S51 Kondensatorleier

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  • Guten Tag,
    ich habe eine S51 B1-4, Baujahr '88 mit 6V Unterbrecherzündung, welche bisher recht gut lief, mit der Außnahme, dass sie nach kurzzeitigem Abstellen nur noch nach manueller Wasserkühlung ansprang. Dann zündete sie bei hohen Drehzahlen, bzw. wenn sie warm war nicht mehr.
    Zur Vorgeschichte:
    Folgendes habe ich gemacht:


    Zündfunke überprüft: War da


    Zündkerze war schwarz (mittlerweile schön braun).


    Zündzeitpunkt war verstellt -> Lief nach Einstellen wieder, bis sie warm war: Ging dann aus.


    Unterbrecher gewechselt, da abgenutzt und gebrochen.


    Kondensator (sah original aus, also noch mit dem Innengewinde) -> Neuer rein


    Neuer Kondensator sitzt sehr wackelig -> Alufolie hilft beim Einführen, sitzt jetzt fest.




    Gerade Probe gefahren und 25km durchgehalten, dann war ich wieder zu Hause.


    Jetzt mein "Problem": Ist es normal, dass beim Bergherunterfahren die Simme nicht gut zündet, wenn man über 60 kommt (Gasdrehgriff auf Anschlag)?
    Beim Abbremsen auf 50-60 Sachen zündet sie wieder gut.


    Grüße ^^
    Benzo


    P.S.: Ist ein Umbau auf 12V Vape sinnvoll und würde dies "geschmeidiger" laufen und evtl. oben genanntes Problem lösen?

  • Hallo.
    Ich habe ja auch nicht viel ahnung aber meines Wissens nach kann die Simme ja dadurch dass sie nur einen Zylinder hat nicht so oft pro sekunde Zünden. Wenn die dann schneller rollt als sie fahren kann geht der Kolben ja auch Schneller hoch und runter etc.. Düsste das doch normal sein dass sie nicht mehr richtig zündet. Also wäre nur so ne Vermutung :D

  • Mit der Kolbengeschwindigkeit hat das nichts zu tun, sondern eher mit der Art der Zündung. Ich weiß nicht, bis zu welcher Drehzahl die U-Zündung ihren Leistungsbereich hat, aber 7000 U/min dürften das schon sein. Die E-Zündung geht bis ca. 8500 U/min und die Vape bis ca. 10000 U/min. Aber 65 km/h sollte die U-Zündung eigentlich auch locker mitmachen. Bei dieser Zündung spielen sehr viele Faktoren für eine gute Einstellung ein Rolle. Das fängt beim richtigen Kontaktabstand der Zündkerze an, geht über den Kerzenstecker (1KOhm) und hört bei der Abrissstellung des Polrades auf.


    Bei der Zündung ist es immer so eine Sache, wie diese eingestellt ist. Hat man mehr Frühzündung, also mehr als 1,8mm vor OT (M5x1) startet der Motor besser, dreht aber etwas weniger aus. Stellt man die Zündung mehr auf Spätzündung (weniger als 1,8mm vOT) springt der Motor schlechter an, dreht aber dafür etwas weiter nach hinten. Dabei wird der Motor jedoch unnötig heiss und es kann zu Klemmern kommen.


    Bei der E-Zündung stellt man diese Einsatzdrehzahl durch ein kleines Rädchen am Steuerteil ein.


    Ob man eine Vape einbaut, muss jeder selbst entscheiden. Für den Alltagsbetrieb mit Kurzstrecken (hoher Anteil an Blinken und Bremsen) und H4 Beleuchtung ist die Vape nur empfehlenswert. Ebenso bei vielen Nachtfahrten in Kombination mit H4. Für ein Schönwetter-Moped reicht eine regenerierte U-Zündung oder E-Zündung vollkommen aus.
    Eine Vape ist auch nur eine kontaktlose Zündung, bei der ebenso wie bei der E-Zündung Bauteile kaputt gehen können. Einzig der Drehzahlbereich und die Leistungsausbeute sind bei der Vape DIE großen Vorteile, die man mit den erheblichen Mehrkosten bei einer Neuanschaffung abwägen muss.
    Eine Vape mit 25W Scheinwerfer machen in meinen Augen nicht wirklich Sinn.


    So als Tipp: Es gibt die Möglichkeit, auf einen aussenliegenden Kondensator umzurüsten. Diesen gibt es fertig als Set bei ebay oder in diversen Online-Shops oder kann man mit wenigen Euro selber umbauen. Dieser aussenliegende Kondensator ist wesentlich spannungsfester und haltbarer als der im hohen Temperaturen und starken Vibrationen ausgesetzten Original-Kondensator.


    Die blöde Unterbrecherzündung und der doofe Kondesator


    MfG
    Christian

    "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
    (A. Einstein)

  • @Chrismann: Du hast da ein bisschen was durcheinander bekommen...der Motor startet natürlich besser bei mehr Spätzündung und natürlich ist spätere Zündung für den Motor ungefährlicher, als zu viel Frühzündung.



    @Ersteller: Ja.
    Raus mit dem minderwertigen DDR Rotz. Auch mit originalen Teilen war die DDR U-Zündung eine reine Zumutung. Mit dem, was man heute als Ersatzteile bekommt wird's noch schlimmer.
    Wenn Du fahren möchtest, dann auf jeden Fall Vape.
    MS

    ...beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen (Walter Röhrl)


    http./www.moto-selmer.de

  • Hallöchen nochmal.
    Ich habe jetzt meinen Geldbeutel ausgeraubt und mir ein Umrüstset geholt. Soweit so gut, aber jetzt lese ichimmer mal wieder was von neuen "Vape-Kabelbäumen". Ich dachte, dass der 6V Kabelbaum bleiben kann und die entsprechende Neuverkabelung an die Zündspule etc. mit in diesem Set (Link: https://www.akf-shop.de/zuenda…1-s50-s70-tuning/a-29107/) dabei ist, da dort ja auch von einem "Kabelsatz" die Rede ist.


    Grüße
    Benzo

  • Ich wüsste jetzt nicht, warum man einen neuen Kabelbaum benötigen sollte. Die paar Kabel kann man auch selber umcrimpen, wenn was geändert werden muss.


    MfG
    Christian

    "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
    (A. Einstein)

  • Zumindest finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht ausgewogen. Ich baue meine Kabelbäume zum großen Teil selber und empfinde es als eine Kleinigkeit, einen Kabelschuh zu crimpen oder ein Ende zu verlöten (Aderendhülsen sind zwar moderner, dafür aber bei weitem nicht so stabil wie verzinnte Kabelenden).


    MfG
    Christian

    "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
    (A. Einstein)

  • [...] aber 7000 U/min dürften das schon sein. Die E-Zündung geht bis ca. 8500 U/min und die Vape bis ca. 10000 U/min.


    Kann ich so nicht unterschreiben. Meine E-Zündung ging bis 12000, danach ging nicht mehr, war aber durch den Zylinder begrenzt. Soll die Vape nicht bis 16000 können?

  • ..., einen Kabelschuh zu crimpen oder ein Ende zu verlöten (Aderendhülsen sind zwar moderner, dafür aber bei weitem nicht so stabil wie verzinnte Kabelenden).


    Oh-Oh, dem kann ich so nicht 100%-ig zustimmen:


    Die Kabel in den Fahrzeugen unterliegen Schwingungen und Vibrationen.
    Da sind die gelöteten Anschlüsse meist eher abgebrochen, als "blank gecrimpte (gepresste)" Stecker/Aderendhülsen. => Das Lötzinn "zieht" sich doch bis zu 1cm weiter weg, als nur an dem "Lötpunkt"
    Wenn du lötest, solltest du genug "Kabel-Überstand" haben, damit du das Kabel oft genug nachsetzen kannst, wenn es doch (mal) gebrochen sein sollte. - ordnungsgemäß gepresste Aderendhülsen/Steckkontakte (oder "blanke Aderenden) machen da deutlich weniger Probleme
    Auch wenn gelötete Kabelenden (eigentlich) keinen Grünspan bilden können, so handelt es sich beim Löten um ein Relikt aus alten Tagen. - Geht es um Grünspanvermeidung, so findet man "wasserdichte" Verbinder.


    Aus meiner eigenen Erfahrung:
    Bei den Rollern und Motorrädern aus der asiatischen Produktion werden stellenweise Abzweige im Kabelbaum gelötet, die nach einer gewissen Zeit und abhängig von der "Belastung" brechen...
    Manch einer kauft sich dann einen neuen Kabelbaum ("Unwissende"), die Anderen legen die Stelle des Kabelbaumes frei und verlöten sie neu ("nicht besser Wissende") und noch Andere setzen Stoßverbinder (gecrimpt; "die um gelötete Kabel in Fahrzeugen Wissenden"). Dann gibt es auch die "Gruppe", welche die Bruchstelle per "Bypass-Kabel" überbrücken... (und selbst hier ggf einiges falsch machen, weil sie eventuell Schneidklemmen ("Stromdiebe") verwenden, welche einen Teil der Drähtchen in den Adern durchtrennen... - das sicherste ist: von Anschlussstecker zu Anschlussstecker überbrücken (also neue Stecker mit einem Kabel mehr eingepresst) oder Stoßverbinder in die Kabel einzusetzen)


    Genau das ist der Grund, weswegen man Kabel im Fahrzeug nicht löten sollte: Die Schwingungen im Fahrzeug

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
    :whistling:

    Einmal editiert, zuletzt von DUO78 ()

  • Kann ich so nicht unterschreiben. Meine E-Zündung ging bis 12000, danach ging nicht mehr, war aber durch den Zylinder begrenzt. Soll die Vape nicht bis 16000 können?




    Lass das nicht den Rotor wissen, der A70R-3 ist in den technischen Zeichnungen vom Hersteller nur bis 12.000 angegeben (max. revolution = 10.000 / 12.000 RPM) , der dazugehörige Rest mit WORKING SPEED TO RIGHT: 200-12000 min-1


    Vielleicht ne andere Version?

    Bild von Abload.de nicht mehr verügbar? Kurze PN und ich binde es neu ein, ist alles noch vorhanden!

    Einmal editiert, zuletzt von Gonzo ()

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