Beiträge von simme24

    Dann zur Sicherheit Vergaser nach Werksvorgaben einstellen (auch Schwimmer)
    Luftfilterpatrone mit Benzin oder Bremsenreiniger spülen, leicht mit Öl benetzen
    und längere Strecke (ca. 20Km) am Stück mit Vollgas fahren.
    Dabei brennt sich der Auspuff dann von selbst aus. (Rauchentwicklung)

    Tanke mal so, wie es sich gehört, Gemisch 1:50, nach Möglichkeit richtiges
    Zweitaktöl dazu verwenden. Außerdem noch mal den Auspuff reinigen.
    (insbesondere Dämpfungseinsatz im Endstück)
    Dicker Belag im Krümmer? Ausbrennen, oder kurzzeitig einen neuen
    montieren. Auslaßschlitz im Zylinder auch auf teilweise
    Verstopfung kontrollieren.

    Ölstand prüfen.


    Motor warmlaufen lassen (ca. 30 Sekunden im Leerlauf), Fahrzeug aufbocken
    und Schlitzschraube (zwischen Kettenschutzschläuchen) herausschrauben.
    Ölstand soll genau an Unterkante der Bohrung anliegen, richtig rausschwappen
    darf das Öl also nicht.
    Original soll das Fahrzeug hierbei übrigens um 30° nach rechts geneigt sein.
    Alleine nicht möglich, ist aber zu vernachlässigen. Die paar Millimeter mehr
    beeinträchtigen die Funktion nicht negativ.


    Konstruktiv bedingte Undichtigkeit.


    Zwischen Kickstarterwelle und Hohlwelle (auf die wird Fußschalthebel
    aufgeschoben), wurde original kein zusätzliches Dichtelement vorgesehen.
    Ist der Ölstand zu hoch, tröppelt es hier raus, ebenso bei Verwendung
    eines Seitenständers.


    Andere Undichtigkeiten.


    Das sind meist qualitativ schlechte Papierdichtungen.
    Eigentlich sollen ja auch keine PAPIERdichtungen verwendet werden,
    da PAPIER durchsuppt. Bei MZA und anderen Konsorten wird nur sowas
    angeboten.
    Als Motormitteldichtung, Kupplungsdeckeldichtung und Dichtkappendichtungen (2x)
    eignet sich hervorragend eine FESTSTOFFDICHTUNG von Elring, Reinz o.ä.
    Früher zu Ostzeiten hieß das ganze Kautasit (war rosa), gibts übrigens noch heute.
    Das wichtigste ist, das das Dichtungsmaterial flüssigkeitsabweisend ist.
    Bei normalen Papierdichtungen logischerweise nicht der Fall.


    Bei Undichtigkeiten evtl. versuchsweise erstmal die Schrauben vom
    Kupplungsdeckel und Motorgehäuse nachziehen.

    Oder spaßeshalber dieses Bauteil (wie heißt es übrigens richtig?) +
    Hohlwelle mit Lackfarbe anpinseln und Deckel aufsetzen.
    Wo im Inneren des Kupplungsdeckels dann Farbspuren zu sehen sind,
    dann Material abtragen oder Hebel biegen.

    Genau genommen bräuchte man 4 Schrauben, dann spielt die Qualität
    der Dichtflächen auch nur noch eine sekundäre Rolle.
    Schrauben außerdem nur zart anziehen, da sich sonst die Angüsse
    für Schrauben verziehen.
    Lieber nur soweit anziehen, bis die Schwimmerkammer gerade so festsitzt,
    auch wenn die Schrauben noch eine halbe Umdrehung weitergedreht
    werden könnten.