So noch rechtzeitig zum Wochenende konnte ich mir ein paar Erinnerungen aus dem Gedächnis rufen.
Tag 11
Pecs - Keszthely ca. 150 km
Die Nacht war kurz, nicht weil wir so spät ins Bett wären, sondern wegen dem Lärm. Da es im Zimmer unglaublich warm war haben wir in der Nacht das Fenster geöffnet, ich dachte das ginge gar nicht im 4. Stock.
Auf jedenfall wurde in der früh ab 4:30/5:00 Uhr gebaut und der Verkehr war auch unglaublich.
Natürlich haben wir das Fenster dann geschlossen aber dann wurde es unglaublich warm.
Ich bin dann erstmal ne Runde joggen um wach zu werden, während mein Mitfahrer mit aller Kraft versucht hat weiter zu schlafen. Als ich dann so gegen halb acht wieder im Zimmer war haben wir uns fertig gemacht und wie immer gepackt (langsam freue ich mich nicht mehr jeden Tag ein und ausziehen zu müssen).
So dann erstmal was gutes essen, tja Pustekuchen. Leider habe ich kein Foto aber die Szenerie war schon etwas komisch. In der Empfangshalle haben wir nach dem Frühstück gefragt und wurden dann durch einen Seitengang in eine große Halle geführt.
In der Halle befand sich eine Bar und diverese Billiardtische, der erste "Profi" trainierte auch schon. Wir saßen auf einer Art Bühne etwas erhöht über den Tischen (waren sicherlich 10 bis 15). Sonst waren noch ein paar Dart und Spielautomaten aufgestellt und es war sehr dunkel eingerichtet mit wenig Tageslicht, wie man es eben von so Spielhallen kennt.
Also zum Frühstück. Es gab Buffet, etwas komisch das man das Brot selber abschneiden musste. Führte zu allerhand ungleichen Brotscheiben. Ansonsten war das Buffet in Ordnung.. Was mir im Gedächnis blieb ist die Diskussion um Wasser. Mein Mitfahrer wollte etwas Wasser zum Frühstück, es gab sonst nur Kaffee, Tee und Saft zur Wahl. Man sollte ja denke etwas Wasser ist kein Problem. Tja leider war es das. Er ging an die Bar wo eine Mitarbeiterin war und fragte nach Wasser. Er bekam auch eins aber nur gegen Bezahlung. Also das stoß natürlich auf Unverständnis, man kann ja erwarten das beim Frühstück Wasser dabei ist oder?
Es artete dann in eine Diskussion aus an der auch die Rezeptionistin teilnahme. Am Ende, ich hoffe ich liege nicht falsch, gab es kein Wasser. Damit war der Start in den Tag ausgezeichnet.
Naja also Zeug geholt und auf die Maschinen. Die Simsons waren sicher auf einem abgesperrte Parkplatz. Leider ohne Dach, aber es hat nicht geregnet. Es gab zwar massive Tore aber leider nicht allzu hoch. Etwas 1,50 m und die Mauern ware auch nicht viel höher, aber es ist zum Glück nichts passiert. Haben Sie aber auch mit zwei massiven Schlössern ineinander verkettet. Wir fuhren kurz aus dem Parkplatz raus und sind dann in dem Geschäft neben unserem Hotel noch kurz WASSER kaufen gegangen. Endlich mit mehreren Litern Wasser und etwas Essen ausgestattet ging es los.
Immerhin freuten wir uns am Nachmittag in den Plattensee springen zu können.
Erstmal wieder aus Pecs raus, die Stadt ist wirklich hässlich in den Aussenbezirken. Ansonsten war es über weite Strecken eine schöne Fahrt.
Wir hatten in der früh noch die Batterie von seiner auf meine Maschine getauscht. Da seine Ladeanlage schon immer etwas schwach auf der Brust war und es nicht schaffte die Maschine mit dem an der Batterie klemmenden Vorderlicht zu laden. Meine war voll und somit hatte er Licht und ich lud. Habe mir vor der Tour einen Spannungsanzeiger an den Lenker gemacht so konnte ich das auch gut beobachten. (ist jetzt bei beiden Maschinen Standard)
Etwas 40 km vorm See waren wir auf einmal in einem Stau. Mitten auf dem Land. Im ersten Moment ware wir etwas irritiert, aber danach fuhren wir erstmal an einer mehreren Kilometer langen Schlange Autos vorbei. Sicherlich wollten die alle an den See immerhin war Wochenende.
Am Anfang der Schlage standen wir dann an einem Bahnübergang und sahen das ganze Fiasko.
Es gab den Bahnübergang und mehrere Kilometer davor und dahinter wurde gebaut und somit staute es sich nach dem Bahnübergang weiter. Naja also immer links vorbei auch wenns eng wurde.
Wir waren dann auch früh gegen 14 Uhr in Keszthely. Aßen kurz beim Spar und buchten dann sehr spontan eine Zimmer in einer kleinen Villa mit Pool.
Das Haus lag in einer Wohnsiedlung, also Straße an Straße wie in Amerika auf dem Reißbrett gezogen. Die Wiritn war, unseres schnellen Auftauchens bedingt, etwas überrascht aber zeigt uns rasch die Zimmer, wir konnten frei wählen und da wir nicht zwei Zimmer zahlen wollten nahmen wir das Doppelzimmer inkl. Frühstück.
Also das letzte mal auspacken juhu, wir sind dann flott zum See. Nach 1 km Fußmarsch waren wir da, zahlten 50 Ct. Eintritt tund gönnten uns einen Platz direkt am Wasser. Leider war der See zu dieser Jahreszeit kein Schmankerl. Der Wasserstand war sehr niedrig und auch ziemlich trüb. Wir sind eine Runde geschwommen und haben uns danach noch etwas entspannt.
Auf dem Heimweg haben wir dann, nicht weit von der Pension, ein Restaurant gesehen und für Abend einen Tisch bestellt. Leider wurden wir dort ziemlich enttäuscht. Die Preise waren eher teurer als bei uns daheim. Uns kam dann der Gedanke, dass die ganze Siedlung wohl vorallem für den Tourismus gebaut wurde und der Eindruck kam auf viele Ferienhäuser hier stehen. Damit einhergend haben die Leute Geld und kommen meistnes aus dem Ausland, das viel auf der Speisekarte auf und an den Preisen eben, allerdings konnten die Kellner dafür auch Deutsch.
Leider ließ aber der allgemeine Service etwas zu Wünschen übrig und auch das Essen war eher schlecht in Anbetracht der Preise festigte sich der Eindruck und wir waren entäuscht.
Zur Verdauung wollten wir am See entlang Richtung Keszthely laufen. Das Zimmer lag etwas ausserhalb vom Ortskern.
Der Spaziergang machte etwa 2 - 3 km einfach aus und die Strandpromenade wusste zu gefallen. Es gab ein hell blau leuchtendes Riesenrad, welches bei Nacht wirklich einen schönen Eindruck machte. Es war auch richtig leben dort (auch die Stechmücken freuten sich darüber) und wir genossen die Zeit, aber nach mehr war uns auch nicht zu Mute und wir zogen uns ins Zimmer auf die Dachterasse zurück. Dort noch gemütlich eine der Flaschen Tokaji geköpft und langsam die Tour Revue passieren lassen.
Morgen gehts heim. Endlich? Leider? Irgendwo dazwischen.