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Original von Starheizer:
inwiefern?
ich denk mal, vom Schalten her isses garnet ma so übel.
Schalten ist sicher nicht das Thema...
ich meine, man kann sich an Bremse ohne Bremskraftverstärker auch gewöhnen. 
für einen Fahranfänger ist dann eher schwierig, dass fast jedes andere Auto sowas hat...
- es ist sicher auch kein großes Problem, wenn Du - beherzt, wie vom Trabbi gewohnt - in die Bremse trittst und dann in den Gurten hängst... 
aber es ist halt doch \"ein bisschen anders\" und das Vertrauen Deiner Mitfahrer in Deine Fahrkompetenz wird durch solche Aktionen sicher nicht gemehrt... 
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Original von Starheizer:
- mein Vater sagt immer: \"wer Trabant fahren kann, der kann alles fahren...\"
würde ich jederzeit unterschreiben...
aber das muss man eben nach der Fahrschule erst mal lernen...
(in den Fahrschulen wird heute das Fahren mit ABS und ESP gelehrt...
und dass es einen Unterschied macht, ob Vorderachse, Hinterachse oder beide Achsen angetrieben werden, wird schonmal geflissentlich unterschlagen.
viele wissen ja noch nicht mal was ABS und ESP und wozu sie ggf. im Auto sind!
)
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Original von Starheizer:
ich persönlich würde mir aber keine pappe als anfängerauto holen,da
1. der staat erstmal zugreift
das tut er auch bei neueren Autos...
- es mag sein, dass ich für 150EURo Steuer/Jahr auch eine Potenzkrücke mit 120PS fahren könnte...
- nur langt Vater Staat da ggf. schon beim Kauf mit der Märchensteuer zu (denn diese Fahrzeuge bekommt man wohl eher seltener \"von privat\")
und wenn ich an den Verbrauch denke: 6l/100km sollten die Obergrenze sein...
wenn ich modernen Fahrzeugen eine derartige Diät verpassen will, muss ich die Motorleistung auf das reduzieren, was auch ein Trabbi bringt...
- mit seiner 50 Jahre alten Technik...
sorry, aber da sehe ich echt wenig Sinn drin...
wir hatten das anlässlich des bestandenen Führerscheins des Sohnes meiner Cousine mal durchgerechnet (Werte grob gerundet)...
einen Kadett mit einem halben Jahr TÜV (und für etwa 400EURo dann nochmal 2 Jahre) hätte er geschenkt bekommen können.
dagegen standen 350EURo Steuer und - Fahranfänger - 1500EURo Versicherung...
also 3700EURo in zwei Jahren...
ein Astra für 5000EURo war im Unterhalt freilich \"deutlich\" günstiger:
250EURo Steuer und nur 900EURo Versicherung...
also \"nur\" 2300EURo fixe Unterhaltskosten in zwei Jahren...
(wie lange hätte man dafür Trabant fahren können, zumal, wenn man eh bei Berlin wohnt?
)
nur mussten Mutter und Oma erstmal Kredite aufnehmen, um die 5000EURo für das Fahrzeug aufbringen zu können.
- damit kostete der Wagen letztlich doch sicher mehr als die 5000EURo, die auf dem Kaufvertrag standen.
trotzdem hätte man eigentlich erkennen können, dass die Unterhaltskosten für den geschenkten Kadett, noch längst nicht so hoch waren, wie der Kaufpreis des Astra, der dann ja trotzdem auch noch versteuert und versichert werden musste...
es standen also 7300EURo (plus) 3700EURo - in den ersten zwei Jahren - gegenüber...
(und der Familienzuwachs war sicher kein zwingender Grund, weshalb er der Astra nach eineinhalb Jahren schon wieder ersetzen musste... ;))
ich habe auch noch einen Kollegen, der in zwei Jahren 5 Autos verheizt hat, weil keines \"seinem fahrerischen Können adäquat\" war... 
1x Kupplungsschaden, 2x Getriebeschaden, 1x Motorschaden und 1x \"einfach zu lahm\"... 
Kaufpreis jeweils um die 2000EURo, Verkaufspreis jeweils um die 200EURo... 
aber \"Trabbi-Fahren ist doch viel zu teuer!\"... 
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Original von Starheizer:
2. Man immer mischen muss
ja und?
das sollte für einen Simsonauten doch echt das geringste Problem darstellen, oder? 
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Original von Starheizer:
3. Man auch mal schneller wie 120 fahren möchte
diese Möglichkeit wird echt maßlos überschätzt... 
fahr mal in der Früh zwischen 07:00 und 10:00 auf der B17 nach LL...
da bist Du froh, wenn die Tachonadel zuckt... 
die schnellste Fahrt zur Arbeit (45km) dauerte mit dem Kadett 45Minuten...
Standard waren (und sind) 55Minuten...
- so schnell bin ich mit den Möfs aber auch (mit denen steht man eben nicht im Stau vor den diversen Ampeln... ;))
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Original von Starheizer:
und
4. ich im Trabbi auch irgendwie gar ned so richtig Platz hab, bzw. ich bin mehr gewohnt.
tja, beim Trabbi baust Du einfach 50cm lange L-Profile unter die Sitze, dann haste reichlich Platz...
eine Bekannte (Sie 1,65m groß, er nur geringfügig größer) war leidlich überrascht, wie ich mich in ihren BMW reinfalten musste...
(- nein, die Sitze waren nicht nach vorne versetzt worden! ;))
und auch in Vaters Mercedes, habe ich mich vom Platzangebot nie so richtig wohlgefühlt...
(kann immer nur Staunen, wie man in solch Riesenschränken, den Insassen so wenig Platz gewähren - und das auch noch als \"Komfort\" verkaufen!
- kann...)
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Original von Starheizer:
[..]
achso:
@HSS:
Ich würde dir den 1.1 er empfehlen.
4-takter und bissl mehr bums.technik soll auch schon besser sein,nur wie das mit ersatzteilen is weiß ich nich genau...
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kann ich nur abraten...
wenn man sich mit dem popeligen Polo-Motor anfreunden will (45PS und 7,5l/100km) dann sollte man sich eben einen Polo antun...
- ggf. schon mit Fünfgang-Getriebe...
oder wenn man ein Auto mit Kunststoffbeplankung sucht: smart, Renault Alpine, Ferrari, Lamboghini, ... 
der 1.1er stinkt geradezu nach notwendigen Kompromissen...
ich finde aber schon das Konzept verkehrt, den Trabbi zu einer \"Rennpappe für jedermann\" aufblasen zu wollen...
mit einem Polo kann der Trabbi (was den immer noch eher mickrigen Fahrkomfort im Polo angeht) in dieser Version nicht wirklich mithalten.
und die 1.1l mit nur rudimentärer Abgasregelung dürften mit knapp 300EURo KFZ-Steuer zu Buche schlagen.
(allenfalls in der Versicherung macht er vielleicht einiges wieder wett, weil\'s sich um einen eher echt seltenen Typ handelt, der unfallzahlenmäßig also nicht allzu auffällig sein dürfte...
- zumindest nicht in dem Maße wie der Polo... ;))
das, was den Trabbi zum Kult macht, ist die einfache, überschaubare Technik der Modelle 500 bis 601 und eine Leichtbauweise, die enormes Potential für eine Umrüstung auf Elektroantrieb bietet.