Angepinnt [Tut] Bremsen RICHTIG nachstellen ;)

      [Tut] Bremsen RICHTIG nachstellen ;)

      moin moin ^^

      hier mal n kleines tutorial von mir wie ihr eure bremsen RICHTIG nachstellt. ist für vorne und hinten gleich ;)

      was ihr braucht:
      - bremsenpaste (früher kupferpaste, heute sone art alufett. zum beispiel plastilube.)
      - unterschiedlich dicke auflagen und blechplatten (am besten stahlblech)
      - 19er schlüssel
      - evtl. jemand der zum schluß die bremse mal festhält
      - bei der gelegenheit auch gleich radlager, falls die durch sind (dann braucht ihr noch ne sprengringzange und nen scharfen dorn oder schraubenzieher)

      vorgehensweise:
      - am lenker die stellschraube bis anschlag reindrehen.
      - bremsseil lösen. bzw bei s5x hinten die einstellmutter runter. hier und dabei bischen öl in und auf den zügen "verlieren" ^^
      - schauen wie der bremshebel an der ankerplatte jetzt sitzt, wenn er entspannt ist. gegebenfalls so umsetzen, daß das seil grade eben spielfrei sitzt. bzw hinten bei den s5x modellen daß die mutter so draufsitzt daß ca. 2 cm von der stange noch rausgucken
      - radlager prüfen
      - rad raus und gegebenfalls radlager erneuern!
      - ankerplatte raus und bischen säubern (KEINE DRUCKLUFT!)
      - in der bremstrommel die kante mit bischen sandpapier grob wegschleifen
      - jetzt nen meßschieber nehmen. erstmal von außen den abstand von bremsbelag zu bremsbelag messen. da kommen zum beispiel 124.2mm raus
      - danach den innendurchmesser der trommel vermessen. ist n bischen frickelei, versuchts so genau wie möglich abzuschätzen. bleibt ihr zum beispiel bei ~125.4mm stehen
      - jetzt den kleinen vom größeren wert abziehen. im beispiel bleiben hier 1.2mm übrig. davon zieht ihr nen zehntel ab. übrig bleiben 1.1mm
      - danach sucht ihr euch eine schraube von ungefähr 60mm länge. M8x60 ist ideal.
      - bremsankerplatte nehmen und mit dem hebel die backen auseinander drücken. jetzt die schraube zwischen die backen klemmen, so daß sie offen stehen bleiben.
      - wenn der nocken und die anlaufflächen der backen "furztrocken" sind, dann nehmt ihr jetzt den bremshebel ab (stellung markieren!), holt den nocken raus und säubert ihn und das loch. alles schön mit bremsenpaste einfetten und wieder zusammenbauen. KEIN normales fett nehmen!!! bei der trommel hinten könnt ihr bei der gelegenheit den ollen bremskontakt mal nachstellen :P
      - von den bremsbacken hebelt ihr jetzt die eventuell vorhandenen auflagen runter.
      - ihr erinnert euch an den vorhin errechneten wert: 1.1mm
      - jetzt habt ihr 2 möglichkeiten: entweder ihr habt dickere unterlagen da. dann meßt ihr jetzt eure vorhandenen und die dickeren nach und schaut wieviel dicker die anderen sind. zum beispiel habt ihr 1mm drauf und 2mm zur verfügung. das passt! also baut ihr jetzt die dickeren ein. hebel drehen und die m8-schraube fällt von alleine zwischen den backen raus.
      - wenn ihr keine dickeren unterlagen zur verfügung habt oder die dickeren nicht dick genug sind, dann macht ihr jetzt folgendes: ihr sucht euch metallplatten, möglichst stahlblech, in passender dicke. wenns nich genau passt, nehmt das nächstdünnere. zum beispiel 1mm dick
      - als nächstes schneidet ihr da 2 gleiche plättchen da raus. kantenlänge sind 15 x 20mm. diese packt ihr jetzt in eure auflagen rein und befestigt diese wieder an den bremsbacken, so daß die metallplatten zwischen bremsbacke und auflage liegen! wenn die auflagen nicht mehr richtig halten: mit bremsenpaste einschmieren, dann bleibts "kleben" ^^ hebel drehen, m8 schraube rausfallen lassen
      - GANZ WICHTIG!: bremsbeläge von fett und eventuell bremsenpaste säubern bevor ihr sie wieder einsetzt!
      - jetzt die ankerplatte nehmen und wieder in die trommel einsetzen. wenn die ankerplatte da nicht wieder rein will... KEINE rohe gewalt anwenden!!! versucht es erstmal mit sanften schlägen eines holz/gummihammers. wenns nichts bringt, dann schleift nochmal die kante der bremstrommel drinnen nach. bringt das auch nix, dann müßt ihr alles wieder ausbauen und dünnere metallplättchen nehmen!
      bei der gelegenheit nehmt ihr euch nochmal das schleifpapier und schleift die bremsbacken bischen über. speziell die kanten einmal "brechen", sprich rund machen. aber nicht die bremsbeläge runterschleifen :biglaugh:
      - sitzt die ankerplatte in der trommel, einmal kräftig per hand den hebel drücken. dann setzt sich alles son bischen.
      - rad wieder einbauen, aber NICHT festziehen.
      - bremse einhängen und voreinstellen. dabei (nochmals) bischen öl auf und in den zügen verlieren ^^
      - rad nen tüchtigen schwung versetzen und dabei die bremse ziehen
      - bremse gezogen lassen!
      - jetzt sich selbst verrenken oder jemand anders bitten bei gezogener bremse das rad festzuziehen.
      - bremse fein einstellen
      - PROBEFAHRT!!!
      - fertig!

      hier nach solltet ihr eure bremse sehr genau einstellen können, dabei aber eine hohe bremsleistung erzielen können. WARNUNG! wer solche bremsen nicht gewohnt ist: VORSICHTIG BEIM BREMSEN! fahrt lieber erstmal vorsichtig um block und lernt die bremse neu kennen! (jetzt sollte normalerweise keiner mehr ne schwalbe mit angezogener bremse schieben können...)

      cya v3g0
      die rote Hexe - immer bissig :k_hole: , ab und an auch zickig :cursing: . ab und zu liegt sie auch mal in Einzelteile rum :doofy:
      Ben die Radde - klappert, rasselt und ist schwarz wie die Nacht :teufel: ... kommt aber immer und im ganzen an :D
      die grüne Ente - das große Möff halt :undwech:

      --> S.A.C. Hamburg <--

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „SSJ3 Vegotenks“ ()

      thema zwischenlagen: wie bereits erwähnt: passend zurechtbiegen und dann mit REICHLICH kupferpaste "drankleben". den rest erledigt die federkraft ;)

      cya v3g0
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      da braucht ihr euch keine sorgen zu machen ^^ wenn die unterlage den "kopf" der bremsbacke von 4 seiten umfaßt, so daß sie nicht verrutschen kann, dann wird diese unterlage NIEMALS von alleine rausfallen. bin mit dermaßen "drauf gelegten" unterlagen schon 1000e km gefahren. und ich weiß wovon ich spreche, meine km-leistung liegt im jahr bei ca. 10.000

      cya v3g0
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      ABER: was mir schon passiert ist: wenn die Bremsenfeder reisst (auf der Gefällstrecke nach Königshütte runter :S ) fallen diese Zwischenlagen raus. Mir haben sie die Bremstrommel ruiniert (etliche Rillen reingeschliffen).
      Grüße aus Mainz, Nils
      Gewinnen Sie noch heute einen Freiflug mit "Gravity Airlines"!
      autsch :pinch: das is allerdings harter tobak :doofy:

      cya v3g0
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      nur wenn die bremstrommel und die bremsbeläge schon mächtig verschlissen sind. normalerweise dürfen die bremsbeläge garnicht soweit zusammengehen.

      es ist übrigens töricht einfach "irgendwas" zu nehmen, am besten alublech :panic:
      die zwischenlagen sollten schon gehärtet sein sonst arbeitet sich der nocken schön da rein und es gibt mächtig rastpunke.
      das ist auch der grund warum an den (alu) bremsbacken IMMER zwischenlagen aus stahl verwendet werden.

      Mainzer schrieb:

      Deswegen sagt er ja auch, dass man die Eigenbau-Zwischenlagen zwischen Werks-Zwischenlage und Bremsbacke legen soll :a_bowing:

      habs jetzt mal deutlicher geschrieben

      @scrap: ich nehm auch aluschrauben für meinen rahmen :panic: natürlich nimmt man für die zwischenlagenplatten eisen oder besser stahlblech! :auslachen: (mal mit dazu geschrieben...)

      cya v3g0
      die rote Hexe - immer bissig :k_hole: , ab und an auch zickig :cursing: . ab und zu liegt sie auch mal in Einzelteile rum :doofy:
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      Die Anleitung ist Umfangreich und komplett, nur eine Kleinigkeit fehlt: Das befeilen der Bremsbacken um die komplette Auflagefläche zu erreichen. Auch schon gebrauchte Backen tragen nicht immer komplett.

      SSJ3 Vegotenks schrieb:

      kupferpaste

      Wenn möglich keine Kupferpaste, da ist Alu/Stahl und gelegentlich auch Feuchtigkeit im Spiel. Keine schöne Kombination.
      Das Beste für den Fall ist zB. ATE Plastilube. Schön zäh, kein Problem mit Kontaktkorrosion und Hitzestabil.

      scrap schrieb:

      das ist auch der grund warum an den (alu) bremsbacken IMMER zwischenlagen aus stahl verwendet werden.


      Das ist leider nicht IMMER der Fall. MZ hat das ab Werk zB. nicht vorgesehen, meines Wissens war das bei Simson genauso. Zumindest bei den Nachwendemodellen waren ab Werk keine drin, das weiß ich sicher weil ichs bei mehreren Neufahrzeugen selbst gesehen habe ;)

      Fritt3n schrieb:


      Härten kann MZA wohl nicht, siehe Lagerschalen Lenkkopf.


      Oder bei den Anlaufscheiben auf dem Kolbenbolzen :S X(
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