Beiträge von beaver

    Zufällig fahr ich einen LT60/4 mit AOA2 im Alltag, und der muss ganz und garnicht auf Drehzahl gehalten werden.
    Fährt sich untenrum fast wie ein Stino und nach obenraus gibts eben mehr Leistung und Drehzahl.
    Ich kann im 5. flüssig im Straßenverkehr mitschwimmen und dann auch mal bei 40 noch Gas geben, ohne runterschalten zu müssen. Natürlich zieht der dann nicht in 2 sek. auf 60, das sollte klar sein. Aber er zieht das noch durch.


    Besonders für den Stadtverkehr kann ich 60/4 mit AOA2 wärmstens empfehlen.

    Bei den Simson-Eierkolben ist die Einbaurichtung fast egal. Teilweise werden Kolben einfach umgedreht, um so die Ringstöße nicht über die Nebenauslässe laufen zu lassen. Funktioniert auch bestens.


    Ich kenn die Laufleistung deines Zylinders nicht, aber Kolben schleifen sich auf die Laufbuchse ein und dabei nutzen sich Laufbuchse und Kolben ab. Je nach Stelle unterschiedlich stark. Drehst du jetzt nach einigen hundert/tausend Kilometern den Kolben einfach um, passt die Form nicht mehr, da sich der Kolben trotz symmetrischen Aufbaus auslassseitig und einlassseitig unterschiedlich stark abnutzt.
    Resultat kann dann klappern oder klingeln sein (wie bei dir), im schlimmsten Falle sogar klemmen.


    An deiner Stelle würde ich den Kolben wieder andersrum einbauen und weiterfahren. Schlimmerwerden kanns ja nun nicht mehr. Und mit Glück geht das Klingeln wieder weg, wenn sich der Kolben nicht schon zu stark abgenutzt hat.
    Fall nicht, kannst du auch mal die HD eine Nummer größer probieren, das kann auch helfen. Kann. Muss nicht.

    Mehr Drehmoment hat man mit 60cc schon, logisch.
    Das Problem ist wie immer die allgemeine Verarbeitung, weswegen man die Finger von den Rohzylindern lassen sollte, die überall für ~35€ angeboten werden.
    Ich würde da zu den leicht überarbeiteten Sportzylindern der gängigen Tuner raten, ist zwar etwas teurer, lohnt aber im nachhinein. Hält vor allem länger. Und man hat meistens mehr Leistung.
    Auch einen 50er einfach nur ausschleifen bringt recht wenig, da dann die SZ sinken und der Zylinder nicht mehr ganz so weit drehen wird.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass dieser Zylinder diese Leistung erreicht, und wenn dann nicht dauerhaft.
    Warum ?
    1. Kanäle sind nicht entgratet/angefast. Kolbenringe werden bei Zeiten rasseln.
    2. Einlass original. Da fehlt die Füllung fürs Drehmoment.
    3. Auslass und HS werden auch original sein. Suboptimal.
    4. Auf dem Prüfstand wurden andere Komponenten verwendet wie verkauft werden. Die 105er HD wird zu groß sein. Damit wird der Motor zu fett laufen. Auf Prüfständen werden manchmal kleinere HDs verwendet, um noch etwas mehr Leistung herauszukitzeln. Ist dann aber im Alltag gefährlich, da Klemmgefahr wegen Überhitzung,

    Macht euch doch nicht immer an der Spüleranzahl fest.
    Wenn ein 2Kanaler flächenmäßig wie ein 4Kanaler ausgelegt ist, dann hat der 2Kanaler zwei große Spüler und der 4kanaler 4 kleine Spüler (relativ gesehen). Preisfrage: Wo wird die Belastung nun für den Ring größer sein ?


    Außerdem ist die Belastung für Kolben und Ring am Auslass am stärksten, da dort die Temperatur am höchsten ist und da auch der Ring am stärksten ausfedert. Danach kann man auch mal den Einlass denken, je größer desto stärker wackelt das Kolbenhemd ein.
    An das Einbauspiel denkt auch keiner, hohe Einbauspiele führen zu erhöhtem Verschleiß.
    Dann kommt noch die Kolbenform hinzu...


    Es kommt eher auf die Auslegung, die Bearbeitung, das Setup und die Abstimmung an, die den Zylinder an die Grenzen führen. Verschleiß wächst quadratisch zur Drehzahl. Für lange Haltbarkeit sollte man gut bearbeitete Zylinder kaufen, die sind ordentlich angefast (besonders Auslass). Ordentlich abgestimmt, mit gutem Öl, immer schön warmgefahren und ordentlichem Kolben hält das schon eine Weile. Wo wir auch beim Thema Material währen: Gute Mahle/Asso Kolben halten bedeutend länger als Simson-Kolben. Der Aufpreis kommt nicht von ungefähr ;)


    Insgesamt kann man sagen: Die Kanalzahl ist das geringste Problem des Verschleißes.


    Zur Zylinderfrage: Im Grunde entscheidet der Preis und die gewünschte Leistung. Will er einen eher zahmen Alltagsmotor, würde ich zum 60ST mit AOA1/2 raten.
    Tendiert er zu etwas mehr Leistung mit sportlichem Feeling und will gern den LT-Reso, würde ich zum 60/4 raten.
    Bei gleichem Auspuff sollte der 60/4 auch ein breiteres Band haben als der 60 ST.

    meint rzt vergaser
    zündung habe ich auch schon über 2mm vor genommen!! :huh:

    Vor was ? Vor OT ? Das ist zuviel! Damit kommt der Motor nicht auf Drehzahlen. Die er sowieso nicht haben wird, da der originale 70er ziemlich zahm ausgelegt ist.
    Da gehört ein 16mm Vergaser ran und ein originaler 25mm Krümmer (ungekürzt). Zündung auf 1,4mm vOT.
    Problem bei den Nachbau-70ern ist die Kopfgeometrie. Die sind relativ hoch verdichtet, haben aber eine riesige Quetschkante. Fußdichtungen sind da also der falsche Weg, der Kopf muss nachgedreht werden (professionell).
    Um mit den originalen 70ern auf Geschwindigkeit zu kommen, muss die Übersetzung geändert werden.
    Das wären beim SR80 das S70 Primär und ein langes 4Gang-Getriebe (23:32).


    Oder den Zylinder überarbeiten lassen. Dann kommt aber der Rattenschwanz des restlichen Setups noch hinzu.


    Und diese Pimaldaumen-Diagnose und den Rat der Fußdichtungen ist fehl am Platz. Wenn, dann muss nachgemessen werden. Aber nicht auf gut Glück probieren, das wird nix.

    Die Idee mit der Fußdichtung ist eigentlich das beste, was man machen kann, man überhaupt keine Lust oder Ahnung oder Mittel zum Fräsen hat.
    Ori. SZ sind 135/112/145, wenn er den Zylinder jetzt 1mm hochgesetzt und das KoHe 1,5mm gekürzt hat, werden das 138/117/152. Gut, Einlass etwas klein. Denn würde ich erweitern, also nochmal einen halben mm weiter kürzen, dann solltest du auf 141 sein und dann sieht das schonmal nicht schlecht aus. weil du ja den Krümmer gekürzt hast.
    Der Knackpunkt ist eben Kopf bearbeiten, bei 1mm wird die QK schon das Problem, da brauchts dann eine Drehbank und die QK wird als Bund stehen gelassen.

    Nein die Überströhmer sind nicht bearbeitet.Den Krümmer hab ich schon auf 2,5cm vor dem Bogen abgeschnitten wie es bei Lang auf der Seite steht.

    Das ist doch Mist. Wenn Zylinder ausgeschliffen werden, senkt dass die Überströmersteuerzeiten. Werden dann nur Einlass und Auslass bearbeitet, wird das Ding zu Drehsau ohne Kraft, weil der Spülstrom nicht genügend Durchsatz bringt.
    Kürzt du dann noch Auspuff, ist der Krückstock fertig geschnitzt.
    Tolle Qualität von Easttuning, sowas überhaupt zu verramschen.
    Der Zylinder muss (fachmännig) nachgearbeitet werden. Alles andere wäre Pfusch und lässt dich nicht in die vollen Züge der 63cc kommen.
    Dann lieber einen originalen 50er verbauen, mit dem Sperbergetriebe kannst du dann sekundär auch einen Zacken länger übesetzen und fährst genauso schnell wie der jetzige 63er, und verbrauchst weniger ;)

    bin mal gespannt für was du dich entscheidest... ich würd echtmal die sache mit fast reinem nitro testen, da ist auch kein wirklicher umbau erforderlich, weil es ein "normaler" brennstoff ist...

    Kohle ist auch ein "normaler" Brennstoff.


    Fakt ist, jeder Kraftstoff verbrennt anders. Es gibt sogar schon Unterschiede von Super zu SuperPlus.
    Infolge dessen muss der Motor auf den neuen Kraftstoff abgestimmt werden. Das geht über die Bedüsen, Zündzeitpunkt, Brennraum, Kerze bis zum Auspuff und Öl, das komplette Programm eben, weil sich alles mit allem beeinflusst.


    squamble: Die Amis fahren in den Dragracern Matsche aus 80%Nitro und 20%Methanol. Jedenfalls sagt das Bell und der meint für 2takter auch maximal 20%Nitro und 80%Methanol.


    Um Nitro also wirklich voll auszunutzen, steckt eine ganze Menge Arbeit drin.
    Ich würde daher zu 100oktan-Kraftstoffen der üblichen Tankstellen raten, wenns denn etwas mehr sein soll ;)