Delta 25 (Einbaubericht)

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  • Hallo miteinander,

    ab November beschäftigte ich mich schleppend mit dem kompletten Neuaufbau einer S51 Enduro. Da ich ja kürzlich das Projekt mit der DCDI in Verbindung mit der PD gemacht habe, wurde ich neugierig auf die neue Delta 25 mit der M10s von RZT. Daher ist dies hier keine Werbung, sondern eher ein Erfahrungsbericht für den Einbau.


    Das finale Resümee nehme ich vorweg: ich bin schlussendlich allumfänglich begeistert von der Delta 25.


    Generell habe ich mich an die Einbauanleitung gehalten; jedoch gefiel mir die Lösung mit den beiliegenden Montageblechen und den wilden Kabeln garnicht. Siehe Fotos: ich habs halt bissl anders gemacht, sodass das übliche Werkzeug & Birnenkasten noch mit geordnet unter den linken Deckel passen.

    • der Regler kam an eine gut belüftete Stelle unter den rechten Deckel;
    • die Zündspule kam auf zwei Langmuttern unter den rechten Deckel;
    • zusätzlich gab es noch proforma einen dicken Glättungskondensator unter den rechten Deckel;
    • die CDI kam in den oberen Bereich unter den linken Deckel;
    • den recht dominanten Umschalter am Lenker habe ich durch einen kleinen dreipoligen Umschalter unter dem Seitendeckel ersetzt, da ich Diesen eigentlich nur zum Einstellen der beiden Drehzahlbegrenzer (Soft & Hard) benötige;
    • als sehr sinnvoll empfinde ich übrigens auch diesen neumodischen Batteriehalter;
    • falls dazu Fragen kommen: der dicke Leistungswiderstand ist für die gedimmte Tageslichtschaltung;
    • usw.

    Ein Problem gab es beim Lösen der Pickup-Sensor-Schrauben: diese stecken mit sehr viel Schraubensicherung in den Gewindegängen der Grundplatte => hier solltet ihr unbedingt mit Heißluftpistole und Geduld arbeiten. Schlussendlich gab es von RZT eine neue leere Grundplatte, da ich im ersten Versuch leider einen Schraubenkopf abgerissen habe. Danke für den Support an RZT!


    Was mir direkt auffiel:

    • Einbau und Grundeinstellungen ähnlich wie bei der PD;
    • sehr einfache "Programmierung" der M10s;
    • sehr guter Kaltstart;
    • deutlich geringere Motorschwingungen am kpl. Chassis;
    • die nutzbare elektrische Leistung (Amperemeter in Reihe zur Batterie) liegt hier bereits unter 3kU/min an;
    • sehr schicke Gasannahme des 50'er Stino.

    Die Testfahrt steht noch aus ... irgendwann, sobald das Salz von den Straßen weg ist.

  • Ein Glättungskondensator soll den noch pulsierenden DC-Strom glätten und das macht nun mal auch ein Akku.

    Eine Bleibatterie viel hochohmiger, als ein C: je älter, umso größer. Hier ist eine neue Batterie eingebaut, aber das bleibt ja nicht ewig so. Ohne den dicken C gibts am Oszi eine Restwelligkeit von ~200mV; mit dem C nahe Null. Da ich hier ne Handyhalterung mit Induktivladung eingebaut habe, erachte ich den minimalen Aufwand mit dem Kondensator für recht sinnvoll.

    Na dann berichte mal. LT. Foren gab es wohl Probleme mit der Delta beim Laden der Batterie.

    Das habe ich auch gelesen. Es gab wohl bei der 25'er Version der Delta dahingehend ein paar Updates. Aber es war auch ein Grund für die Tageslichtschaltung: tagsüber insges. ~20W weniger Last, zugunsten der Batterieladung. Ich teste das & werde berichten.

    MfG: Andreas.

  • Da ich hier ne Handyhalterung mit Induktivladung eingebaut habe, erachte ich den minimalen Aufwand mit dem Kondensator für recht sinnvoll.

    Verstehe ich dich da richtig, die Induktivladung fürs Handy macht den Kondensator quasi nötig ?

  • Verstehe ich dich da richtig, die Induktivladung fürs Handy macht den Kondensator quasi nötig ?

    Eine unsaubere Gleichspannung mit Restwelligkeit und Spannungsspitzen tut keinem elektronischem Gerät gut. Bei IT-Zeuch, wozu auch die Handys gehören, ist das noch einen ordentlichen Zacken schärfer zu betrachten, siehe CE-Norm. Kein Handy hat zum Selbstschutz endlos belastbare Spannungsfilter eingebaut, das gilt auch für die Ladung mit einem USB-Kabel. Ich habe es hier leider nur rudimentär mit einer kleinen Spule messen/prüfen können, wie gut die Rechteckkurven am Qi-Induktivladedings tatsächlich aussehen. Aber die 90 bis 200kHz-Kurven (je nach Ladestand) gefallen mir, auch bei laufendem Motor und wechselnden Drehzahlen, bisher sehr gut.

    Off-topic: die Energieübertragung bei Qi passiert übrigens im Langwellen-Bereich, wobei man dem Laden mit einem Oldschool-Radio "zuhören" kann - bzw. vom Radio das Signal zum Oszi bekommt. Aber auf den Gedanken bin ich erst später gekommen ... :D

    Da bei Qi auch ein "intelligenter" Informationsaustausch zwischen Ladeschale und dem Handy passiert, ist die saubere Versorgungsspannung wichtig. ==>> also zu deiner Frage: Ja.

    Übertragen werden hier bei meinen Telefonen moderate max. 6W (0,42A), welche a) die Bordelektrik nicht überfordern; und b) mit eingeschaltetem Navi und Display noch eine smoothe Aufladung des Handyakkus ermöglichen.

    MfG: Andreas.

    Einmal editiert, zuletzt von ARilk ()

  • Ein Umbau, der wirklich gut gelungen ist (meine Meinung). Ich habe wenige Herzkästen i.V.m der Delta gesehen, die so ordentlich aussahen.

    Für leistungsstärkere Motoren ist vermutlich die Verwendung der rechten Herzkastenseite ein wenig kritisch zu betrachten, jedoch ist das bei einem humanen 50er zu vernachlässigen.

    Ich finde, wir (Deutschen) sagen viel zu selten, wenn eine Arbeit gut gelungen ist - ich finde, deine ist es. :)

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