Holzhammer Methode Anschluss

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  • Hallo an alle.


    Möchte mir die Ladeanlage von Motelek Holzhammer nachbauen selbstverständlich mit geätzter Leiterplatte und Sicherungen. Meine Frage: wo wird das Ding angeklemmt?


    Kann die alte Ladeanlage raus?


    Möchte auf led Blinker, Brems~ und Schlusslicht umbauen und diese über Batterie laufen lassen.


    Frontlicht bleibt wie es ist.


    Ist ne S51 Elektronik. Geht das da überhaupt? Oder zerschiess ich mir da was?


    Muss noch ein Gleichrichter vor die Schaltung? Hätte noch paar 35A Brückengleichrichter da, die dürften normalerweise reichen, oder?


    Der originale Kabelbaum ist drin, die Farben zum anschließen benötige ich.



    Vielen Dank im voraus!

  • Erst einmal zum Brückengleichrichter: Der ist bei einer Masse-bezogenen Lichtspule nicht zu gebrauchen, wenn auch alle anderen Verbraucher die selbe Masse beziehen...
    Wäre die entsprechende Spule potentialfrei (also massefrei), dann könntest du beide Spulenenden an den Brückengleichrichter legen und der Gleichrichter würde dir dann Plus und Masse liefern.


    Da die Spule aber Masse-bezogen ist, kannst du den Brückengleichrichter nur als Einweggleichrichter verwenden, indem du das freie Spulenende an einen der beiden AC-Eingänge anschließt und am Plus-Ausgang dann DC abgreifst. (Der Minus-Ausgang des Gleichrichters darf nicht verwendet werden!!! - bleibt also frei, darf nicht mit Masse verbunden werden!)


    ---


    Der Schaltplan des "Holzhammer-Reglers" und die Anschluss-Pins sind ja eigentlich eindeutig...


    1. Ladeanlage entfernen:


    Zunächst ziehst du rot/gelb vom Sicherungshalter ab und isolierst den freigewordenen Steckkontakt gegen Kurzschlüsse.


    Dann ziehst du das grüne bzw grün/rote Kabel auf der anderen Seite der Sicherung ab. (erst einmal frei hängen lassen)


    Jetzt ziehst du am Zündschloss jeweils die grau/schwarzen Kabel ab: vom 3-er Verteiler und von Klemme 59b.


    ein' ha'm wir noch: rot vom Sicherungshalter der 8A-Sicherung abziehen.


    So, jetzt kannst du die alte "Ladeanlage mit Schlusslichtdrossel" ausbauen...




    2. "Holzhammer" einbinden:


    Als erstes Masse-Anschluss mit dem Rahmenmassepunkt verbinden, an dem die Motormasse hängt.


    Als nächstes ziehst du grau/rot vom 3-er Verteiler am Zündschloss ab und steckst dieses Kabel dann an einer Seite der aktuell nicht angeschlossenen Sichrung im Sicherungshalter (ehemals "Ladeanlage"; Glassicherung).
    Von der anderen Seite der Glassicherung gehst du nun an den Eingang "Ladeanker" des "Holzhammers".


    Den "Holzhammer"-Ausgang "+ Akku" verbindest du jetzt mit dem freien Pin der 8A-(Batterie)-Sicherung, wo zuvor das rote Kabel der alten Ladeanlage gesessen hat. (die Seite der Sicherung, die auch zur Zündschlossklemme 30 geht)



    So, jetzt haben wir noch 2 freie Kontakte am 3-er Verteiler vom ZS...
    Einen freien Anschluss verbindest du jetzt mit der ZS-Klemme 59b.
    Den anderen freien Anschluss verbindest du mit der ZS-Klemme 15/51. (alte Flachsteckhülse entfernen, und jetzt schwarz/weiß + das Kabel vom 3-er Verteiler in einer Flachsteckhülse eincrimpen (einpressen).



    letzter Akt:
    Ersetze die alte Glassicherung "Ladeanlage" gegen eine (gelbe) 5A-Torpedo-Sicherung (Keramik-Sicherung).



    Das funktioniert höchstens bei LED-Leuchten für Bremslicht, Rücklicht und Blinker.
    Mit herkömmlichem Glühobst würde deine Batterie zu sehr strapaziert, wenn du viel Blinken und bremsen musst.

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
    :whistling:

    Edited 2 times, last by DUO78 ().

  • Also wenn du alles außer Hauptlicht/Bremslicht über die Batterie laufen lassen willst (und das muss man IMHO beim Holzhammer), dann würde es sich empfehlen, die Ladespule massefrei zu machen und einen Brückengleichrichter zu verwenden, weil du dann mehr Batterieladung hast. Der Aufbau/Schaltplan ist dann etwa so wie bei der ELBA ohne EWR, außer dass dein Holzhammer keinen Ausgang "49a" für den Blinker hat (kann man sich aber recht komfortabel mit auf die gleiche Platine zimmern wenn man möchte) und das Rücklicht muss mit über die Batterie laufen.
    Das Bremslicht zweigt vorm Holzhammer, direkt am "+" Ausgang vom Brückengleichrichter ab.
    Gleichrichter kann man sowas hier nehmen:
    http://www.pollin.de/shop/dt/M…richter_B40_35_20_Si.html
    oder sowas
    http://www.reichelt.de/B125C25…CH=br%FCckengleichrichter


    Schaltplan: http://www.a-k-f.de/moser/s51-1b.pdf


    Grüße, Kai

    Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.

  • Ok, danke euch beiden erstmal.


    Das Rücklicht sollte über Batterie laufen als Led Version. Bremslicht eigentlich auch, da dieses quasi das Rücklicht ist. (Gedimmte Version des Bremslicht als Rücklicht...Atmel machts möglich)


    Wie lege ich denn die Spule massefrei? Gegen Grundplatte isolieren? Dann die beiden Drähte an ~~Gleichrichter? Der Rest ist ja dann klar...


    Batterie ist eine 6v 4.5Ah, brauchts da nen grossen Ladestrom? Wieviel Ampere bringt die Spule überhaupt?
    Auf die selbe Platine mache ich das nicht, hatte schon Programmausfälle durch hochfrequente Störungen.
    Das ganze ist mehr eine sicherheitsrelevante Tat, mir hauts ständig die beiden Birnen kaputt. Grade jetzt in der Jahreszeit...


    Fragen über Fragen...

    Edited 2 times, last by Bernd67 ().

  • Ich zitiere mal den "schwarzen Peter" aus dem Schwalbennest:
    "Das rot/gelbe Kabel am Mittelabgriff der Spule kommt ab, das grau/rote am Spulenende bleibt dran. Am anderen Ende der Spule ist der Draht an den Eisenkörper gelötet. Das kommt ab, an das nun freie Drahtende kommt das rot/gelbe Kabel wieder dran."
    Über den Mittelabgriff, den du dann nicht mehr brauchst, kannste ein Stück Schlumpfschlauch machen. Um das an den Eisenkern gelötete Kabelende ab zu bekommen musst du das mit einem etwas stärkeren Lötkolben ne Weile heizen, dann geht das recht gut. Um das Ende der Spule auch "ordentlich" massefrei zu bekommen (noch ca. 2 cm abwickeln), musste ich leider diesen Pertinax-Schutz, der links und rechts die Spule begrenzt etwas abprokeln. Kann man aber nachher mit Stabilit wieder was beiflicken.
    Die Spule hat 21W bei 6V, das macht dann ca. 3,5-4 A.


    Viele Grüße,
    Kai

    Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.

  • Dann muss ich also die Spule bearbeiten...


    Angenommen ich lasse es auf der Einweggleichrichtung, inwieweit muss ich mit weniger Batterie Ladung rechnen? Sprich, wieviel Ampere fließen in die Batterie wenn sie leer ist?


    Und was mich immer noch verwirrt, warum ein 2 Watt Widerling? Da ist ein Sternchen dahinter, jedoch keine Beschreibung dazu. Kann ich auch einen 5 Watt nehmen? 2 Watt bekomme ich hier leider nicht.


    Vielen Dank ihr beiden, habt mir sehr geholfen!

  • Also ich würde in jedem Fall zum 5W Widerstand raten. Und den Kühlkörper vom Thyristor ausreichend groß dimensioniern, der wird gut warm. Wenn du keinen Spulenumbau machen willst, hast du logischerweise nur die halbe Batterieladung, weil dann ja eine Halbwelle abgeschnitten wird. Quantifizieren kann ichs dir nicht, da ich im laufenden Betrieb noch keine Ströme gemessen habe. Ich kann dir aber aufgrund meines Multifunktionscockpits sagen, dass im Stadtbetrieb (mittel bis niedrige Drehzahlen) bei eingeschaltetem Rücklicht, Tachobeleuchtung etc. die Spulenspannung recht schnell unter 6V geht, zumal wenn Bremslicht und Blinker dazukommen (bei mir mit Brückengleichrichter, dh. volle Batterieladung). Also empfielt sich in jedem Fall der Umbau auf Tagfahrlicht (Hauptlicht immer an, Rücklicht und Tachobeleuchtung nur auf Zündschloss-Stellung "II"), wie in diesem Schaltplan http://www.moser-bs.de/Simson/plaene/kr51-2l-elba.pdf</a>. Dann zieht dir im normalen Fahrbetrieb nicht dein Rücklicht die Ladung bei niedrigen Drehzahlen weg. Und wenn du den Mittelabgriff weiter als Ladeanker verwendest, brauchst du keinen Gleichrichter. Das besorgt dann der BT151, der schneidet auch die negative Halbwelle ab.

    Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.

    Edited once, last by Nasenkolben ().

  • Kai, hast du bei dir den Holzhammer nach dem Brückengleichrichter am Laufen? - Also wenn er bei höherem Gas dauerleitend ist, dann ist es klar, dass er thermisch sehr belastet ist... Je mehr Strom fließt, um so wärmer


    Hast du aber auch mal die geregelten Brückengleichrichter in Erwägung gezogen? die erledigen nicht nur die Gleichrichtung, sondern begrenzen dir auch gleich noch die Spannung auf den eingestellten Wert.
    Da werden die (Kurzschluss-) Thyristoren nicht ganz so warm. (Je mehr die spule belastet wird, um so weiniger haben die Thyristoren da zu tun...)

    Gruß Frank


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  • Sers Frank, na ja anders als nach dem Gleichrichter würde ja schlecht gehen, oder? Also wenn man mit Spulenumbau und beide Halbwellen möchte. Zur derzeitigen Anlage kann ich nur sagen: Funktioniert mittllerweile 8 Monate im beinahe täglichen Einsatz gut und zuverlässig, und das mit nur 5 Bauteilen (incl. Brückengleichrichter).
    Von daher hab ich derzeit keinen Anlass, eiwas anderes zusammen zu basteln, denn: "Never change a running Simson" ;)
    Wir hatten das Thema ja schonmal, vielleicht setze ich mich mal an einen geregelten Gleichtichter wenn ich mal wieder etwas Freizeit habe. Aber den Holzhammer mit Gleichrichter empfinde ich schon als erhebliche Besserung zur 6V Standardanlage, weil die Batterie eigentlich immer knüppelvoll ist (helle Blinker) und Brems-und Rücklicht gleichzeitig leuchten.


    Viele Grüße
    Kai

    Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.

  • Naja, dass die Batterie immer Knüppelvolle ist, liegt ja wohl auch daran, dass der Thyristor eigentlich ständig leitend ist, solange genug Strom über ihn fließt... (er wird ja bei DC permanent am Gate angesteuert, wenn die Motordrehzahl entsprechend hoch ist...)
    Dann hättest du auch gleich auf den Holzhammer ganz verzichte können... (selbst mit nur der Brücke würde er ja nur dann Strom in die Batterie pumpen, wenn die Limaspannung entsprechend höher als die Batteriespannung ist. - das Problem ist: dir fehlt der Spannungsbegrenzer. Lass mal eine Birne durchbrennen und du hast eine Kettenreaktion, wenn du Pech hast. Oder achte mal auf die ladespannung, wenn die Batterie voll ist und du Gas gibst)



    Theoretisch benötigst du ja für die Gleichrichterbrücke "nur" etwas Hühnerfutter - die beiden Kurzschluss-Thyristoren und deren Ansteuerung, um die beiden Halbwellen zu "beschneiden"... Also mein jetziger Roller hat eine Lima ähnlich der Powerdynamo drin, wo auch "nur" mit einer geregelten Gleichrichterbrücke gleichgerichtet und die Spannung gehalten wird. => Komplettes DC-/Batterie-Bordnetz (auch Fahrlicht!)


    Also ich habe bisher keine Probleme gehabt.
    (Selbst die VAPE lässt sich problemlos potentialfrei machen und mit einem solchen Regler betreiben, so dass das ganze Bordnetz auf DC/Batterie laufen kann...)
    OK, die Batterie hängt hier absolut parallel zum Regler - also ohne weitere Ladeelektronik. Nur die "Sense" wird auf 15 abgegriffen, so dass der Regler daraufhin regelt, welche Spannung an 15 anliegt und wenn nötig die Kurzschluss-Thyristoren aktiviert, um die Spannung nach oben hin zu begrenzen. (Also ist die Batterie hier "sicherer")



    Wie ich schon sagte: Im DC-Kreis wird der Holzhammer doch schon recht warm, wenn entsprechend Strom fließt...
    Beim geregelten Brückengleichrichter sind die Thyristoren nur im Wechsel aktiv und müssen nur das Verbraten, was "zu viel" ist. (also um so weniger Arbeit, je mehr Last hinterm Gleichrichter dran hängt)

    Gruß Frank


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  • Kann ich jetzt so nicht bestätigen. Ich kann mir ja währen der Fahrt ja immer schön die Ladespannung ansehen, die geht nicht über die 7,5V der Zenerdiode. Bei der ersten Version ist mir mal die Masseverbindung abgeraucht, weil ich die unterdimensioniert hatte (Bauteilbeinchen genommen) und dann hat man gesehen, was der Holzhammer ausmacht: In dem Fall wars dann nur noch der Brückengleichrichter und die Spannung ging bei hohen Drehzahlen dann schon Richtung 12V. Merke: Alle Verbindungen immer noch mal dick mit Lötzinn nachziehen.
    Wir reden ja immer über den hier, nicht wahr:

    Da ist das Problem bei allen diesen Dingern ist der ZTX753, dens bei Reichelt nicht gibt... Oder kennst du einen Alternativtyp, den man da rein setzen könnte?


    Grüße
    Kai

    Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.

  • Ja Kai, über genau die Brücke reden wir.


    Also Vergleichstypen findet man doc reichlich im WEB...


    Oder du gehst über den Weg "Datenblatt" und findest so einen Referenztyp.


    Datenblatt: http://www.diodes.com/datasheets/ZTX752.pdf


    Demnach passt auch der ZTX752 (oder anderer Typ mit gleichen oder besseren Werten)



    Man muss nicht nur in einem Laden suchen... siehe auch mal hier:
    http://www.ebay.de/itm/5x-Tran…teile&hash=item27cfc11e73
    http://de.rs-online.com/web/p/transistoren-bipolar/0295539/
    ...




    (Bedenke aber bitte, dass ich kein Elektroniker bin... Also kann ich leider nur oberflächlich mitreden, wenn es um spezielle Sachen geht... ;( )

    Gruß Frank


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