Beiträge von makersting

    Jetzt ist klar, warum keine Batterie verbaut war. Oder könntest du die Batterie verpolt abgeschlossen haben?


    Es nützt nichts, du wirst den Schaltplan zur Hand nehmen müssen und die Endpunkte jeder Leitung nachprüfen müssen.

    An sich lässt sich die Massefreiheit auch mit dem Durchgangsprüfer durchpiepen. Ich habe zu kompliziert gedacht.


    Prozedere genau wie oben beschrieben, außer, dass das Moped nicht laufen darf, und mit Multimeter statt der Birne.


    Edit: Den Gleichrichter kannst du auch gleich mit Durchmessen. Der ist total robust, aber wer weiß schon, was vor deiner Zeit damit gemacht wurde.


    - alle 4 Leitungen abziehen
    - Multimeter auf dem Messbereich mit dem Dioden-Symbol


    1. Plus-Messleitung an einen Anschluss mit Wellensymbol, Minusleitung an den Anschluss mit dem Plussymbol. Anzeige: ca. 0,6V bzw ca. 600mV (+/- 0,15V)
    2. wie 1., nur den anderen Anschluss mit Wellenlinie am Gleichrichter nehmen
    3. Minus-Messleitung an Wellensybol, Plus-Leitung an an Minus-Anschluss des Gleichrichters
    4. Wie 3., nur anderen Wellensymbolanschluss am Gleichrichter nehmen


    Das Messgerät sollte immer den Wert von 1. anzeigen. So hast du alle vier Dioden im Gleichrichter geprüft.

    Die mit Schrumpfschlauch versehenen Kabelschuhe machen an sich einen guten Eindruck!


    Trotzdem: Wurde die Batterie von der LiMa überhaupt schon geladen, seit das Fahrzeug in deinem Besitz ist? Wenn nein, kann ja ein Verkabelungsfehler des Vorbesitzers vorliegen.


    Ich würde mal die Leitungen ab Gleichrichter durchpiepen. Nicht das der "Erbauer" des Kabelbaums selbst schon einen Fehler beim Stecken gemacht hat.


    Und dann mal wirklich nachschauen, ob die beuden Leitungen von der Lima zum Gleichrichter wirklich massefrei von dort ankommen. Nicht, das eine der Leitungen Massekontakt hat.
    Das kannst du mit einer 21W Birne feststellen. Ziehe die beide Leitungen, die graue und gelb-weiße, vom Gleichrichter ab. Je eine der beiden Leitungen nun bei laufendem Motor an die Birne halten, und den anderen Pol der Birne an das Motorgehäuse halten. Die Birne darf dann nicht leuchten.

    Ha, sieht an sich gut aus.
    Nur der Sicherheit wegen, grau und gelb-weiss kommen von einer einzigen Spule? Hast du beide Leitungen verfolgt? Die Kabelfarben sind seltsam.
    Und gehen die beiden Leitungen über einen Leitungsverbinder? Weil die Verbinder etwas tricky sind. Manche Kontakte sind dort nicht nur paarweise, sondern gleich zu viert intern verbunden.

    Ist doch teils die "normale" Preisentwicklung bei Kfz. Erst neu, dann Müll, dann langsam zu Goldstaub reifend.


    Besonderheit an unseren Kisten waren die sich lange haltenden Vorurteile zur DDR-(Simson-)Technik. Die hielten Preise niedrig. Nun begreift auch der letzte Depp langsam, dass das nicht stimmt. Der Interessentenkreis erweitert sich, das Angebot wird aber eher kleiner - nicht zuletzt weil in der "Müllzeit" Leute mit wenig Geld und Fachwissen haufenweise Simsons total verhunzt haben. Passiert heute noch, wenn ich mir Überlackierungen und Umbauten im Forum und der Bucht so ansehe.

    Die AKF-Beschreibung zum Anschluss ist aber recht bescheiden, der Preis für den Artikel horrend.


    Die beiden Leitungen von der Lima (enthalten jeweils rot und eine andere Kabelfarbe) müssen an die beiden Anschlüsse, die mit einer Welle gekennzeichet sind. Die braune Leitung kommt an Minus, die zur Elba gegende grüne Leitung kommt an Plus.


    Die Anschlusssymbole sind evtl. auf der Rückseite des Gleichrichters. Ich nehme an, dass der verdrehte Anschluss Plus ist.


    Es kann durchaus sein, dass bei falschem Anschluss das Rücklicht noch geht, die Elba aber nicht laden kann. Nämlich dann, wenn wenn nur die negative Halbwelle durchgelassen wird. Das Bremslicht dürfte dann aber etwas dunkler als üblich sein.


    Edit: Setze mal ein Foto vom angeschlossenen Gleichrichter hier rein.

    Die Ladeanlage vieler Simmen enthält zwei Spulen. Eine für die Batterieladung, eine für das Rücklicht.


    Die Leistung der Lima ist so ausgelegt, dass schon bei geringer Drehzahlen einigermaßen ausreichend Leistung für Rücklicht und Batterie erzeugt wird. Das führt aber zwingend dazu, dass es bei hohen Drehzahlen viel zu viel erzeugte Leistung ist. Das Rücklicht würde dann durchbrennen, die Batterie überladen. Und da kommt die Drosselspule ins Spiel.


    So eine Drosselspule drosselt Strom und Spannung abhängig von der Drehzahl des Motors. Mit steigender Drehzahl nimmt die Frequenz des erzeugten Wechselstroms zu, der Widerstand der Spule ebenso. Beide Effekte heben sich ungefähr gegenseitig auf, die Helligkeit am Rücklicht bleibt in etwa konstant.