Kilometerstand: 8747
Guten Tag Genossen.
Was für eine nette Diskussion hier, danke Simsonpeter, ich stimme Dir in allem uneingeschränkt zu. Die Rentnergeschichte fetzt. Und danke für die vielen schicken Hängerbilder!
In der vorigen Woche hatte ich meinen Zug in die Sitti verpaßt und das Weib brauchte den Wagen. Aber da es trocken und sonnig war holte ich mein Roß doch noch mal aus dem Schuppen und hatte einen schönen Fahrttag. So kamen, trotz Winterbefehl, ein paar Kilometerchen dazu...
Na gucke einer an. Stimmgabeln sind gleich Yamaha. Da hätte ich können von selbst draufkommen, schließlich bauen die ja auch, neben Motorrädern, andere geräuscherzeugende Geräte. Früher sah man ja öfter die Musikgruppen in den Schlagersendungen, wie sie auf den Schlüsselbrettern dieses Herstellers mehr oder weniger melodisch herumtasteten...
Das finde ich übrigens urst nett, daß auch andere auf einen guten Ausdruck achten, Lord Helmchen ich danke Dir! Ich habe mir jetzt die ganzen Tage auf die Zunge gebissen (auf die Finger geklopft?) nicht zu betonen, daß ich am Sonnabendvormittag lieber in der Schule saß und lernte...
Hab Dank für die Verweise zu den Vorschriftstexten Zehkich, ich verspreche hiermit, sie auch wirklich einmal zu lesen. Aber wenn ein aus Plaste oder Cellophan gefertigter Müllsack zerreißt, dann fällt der Inhalt raus. Das ist Fakt, da kann ich den Sack anbinden wie ich will. (Faszinierend, über was für Quisquilien man im Internetz doch debattieren kann.)
Ebenst. Ich habe zwar einen DDR - Hänger, aber neuerdings mit (sic!) Westpapieren. Und wieder wiederhole ich mich: In den Westpapieren zu meinem Osthänger steht nichts davon, daß ich ein Westfolgekennzeichen benötige. Wäre dies der Fall, hätten de Leit in Flensburg das doch mitreinmeißeln können, oder? Zeit und Raum für die Vierzigerschilderwähnung war doch auch...
Nett übrigens, daß es auch anderen Leuten auffiel, daß Aufkleber auf rauhen Oberflächen nicht halten, ich begann schon an mir zu zweifeln...
Mit meinen Demontagearbeiten bin ich noch nicht vorangekommen, will heißen, ich habe noch nicht angefangen. Vielleicht brauche ich mein Roß noch über die Altjahresabendfeiertage, wenn wir es so machen, wie im vorigen Jahre: Weib und Kinder laufen über Wanderwege in die böhmische Baude und ich mit dem Lastenmoped hinterdrein, beladen mit Taschen, Schlaf- und Rucksäcken, Decken und obenauf ist der Nachttopf geschnallt. (Schade, daß ich davon kein Bild machte. Naja, vielleicht wird es dieses Jahr...) Dies allerdings nur, wenn kein oder wenig Schnee liegt. Liegt viel Schnee komme ich nicht die Paßwege rauf, dann muß ich mit dem Auto einen sehr großen Bogen über öffentliche Straßen dorthin fahren.
Nun wollte ich ja schon seit einiger Zeit einmal über mein Bowdenzugproblem referieren. Ich weiß ja nicht, wie es Euch so geht, aber als ich im Frühjahr den breiten Lenker aufbaute, kaufte ich mir vorher bei Ebay einen Satz Endurobowdenzüge. Dann baute ich sie einige Monate später ein und stellte fest, daß (bei Gas und Choke) zwar die Hüllenlänge korrekt bemessen war, aber die Seele viel zu lang. Selbst als ich die Distanzverstellschrauben auf das Maximum herausgedreht hatte, waren immer noch knapp fünf Millimeter Spiel, so daß der Bowdenzug "klapperte". Dann holte ich mir testweise Bowdenzüge aus dem regionalen Fachhandel, nur um festzustellen, daß sich das Problem allerhöchstens um zwei Millimeter verkleinerte. Ich meine, ein Bowdenzug sollte doch so passen, daß er in der Mitte der Variable der Distanzverstellschraube endet, oder? Doch mein in Simsondingen mit fast gottgleichem Wissen gesegneter Freund R. half. Da gibt es eine kleine Bowdenzugmanufaktur in Quedlinburg, die stellt Bowdenzüge her, die, sagt R., ein Simsonleben lang halten. Also ließ ich mir dort die benötigten zwei Bowdenzüge fertigen. Der Gaszug ist inzwischen eingebaut, paßt wunderbar und hat keinerlei Spiel. Beim Choke habe ich mich etwas vermessen, da muß die Hülle noch etwas gekürzt werden. Ich hoffe, daß das kein Problem darstellt, aber schließlich hat der Chokezug ja auf einer Seite serienmäßig keine Endhülse. Dort böte es sich an.
Ach so, noch ein abschließend Wort zum Hänger: Ich bremste jetzt mal bei unserem Dorfscheriff, der damals Juli-August bei der weiter oben beschriebenen Fahrzeugkontrolle dabei war und bat ihn ganz freundlich um Verzeihung, weil ich ihn damals aus Versehen angelogen habe, als ich behauptete, es gäbe keine Hängerpapiere. Ich zeigte sie ihm und er dankte mir gerührt.
Bis zum nächsten Mal grüßt
Tilo