Beiträge von simme24

    Irgendwann kurz vorm ausgehen stieg schlagartig die Leerlauf drehzahl immer mehr und mehr. Wenn ich sie jetzt anschmeisse reisst sie sofort die Drehzahl hoch und sobald ich am Gas drehe geht die Drehzahl runter. Bei vollgas geht sie aus.


    Kraftstoffmangel. Dadurch sehr hohe Leerlaufdrehzahl aber keine Kraft. Kontrolliere deine Hauptdüse.
    Teilweise oder vollständig verstopft. Also Vergaser abschrauben und zerlegen...

    Gestern ist der regenerierte Habichtmotor M54 11KF bei mir per Post angekommen.
    Habe ich bei Ebay-Kleinanzeigen gekauft. Leider muß der ungefahrene Motor nochmal
    zerlegt werden, zwecks Gehäusetausch. Das "echte" Habicht-Motorgehäuse ist für
    meine Zwecke leider unbrauchbar....Im Motor ist eine S50-Kurbelwelle drin, mit Nadellager
    für die Kolbenbolzenlagerung. Ich habe mich bewußt gegen einen ungeprüften Schrottmotor
    entschieden...
    Heute in Jüterbog bei Sausewind gewesen und dort das Sperber.-bzw. Habicht-(Ersatz) Gehäuse gekauft.
    Das hat somit die 2 Aufhängungspunkte für S50 hinten dran (starr).


    Motor v. Ebay-Kleinanzeigen:


    Neues Ersatzgehäuse für Sperber oder Habicht (Viergang) aus S50-Herstellungszeiten:


    Spezialzylinder (DDR) mit Megukolben, 2-Kanal mit Sperber(SR4-3)-Steuerzeiten ist auch schon da:
    http://www.ebay.de/itm/261216955909


    Gruß Thilo

    Richtig, beim S51 dürfte da größtenteils (oder gar überhaupt nicht) keine präzise
    Typenbezeichnung auf der Plakette stehen. Nur "S51".
    Ausnahmen: Alle S50 und frühe S51 (z.B Baujahr 1981). Bei diesen wurden
    komischerweise sogar die alten S 50-Bezeichnungen weiterverwendet.
    Beispiel: S51B2-4 von 1981 > Plakettenbezeichnung: S51B2
    Gruß Thilo

    Folgendes inzwischen gemacht:
    -Einbau eines 15er Ritzels wegen den Überdrehzahlen (siehe auch Thread
    "Übersetzung S50")
    -Sitzbankbezug an einer Stelle mit schwarzem Kunstleder ausgebessert
    -neue Zylinder/Kolben-Garnitur von Aljoscha, inkl. neuem, oberen Nadellager,
    Krümmermutter und Kupferdichtringen
    -neue Chromhülsen für die Federbeine montiert
    -neue Decke, Profil K30 montiert (Hinterrad)
    -neuer Tachoantrieb (Metall) + Tacho (in DDR-Gehäuse umgebaut, wegen fehlender
    Glühlampenfassung)
    -Blinkleuchten und Beleuchtung allgemein instandgesetzt
    -Polrad demontiert, Kondensator ersetzt, Unterbrecherkontakte mit Kontaktfeile
    geglättet, Lagerbolzen v. Unterbrecherhebel gefettet und Kontaktabstand eingestellt,
    ebenso die Kerze begutachtet
    -Vergaser zerlegt, gereinigt, Düsenbestückung kontrolliert, Schwimmerstand eingestellt,
    Teillastnadelstellung kontrolliert, Vergaser mit neuen Papierflanschdichtungen montiert,
    Vergasergrundeinstellung
    -Telegabel instandgesetzt-Gabelholme zerlegt, Gabelfedern und Simmerringe erneuert,
    neue Ölfüllung
    - neuer Abdichtring für 100mm-Rückleuchte, neue Gummitüllen für Lenkerschalter
    -neue Biegefeder für Hohlwelle montiert (Schalthebel), inkl. neuem Simmering
    für Hohlwelle und neuer Deckeldichtung
    - Vorderradfelge hat leichten Höhenschlag. Neuen Außenring habe ich schon besorgt.


    Heute habe ich den Kupplungsdeckel demontiert und Kupplungspaket zerlegt.
    Ich kaufte neue Kupplungsscheiben und neue Druckfedern. Stahllamellen bekam ich leider
    keine. Originalkupplungsscheiben waren aber noch gut, die kamen wieder rein. Lediglich
    die Federn kamen neu rein.


    Motor läuft trotzdem ziemlich hochtourig. Bei knapp über 60Km/h bei 7000U/min
    scheppert die Kurbelwelle ganz schön. Das kippelnde Pleuelfußlager....


    Es kommt aber bald ein umgebauter Habichtmotor zum Einsatz. Also Ersatzmotorgehäuse
    für Habicht/Sperber mit S50-Aufhängung, mit innenliegender Habicht.-/Sperbertechnik.
    Ein leistungsgesteigerter 2-Kanal-DDR-Zylinder mit 4,5-5PS und Megukolben wird dann
    auch noch montiert, in Verbindung mit einem 14er Ritzel.
    So wird die Optik nicht versaut. :P
    Gruß Thilo

    Beides kann jedenfalls nicht zutreffen. Der Habicht wurde erst 1967 oder 1968 gebaut und anschließend von der neuen S50-Reihe 1975 abgelöst.


    Kam doch erst ca. 1972 ´raus, nach den schleppenden Sperber-Verkaufszahlen...Und deswegen gibts so wenig Habichte.
    Sperber dürfte es noch mehr geben.

    Dachte ich auch erst. Ich fuhr davor schon mehrere S50, irgendwann Testweise
    2-3 KR51/1 und einen Star. Und alle gingen besser. Fährt sich insgesamt wie über-
    setzungsmäßig abgeschnürt. Außerdem muß bei voll ausgefahrenem 3. Gang die
    Leistung (logischerweise nicht die Drehzahl) spürbar abfallen. Ist bei mir nicht
    der Fall. Mit (Fast)-Originalmotorisierung, sprich + 15er(!) Ritzel.
    Und durch das hohe Drehzahlniveau ist die Kerze auch relativ hell und setzt bei
    höchster Drehzahl sporadisch aus. (Zündanlage sonst ohne Mängel, U-Kontakte
    glatt gefeilt, Lagerbolzen U-Hebel gefettet, Kontaktabstand...)
    Hatte ich bisher bei noch keinem anderen Fahrzeug mit M53.
    Am Montag kommen die Teile, dann Austausch.....Und dann werde ich hoffentlich
    schlauer sein.

    Habe mich jetzt längere Zeit damit zufrieden gegeben, aber selbst mit 15er Kettenritzel
    überdreht der Motor im 3.Gang. Habe mir jetzt ein Reparaturset mit Stahllamellen,
    Kupplungsscheiben und neuen Druckfedern bestellt. Hoffentlich wird das Problem damit
    gelöst sein. Primärtrieb und Getriebeübersetzung gab es doch orig. nichts anderes?
    Beim Beschleunigen u. Hochschalten bis zum 3. Gang sind nämlich alle Gänge ganz kurz
    übersetzt ohne vordergründiges Aufheulen d. Motors beim Gasgeben.(so wie es bei einer
    verschlissenen Kupplung typisch wäre)
    Die Sprünge zwischen den Gängen sind ungewohnt kurz bei dem Dreigangmotor,
    der 2. muß nicht weit ausgefahren werden, damit der 3. passt...
    Die Drehzahl bei voll ausgefahrenem 3. Gang ist so hoch, daß Zündaussetzer entstehen (S50B1).
    Durch die Überdrehzahlen hat das untere Pleuellager schon etwas gelitten, das schon
    beim Vorbesitzer, der es nicht für voll nahm.
    Nach dem Bauteiletausch werde ich weiter berichten...

    Taschen zum Abhebeln (Schraubendreherklinge reinstecken und drehen)
    gibts nur an der linken Gehäuseseite. Damit wird der Kupplungsdeckel gelöst.
    Das wars dann schon.
    Ich weiß, daß man sich jetzt in einem Simsonforum unbeliebt macht, wenn man
    von Gehäusetrennung mit 2 Schraubendrehern spricht. Gerade jetzt, wo
    die Fahrzeuge wertvoller werden + Kultfaktor usw.
    Aber in meinem Bekanntenkreis haben viele für sich selbst Motoren
    überholt, bzw. für andere.
    Da war niemals die Rede von irgendwelchem Spezialwerkzeug.
    Die 2 Schraubendreher wurden in den Schlitz zwischen den Gehäusehälften
    gesteckt (natürlich gegenüberliegend) und die Schraubendreher gedreht, nicht
    gehebelt. Das ist nicht fachlich korrekt, war (bzw. ist teilweise noch) aber gängige Praxis.
    Nach der ersten Gehäusedemontage (Gehäuse orig. ungeöffnet) wird dabei nicht
    viel Schaden dabei rauskommen. Wenn das Gehäuse allerdings bspw. 10-Mal auf diese Art
    geöffnet wird, entsteht natürlich schon Schaden...
    Gruß Thilo

    Es darf kein Fön sein (so ein Wort in einem Simsonforum...?) sondern eine
    Heißluftpistole. Besser: Motor auf Kochplatte stellen (alter Campingkocher
    oder sowas ähnliches).

    Diese "Zwischenleerläufe" findet man (besonders, wenn man diese bewußt einlegen will) aber relativ
    schlecht. Da muß man schon viel Gefühl in der Fußspitze haben.
    Kenne das nur von Schaltungen mit verschleißbedingt viel Luft, sowie beim gelegentlichen
    Verschalten. Da ist dann manchmal ein Zwischenleerlauf drin. (bei M53 und M531/541 gleichermaßen).