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klar tun sie das, aber wenn sie niemanden finden kommt ein umdenken. die arbeit muss schließlich gemacht werden und 0€ sind günstiger als 10€ die stunde, wirtschaftlich ist aber beides...
solange es aber genug leute gibt die gerne für lau arbeiten, warum soll man die bezahlen? das ist ein system was sich da entwickelt hat und solange keiner dagegen vorgeht passiert halt nix.
es ist durchaus üblich auch für praktika zu bezahlen, und als fertiger BA sowieso. -
es ist durchaus üblich auch für praktika zu bezahlen, und als fertiger BA sowieso.
Der Satz ist zweideutig.

So weit kommts noch, dass ich für mein Praktikum zahlen muss

da gebe ich dir ja auch recht, was du sagst. Das Problem ist eben nur, dass nicht nur ich so handeln müsste, sondern alle Praktikanten. Nur wird das über kurz oder lang wohl nicht passieren.Als ich mal in der einen Metallerbude in Rostock 6 Wochen Praktikum gemacht habe, hab ich an sich die gleichen Arbeiten wie die Facharbeiter dort gemacht. Sicher nicht in der Schnelle und Sicherheit wie die, aber bis aufs Schweißen habe ich doch letztlich alle Maschinen dort bedient. Am letzten Tag hatte ich noch eine Überstunde, ich wollte also auch eine Stunde früher gehen. Der Personalchef meinte dann: "Sind wir hier in der Gewerkschaft?" Bin dann natürlich trotzdem früher gegangen. Mit dem Chef der Firma hatte ich auch am vorletzten Tag das Vergnügen. Ich hatte ihn dann auch gesagt, dass ich gegen eine Aufwandsentschädigung nicht abgeneigt wäre. Immerhin "musste" ich jeden Tag 8 km zur Arbeit fahren für Null. Er grinste nur und sagte: "Sowas haben wir noch nie gemacht."
Mich würde da mal die Erfahrung von älteren Herrschaften hier aus dem Forum interessieren, wie das zu deren Zeit war.
Nun ja. Ab 1.1. gibts dann ja auch die 8,50 Mindestlohn für Praktikanten - solange es kein Pflichtpraktikum ist und es nicht länger als 3 Monate dauert...also praktisch für fast gar keinen.
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forum mal wieder weg gewesen

tach jesacht!
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Das Problem ist eben nur, dass nicht nur ich so handeln müsste, sondern alle Praktikanten.
hey so ist das mit vielen dingen. erneuerbare energie, fair erzeugte und gehandelte kleidung und lebensmittel, mülltrennung
aber was ist das denn für eine herangehensweise, "ich mach erst was wenn es andere auch tun".ein "praktikum" ist dafür da um erfahrung zu sammeln, also zu lernen. sprich man schöpft knowhow von der firma ab. unter dem gesichtspunkt ist ein "kostenloses" arbeiten vertretbar. wenn man aber nur billige arbeitskraft ist und selbst noch finanziell reinbuttert (fahrtkosten) wirds schon schwierig.
ich würd mir das nicht gefallen lassen. aber hey was hast du zu verlieren auch mal nein zu sagen? billiger als nix wirs nicht und firmen die manpower suchen gibts wie sand am meer.
Nun ja. Ab 1.1. gibts dann ja auch die 8,50 Mindestlohn für Praktikanten - solange es kein Pflichtpraktikum ist und es nicht länger als 3 Monate dauert...also praktisch für fast gar keinen.
hehe, wie immer... -
Für Auszubildende wird es keinen Mindestlohn geben.
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Kann ich ja alles nachvollziehen, was du sagst. Ist ja so auch nicht verkehrt. Du bist nur nicht mehr in dieser misslichen Lage. Wenn ich meinen Master fertig habe und noch mal rein zufällig irgendwo in die Situation komme, ein Praktikum machen zu wollen, würde ich mich in dem Moment auch nicht mehr mit Hungerlöhnen abfrühstücken zu lassen. Ich habe dann ja auch genügend Alternativen. Für mich wars jetzt schon anstrengend genug, überhaupt ein Praktikum + Masterarbeit zu finden. Einige meiner Kommilitonen mussten noch länger suchen.
Die großen Firmen haben scheinbar nur Interesse an Abschlüssen mit Bestnoten und viele kleine Betriebe haben weder die Kapazitäten noch den Bedarf für solch wissenschaftlichen Arbeiten, die abseits des Tagesgeschäftes sind.@Schlaupipe: auch das ist korrekt, was ich ebenfalls als lächerlich empfinde.
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Für Auszubildende wird es keinen Mindestlohn geben.
Warum sollten die denn nun mindestlohn bekommen? -
ich nicht. was ich schon an azubis erlebt habe, kosten die mehr geld als sie bringen. da muss man 2 leute danebenstellen um aufzupassen. sonst brennen die die firma nieder.
viel schlimmer ist es, dass in einigen branchen egal ist ob man mit oder ohne ausbildung arbeitet, geld ist das gleiche.
das senkt sehr wahrscheinlich die qualität. und der punkt in der ausbilung weniger zu verdienen als als ungelernter zu arbeiten verschärft das. -
Weil denn keiner mehr Bock auf einen Abschluss hat, das ist aber schon so festgelegt.
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Wenn ich meinen Master fertig habe und noch mal rein zufällig irgendwo in die Situation komme, ein Praktikum machen zu wollen,
nix praktikum, dann wird für echtes geld gearbeitet.
Ich habe dann ja auch genügend Alternativen.
das eher nicht, je höher qualifiziert desto weniger potenzielle arbeitgeber gibt es...
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ich nicht. was ich schon an azubis erlebt habe, kosten die mehr geld als sie bringen. da muss man 2 leute danebenstellen um aufzupassen. sonst brennen die die firma nieder.
viel schlimmer ist es, dass in einigen branchen egal ist ob man mit oder ohne ausbildung arbeitet, geld ist das gleiche.
das senkt sehr wahrscheinlich die qualität. und der punkt in der ausbilung weniger zu verdienen als als ungelernter zu arbeiten verschärft das.Nur dann ist wieder die Frage zu stellen, was den Lehrling von einem Praktikanten unterscheidet. Der hat möglicherweise nicht einmal eine theoretische Vorbildung (auch wenn die einige Lehrlinge ebenfalls nicht haben...).
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