Heute, "zweiter Weihnachtsfeiertag" (den es z.B. in Amiland nicht gibt; da gibt es nur einen). Für mich ein Sonntag wie jeder andere.
Feiertage sind für mich als Nichtarbeiter sowieso negativ, weil die Läden zu sind. Gestern für mich keine Lebensmittelausgabe.
Weihnachten ist Mist.
In der Nacht vom 24stn auf den 25sten ("erster Weihnachtsfeiertag") haben sie natürlich trotz permantem leichtem Schneien wieder nicht geräumt. Als ich gegen 3 Uhr heimfuhr, mußte ich auf der festgefahrenen Schneedecke zwischen den Spurrillen herumeiern; da konnte ich selbst mit meinen Winterreifen nicht schneller als 40 fahren.
Weihnachten ist Mist.
Und als "Weihnachtsgeschenk" gab es heute morgen kein Wasser und keine Heizung.
Das Wasser ist mittlerweise wieder an, sodaß ich inzwischen kacken gehen, mich waschen und mir einen Tee kochen konnte.
Die Heizung ist immer noch aus, sodaß ich wie von Sarrazin empfohlen jetzt im dicken Pullover vor dem Rechner sitze ...
Weihnachten ist Mist.
Das war aber nicht immer so.
Weihnachten ist urspünglich natürlich keineswegs ein christliches Fest!
Bevor die Christen hier ihre orientalische Religion verbreitet haben, gab es schon Weihnachten als das höchste Fest des Jahres. Diese Nächte waren die zwölf Rauhnächte nach der Wintersonnenwende (wurde ja schon genannt).
Die Wintersonnenwende ist die (Wieder-)Geburt des Lichts. Nach dem kürzesten Tag werden die Tage wieder länger.
Bevor das Christentum hier eingeschleppt wurde, waren die Leute naturverbundener. Das Licht war wichtig (es gab noch keinen elektrischen Strom). Daher war die Wintersonnenwende der höchste Feiertag.
Auch der Weihnachtsmann war damals noch kein Bischof aus Kleinasien, sondern ein Gott, der durch die Lüfte kam und in Menschengestalt dann die Kinder beschenkte (die Christen machten ihn dann zu einem "Knecht" des orientalischen Bischofs).
Der Festschmuck aus immergrünen Zweigen symbolisierte das auch durch Dunkelheit und Kälte unbezwingbare Leben. Die Christen wollten das sogar irgendwann verbieten, da eben "heidnisch".
Wie ja schon geschrieben wurde, war die angebliche Geburt dieses Jeschuah aus dem damals schon von Juden gewaltsam besiedelten Palästina (auch wenn da gerade die Römer als Besatzer anwesend waren) nicht an Weihnachten, sondern eher im Frühjahr.
Aber die Christen konnten eben unseren Vorfahren ihr höchstes Fest nicht einfach so wegnehmen; also legten sie ihr höchstes Fest einfach in diese höchst unchristliche, weil naturverbundene Zeit (die Verschiebung um ein paar Tage wurde ja schon erklärt), sodaß unsere dann - zumeist gewaltsam - christianisierten Vorfahren weiterhin in dieser Zeit das höchste Fest des Jahres feiern konnten, das dann halt plötzlich "christlich" war.
Wer aus sentimentalen Gründen - auch wegen Familie und Kindern - an Weihnachten feiern will, soll das tun. Er befindet sich damit in guter unchristlicher, also "heidnischer" Tradition, egal ob er sich als "Christ" begreift oder nicht.
Wer in Arbeit steht und an diesen vom Staat geregelten zwei Feiertagen nicht arbeiten muß und trotzdem bezahlt wird, soll sich freuen.
Wer - wie ich - nicht, muß sich ärgern wie bei jedem anderen Feiertag auch.
Aber nicht vergessen:
Der 24ste ist nicht Weihnachten (auch wenn die Christen hierzulande da ihren "Heiligabend" begehen und die Kinder beschenken), ist kein Feiertag, sondern ein Werktag!
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