Beiträge von [SuPeRpLuS]

    Zitat


    Original von DeadSky63ccm:
    so wie ich das verstanden habe ist es also ziemlich unnötig den hubraum zu minimieren.man sollte ein gutes mittelmaß haben . sprich kleiner hubraum zu wenig drehmoment aber hohe drehzahl.
    großer hubraum(einzylinder[zb ETZ250]) gutes drehmoment aber ziemlich schwerfällig durch das gewicht damit wenig leistung im oberen drehzahlbereich.


    da muss man einfach ein gutes mittelmaß finden.oder wie es bei der jawa 350 gemacht wurde 2 zylinder einsetzen die jeweils 175ccm haben und hoch drehen aber auch schönes drehmoment entwickeln. ich denke das 2 zylinder sich auch ganz anderst fahren lassen.weil bei einer radumdrhung beispielsweise 2 mal gezündet wird...



    Was meinst Du mit Radumdrehung?? Umdrehung des Hinterrades?


    Jede Motorauslegung ist ein Kompromiss. Du wirst kaum ein Hubraummonster finden der gleichzeitig eine Drehzahlorgel ist.


    Wobei 250 ccm noch kein großer Hubraum ist - selbst für einen Einzylinder. Moderne 2 Zylindermotoren haben Hubräume zwischen 600 und 1000 ccm - also zwischen 300 und 500 ccm je Zylinder - und die drehen auch locker über 10.000 U/min. Allerdings sind sie eben sehr genau ausgelegt und die Massenkräfte über Ausgleichswellen etc minimiert.


    Es gibt jedoch auch für 2 Takter interessante Konzepte um die Kennlinie positiv zu beeinflussen. z.B. eine Auslasssteuerung (hatte z.B. YAMAHA im Programm)


    MfG

    SimsonSuhl hat das ja schon ganz gut erklärt wie sich das den Drehzahlen und Drehmomentverläufen verhält.


    Wenn Du wirklich eine hohe Leistung aus kleinem Hubraum herausholen willst musst Du dich zwangsläufig mit dem Brennverfahren genauer auseinandersetzen. Sprich: Strömungsdynamik im Ansaug- und Abgastrakt, Füll- und Brennverhalten etc pp. Hinzu kommt die Minimierung von Massenkräften und -Momenten (was jedoch beim Zweitakter noch weitaus schwieriger ist als beim Viertakter, da die Steuerung hier nunmal über den Kolben selbst erfolgt) und der Reibung.


    Das ist übrigens genau das Prinzip des Downsizing wie es die Automobilhersteller gerade verfolgen (siehe z.B. TSI von VW)


    Dabei wird auch die Erhöhung des Wirkungsgrades durch Verringerung der motorinternen Reibung und Optimierung des Brennverfahrens angestrebt.


    MfG

    Wenn sich nach und nach die Ringe der Kette verabschieden reißt sie noch nicht gleich. Es wäre allerdings besser sie in nächster Zeit mal zu tauschen. Für so eine Kette ist die richtige Spannung und Schmierung lebenswichtig, hier also niemals Nachlässigkeit walten lassen (auch wenn sie Simson-Ketten sehr günstig sind im Vergleich zu richtigen Motorradketten).


    Es gibt auch graues Motoröl - hatte ich selbst erst vor einigen Wochen fürs Motorrad, weiß jetzt aber leider nicht mehr wie das hieß. Sieht aber aus wie Altöl, das stimmt.


    MfG

    Hi,


    an den Simmeringen liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, die müssten schon arg hinüber sein damit sie überhaupt nicht mehr anspringt, und so plötzlich passiert das normalerweise nicht.


    Bei der Fehlersuche warum ein Motor nicht anspringt musst Du dir immer vor Augen halten was er denn dazu braucht, um anzuspringen und zu laufen. Das ist


    - Luft
    - Benzin
    - Verdichtung
    - Zündfunke
    - Auspuff


    Wenn Du immer daran denkst und logisch vorgehst findest Du den Fehler auch ganz sicher.


    Angefangen beim Vergaser: Wenn die Kerze nach mehrmaligem Kicken sichtbar feucht wird hat sie auf jedenfall schonmal Sprit. Man kann ggf. mal den Ansaugstutzen entfernen und schauen ob sich dann was tut. Auf jedenfall sollte man aber mal den Vergaser auseinander nehmen und alle Düsen reinigen, manchmal vibriert sich auch die Hauptdüse lose, dann bekommt sie zwar Sprit, allerdings so viel das kann zündfähiges Gemisch entstehen kann.
    Beim Originalmotor sollte man nach dem Reinigen erstmal alle Einstellungen in Grundstellung bringen (siehe Handbuch / FAQ), denn damit läuft sie auf jedenfall erstmal, die Feineinstellung kann dann später erfolgen. Auch die Flanschdichtung zwischen Vergaser und Zylinder sowie die Zylinderfußdichtung kontrollieren, hier kann sich Nebenluft einschleusen.


    Als nächstes sollte man die Verdichtung testen. Es wäre nicht das erste Mal das nur locker angesetzte Zylinderkopfmuttern ein anspringen verhindern. Ob die Verdichtung gut ist spürt man aber eigentlich schon beim Kicken, ggf. aber beim Durchdrehen des Motors von Hand.


    Dann (sehr wichtig) sollte das verdichtete, zündfähige Gemisch natürlich auch zum richtigen Zeitpunkt durch die Kerze entzündet werden. Dazu ist es erstmal wichtig das die Kerze überhaupt einen Funken macht, und zwar einen möglichst guten. Ist der Funke nur sehr schwach, Elektrodenabstand und Zündkabel kontrollieren, ggf. neue Kerze nehmen (auch beliebte Fehlerquelle). Als letztes die Grundplatte in Grundposition (FAQ) bringen, es gilt hier das gleiche wie beim Vergaser: erstmal soll sie laufen, optimiert werden kann immernoch.


    Zu guter letzt der Auspuff: Beim Kicken sollte aus der Tüte eine spürbare Druckwelle entweichen, ist der Auspuff nämlich dicht, kann der Motor nicht laufen (bei toleranten Nachbarn kann man auch mal eben den Krümmer abschrauben, das beeinträchtigt allerdings auch das Start- und Laufverhalten negativ, also höchstens als Ausschlusstest zu gebrauchen).


    MfG

    An deiner Stelle würde ich mich vorher genau informieren wie die Sachen zusammenhängen, bevor Du etwas am Kolben herum feilst.


    Wenn Du nicht genau weißt wo, wie und wieviel Du etwas wegnehmen musst, bringst Du die Steuerzeiten damit durcheinander welche durch die Ingenieure des Motors schon ziemlich gut abgestimmt wurde (was nicht heißen soll das es keine Verbesserungsmöglichkeiten gibt).


    Beispiel Auslass: Nimmst Du am Kolbenboden (so heißt das übrigens, nicht \"Dach\") am Auslass z.B. 1 mm (nur als Beispiel) weg, schließt der Kolben im Kompressionstakt entsprechend später den Auslass was zu einer Verringerung des Weges für die Verdichtung des Gemisches führt - ergo nimmt die Verdichtung ab. Außerdem kann es bei falscher Abstimmung dazu führen das zuviel Frischgas in den Auslass gespült wird und damit der Spritverbrauch erheblich ansteigt. In der Expansionsphase (Arbeitstakt) ist es ähnlich wie bei der Verdichtung: Der Weg den der Kolben zurücklegt bis der Auslass geöffnet wird verringert sich, dadurch verringert sich auch die vom Motor erzeugte Arbeit, denn die ergibt sich bekanntlich aus W=F*s bzw. W=p*A*s was für den Motorbereich zweckmäßiger ist. Sprich, der Restdruck im Zylinder verflüchtigt sich einfach durch den Auspuff und heizt dort vor sich hin ohne dich jedoch vorwärts zu bringen.


    Das war nur einige wenige Sachen die dort mit rein spielen, in Wirklichkeit müssen noch viele mehr berücksichtigt werden.


    Du kannst natürlich dein Glück versuchen, aber ich verspreche dir das Du etliche Versuche brauchen wirst ehe Du nur ein annäherend akzeptables Ergebniss erzielst.


    Es gibt dafür jedoch entsprechende Literatur (ich empfehle gerne aus dem Springer Verlag \"Motoradtechnik\" wo im Kapitel der Antriebe sehr schön die Grundlagen zum 2- und 4-Takter erklärt werden) mit der man sich die nötigen Kenntnisse aneignen kann.


    MfG

    Um mal die Sache mit den C4-Lagern aufzuklären:


    Der Zusatz C4 bedeutet nur das die Lager mit größerer Lagerluft als normal (normal wäre C3) gefertigt werden, sprich: die Wälzkörper (in unserem Fall sind das Kugeln) haben mehr Spiel in den Lagerringen.


    Man unterscheidet dabei die Lagerluft beim Lager im uneingebautem und eingebautem Zustand. Für uns ist ja nur letzteres interessant, allerdings muss auch hier was beachtet werden. Denn wer in der Schule aufgepasst hat weiß ja das sich Metall bei Temperaturänderungen ausdehnt bzw. zusammenzieht, so auch die Lager bzw. der Motor. D.h. bei warmem Motor haben die Lager ein geringeres Spiel als bei kaltem.


    Das ist auch der Grund das bei erhöhtem Lagerspiel der Motor sehr vorsichtig warm gefahren werden sollte (also mit geringer Drehzahl), denn durch das hohe Lagerspiel im kalten Zustand ist die dynamische Lagerbelastung wesentlich höher.


    Für den normalen oder leicht getunten Simme Motor sollten C3 Lager völlig ausreichen. Wichtiger ist es, bei der Lagerauswahl auf die dynamische Tragzahl C (siehe Lagerkatalog) zu achten, denn die bestimmt die Lebensdauer der Lager entscheidend mit.


    MfG