Problem mit Zündung und Kondensator

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  • Hallo liebe Community,


    nachdem ich als stiller Leser mir schon viele Tipps aus dem Forum holen konnte, werde ich euch mal mein Problem beschreiben. Vielleicht könnt ihr mir helfen.


    Modell: S51/1 B
    BJ: 1990
    Zündung: Unterbrecherzündung 12 V
    Motor: 3 Gang (vermutlich Austauschmotor, aber so gekauft)


    Nachdem ich den Motor nach Totalausfall komplett zerlegt und regeneriert habe, also neue Lager, Simmerringe, Kurbelwelle, Zylinder + Kopf + Kolben, Kupplung, usw. hat jetzt die Zündung ein Problem. Da die Ladespule beschädigt war, tauschte ich diese gegen eine neue aus. Unterbrecher und Kondensator sind ebenfalls neu. Lichtspule und Primärspule sind noch Altteile.


    Die Zündung stellte ich auf 1,8 mm vor OT ein und am OT macht der Unterbrecher 0,4 mm auf. Nach ein paar Mal kicken springt sie auch gut an und nimmt im gesamten Drehzalbereich gut Gas an und zieht durch. Nach ein bis zwei Kilometer Fahrt kommen dann vermehrt Zündaussetzer und letztendlich Fehlzündungen bis der Motor ausgeht.


    Ich habe vor dem Einbau die Kondensatoren mit meinem Multimeter überprüft. Alle hatten eine Kapazität von 0,22 microF. Nach der Fahrt hatte ein Kondensator noch 0,124 und der zweite 0,184 microF. Die Primärspule hat einen gemessenen Widerstand von 1,1 Ohm. Nachdem der Kondensator in der Kapazität abbaut beginnt ein Feuerwerk am Unterbrecher. Der hat auch schon deutliche Brandspuren an der Kontaktfläche. Kann das jetzt sein, dass die Primärspule den Kondensator in kürzester Zeit kaputt macht? Weiß vielleicht jemand von euch, wieviel Induktionsleistung die Spulen haben müssen?



    Viele Grüße


    Torsten

  • Ich denk eher, dein Kondi ist schlicht und ergreifend an mangelnder Qualität erkrankt.

    so lange die Gebrauchten Autos günstig bleiben ist mir das Wurst. Sprit kommt schliesslich aus der Zapfsäule...

  • Ich hatte drei Stück. Und alle drei sind hin? Man bekommt halt auch nur noch leider einen Hersteller. An der Spule liegts nicht?

  • Wie hast denn die eingebaut? Den Kontakt in der Mitte darf man mechanisch nicht belasten.

  • Die Passung ist normalerweise nicht sooo straff.
    Ohne Wärme, Öl oder Kälte-Spielereien geht der Kondensator mit kräftigem Daumendruck
    einzuschieben.

  • Ich hatte drei Stück. Und alle drei sind hin?


    Wenn alle drei Kondensatoren aus einer fehlerhaften oder qualitativ schlechten Charge kommen, dann kann das gut sein.


    Rein theoretisch müssten auch die Kondensatoren von den U-Zündungen für Trabi, Wartburg und B1000 passen und auch die selben Werte haben...
    Wenn sie mechanisch nicht passen: nach "außen" verlagern. (es sollte im Ersatzteilhandel noch die Befestigungsschellen für die Kondensatoren geben)


    Auch mal die Hersteller vergleichen... Vielleicht kommen die für die genannten Alternativ-Fahrzeuge hergestellten Kondensatoren ja auch von anderen Herstellern?!



    Laut Recherche bei Motoelek.net kann man alternativ zu den originalen Kondensatoren "impulsfeste MKT-Kondensatoren verwenden.
    (siehe diesen Beitrag: http://www.motelek.net/zundanlagen/kontaktzuend1.html (5. Absatz unter dem Foto); auch wenn es hier um Bosch geht, so ist der Beitragsinhalt auch auf Simson übertragbar)

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
    :whistling:

    Edited 3 times, last by DUO78 ().

  • Also erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten in der kurzen Zeit. Die Kondensatoren ließen sich relativ unkompliziert verbauen. Ich habe quasi am Rand vom Kondensator gedrückt und da ist er gut in die Grundplatte gerutscht, war fest und hat nicht gewackelt. Alle drei Kondensatoren hatten einen Datumsstempel von 06/14. Könnte also schon die gleiche Charge sein. Ihr meint, dass die Primärspule in Ordnung ist? Mein Plan wäre jetzt gewesen neue Primärspule, Unterbrecher und nochmal ne Hand voll Kondensatoren bestellt und erneut probiert. Welche Kondensatoren benutzt ihr?


    PS: Ne VAPE wäre nicht schlecht, aber ich wollte erstmal nicht so viel Geld investieren, da an dem Moped ziemlich viel verbastelt ist und ich mir erstmal nen Überblick verschaffen muss, was an Teile, Zeit und Kosten auf mich zu kommt.

  • Also ich möchte jetzt ohne Recherchen nach den Sollwerten mal sagen, dass die Primärspule OK ist.


    Es wird schon eher an den Kondensatoren liegen.



    Prüfe auch noch mal, ob die Masse-Anschlüsse der Zündungsbauteile am Motorblock geerdet sind bzw ob ein Masse-Kabel zwischen Motorblock und Rahmenmassepunkt vorhanden ist. (eine gute Masse ist das "A und O"!
    (Eine schlechte Masse an der Z-Spule könnte eventuell auch schuld am Kondensator-Tod sein)

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
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  • Soweit ich weiß wird doch der Motor über die Lima mit Masse über das Zündschloss verbunden, oder? Die Schraube vom Massepunkt am Rahmen ist etwas verrostet. Das werde ich mal entrosten und schau dann ob es besser wird. Ich bin auch am überlegen, ob nicht mal einen impulsfesten Kodensator probiere. Mein Elektroladen um die Ecke kann mir den bestimmt besorgen. Die Zündspule hängt auch mit an dem verrosteten Massepunkt. Im Reparaturhandbuch steht, dass die Primärspule 0,85 Ohm Widerstand haben muss. Meine hat jetzt mit 1,1 Ohm geringfügig mehr.


    Ich habe bei ddrmoped.de folgendes im Forum von ENIGMA gelesen:


    Wenns der Kondi wäre,würde es schon kaum starten,ne,klingt mir sehr nach der Primär.bzw Zündspule,glaub mir,hab da so meine Erfahrung mit! Woher ich das weiss? Nachdem ich die gleichen Faxen nunmehr an 2 Essis,an meheren Maws und einmal am S51 hatte,half in allen Fällen immer der Austausch der völlig veralteten Primärspule zum positiven erfolg,nie wieder Warmstarpropleme!
    Dabei passiert folgendes: Bei Kaltstart ist auch die lima wie der ganze Motor logischerweise noch kalt,dann aber nach bis zu 15min kommt er auf Betriebstemperatur,je nach Fahrweise schneller oder weniger. Wenn nun aber Deine Spule aus Altersgründen endweder der Anschluss zu der Wicklung (was man von aussen nicht sehen kann)korrodiert ist oder gar die wicklungen untereiander Kurzschlüsse haben,durch Überhitzung meist,dann führt das bei der Ausdennung der Spule ducrh die Motorwärme zu ungenügneter Induktion,sprich die spule erzeugt kaum noch eine Spannung! Solange der Motor noch an ist,reicht die schwache Spannung der Spule-wenn auch kaum-gerade so aus,da die Bewegeten Teile durch Ihre schwungkraft zum Zünden minder reichen,das merkt man dann meistens daran,das der Motor stottert oder gar verreckt bei Standgas,doch wenn der Motor dann abgestellt wird,dann ist der Funke einfach viel zu schwach ,das es zum erneuten Starten und Zünden des Kraftstoffes reicht,den der Motor hatte bis zum Aus noch Schwungenergie.Tausch die Spule mal aus,du wirst sehen,es liegt daran,es kostet kaum die Welt und nur etwas Zeit!
    viel Erfolg


    Deswegen war meine Überlegung die Primärspule mal zu tauschen. Was ich auf jeden Fall nochmal tauschen werde, ist der Unterbrecher. Da der nach grad mal zehn Kilometer schon starke Abbrandspuren hat.

  • Dann wechsel auch die Zündspule, dann sind alle Fehlerquellen beseitigt.

  • Da ne neue Primärspule so um die 14 Euro kostet, wäre es jetzt nicht falsch investiertes Geld. Hätte ich gedacht. Wahrscheinlich weiß niemand welche Induktionsleistung die Spulen haben müssen, dann könnte ich mal genau nachmessen.

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