Beiträge von ARilk

    Ich höre aus dem Video eine andere eindeutige Botschaft: "... investiere nicht in eine Simson, wenn du (noch) keine Papiere hast ...". Ein "Mimimi" vernehme ich da nicht.


    Die Schrauber gehen/gingen den Dekra-Weg nicht unbedingt wegen einer KBA-Absage; oftmals auch aus schlichter Zeitersparnis bis zur Genehmigung, obwohl es via Zulassungsstelle & Abnahme teurer ist/war. Aber ja: da hängen auch Existenzen dran - das kann ich sehr gut nachvollziehen.


    In anderen Quellen liest man, dass das KBA inzwischen mehr Simson-Fahrzeugpapiere genehmigt hat, als 1989/90 in der DDR zugelassen waren. Was mMn nicht schlimm ist, jedoch "blockiert" es den Markt für neue Plastikroller.


    Vielleicht spielen auch Umweltgründe eine Rolle? Die öffentlichen Unfallstatistiken bilden hierzu mMn keine Gründe. Oder ist es der auffällig hohe Tuninganteil, den es aber auch in der Rollerszene gibt? Wie auch immer...


    Spannend ist die Tatsache, dass diese geplanten Änderungen hinter verschlossenen Türen beschlossen wurden. Damit dürfte das Thema mit der Gleichstellung reimportierter Simsons nun auch vom Tisch sein.


    Es bleibt die Frage im Raum: Cui bono?

    Hallo reknez,

    um welche Simson handelt es sich denn? Bei der Awo, SR1/2, der Vogelserie inkl. KR51/2 und beim S50 wird das schwieriger. Bleiben noch die SR50/80- und die S5x/70-Serien, worum es in den folgenden Zeilen geht.

    Die 12V Bordspannung mit einer recht fitten >5Ah-Batterie sind essentiell. Fortführend ist es nun relevant was du für eine Zündanlage eingebaut hast, da das eingebaute Polrad entscheidend für das zu verwendende Anlassersystem ist:

    a) originale Unterbrecherzündung: Anlasser unsinnig, da du alle ~1500km den Unterbrecher nachstellen solltest und hierzu regelmäßig zu viel Anlasserzeugs abbauen müsstest;

    b) originale e-Zündung: hier lässt sich der originale DDR-Anlasser (mit dem Freilauf) einbauen;

    c) Vape- & PVL-Zündung: es gibt kpl. Umbaukits (re. Motordeckel mit Ausrück-Anlasser, passendem Zahnkrenz, Relais, Taster, Kabel) zu kaufen. Jedoch hat dieser Anlasser-Motordeckel keinen Tachoantrieb, sodass du den Nebentachoantrieb am Vorderrad einbauen musst ... oder halt einen elektonischen Tacho a'la Koso etc. nimmst;

    d) Powerdynamo: siehe c), da passt/funktioniert auch ein Vape-Polrad (A70R) zur Aufnahme des Zahnkranzes;

    e) Delta-Zündung: einen passenden Adapter für den Zahnkranz gibt es nicht in den Shops, hier ist ein kreatives Handwerkergeschick gefragt. (was wiederum einen Vorteil der Delta zu Nichte machen würde, aber das ist ein anderes Thema...)


    Generell empfielt sich unbedingt, und ist gesetzl. gefordert (bin mir unsicher), der vorherige Einbau eines Leerlauf-Kontaktes. Den kann man nachrüsten. Er schaltet die Fahrzeugmasse bei Leerlauf weiter an ein Leistungsrelais. Dieses Relais bekommt die +12V über einen Anlassertaster von der 15/51 bei eingeschalteter Zündung und schließt bei Leerlauf und Betätigen des Tasters den dicken Stromkreis von der Batterie zum Anlasser.

    Alles zusammen gerechnet, landest du bei >€400 für das Material (LL-Kontakt, Anlasserkit, Kabelkit, Nebentacho, etc).

    Ich würde den Tank und den Vergaser leeren oder besser abbauen, sowie das Getriebeöl ablassen. Beides ist in 10min erledigt und erspart dir viel Sauerei im Auto. Das Moped dann für den Transport auf die linke Seite legen und Windeln drunter packen.

    Auf dem Etikett steht "ZT Tuningvergaser 16N1-11 GEN2"...

    Diesen Vergaser habe ich hier auch in einer meiner S51 eingebaut. Das von dir beschriebene Phänomen hatte ich damit noch nicht. Im Gegenteil: er funktioniert hier am Stino-Zylinder sehr gut. Daher denke ich nicht, dass hier die Ursache für dein Problem liegt. Aufgrund deiner Warm/Kalt-anhängigen Problematik tippe ich auch, wie es oben schon steht, auf ein Abdichtungsproblem. (Simmerringe der Kurbelwelle, Fußdichtung, Ansaugflansch)

    Jedoch hat dieser Vergaser ein geändertes Umluftsystem, sodass die Abstimmung bei diesem Vergaser etwas anders funktioniert: siehe Anleitung und mehrere YT-Videos zu dem Thema. Parallel dazu kann ich dir die Abstimmanteitung von RZT empfehlen. Dort gibt es einen adäquaten Vergaser, was die Abstimmung relativ vergleichbar zu deinem ZT16-Gen2 macht.

    Verstehe ich dich da richtig, die Induktivladung fürs Handy macht den Kondensator quasi nötig ?

    Eine unsaubere Gleichspannung mit Restwelligkeit und Spannungsspitzen tut keinem elektronischem Gerät gut. Bei IT-Zeuch, wozu auch die Handys gehören, ist das noch einen ordentlichen Zacken schärfer zu betrachten, siehe CE-Norm. Kein Handy hat zum Selbstschutz endlos belastbare Spannungsfilter eingebaut, das gilt auch für die Ladung mit einem USB-Kabel. Ich habe es hier leider nur rudimentär mit einer kleinen Spule messen/prüfen können, wie gut die Rechteckkurven am Qi-Induktivladedings tatsächlich aussehen. Aber die 90 bis 200kHz-Kurven (je nach Ladestand) gefallen mir, auch bei laufendem Motor und wechselnden Drehzahlen, bisher sehr gut.

    Off-topic: die Energieübertragung bei Qi passiert übrigens im Langwellen-Bereich, wobei man dem Laden mit einem Oldschool-Radio "zuhören" kann - bzw. vom Radio das Signal zum Oszi bekommt. Aber auf den Gedanken bin ich erst später gekommen ... :D

    Da bei Qi auch ein "intelligenter" Informationsaustausch zwischen Ladeschale und dem Handy passiert, ist die saubere Versorgungsspannung wichtig. ==>> also zu deiner Frage: Ja.

    Übertragen werden hier bei meinen Telefonen moderate max. 6W (0,42A), welche a) die Bordelektrik nicht überfordern; und b) mit eingeschaltetem Navi und Display noch eine smoothe Aufladung des Handyakkus ermöglichen.

    Ein Glättungskondensator soll den noch pulsierenden DC-Strom glätten und das macht nun mal auch ein Akku.

    Eine Bleibatterie viel hochohmiger, als ein C: je älter, umso größer. Hier ist eine neue Batterie eingebaut, aber das bleibt ja nicht ewig so. Ohne den dicken C gibts am Oszi eine Restwelligkeit von ~200mV; mit dem C nahe Null. Da ich hier ne Handyhalterung mit Induktivladung eingebaut habe, erachte ich den minimalen Aufwand mit dem Kondensator für recht sinnvoll.

    Na dann berichte mal. LT. Foren gab es wohl Probleme mit der Delta beim Laden der Batterie.

    Das habe ich auch gelesen. Es gab wohl bei der 25'er Version der Delta dahingehend ein paar Updates. Aber es war auch ein Grund für die Tageslichtschaltung: tagsüber insges. ~20W weniger Last, zugunsten der Batterieladung. Ich teste das & werde berichten.

    Um das ursprüngliche Thema zu beantworten: ich hatte am 12.8.25 die KBA-Papiere per Brief für eine S51 beantragt, vergangene Woche kam per Brief die Zahlungsaufforderung, und heute waren die KBA-Papiere in unserem Briefkasten. ==> ~25 Wochen.

    Hallo miteinander,

    ab November beschäftigte ich mich schleppend mit dem kompletten Neuaufbau einer S51 Enduro. Da ich ja kürzlich das Projekt mit der DCDI in Verbindung mit der PD gemacht habe, wurde ich neugierig auf die neue Delta 25 mit der M10s von RZT. Daher ist dies hier keine Werbung, sondern eher ein Erfahrungsbericht für den Einbau.


    Das finale Resümee nehme ich vorweg: ich bin schlussendlich allumfänglich begeistert von der Delta 25.


    Generell habe ich mich an die Einbauanleitung gehalten; jedoch gefiel mir die Lösung mit den beiliegenden Montageblechen und den wilden Kabeln garnicht. Siehe Fotos: ich habs halt bissl anders gemacht, sodass das übliche Werkzeug & Birnenkasten noch mit geordnet unter den linken Deckel passen.

    • der Regler kam an eine gut belüftete Stelle unter den rechten Deckel;
    • die Zündspule kam auf zwei Langmuttern unter den rechten Deckel;
    • zusätzlich gab es noch proforma einen dicken Glättungskondensator unter den rechten Deckel;
    • die CDI kam in den oberen Bereich unter den linken Deckel;
    • den recht dominanten Umschalter am Lenker habe ich durch einen kleinen dreipoligen Umschalter unter dem Seitendeckel ersetzt, da ich Diesen eigentlich nur zum Einstellen der beiden Drehzahlbegrenzer (Soft & Hard) benötige;
    • als sehr sinnvoll empfinde ich übrigens auch diesen neumodischen Batteriehalter;
    • falls dazu Fragen kommen: der dicke Leistungswiderstand ist für die gedimmte Tageslichtschaltung;
    • usw.

    Ein Problem gab es beim Lösen der Pickup-Sensor-Schrauben: diese stecken mit sehr viel Schraubensicherung in den Gewindegängen der Grundplatte => hier solltet ihr unbedingt mit Heißluftpistole und Geduld arbeiten. Schlussendlich gab es von RZT eine neue leere Grundplatte, da ich im ersten Versuch leider einen Schraubenkopf abgerissen habe. Danke für den Support an RZT!


    Was mir direkt auffiel:

    • Einbau und Grundeinstellungen ähnlich wie bei der PD;
    • sehr einfache "Programmierung" der M10s;
    • sehr guter Kaltstart;
    • deutlich geringere Motorschwingungen am kpl. Chassis;
    • die nutzbare elektrische Leistung (Amperemeter in Reihe zur Batterie) liegt hier bereits unter 3kU/min an;
    • sehr schicke Gasannahme des 50'er Stino.

    Die Testfahrt steht noch aus ... irgendwann, sobald das Salz von den Straßen weg ist.

    Hallo Micha,

    sicherlich wird man mich hier gleich steinigen ... Ich möchte sie nicht schlecht reden, aber von diesen günstigen Stoßdämpfern wirst du nicht die qualitativen Anforderungen erfüllt bekommen, wie du sie erhebst. Die von dir verlinkten Stoßdämpfer haben recht wenig mit der originalen Qualität zu tun und sind funktionell weit weg von deinen Ansprüchen.

    Generell sind deine beschriebenen Zusammenhänge nicht falsch, mit der Essenz, dass jeder spezielle Dämpfer seinen speziellen Einsatzzweck hat. Man muß das Fahrwerk auch immer in Gänze betrachten: eine gute Balance zwischen vorn/hinten, passend zu den bewegten Massen und Einsatzzwecken, ist nicht trivial. Beispielsweise werden die YSS-Dämpfer mehrfach als "zu weich" beschrieben, was auch meine persönliche Erfahrung teilt. Jedoch eignen sie sich mit der ZT-Gabel hervorragend z.B. für den Solo-Betrieb im SR50 meiner (leichten) Tochter.

    Ich habe bei den Simsons sehr viele verschiedene Dämpfer ausprobiert, bin am Ende jedoch mehrfach bei aufgearbeiteten originalen DDR-Stoßdämpfern gelandet. Von den "Bling-Bling-Kevin-Performance-Dämpfern" halte ich rein garnichts, zumal ich mir den Stress mit der Rennleitung nicht geben will. Aber da hat jeder seinen eigenen Kopf.

    In meiner MZ fahre ich vorn und hinten mit den progressiven Federn von Würth und Schwarz, das fühlt sich auf der Straße (mit/ohne Sozius) wirklich sehr angenehm an und der TÜV hatte mit den Begleitpapieren nie etwas einzuwänden.

    Die originalen DDR-Enduro/Comfort-Dämpfer waren recht breitbandig aufgestellt, um mehrere Kompromisse zu vereinen - bzw. zu ermöglichen. Das vergleichbare Adäquat findest du z.B. hier und der stattliche Preis ist mMn durchaus berechtigt.