Beiträge von simme24

    Neue Kolbenringe an (längere Zeit) gelaufenem Kolben montieren, war schon mal
    ein Fehler. Höchstwahrscheinlich zumindest.
    Grund: Die Kolbenringe sind (auch) für die Wärmeableitung vom Kolben,
    Richtung Laufbuchse und Alukühlkörper zuständig.
    Ist die Zyl./Kolben-Garnitur aber schon längere Zeit gelaufen, so müssen sich
    die Kolbenringe erst an die Zylinderbohrung anpassen.
    Motor mal zu stark beansprucht, gibts dann eben schon mal ´nen Kolbenklemmer
    mit solchen Folgen.
    Grundsätzlich ist es aber schon Quatsch, nur die Ringe zu wechseln. Egal,
    ob vorsichtiges Einfahren damit oder nicht. Meine Meinung. Soll keine
    Beleidigung sein.
    Wenn schon, dann alle Bauteile komplett austauschen.

    Ich meine nur die zündungsseitige Scheibenfeder. Also nur 1x.
    Kompression: Wirklich noch da?
    Auspuff zerlegen. Im Gegensatz zum Spalten des Motors eine kleine
    Fingerübung...

    Selengleichrichter (Bauteil mit heizkörperartigen Rippen) waren früher Gang und Gebe.
    In meinem Holzfernseher ist auch sowas drin. Die waren die direkten Nachfolger
    der Gleichrichterröhren. Und nach dem Selengleichrichter kamen dann die normalen
    Dioden raus...
    Selengleichrichter können leicht hochohmig werden, das stimmt. Die Verluste dadurch
    sind aber gering. Sonst stimmt das schon. Elektronikbauteile verschleißen ja so gut
    wie gar nicht, sondern altern "nur" (also auch nicht viel besser).

    Das "richtige" Honen ist quasi eine Abwandlung des
    Aufreibens einer Bohrung mittels Reibahle auf Sollmaß.
    Die Zylinderbohrung wird somit auf den Hundertstel Millimeter genau aufgerieben.
    Man vergleiche mal eine herkömmliche, verstellbare Reibahle mit einer
    Honahle. Sieht beides irgendwie ähnlich aus, was?
    Und durch die Auf.-u. Abbewegung der Honahle entsteht zwangsläufig auch dieser
    berühmte Kreuzschliff.
    Ob man jetzt diesen Kreuzschliff mit so einer "Klobürste" 100% genau
    imitieren kann, glaube ich nicht wirklich. Geringer Materialabtrag
    und ungleichmäßig noch dazu, durch die Führung per Hand.


    Gruß Thilo

    Honen ist die Feinstbearbeitung der Laufbuchse/Zylinderbohrung.
    Erst bohren (grob), dann honen (fein).
    Ungefähr so vergleichbar mit den Arbeitsgängen an einer Drehbank.
    (schruppen > grob und schlichten > fein)
    Das aber nur nebenbei.


    Das da oben verlinkte Video stellt (logischerweise) kein Honen dar.
    Das ist eine Honbürste. Ganz was anderes.
    Leichter Flugrost wird damit beseitigt. Sprich, kleinere Schönheitsfehler.
    Sonst relativ nutzlos, wenn ich das mal so sagen darf...

    Richtig, habe ich gerade nicht daran gedacht.
    Also nur zur groben Einschätzung nutzbar.


    Das gilt auch für die elektr. Messchieber, AUCH wenn diese
    zusätzlich Hundertstel Millimeter anzeigen auf dem Display.