Beiträge von zweirad_stephan

    Puh... sich mit Sozia und frischem Zylinder direkt über die Alpen quälen...ich weiß nicht.


    Am Ende macht man Bowdenzüge, Bremsen, die halbe Elektrik, Vergaser, Schlauch und Reifen frisch und dann bleibt man trotzdem liegen. Und später reist man nochmal alles auseinander weil man eine Vollrestauration macht.


    In diesem speziellen Fall würde ich die Sozia ein Begleitfahrzeug fahren lassen wo man schon alle Teile für die Restauration und Werkzeug dabei hat und die Schwalbe zur Not rein passt. Da kann man unterwegs trotzdem Schrauben, hat Teile und die Gewissheit, dass man in Notfall die Schwalbe einladen kann.


    Dann wäre es auch interessant wie weit die Schwalbe im jetzigen Zustand schafft.

    Brauche halt jemanden der mich in den Sachen anlernt.

    Dann schaue dir z.B. bei AKF mal sämtliche Explosionszeichnungen zu deinem Fahrzeug an und präge dir den Aufbau und die Fachbegriffe ein. Dazu das passende Buch "Simson Ratgeber" von Erhardt Werner. Da lernt man schon einiges für einen Anfänger. Dazu noch paar Videoreihen von 2RadGeber und wie sie alle heißen. Also Baugruppe für Baugruppe durchgehen: Heute schaue ich mir den Aufbau von Bremsen an und morgen vom Antrieb...


    Wenn man Simson fährt "ist immer mal was" und man kommt ums selber Schrauben nicht herum. Gut dass du nachfragst aber vieles muss man wirklich selbst gemacht haben und vor allem verstehen.


    Ist der Gaszug so ausgeleiert, dass der Gasschieber nicht mehr funktioniert?

    Lassen sich die 1-2mm Spiel im Bowdenzug noch einstellen?

    Den Vergaser nicht nur grob reinigen sondern richtig. Dabei die Düsen raus schrauben und so reinigen, dass man zumindest Licht durch scheinen sieht.


    Nicht nur den großen Teil vom alten Benzin ablassen, sondern komplett frisches Gemisch benutzen.


    Schau mal ob die Zündkerze einen Funken hat. Ansonsten mal schauen ob es Videos im Netz gibt wie man eine Simson nach langer Standzeit wieder in Betrieb nimmt. Aber ich denke mit einem sauberen Vergaser, Zündfunken und frischen Sprit sollte man zumindest ein kleines Lebenszeichen wecken können - vorausgesetzt sie wurde funktionierend vor sechs Jahren abgestellt.


    Danach dann: Auspuff frei? Wellendichtringe im Motor noch dicht? Nebenluft? Zündzeitpunkt abgeblitzt?

    Vielleicht ist auch von der Bowdenzugführung an der Gasdrehgriffhülse auf der Innenseite was weggebrochen. Das würde erklären warum er manchmal weiter nach außen flutscht und manchmal weniger. Bewegt sich die ganze Armatur mit oder wirklich nur die Gasdrehgriffhülse?

    Wäre es denn eine Möglichkeit einen Adapterrahmen aus 2mm Stahl zu lasern welcher zwischen Motorgehäuse und Seitendeckel kommt? An diesem könnte der Anlasser verschraubt werden. Quasi über der Strebe. Dann würde er aber erstmal auch frei in der Luft hängen und man müsste sich weitere Gedanken machen.

    Nachträglich Blinker an eine N-Version nachzurüsten habe ich auch gerade gemacht.


    Wegen den Kabelbaumen: Die meisten Kabelbaume haben den Kabelstrang für die große Armatur auf der linken Seite. Wir möchten aber ja die Blinker auf die rechte Seite. Ich habe es so gelöst, dass ich trotzdem den kompletten Kabelstrang (für Endurohöhe) links verlegt habe und was zu viel an Kabel war einfach raus gezogen habe. Dann nochmal den gleichen Kabelstrang separat gekauft und auf die rechte Seite für die Blinker verlegt. Dabei habe ich ein Kabel unbenutzt mit in die Armatur verlegt um später den N-Totknopf anzuschließen falls ich einen schönen geschlossenen N-Seitendeckel finde.