor und einem zurück kommt man auch ans Ziel.


    Zur Vorbereitung für meinen morgigen Termin bei der Dekra noch eine Frage in die Runde. Daniel von GS hat mir gesagt, dass es prinzipiell zwei Möglichkeiten zur Legalisierung des Umbaues gibt.


    Variante 1. Technische Änderung /Ergänzung der bestehenden Papiere:

    TÜV/Dekra bestätigen den sachgerechten Umbau, die Behörde stempelt das ab, und man führt dieses Dokument zusätzlich zur BA oder KBA mit.

    Man fährt dann weiter mit jährlich neuen Versicherungskennzeichen.


    Variante 2. Freiwillige Zulassung

    TÜV/Dekra bestätigen den sachgerechten Umbau, die Behörde stellt neue Fahrzeugpapiere auf der Basis einer freiwilligen Zulassung aus. Man führt dann nur noch die neuen Papiere mit, hat ein echtes und dauerhaftes Kennzeichen, auf Wunsch mit einem 'E', und man versichert dieses Fahrzeug freiwillig.

    Sicher hat beides seine Vorzüge und Nachteile.

    Was könnt Ihr mir zu diesen Thema an Erfahrungen mitgeben?

    Update

    Heute habe ich den Motor reingehängt und die neue Kette eingezogen. Das geht beides einfach und passte bei mir auch sofort. Kleine Überraschung, das alte Kettenschloss ging nicht, ich musste das neue zum Einziehen nehmen (dünnere Bolzen). Hilfreich waren zwei Stricke um den Lenker nach rechts zu ziehen und die Motoranschlüsse etwas hoch zu binden, damit Baufreiheit da ist und nichts stört.


    Beim Einstellen der Kettenspannung muss ich extrem weit nach hinten. Ich habe es nicht überprüft, aber vermutlich sind die alte und neue Kette gleich lang, aber das neue Ritzel viel kleiner. Da kann locker ein Segment der Kette raus, also zwei Glieder mit knapp 3cm. Kann ich natürlich selbst kürzen, aber einerseits kann das evtl. nicht jeder, und andererseits wäre es vor dem Einbau natürlich viel einfacher gewesen. Habe es gleich an GS geschrieben.

    Denn, es geschieht nichts Gutes, außer man tut es.


    Nachtrag: Daniel von GS hat sich umgehend wegen der Kettenlänge bei mir gemeldet, wir hatten einen netten und informativen Austausch, bei dem ich auch dazulernen durfte, vielen Dank dafür. Er war offenbar auf dem Weg nach Hause, also schon im Feierabend, das nenne ich Service und Einsatzbereitschaft für die Kunden. Wir konnten sehr angenehm auch über andere Punkte sprechen, wie Motorbefestigung und anderes. Ich bin sehr zufrieden mit der Reaktion von GS und dankbar dafür.


    Ein Aufruf in die Schwarmintelligenz dieser Runde:

    Ich habe diverse offene Enden bei diesem Umbau, in Form von nicht mehr benötigten Enden von Bowdenzügen (Kupplung / Choke). Ich habe durchaus Ideen für deren sinnvolle Verwendung, aber alle davon würden mindestens einen Schalter inkl. Feder als Gegenkraft am Ende des Zuges benötigen.

    Meine Momentanen Ideen:

    Kupplung geht zum Bremskontakt.

    Choke schaltet ein Soundmodul für eine Art Motorengeräusch ein.

    Hat jemand von Euch Vorschläge für konkrete technische Lösungen, um diese offenen Enden in Kontakte zu verwandeln?

    Bitte nicht 'kann man doch einfach selbst basteln' antworten. Ja, das Rad könnte man auch selbst erfinden, ein gutes Rad kaufen ist aber möglicherweise besser.

    Bei der Reichweite erwarte ich keine Wunder, auch wegen meiner Erfahrungen mit E-Autos. Dieser Vogel soll Meine Tochter bei gutem Wetter gelegentlich auf Arbeit und zurück bringen. Das sind insgesamt maximal 25km. Ich denke und hoffe das dies drin sein sollte. Bei Kälte wird sie sicher ihr Auto nehmen. also ist ein echter Härtetest von uns vermutlich schwer zu bekommen.


    Vielen Dank für den Warnhinweis auf das fehlende Knattern der Knalltreiblings, eine dezente Klingel kann da wirklich helfen, denke ich.


    Aus dem Modellbaubereich kenne ich Soundmodule für Motorgeräusche, das ist doch einmal eine Überlegung Wert, natürlich abschaltbar, zum Beispiel über den Choke.


    Was habt Ihr eigentlich mit dem Kupplungshebel gemacht? Am Liebsten würde ich damit den Bremskontakt überbrücken.

    Hier gibt's einen langen Thread mit finalen Gutachten, die Du Deinem Herrn von der Dekra als Referenz zeigen könntest.
    https://discord.com/channels/9…reads/1154078638342406175

    Vielen Dank, leider habe ich echte Probleme damit in diesem Discord etwas zu finden. In normalen Foren finde ich mich einigermaßen zurecht. Aber Discord überfordert mich irgendwie. Da bin ich entweder zu alt dafür oder zu d....

    Heute habe ich mal mit einem Mann von der Dekra telefoniert. Für Ihn ist dieses Thema komplett neu. Am Donnerstag habe ich einen Termin, bei dem ich mit Ihm die Unterlagen sichte. Ich wäre sehr dankbar von Euren Erfahrungen mit der Abnahme des Elektroumbaus zu erfahren. Zu mehr bin ich dann heute auch nicht gekommen. Ich denke morgen geht es weiter.

    Ich habe meine Umbauzeit als auch recht langwierig in Erinnerung, aber Du hast anscheinend schon mal eine gut gepflegte Grundlage. Und es ist doch eine schöne Aufgabe für die kalte Jahreszeit.

    Wie ist das bei dem Kit eigentlich gelöst, gibt es einen Brake Detect, d.h. eine Abschaltung des Motors wenn die Bremse gezogen wird?

    Ja, nach meinem Kenntnisstand aus den Unterlagen schaltet das Signal der Bremsleuchte den Antrieb in den Bremsbetrieb zur Energierückgewinnung, Dort kommt man auch mit Gas-Wegnehmen hin. So steht es beschrieben, sobald die Schwalbe fliegt werde ich davon berichten.

    Die Aussage war: 12 V / 120 W nominelle Belastbarkeit.

    Vielen Dank, das hilft enorm, also I_max 10A. Damit kann ich arbeiten.

    Zum Schaltplan: Ich komme damit klar. Wie ich schon geschrieben hatte ist der Plan mit den durchgestrichenen Teilen für den Umbau sogar eine richtig gute Idee. Für die Fahrzeugunterlagen ist dieser Plan nach dem Umbau unnötig Überladen. Den Plan mit allen nach dem Umbau noch vorhandenen Komponenten kann ich, und jeder andere Kunde sich natürlich selbst malen. Da fehlen keine Informationen. Schön, wünschenswert und für sinnvoll würde ich es eben halten, wenn ein solcher Plan mit dabei wäre. Aber nach dem gutem Grundsatz, Es geschieht nichts Gutes, außer jemand tut es, werde ich mir sicher diesen Plan malen und hier einstellen.


    Noch ein Tipp für später: wenn möglich baut den Scheinwerfer auf H4 um und von Osram gibt es Lampen mit +220%. Diese DCDC-Wandler bringen so stabil 12V dass ihr mit H4 Lampen viel mehr Licht bekommt und tagsüber auch besser gesehen werdet.

    https://www.amazon.de/Osram-64193NB220-OSRAM/dp/B0D4Q7289W

    Vielen Dank, super Tipp. Kennt jemand zufällig einen empfehlenswerten und zugelassenen LED-Frontscheinwerfer?

    Weil ich heute im Hotel sitze und nur die Umbauanleitung lese gibt es mal keine Bilder, wovon auch. Die erste Frage, die sich mir auftut ist, wie hoch die Belastungsgrenze der 12VDC-Versorgung ist. Da habe ich bisher keine Hinweise gefunden oder diese übersehen. Warum interessiert mich das? Ganz einfach, ich denke neben dem Umbau des Antriebes auch über die Aufwertung der Beleuchtung nach. Daher sind die Leistungs- bzw. Stromgrenzen der 12V-Versorgung zu berücksichtigen. Falls Martin O. von Geniestation hier mitließt kann er gern diese Frage hier quasi 'live' auflösen. Der restliche Eindruck der Umbauanleitung ist ok, scheint mit überschaubarem Aufwand machbar zu sein.


    Trotzdem möchte ich eine Bitte anfügen: Der Schaltplan ist als Umbau-Plan gezeichnet. Prinzipiell ist das Super, dokumentiert aber nicht das Ergebnis. Da viele Komponenten durch den Umbau entfallen, wäre ein Schaltplan des Endergebnisses nach dem Umbau sehr hilfreich.

    Anbei ein Foto des Delinquenten der den ersten elektrischen Schrittmacher vom Typ GS60 bekommen wird.
    Inzwischen hat sich Martin Opolka von Geniestation bei mir gemeldet und mich gebeten die Unterlagen nicht zu veröffentlichen. Das habe ich ihm zugesagt.

    Ansonsten bin ich gerade dabei die Unterlagen zu sichten und den Montageort auf der überdachten Terrasse einzurichten. Die nächsten beide Tage bin ich beruflich unterwegs, da ruht das Projekt erst mal.

    Von der Zeit passt es gerade nicht schlecht. Im Garten ist kaum noch etwas zu tun, und es ist noch nicht zu kalt, um etwas zu schrauben.