Mich würde mal interessieren,wie ihr den Überlaufschlauch verlegt habt?
Sachsenmoped 16N1-11 GS Vergaser geschlossenes System
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Mich würde mal interessieren,wie ihr den Überlaufschlauch verlegt habt?
Zur Zeit noch nicht im Herzkasten.
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Ich hab den Schlauch ausserhalb des Herzkastens hinter die Ketteschläuche geführt.
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So, ich bin Freitag Abend bzw. Samstag endlich dazu gekommen den Vergaser zu testen.
Verarbeitung:
Äußerlich macht der Vergaser einen guten Eindruck, der Guss wirkt nicht billig oder schlecht.
Was mir allerdings direkt negativ aufgefallen ist, ist die verrammelte Flanschfläche für den Ansaugstutzen. Die sieht leider sehr verdengelt aus und eigentlich erwarte ich dort eine saubere Plane überfräste Fläche oder zumindest einen glatten Guss.Als nächstes ist mir der geschlitzte Zerstäuber aufgefallen, der sitzt leider etwas versetzt drin. Ob das jetzt große Auswirkung hat weiß ich nicht, ich hab es jetzt allerdings mal so gelassen. Meint ihr ich sollte das korrigieren?
Was mir positiv aufgefallen ist, ist der gesamte Kanal des Vergasers. Für die Luft wurde eine Art Führung über den Zerstäuber eingearbeitet. Bei meinen originalen DDR BVF ist dort nur ein Loch was eine Art Absatz bildet in der dann in der Mitte der Zerstäuber sitzt. Habe leider vergessen Vergleichsbilder vom DDR zu machen. Wenn ich mal Zeit habe reiche ich die aber noch nach.
Beim Zerlegen des Vergasers ist mir leider der Gasschieber schlecht in Erinnerung geblieben. Beim ersten ausbauen wollte der überhaupt nicht aus der Bohrung kommen. Erst mit einem Imbus und etwas Gewalt konnte ich ihn endlich dazu überreden sich davon zu lösen. Ich habe den Gasschieber dann mit 800er Schleifpapier etwas nachgearbeitet und jetzt passt er auch saugend wie es sein soll.
Den Vergaser habe ich gründlich gereinigt um Produktionsreste wegzuspülen.
Die unbeschriftete HD habe ich gegen die beigelegte 72er getauscht.
Leerlaufluftschraube habe ich auf 2,5 Umdrehungen rausgedreht um einen Ausgangswert zu haben.
Schwimmer habe ich auf 28 und 32,5 eingestellt.
Die Innensechskant an der Vergaserwanne habe ich übrigens auch gegen Schlitzschrauben getauscht, finde das deutlich angenehmer.Mein Setup ist ein 1000km alter Unterbau und einer ebenso alten DDR Garnitur mit Almet im dritten Schliff. Das Moped ist komplett original also Luftfilter, 6V Elektronik etc.
Test:
Der erste Startversuch (Das Moped stand wohlgemerkt 2 Wochen unbenutzt in der Werkstatt), Startvergaser auf und ein Tritt. Direkt ist sie angesprungen und mit etwas drehen an der Standgasschraube hat sie selbiges dann auch gehalten.
Ich hab sie mal etwas im Stand laufen lassen und man hat direkt am Rauch aus dem Auspuff gemerkt, dass sie viel zu Fett im Stand läuft. Ich habe dann noch versucht ein bisschen was über die Leerlaufluftschraube zu regeln und bei ca. 4,5 Umdrehungen draußen hielt sie dann einigermaßen das Standgas ohne übermäßig Fett zu laufen.Die erste Probefahrt war in Ordnung, in der Teillast lief das Moped viel zu Fett was sich in träger Gasannahme und leichtem verschlucken bemerkbar machte. Bei Vollgas war die Kerze zwar braun, jedoch generell einen ticken zu dunkel.
Mit runterhängen der Nadel wurde es leider insgesamt nicht besser und genrell ließ sich mit den Einstellschrauben am Vergaser leider nur wenig machen. Ich habe mich also dazu entschieden die Plombe im Kanal für Korrekturluft des Zerstäubers zu entfernen.
Wirklich viel besser wurde durch das entfernen der Plombe jedoch nichts. Ich hab mich dann dazu entschieden, die beigelegte Nadel gegen eine 10er aus dem 16N1-11 zu tauschen.
Mit dem Tausch der Nadel wurde die Gasannahme auf anhieb besser, ich habe dann die Nadel noch in die dritte Kerbe von oben umgehangen und seit dem ist die Gasannahme wirklich top. Ich habe den Schwimmerstand auf 30 34 geändert und damit auch das viel zu fette Standgas in den Griff bekommen.Bei Vollgas habe ich noch das Gefühl, dass sie einfach zu Fett läuft, sie kommt dort oftmals nicht mal auf ihre eigentlichen 60 km/h und die Kerze ist auch zu dunkel. Vielleicht muss ich hier sogar mit der Hauptdüse von 72 auf 70 testweise runtergehen.
Leider konnte ich das nicht mehr testen, das Wochenende war mal wieder viel zu kurz.Den Schlauch hatte ich übrigens Anfangs dran und einfach mal nach unten zum Motorhalter verlegt. Beim zweiten Abbauen habe ich allerdings vergessen ihn zu montieren und habe auch keine Nachteile dadurch gespürt. In den Herzkasten kommt er sowieso nicht, weil ich dafür ganz bestimmt kein Loch bohre. Ungefilterte Luft hin und bestimmte Drücke im Luftfilter her, ich glaube kaum dass der Schlauch an der Entlüftung den entscheidenden Unterschied macht.
Der Vergaser ist bei mir jetzt wie folgt aufgebaut:
Plombe für Korrekturluft entfernt
10er Nadel vom 16N1-11 in der dritten Kerbe
Schwimmerstand auf 30mm geschlossen, 34 geöffnetDanke nochmal an @Sachsenmoped für den Vergaser zum testen. Ich werde auf jeden Fall weiter testen und meine Erfahrungen hier teilen.
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Dieser runder Kanal der sich durch den Kolbenschieberbereich zieht,
passiert auch wenn man einen Vergaser unsachgemäß aufdreht.
Das ist oft dafür verantwortlich dass das Standgas zu hoch ist und nicht reguliert werden kann, weil der Kolbenschieber das nicht abdichten kann. -
Ich habe mir den 19er GS-Vergaser auch geleistet. Eigentlich ist das ja ein 18,5er. Für 19er fehlt noch ein wenig. Was neues ist das auch nicht. GS/CS-Vergaser gab es schon. Der Zerstäuber war auch schon geschlitzt und der untere "Luftspalt" am Vergaser fehlt ( BVF16N1-6 ). Zu der Verarbeitung: die ist durchweg i.O. Der Choke-Kolbenschieber ist aus Messing. Der Kolbenschieber ist kürzer wie von BVF-Vergasern und hat einen Durchmesser von 22mm. Die Standgasschraube ist kürzer, BVF ist länger. Der Nut im Kolbenschieber ist auch tiefer ausgearbeitet, ca, 4mm ( BVF 3mm ), deshalb muss man auch die Standgasschraube sehr weit hinein drehen.
Hier mal die "Unterschiede". Links BVF 16N1-6 Vergaser ( GS-System ?! ), Rechts 19er GS-Vergaser:


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Dieser runder Kanal der sich durch den Kolbenschieberbereich zieht,
passiert auch wenn man einen Vergaser unsachgemäß aufdreht.
Das ist oft dafür verantwortlich dass das Standgas zu hoch ist und nicht reguliert werden kann, weil der Kolbenschieber das nicht abdichten kann.Paulich hat da vollkommen recht, der Kolbenschieber kann diesen "runden Kanal" nicht verschließen, ist das zu groß kommt man mit dem Leerlauf nicht hin.
Womöglich sitzt deswegen der Zerstäuber auch so tief, wie man auf den Bildern von Sickstoff sieht, der originale Zerstäuber schließt bündig ab.
Dieses zu tiefe Zerstäuber und den damit verbundenen Absatz, kommt der Luftströmung um den Zerstäuber, ehr nicht zu gute.
Wenn das ein zweifach geschlitzter Zerstäuber ist, dann passt die Einbau Richtung nicht, wie Sickstoff schon festgestellt hat.
Ja wo der Schlauch von der Vergaserentlüftung enden soll, danach habe ich auch schon gefragt, in der Beschreibung steht da nix. -
der originale Zerstäuber schließt bündig ab.
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei allen meinen DDR Vergasern, egal ob 16N1 oder 16N3, sitzen die Zerstäuber ebenfalls tiefer drin.
Und wieso sollte die Einbaurichtung nicht passen? Er sitzt nur schief drin, die Einbaurichtung passt aber. Wenn man den Düsenstock entfernt und sich den Zerstäuber anschaut kann man erkennen, dass die abgeflachte Seite zum Luftfilter zeigt und so gehört es auch. -
Also ich habe den vergaser auch schonmal testweise rangehangen an die s51 meiner Freundin.
Bisher habe ich von diesem dauerhaften Überfettungsproblem wenig mitbekommen.
Muss bis dato aber auch eingestehen, dass ich mit dem Moped aber daraufhin nur eine kleine Dorfrunde gedreht habe.Das mit dem Kolbenschieber ist mir aber auch schon aufgefallen, dass er anfangs etwas sehr stramm drinn war und das die Dichtfläche zum Flansch hin etwas komisch wirkt.
Ich werde dann wenn ich es ausgiebiger getestet habe weiter berichten. -
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei allen meinen DDR Vergasern, egal ob 16N1 oder 16N3, sitzen die Zerstäuber ebenfalls tiefer drin.
Und wieso sollte die Einbaurichtung nicht passen? Er sitzt nur schief drin, die Einbaurichtung passt aber. Wenn man den Düsenstock entfernt und sich den Zerstäuber anschaut kann man erkennen, dass die abgeflachte Seite zum Luftfilter zeigt und so gehört es auch.Hier ich habe es mal markiert, was ich meine, das Bild ist von ein originalen BVF.
Auf deinen Bild vom Serie 2 sieht man da ein Absatz, der Zerstäuber sitzt tiefer drin.
Was ich mit Einbau Richtung meinte, ist das die Schlitze am Zerstäuber nicht beide Symmetrisch zur Strömungsrichtung sind. Das hast du im Grunde selber ja geschrieben/festgestellt,
"Als nächstes ist mir der geschlitzte Zerstäuber aufgefallen, der sitzt leider etwas versetzt drin",
Den geschlitzten Zerstäuber haben die 16N1-1, 3 und 6 der 16N1-11 hat zwei Bohrungen. -
Hier ich habe es mal markiert, was ich meine, das Bild ist von ein originalen BVF.
Auf deinen Bild vom Serie 2 sieht man da ein Absatz, der Zerstäuber sitzt tiefer drin.
Ich weiß schon was du meinst, aber bei meinen DDR BVF Vergasern sitzt der Zerstäuber wie beim Serie 2 ebenfalls tiefer. Ich kann aktuell keine Bilder liefen, weil ich die nächsten Wochen nicht zuhause bin. Ich hatte das aber extra kontrolliert, weil es mir eben auch aufgefallen war.Was ich mit Einbau Richtung meinte, ist das die Schlitze am Zerstäuber nicht beide Symmetrisch zur Strömungsrichtung sind. Das hast du im Grunde selber ja geschrieben/festgestellt,
Das stimmt ja, dann hatte ich dich lediglich falsch verstanden.Ich werde dann wenn ich es ausgiebiger getestet habe weiter berichten.
Fänd ich top, so hätten wir mal ein paar Vergleichswerte. Das mit dem Überfetten sind meine aktuellen Erfahrungen am Stino S51 Motor. Es wird leider noch etwas dauern bis ich mich nochmal mit dem Ganzen auseinandersetzen kann.
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