Also ich kann Rausbohren wärmstens empfehlen. Mit einem 6,5er oder 7er Bohrer Das geht schnell erledigt. Evtl. mit 4mm leicht vorbohren, um Führung zu geben. Ist der Kopf ab und das Gewinde entlastet, lässt sich der Rest der Schraube mit der Spitzzange erstaunlich leicht rausdrehen.
Was ich aus Erfahrung wirklich lassen würde, wäre der Linkrausdreher. Das Zeug, aus dem die gemacht sind, ist so gehärtet, dass es leicht bricht (wie eine Gewindebohrer). Wenn er abbricht hast du erst wirklich ein Problem. Das kann man dann nicht mehr ausbohren.
Auch von Schlägen auf die Schraube halte ich nicht viel. Die Schraube sitzt in Alu, dies verformt sich schneller als einem lieb ist. Ähnliches gilt für Schlagschrauber. Mir ist ein Motordeckel untergekommen, der mit so einem Gerät gelöst worden ist. Um die Gewinde waren Risse im Alu. Der Deckel war für die Tonne. Allerdings hat da jemand viel zu derbe auf den Schlagschrauber gekloppt.
Das einzige was ich mir auch, wie Luftspalter schrieb, alternativ vorstellen könnte, wäre die Schraube zu erwärmen. Manchmal hilft das, allerdings weiß ich auch nicht, ob das bei den Alugewinden so eine gute Idee ist. Denn meines Wissens nach ändern ab 300^C Alulegierungen ihr Gefüge.
Kurzum: Rausbohren. Braucht kein Spezialwerkzeug und geht in 5 Minuten. Wer das einmal gemacht hat, macht es nie wieder anders.
Früher habe ich die Motorschrauben auch mal durch Imbus ersetzt. Edelstahl auch noch. Katastrophe. Edelstahl lässt die Alugewinde korrodieren. Beim Rausdrehen so einer Schraube wundert man sich dann, warum Teils des Alugewindes mit rauskommen. Und wie Carpediem schon schrieb, Imbus setzt sich mit Dreck zu, und Imbus ist schneller überdreht als man meint. Scheiße aussehen tut es auch noch.
Inzwischen habe ich nur noch Schlitzschrauben am Motor. Mit dem richtigen Schraubendreher und richtiger Verwendung dessen, ist das gar nicht so schlecht.