Beiträge von beaver

    Mach doch einfach mal Bilder vom Zylinder. Dann kann ich dir auch sagen, ob du den guten Gewissens überhaupt weiter verkaufen kannst oder dir lieber als Andenken an deine Jugendeselei ins Regal stellen solltest.
    Ich hab auch meinen größten Schwachfug aufgehoben und blicke heute immer mit einem Schmunzeln drauf zurück, wenns mir mal wieder in die Hände fällt.

    Christian Rieck....
    Finde es gar net mal so schlecht....

    Lol, der Rieck. Gut, das war auch das erste Buch, dass ich mir gekauft hab. Aber nachdem ich ordentliche Fachliteratur in der Hand hatte (Dixon, Blair, Robinson etc) hab ich den schleunigst wieder verkauft, damit der mir das Niveau im Bücherregal nicht versaut :D
    Für den Anfang, wenn man überhaupt keinen Durchblick hat, ist der Rieck wohl der beste Einstieg, da alle komplizierten und wichtigen Sachen weggelassen werden. Aber ich kenne niemanden, der nur nach dem "studieren" des Riecks hinterher einen ordentlichen Zweitakter auf die Beine gestellt hat.
    Noch am besten aus der Reihe finde ich den Zusatzband von Ansorg, da dort endlich mal die Spülung angerissen wird, aber man hinterher fast genauso schlau wie vorher ist.


    Als Einstieg in deutscher Sprache kann ich nur den Bönsch empfehlen, da werden nämlich alle Erkenntnisse wissenschaftlich betrachtet, analysiert und praktisch getestet. Auch wenns mittlerweile schon veraltet ist, aber die grundlegen Elemente sind alle heute noch gültig.

    Also erklären könnt ich mir horstys Theorie schon irgendwie.
    Stichwort "Laminare Strömung"

    Laminare Strömung hast du wenn überhaupt im Vergaser. Aber nur idealsiert.
    Denn was passiert, wenn das Gas die Kurbelwelle erblickt ? :biggrin:
    In den ÜS soll die Strömung dann wieder den linearen Zustand erreichen. Und der wird umso besser, je geringer die Rauheit der Oberfläche. Bis zu einem gewissen Grenzwert, ab da tritt keine Verbesserung mehr (und keine Verschlechterung).


    Ich warte noch auf Rusty, dann zeige ich euch mal den Praxis-Beweis, dass ein poliertes KGH sehr wohl keine Nachteile aufweist, sonst würden sich diejenigen nicht den Aufwand machen. Es geht in Richtung GP und IDM.

    Also wenn es am Schaltgestänge nicht liegt, kann auch was im Motor defekt sein.
    Vor 2 oder 3 Wochen hab ich auch einen Motor regeneriert, danach ist beim Kicken immer der 2. Gang reingesprungen.
    Ich war natürlich wieder zu faul, den Getriebedeckel aufzumachen, vorher gings ja auch.
    Bis dann irgendwann der Schalthebel senkrecht nach unten stand und sich widerstandslos bewegen lies.
    Getriebedeckel auf und es sah so aus:


    Ursache war:

    Die Bohrung war ausgeschlagen, dadurch wurde der Hebel (rechts) nicht mehr richtig geführt, ist in die Schaltwalze eingehakt und hats blockiert. Klasse.
    Habs schon wieder geschweißt, jetzt muss ich mal die Bohrung neu reiben und schauen, ob es wieder gangbar wird oder ein Fall für die Schrottkiste ist.


    Fazit: Handeln, bevor es zu spät ist ;)

    Ein Nachteil ist der höhere Fertigungsaufwand :lol:


    Aus welcher Quelle hast du es ? Ich wollte vorhin auch schonmal was raussuchen, hatte aber keine Lust, irgendwo was rauszusuchen, bevor rusty nicht seine Quelle Preis gibt 8)

    Also 50er Kopf geht. Da musst du aber aufpassen, dass er weder anstößt noch klopft. Eventuell wird durch den kleinen Brennraum die Verdichtung zu hoch.

    Ach jetzt erzähl dem Jungen doch nicht solch einen Quark. Da gehört kein 50er Kopf drauf. Der gehört auf keinen 60cc Zylinder drauf.
    Der bewirkt im Extremfall einen kapitalen Motorschaden und dann schaut der electrokaoss erst Recht in die Röhre.

    Du brauchst einen 60cc Kopf mit 41mm Durchmesser. Dein Simmi-Heini steckt da leider nicht so tief in der Materie wie wir. Das ist ein Händler und kein Bastler (Tuner).


    Wenn man Tuning ordentlich betreiben will, dann sollte einem klar sein, dass man das Gesamtpaket verändern muss und nicht nur den Zylinder. Kauft man sich irgendwas gebrauchtes, braucht man umso mehr Zeit, alles aufeinander abzustimmen.
    Zumal bei irgendeinem gebrauchten 60/5, wo weder du noch wir etwas genaueres wissen.


    Wenn du überhaupt keine Lust aufs Abstimmen hast, dann verkauf den 60/5 wieder und hol dir ein fertiges Gesamtpaket zb den LT60Sport von Langtuning. Draufbauen, die mitgelieferten Düsen einbauen, deinen Auspuff lassen wie er ist und Freude haben. Das wird dir eine Menge Zeit, Frust und eventuelles Lehrgeld ersparen.

    Worauf stützt du denn deine Theorien ?


    Wieso sollte sich das Benzin absetzen, wenn das Gas permanent in Bewegung ist?

    Nein, die Nummern sind dazu da, um zu überprüfen, ob die Gehäuse zusammen bearbeitet worden sind.
    Die wurden alle einzeln gegossen, dann verstiftet und verschraubt, und hinterher wurden dann die Bohrungen gefertigt (Lagersitze, Gehäusebohrung).
    Es gibt viele Gehäuse mit den gleichen Nummern. Aber sehr unwahrscheinlich ist es, dass die gleichzeitig am gleichen Ort zerlegt werden und somit fast ausgeschlossen ist, dass die falsch gefügt werden.


    Denn wenn 2 unterschiedliche Gehäuse gefügt werden, dann fluchten die Lagersitze nicht mehr. Erhöhter Verschleiß. Ich hab einen Block zu Hause, bei dem ist in der Gehäusebohrung ein Versatz von ca 2/10 !


    Dass es dennoch so viele Gehäuse mit verschiedenen Nummern gibt, erkläre ich mir so: Eine Motorhälfte ist defekt (irgendwas ausgebrochen oder eingerissen), dann wird beim regenerieren irgend eine andere Hälfte genommen und zusammengeschraubt. Bei originalen Simsons, wo der Motor noch nie ausgebaut war, hab ich das noch nie gesehen. Nur bei Motoren, die schon durch viele Hände gewandert sind.


    Am besten das Gehäuse gleich wegpacken und vergessen. Eventuell die Innereien noch ausschlachten. Aber die Chance, die passende Gehäusehälfte zu finden, geht gegen Null. Zum einen weil sie mit Sicherheit schon kaputt ist, zum anderen, weil es dutzende Gehäuse mit den gleichen Nummern gibt.


    Die Nummer wird wohl vor allem in der Fertigung in Suhl wichtig gewesen sein, kleine Beispielrechnung:
    In ca 10 Jahren sind 1,2Mio Simsons gebaut worden, macht pro Jahr ca 120000 Motoren. Auf 300 Arbeitstage sind das 400 Motoren pro Tag. Um die zu unterscheiden, brauchts ne 3stellige Nummer.
    Die werden zusammen gebohrt und gekennzeichnet, dann wieder demontiert und komplett gefügt. Damit dabei keine Verwechslung stattfindet, wurde die Nummer eingeschlagen.
    Konnte ja keiner ahnen, dass nach 20 Jahren so viele gepfuschte Blöcke ihr Unwesen treiben.

    Ja!


    Lager rausschlagen macht man auch nicht, damit versaut man ggf. die Lagersitze.
    Komplett ohne Spezialwerkzeuge kommt man nicht aus.


    Den Motor am besten auf ~150° erwärmen, dann kann man den fast von Hand auseinanderziehen. Für die Lager brauchts zum einen Improvisorium, zum anderen kommt man ohne Spezialwerkzeug nicht aus. Ich hab mir letzteres selbst gebaut.

    dann hast du ein physikalisches Phänomen und solltest das schnell als patent anmelden, beaver!


    kleiner selbstversuch: man sprühe etwas bremsenreiniger in die lufi-patrone und höre, was passiert!

    Du sollst das nicht in die Luftfilterpatrone sprühen, sondern an die typischen Nebenluftstellen. Vergaserflansch, Fußdichtung, etc. Wenn der Motor Nebenluft zieht und einigermaßen läuft, dann ist das Gemisch zündfähig. Sprühst du jetzt die Nebenluftstelle ein, fehlt dem Gemisch diese Luft und überfettet, der Motor tourt ab.
    Aber ich seh schon, du hast das zich Male in der Praxis schon erlebt und ich schwafel hier nur Märchen, um auf den Putz hauen zu können :a_zzblirre:

    Ja, die Dinger sind Müll. Wegschmeißen.
    Ein ordentlicher Simsonladen, der mit der Materie vertraut ist, würde sowas nie verkaufen!