Beiträge von makersting

    Und noch ein kleiner Tip am Rande; Polfett ist nicht leitend, falls du damit die Kontakte und Stecker vor der Montage eingeschmiert hast, ist das für den Übergangswiderstand nicht unbedingt förderlich.


    Das klingt plausibel, ist es aber nicht. Der Kontakt Metall/Metall findet auf "Mikroebene" trotzdem statt. Das Polfett aber verhindert den Zutritt von Sauerstoff und Wasser an die Kontaktstelle(n). Dadurch wird Korrosion verhindert, denn gerade diese ist es, die den Kontaktwiderstand erhöht bzw. den elektrischen Kontakt sogar ganz verhindert.
    Polfett schadet nie, im Gegenteil, es stellt Kontaktsicherheit her, wie sie an Kontakten mit hohen Stromflüssen ungemein wichtig ist, wie z.B. an Batteriepolen.

    Ich hab das Lager mit dem Abzieher gegen die Kante der Achsverlängerung gedrückt. Das sitzt da stramm dran.


    Erstaunlich finde ich die technische Lösung seitens Simson dennoch. Man hätte doch einfach eine Metallhülse in die Kettenkastenbohrung einarbeiten können. Dann wird der Kunststoff auch nicht beschädigt, wenn man die Achsmutter mit etwas mehr als 40Nm anzieht.

    Spiel am Kettenkasten habe ich ein klein wenig. Das ist schwer zu messen, der Kasten rutscht in eingebautem Zustand auch schwer über die Achsverlängerung. Allerdings habe ich als Distanzscheibe zw. Lager und Kettenkasten eine Scheibe mit knapp 1mm Stärke, da ich die originale seinerzeit nicht zur Hand hatte.


    Edit:
    Ich habe gesucht und eine alte Achsverlängerung, ein Mitnehmerlager und die Distanzscheibe gefunden. Alles zusammengesteckt bleiben ziemlich genau 12mm Platz für den Kettenkasten bis zu den Flanken (siehe Bild unten). Jetzt müsste jemand messen, die dick der Kettenkasten an der Bohrung ist. Wenn meine Idee stimmt, dann sollte der Kettenkasten 12mm oder etwas weniger dick an der Bohrung sein.

    So richtig glauben, dass der Kunststoff des Kettenkastens mit ins Widerlager einbezogen ist, kann ich immer noch schwerlich. Gerade weil auch Bakelit verbaut wurde, und das Kugelager Axialkräfte aufnehmen muss. Wie auch immer, man möge es machen, wie man es für besser hält.

    Das Isolierstück scheint mir während der Fahrt nicht wichtig zu sein. Denn dabei kühlt die Verdunstungskälte des Sprits den Vergaser auch ohne Isolierstück im Flansch zum Vergaser genügend.


    Wenn der Motor an einem Sommertag gut heiß gefahren wurde, und du eben ein Eis essen gehst, wandert mehr Hitze zum Vergaser als dieser an die Umgebung so schnell abgeben kann. Dann kommt es zur bösartigen Dampfblasenbildung und die Karre springt 10 min nach dem Abstellen sehr schlecht an. Und alle Gäste der Eisdiele glotzen dich beim erfolglosen Kicken bei 30°C an und sehen zu, wie dein Visier langsam beschlägt. Deshalb braucht es die Wärmeisolierscheibe.

    Peter: Du hast einen Denkfehler. Mit der Scheibe nimmt man keinen Platz für den Kettenkasten weg. In dem Bereich sitzt alles genau wie früher. Die zusätzlichen gut 2mm für "meine" Scheibe werden durch das weniger weiter zusammengehen der Schwingenarme beim Anziehen der Achsverschraubung gewonnen.
    Die Distanzscheibe mit 17,1mm Innendurchmesser, die dem Threadstarter fehlte, kann (und soll) trotzdem verbaut werden. (Btw: Diese Scheibe nimmt keine Kräfte beim Verschrauben der Achsmutter auf. Sie distanziert nur den Kettenkasten passend zur Kette, damit nix wegschleift.


    @S93: Die Stegfläche im Langloch der Schwinge reicht locker aus, dass sich beim Anziehen der Achsmutter die Achsverlängerung nicht mitdrehen kann. Klappt bei mir super. Soooo große Verdrehkräfte wirken da beim Anziehen der Achsmutter auch nicht!


    Noch besser wäre es in der Tat, Material auf die Innenseite der Schwinge aufzuschweißen, da hat S93 natürlich recht!


    Und bedenkt bitte, wenn es alles so bleibt wie bisher, dann zerquetscht man beim Anziehen der Radmutter das Plastik des Kettenkastens und das Mitnehmerkugellager wird durch axial wirkende Kraft ruiniert.

    Bin nicht ganz sicher, ob es schon einer schrieb.


    Ich denke, dass die Achsverlängerung sich tief in die Innenseite der Schwinge eingearbeitet hat. Wenn du das Rad rausnimmst, kann man das innen an der Schwinge sehen.
    Abhilfe schafft eine passend ausgefeilte/gefräste Kotflügel-Unterlegscheibe (siehe Skizze), am besten aus Edelstahl (ist recht hart). Diese wird dann über das Gewinde und bis ans Ende des oben und unten "geplätteten" Teils der auf die Achsverlängerung geschoben, und liegt dann an der "Kante" an (Spitze des roter Pfeils im Bild der Achsverlängerung).


    Dadurch setzt der Druck beim Anziehen der Mutter nur zwischen Achsverlängerung, der ausgefeilten Kotflügel-U-Scheibe und Mutter (mit der Schwinge dazwischen), wie im Bild unten zu sehen.


    Wenn du ohne diese Maßnahme die von Vorrednern vorgeschlagene U-Scheibe montierst, kommt beim Anziehen der Achsmutter auch Druck auf das Plastik vom Kettenkasten. Das ist nicht im Sinne des Erfinders und wird zum Bruch des Plastiks führen.

    Könnte ein Masseproblem sein. Ist die Masseleitung am linken Motordeckel vorhanden und korrosionsfrei bzw. der Kabelschuh einwandfrei mit der Kupferlitze der Leitung verbunden (kein Kabelbruch)?
    Falls ja, die anderen Massepunkte am Moped ebenso unter die Lupe nehmen.