Die richtig guten Jobs wie Essen auf Rädern waren alle schon n Jahr im Vorraus vergeben!
Ich hab im August '08 begonnen, beworben hab ich mich bereits ziemlich genau ein Jahr vorher. Deshalb hab ich die Stelle dann auch bekommen
Willkommen! Melde dich an und mach mit – schreiben, antworten, austauschen.
Jetzt registrieren
Die richtig guten Jobs wie Essen auf Rädern waren alle schon n Jahr im Vorraus vergeben!
Ich hab im August '08 begonnen, beworben hab ich mich bereits ziemlich genau ein Jahr vorher. Deshalb hab ich die Stelle dann auch bekommen
Das mit 6 Jahre Feuerwehr würd ich net machen, soweit ich weiß bekommt man da keine Kohle und man hat 6 jahre dann jedes we oder so Übungszeug.
(Naja außer man hat spaß drann)
@ Gurkensalat, wie hast du deine 665€ Berufsförderung investiert?
@ Gurkensalat, wie hast du deine 665€ Berufsförderung investiert?
Gar nicht, weil ich nicht wusste, dass mir sowas zu steht. Ich wusste, dass man während des Dienstes auch Fahrschulkosten z.B. für nen LKW-Schein bezahlt bekommen kann. Allerdings unter der Voraussetzung, dass, man kann nachweisen, dass man ihn danach braucht. Dass es eine "allgemeine" Berufsförderung gibt, war mir nicht bekannt.
Es sind im Übrigen nicht 6 Jahre Feuerwehr, sondern THW oder ähnliches
man kann auch noch Entwicklungshilfe machen. Weiterhin besteht die Möglichkeit eines FSJ (wäre aber nicht viel anders, als Zivildienst) oder ein freiweilliges ökonomisches Jahr.
So, ich versuch hier mal halbwegs objektiv die jeweiligen Vor und Nachteile aufzulisten.
Zuerst sei einmal die Frage gestellt, was für einen Bildungsabschluss du hast. Wenn du von einer Hauptschule kommst solltest du einfaches Akzeptieren von Wahrheiten gewöhnt sein und wirst vermutlich auch mit der Unterordnung in eine Kommandohirarchie (als Niederrangiger versteht sich) nicht viele Probleme haben. Als Realschüler kanns da schon schwieriger sein, aber viele Gymnasiasten und Abiturienten haben mit der Unterordnung Probleme. Denselbigen wird eben zeit Lebens beigebracht möglichst alles zu hinterfragen. Bei einem Soldaten (und ich meine hier Soldat, bei Offizieren ist das natürlich etwas völlig anderes) kann man sowas schlichtweg nicht gebrauchen. Wenn du in den Wehrdienst in Erwägung ziehst, weil du dir denkst "Bundeswehr höhöhö Waffen" dann bitte ich dich inständig hinzugehen, denn dann wird dir einfach mal richtig in den Arsch getreten. Selbiges gilt, wenn du einer bist der am Bahnhof steht und alte Damen anpöbelt.
Großer Nachteil bei der Bundeswehr ist auch, dass du praktisch die ganze Zeit lang in der Kaserne isoliert bist. Klar fährt man über Wochenende nach hause, aber stell dir mal vor, du wirst irgendwo in Hintertupfingen stationiert und musst dann jeden Freitag Äonen mit dem Zug zurücklegen mit dem Gedanken am Sonntag wieder loszumüssen. Da geht man nicht zuhause mit den alten Kollegen feiern... Ferner hast du praktisch kein finanzielles Einkommen. Es wurde bereits angesprochen, dass das daher rührt, dass du im Gegensatz zum Zivi komplett ausgestattet wirst. Allerdings läuft das effektiv nicht aufs selbe hinaus. Ein Zivi bekommt 500 und ein paar Gequetschte. Der Normalzivi wohnt aber bei Mami und Papi und wird dort gefüttert. Der kann mit seinem Geld also machen was er will und hat halt genug Kohle um sich auf Lehrgängen abzuschießen. Vorteilhaft ist Zivildienst auch, weil du als Zivi eigentlich den ganzen Tag "Easy-going" hast. Diese Sachen wie "Arsch abwischen" etc wirst du i.d.R. nicht machen, weil du es schlichtweg nicht darfst. Für sowas sind ausgebildete Pfleger zuständig. Ausserdem muss man auch als Zivi nicht zwingend etwas mit alten Menschen oder Behinderten machen, du kannst genausogut im Umweltschutz tätig werden, und du kannst in vielen Bundesländern auch als Kriegsdienstverweigerer ein Freiwillges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr machen. Es gibt zwar weniger Geld aber dafür facettenreichere (wenn du das Wort nicht kanntest, geh zum Bund
) Tätigkeitsbereiche. Ganz zum Schluss sei der Nutzen für die Gesellschaft angesprochen:
Wenn du auf dem Kreiswehrersatzamt ankündigst verweigern zu wollen wirst du zwar den Rest des Tages wie unwürdiger Abschaum behandelt werden, aber wenn man mal darüber nachdenkt bringt ein Zivildienstleistender der Gesellschaft einen viel größeren Mehrwert als ein Wehrdienstleistender. Als Zivi übernimmst du Aufgaben, die tatsächlich wichtig sind, z.B. kümmerst du dich um Mitbürger mit Behinderungen, und die freuen sich eben wenn sich jemand mit ihnen beschäftigt (solltest natürlich kein Komplettarschloch sein...) du füllst als Zivi eben Stellen in Tätigkeitsbereichen, die mit normalen Arbeitskräften kaum zu füllen sind, denn wer will schon hauptberuflich Alte oder Behinderte betreuen? Bei der Bundeswehr hast du nur einen 9-monatigen Abenteuerurlaub, der im Endeffekt nur den Staat und damit den Steuerzahler kostet, aber die Gesellschaft hat davon rein gar nichts!
Abschließend die Kurzfassung:
Wenn du jemand bist der denkt:
Alte, Behinderte, Umweltschutz:
Waffen:
Zur Bundeswehr!
Wenn du nicht ganz blöde bist und die Kommandostruktur verstehst und meinst deinen Stolz solange herunterschlucken zu können bis du hoch genug auf der Leiter bist, diesen wieder hervorholen zu können: Ab zur Bundeswehr und Offizierslaufbahn!
In allen anderen Fällen:
Verweigern und Zivildienst, aber wenn du ein "Nullbockzivi" wirst dann mach bitte auc Zivildienst und nimm niemandem einen FSJ oder FÖJ Platz weg.
Edit:
Gurkensalat:
"Ökonomisch" und "ökologisch" sind 2 grundverschiedene Sachen ![]()
ich wär dafür dass du zum bund gehst es sei denn es sprechen wirklich gewissensgründe dagegen. einfach nur das eine machen weil du denkst es ist einfacher ist echt arm. weil wenn du es aus überzeugung machst, kannst du aus den 9 monaten eine sehr gute erfahrung machen - egal ob bund oder zivi - und nimmst was fürs leben mit...
ich bin zivi in den letzten atemzügen und bin froh dass ich es gemacht habe (übrigens aus gewissensgründen und nicht aus faulheit)
grüße
Aus persönlicher Erfahrung:
Wenn du absolut keinen Bock auf Bund und Zivi hast (so wie z.b. ich
) geh zum Arzt und lass dich ausmustern.. da gibts viele Wege ![]()
Ich habs bis heute nicht einmal bereut. Konnte sofort mitm studieren anfangen und musste da kein Jahr verschwenden. Alles was ich so gehört hab, stimmt nämlich mit dem ersten Beitragh von Gurkensalat überein.
Mir wärs z.b. auch zu dämlich mich von Hauptschülern anbrüllen zu lassen.. nee danke ![]()
Aber hier kann man nicht sachlich argumentieren, was besser oder schlechter ist. Das hängt davon ab, wie du deine Vita gestalten willst.
Fall aber nicht auf solche Sachen rein, wie beim Bund studieren.. dich will keiner und du bist nicht zu gebrauchen, hab ich des öfteren gehört.
Viele Grüße
huj
Edit:
Gurkensalat:
"Ökonomisch" und "ökologisch" sind 2 grundverschiedene Sachen
Verschrieben ![]()
Fall aber nicht auf solche Sachen rein, wie beim Bund studieren.. dich will keiner und du bist nicht zu gebrauchen, hab ich des öfteren gehört.
Ist auch klar, du wirst da ja so konditioniert, dass du am Ende da bleibst und nicht woanders anfängst. Das sieht man auch an den angeboteten Studiengängen...
Aber ne Zukunftsalternative ist das für viele ja trotzdem nicht..
Manch einer sagt nicht umsonst "Bundeswehr- die Armee der Unterpriviligierten", eben weil die BW darauf baut, dass aus Regionen
mit wenig Arbeit viele Leute zur BW strömen. Und der Plan geht voll auf.
Viele Grüße
huj
Ich wollte nicht zum Bund. Mein erster Ferienjob bescherte mir nen Bandscheibenvorfall, und das mit 16!!!
Danach wurde ich gemustert, bekam T4, vorläufig untauglich. Nach der nächsten Musterung bekam ich T3. Bei der EVP gab ich zum Spass Luftwaffe als Wunsch an, und da bin ich dann auch gelandet. Als ich im Urlaub in Südfrankreich war, hatte ich mal zuhause angerufen, und meine Mutter sagte mir, dass Post vom Bund da ist. Ich fragte nur nach der Postleitzahl meines zukünftigen Standortes. Pinneberg, über 700 Km von zuhause entfernt, die Gegend war mir nicht unbekannt. OK.
Grundausbildung, drei Monate in Pinneberg, war nett. Hatten mehr Unterricht als Rödelei. Habe da viel über Meteorologie, Flugbetrieb und erste Hilfe gelernt. Nach drei Monaten ging es dann in die Stammeinheit, Fliegerhorst Neuburg/Donau. Da ich vorher Englisch und Französisch studiert hatte, bekam ich einen Job als Dispatcher. Habe die Flüge angeleiert, und mit den verschiedenen amerikanischen und kanadischen Flughäfen in Deutschland die Flugpläne abgesprochen, Vogelschlagwarnungen und sonstige Infos weitergegeben. Habe da im Dreischichtdienst gearbeitet, weil unsere Leitstelle immer besetzt sein muss. Habe da sehr viel gelernt, konnte mein Englisch ausgiebig nutzen, und habe sehr viele Kenntnisse über den Flugbetrieb mitnehmen können.
Hatte da auch sehr viele Freundschaften zu der Bevölkerung von Neuburg gefunden.
Ich hätte während dieser Zeit wahrscheinlich beruflich mehr Geld verdient, aber das, was ich während meiner Bundeswehrzeit gelernt habe, hat sich als wertvoller ergeben. Nicht nur die Kameradschaft, und der Respekt vor den Vorgesetzten, Der ungewohnte Disziplinhammer beim Bund ist kein Fehler, da lernt man den Respekt vor den Vorgesetzten, der im Arbeitsleben notwendig ist. Man darf sich aber nicht alles gefallen lassen, aber man lernt die Umgangsformen.
Soll aber nicht heissen, dass man seinen Chef mit Handschlag an die Stirn grüssen soll, sondern nur eben das Verhalten gegenüber Vorgesetzten wird dadurch geschärft.
Ich war damals 1988-1989 W15er, wollte auf zwei Jahre verlängern mit der Option, das noch länger zu machen. da ich aber im Vorfeld meinen Bandscheibenvorfall geltend gemacht hatte, war dem nichts.
Es war eine schöne und auch sehr interessante Zeit, und ich habe damals viele Freunde in der Zivilbevölkerung in Neuburg gewonnen, und ich misse sie nicht. Ich bekam dann auch mal ne Einladung zum Jubiläum des Jagdgeschwaders, und habe sie damals sehr gerne angenommen.
Ich möchte keinem jetzt explizit zum Bund raten, genausowenig zum Zivildienst. Jeder soll selbst entscheiden, was er möchte. Ich hatte übrigens beim Bund die Möglichkeit, das bronzene Abzeichen der Feuerwehr zu machen, und bin nach dem Bund in die freiwillige Feuerwehr meiner Stadt eingetreten. War da 13 Jahre lang aktiv dabei, aber beruflich ging das dann nur noch sehr schwierig.
Fazit: Ich war sehr gerne beim Bund, das war einfach ne Riesenfamilie, Die Kameraden beim Bund, und auch die zivilen Freunde in Neuburg, die eine gute Beziehung zum Geschwader haben.
von mir nochmal einer kleiner rat, der mir damals nahe gelegt wurde. lass dich ausmustern und fang an zu studieren, mach ne ausbildung oder geh arbeiten. das mit der gehorsam und respekt vor der den vorgesetzten find ich quatsch ... warum soll einer der nicht beim bund war nicht auch respekt haben? ich finde bei deidem, dass es verschenkte zeit ist, da einem dann 9 monate fehlen in denen man hätte bereits gutes geld in der freien marktwirtschaft machen können.
ist aber jedem seine eigene entscheidung. ich hab für meine ausmusterung gekämpft und es auch nicht bereut. bin zudem ein absoluter gegner der bundeswehr, da ich weder in meiner freizeit noch in meinem "beruf" mit dem töten von menschen zu tun haben will. auch der zivi zählt indirekt zum kriegsdienst, da es dafür geschaffen wurde um im eventuellen kriegsfall den verletzten zu helfen. und da ich gegen krieg bin kommt halt nichts von beidem in frage.
Ob du gegen Krieg bist oder nicht, ist irrelevant, da Krieg dich nicht fragen würde....
(die Wahrscheinlichkeit ist eh fast 0).
Soldaten rennen auch nicht so rum und töten Menschen und machen das auch nicht gerne. Frag mal die Guerrilla-Kämpfer oder Attentäter in Südafghanistan, ob sie dich verschonen, wenn du denen sagst, du seist KDV. ![]()
MfG
Christian
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!