Mahlzeit!
Bei nur äußerlich beschädigten Wickungen ist so ein guter Isolierlack sicher eine dankbare Möglichkeit, da noch was zu retten.
Bei den Hochspannungsspulen, wie der Ladespule der E-Zündung oder der innenliegenden Zündspule der SLMZ wäre ich da sehr skeptisch. Speziell die SLMZ-Spule besteht eigentlich aus mehr Isolierung als Kupfer. Da wird der Lack nicht wirklich bis an die entscheidenden Stellen vordringen. Es könnte höchstens helfen, wenn Haarrisse das Eindringen von Feuchte begünstigen und Zündspannung außen durchschlägt.
Versuch macht kluch, aber da wird wohl der Tausch das einzig sinnvolle Mittel bleiben.
Zudem habe ich beim Abwickeln von defekten Spulen festgestellt, daß, obwohl die Außenseite quietschsauber gereinigt worden ist, sich im Innern noch massig duftendes Öl von Jahrzehnten undichter Vergaser befindet. Das müßte der Lack beim Kriechen erstmal verdrängen.
Es "passiert" übrigens nicht, daß Spulen durch zufällig vorbeifliegende Schraubendreher beschädigt werden, sondern die Helden der Arbeit, die meinen, Polräder durch einen reingerammten Schraubendreher blockieren zu müssen, zerstören die Spulen mutwillig und vorsätzlich.
Warum sollten die die denn mit Lack reparieren wollen, wo sie die doch vorher mühevoll absichtlich kaputt gemacht haben? ![]()
Es gibt auch hemdsärmlige Methoden (ohne Spannband o.ä.) , das Polrad zu blockieren, ohne alles zu zerstören. Sehr zerstörungsarm und ohne Spezialwerkzeug wäre die Methode mit einem zwischen Polradfenster und Fußraste geklemmten Gabelschlüssel (siehe ein Beitrag im Schwalbennest von User "Prof").
GlückAuf!
MacHeba