Hallo
Ich lese hier im Forum öfters das jemand seine Bremsbeläge mit Bremsenreiniger sauber macht und da dreht es mir ab und an den Magen rum wenn ich das lese.
Wenn Bremsbeläge gereinigt werden müßen dann ist Alkohol/Spiritus das höchste der Gefühle da viele Bremssenreiniger Lösungsmittel enthalten die die Materialbindung der Bremsbacken zerstören.
Desweiteren, Bremsbeläge sind ein offenporiges Material das nicht mehr gereinigt werden kann, wenn es einmal mit Öl oder Fett in Berührung gekommen ist.
Das heist fettige oder ölige Backen in die Tonne!
Also laßt so Tips wie freibremsen oder reinigen mit Bremsenreiniger das ist lebensgefährlich.
Gruß
Bernhard
Verölte oder dreckige Bremsbacken
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Ich hatte bisher keine Bremsbacke, die auseinandergefallen ist, weil ich sie mit Bremsenreiniger abgesprüht habe!
Es ist wesentlich schlimmer, die alten roten DDR-Bremsbacken mit Schleifpapier zu bearbeiten, wie es früher gängig war. Die Bremsbacken enthalten Asbest.
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Anmerkung zu Asbest, da man immer wieder hört "einmal ist keinmal":
auch die einmalige Inhalation von Asbesthaltigem Staub genügt für die Entwicklung einer Asbestose (Lungenfibrose -> Einschränkung der Lungenfunktion, restriktive Atemstörung). Für die Entwicklung der asbestassoziierten Krebserkrankungen sind sicherlich sehr hohe Asbestfaserkonzentrationen nötig, man spricht von "Faserjahren", allerdings erhöht sich das Risiko auch schon bei einmaliger Inhalation, wenn auch nicht groß.
Grüße,
Marco.
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Moin,
warum sollte Bremsenreiniger Bremsbeläge zerstören? Das wär ja zutiefst kontraproduktiv und widerspricht auch meiner Erfahrung (was nicht allzuviel heißen soll.)
Verölte Bremsbacken kann man in Seifenlauge auskochen - funktioniert tatsächlich und wird von vielen Oldtimerfahrern seit Jahrzehnten erfolgriech angewandt - kommt wohl ursprünglich auch mal aus einer Oldtimerzeitschrift, hab den Artikel nucht mehr.
Wem das natürlich zu heiß ist, der sollte natürlich neue kaufen.
Es ist halt wie immer immer im Leben: jeder muss seine Suppe allein aus löffeln & nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Grüße,
Huj
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Wenn ich viel Fahre dann reinige ich meine Bremsbeläge geschätzt alle 3 Monate (vorne) und schleif Sie auch mit feinem Schleifpapier vorsichtig ab...

Zumindest sind mir noch nie die Beläge vom Bremsenreiniger abgefallen. Ich glaub auch nicht das dieser Nennenswert bis zum Kleber durchdringt da er sich vorher verflüchtigt.
Danach funktioniert die Bremse immer sehr gut.
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Zumal die Bremsbeläge die ich näher kenn , geklebt und dann gebacken werden - da löst Aceton (also das Lösemittel, was meist in Bremsenreiniger drin ist..) nichts mehr.
Auch die Beläge an sich - sind ja hochtemperaturfest - da würden normale Klebstoffe irgendwelche Polymere längst verbrennen.
Die snd ja gesintert.. Also da passiert nichts.Grüße,
huj -
Hallo
Ist ja nett das so viele Leute reflektieren.
Fakt ist Bremsbeläge sind porös, wenn da Öl oder Fett raufkommt sind die Schrott.
Bremsflüssigkeit ist etwas ganz anderes diese ist Hygroskopisch und kann durch auskochen eventuell entfernt werden.
Davon ist in den Oldtimerforen und Zeitschriften die Rede.
Bis sich der Kleber löst müßten die Dinger schon ein Weilchen in Aceton eingelegt sein, davon war ja auch nicht die Rede.
Es gibt zur Zeit auf dem Markt Metallisch gesinterte und Organisch aufgebaute Bremsbeläge, die Metalisch aufgebauten juckt Aceton nicht die Organisch aufgebauten sehr wohl.
Weis einer von euch was für eine Art in der Simme verbaut ist?
Ich nicht deshalb halte ich mich mit Lösemittel zurrück.
Desweiteren was kostet ein Paar Backen 20€ oder 50€, nein der Preis bewegt sich zwischen 6.60€ und 12€ und die Ersparnis ist euch das Risiko wert?
Eine Kiste Öttinger oder zwei Schachteln Zigaretten mehr?
Das ist ein klein bischen krank, aber Geiz ist ja bekanntlich geil.
Wünsche weiterhin ein sicheres Gefühl beim Fahren und Bremsen.
Gruß
Bernhard -
wer huehnert an den bremsbacken mit oel herum?
maximal wird mal die trommel mit bremsenreiniger sauber gemacht. und das ist dann schnell verfluechtet und stoert die backen dann auch nicht mehr.
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Hallo
Es reichen ölige oder auch fettige Hände/Handschuhe.
Gruß
Bernhard -
Moin,
also in den Oldtimerforen geht es um verölte Bremsbacken, nicht um Bremsflüssigkeit. (die meisten Zweiradoldtimer haben ja auch keine Bremsflüssigkeit!).
Das Öl kommt da sehr leicht ran, wenn z.b. der Wellendichtring am Kardangehäuse defekt ist, oder da Moped auf die falsche Seite fällt. Daher das Auskochen in Seife, was Prima funktioniert.
Von Aceton war hier sehr wohl indirekt die Rede, da in Bremsenreiniger als Lösemittel oft Aceton ist. Ich hab sogar einen da, mit 43% Aceton. Nennt sich Novaclean und gibts in einschlägigen Fachhandel.
Vorher nimmst du die Fakten, dass organische Bremsbeläge von Bremsenreiniger angegriffen werden?
Du bist der erste, von dem ich sowas jemals gehört hab, habe auch noch nie negative Erfahrungen machen können, oder von Leuten gehört die Probleme damit hatten. Im Gegenteil, liest man sehr häufig, dass die Beläge gut mit Bremsenreiniger entfettet gehören.Prinzipiell richtig ist, was du über die poröse Struktur schreibst - aber man legt die Beläge im Normalfall ja auch nicht in Öl ein.
P.S: Bitte nicht gleich andere als krank abstempeln, wenn man miteinander diskutiert. Wir haben hierbja auch nicht dein Sicherheitsbedürfnis als manisch bezeichnet!

Grüße,
Huj
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Hallo
Das organische Bremsbeläge von Lösungsmittel angegriffen werden stand auf dem Beipackzettel der Bremsbeläge die ich in Juniors XS360 vebaut habe, das war ein Warnhinweis des Belagherstellers.
Dieses angreifen bezieht sich nicht auf das offensichtliche sondern auf die Struktur des Materialaufbaues.
Dadurch können nach Angabe des Hersteller die Klötze sich insofern veränder das sie zu wesentlich schnellerem Verglasen neigen.
Was das auskochen angeht habe ich gelesen das sich das eindeutig auf verschmutzung mit Bremsflüssigkeit bezieht.
Desweiteren habe ich auch gelesen das es Leute gibt die alte Beläge ausbrennen durch erhitzen mit einem Heißlufgebläse, was ja auch funktionieren kann worauf ich mich aber nicht verlassen würde.
Wie gesagt das entfetten funktioniert nur oberflächlich da Bremsbeläge porös sind und dadurch bei Erwärmung das Öl/Fett wieder hervortritt.
Wurde mir unteranderem bei einer Schulung der BG zum Thema Sicherheits und Bremssysteme im Maschinenbau beigebracht.
Diesem Referenten glaube ich mehr wie dem Internet.
Ein Sicherheitsbedürfnis ist wohl nie verkehrt bei solch existenziellen Themen wie Bremse und Lenkung an einem KFZ.
Für das Wort krank entschuldige ich mich wenn sich jemand davon betroffen fühlt.
So gehe jetzt wieder BAZ und TFS quälen mit meiner Instandsetzertätigkeit.
Gruß
Bernhard -
Das die Beläge porös sind glaubt man ja alles. Dennoch denke ich nicht, das die Beläge gleich defekt sind wenn man aus versehen mal mit schmutzigen(fettigen) Händen auf die Fläche kommt wo die Backe in der Trommel zusammen trifft. Der Belag ist kein Schwamm der einen Kapilar wirkenden Sog hat (zumindest nicht mal annährend so stark)
Die Verschmutzung ist in diesem Falle auch nur oberflächlig. Wie du sagtest ist eine Reinigung mit Bremsenreiniger nur oberflächlig und sollte in diesem Fall auch ausreichen.
Das hat nichts mit geiz zu tun sondern, es geht einfach nur darum nicht verschwenderisch zu sein. Wie gesagt ich hab meine Beläge schon so oft "erneuert" durch renigen und anschleifen, da ist noch niiiiee niee was passiert und die haben danach immer wieder Bombenmäßig gebremst. Ob die beläge nun schneller als normal verglasen wegen dem einsatz von Bremsenreiniger weiß ich auch nicht, könnte möglich sein!Wenn die Beläge aber wie schon genannt zb. durch einen undichten Kardanantrieb mit Öl eingesifft werden über längeren Zeitraum dann glaub ich Dir gut und gerne das diese nicht mehr zu gebrauchen sind.
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