Beiträge von MartinV

    Der Klassiker beim lauten Auspuff ist die Krümmermutter direkt am Motor. Die wackelt sich gern lose, und dann wird es laut und fängt an zu suppen. Die originale "Rutschklemmbefestigung" taugt nicht viel, es gibt so Schellen, die die Krümmermutter besser festhalten. Auch der Kupferdichtring unter der Krümmermutter kann irgendwann einfach mal durch sein. Hab schon mal traurige Reste davon im Auspuff gefunden.

    wie kommst du zu dieser Behauptung?

    Ich würde mir ja wünschen, daß Lehmann sachlich fundierte Aussagen bringt, anstatt nur irgendwelche Halbsätze einzuwerfen. So kommt es jetzt zu einer langen Nachfragerei über eine Seite, ohne daß inhaltlich irgendetwas gewonnen ist.

    Typisches Trollverhalten.


    Um mal die sachlichen Grundlagen auf der einfachsten verfügbaren Quelle zu zeigen: https://de.wikipedia.org/wiki/…Aufgabe_und_Wirkungsweise


    Zitat

    Die Aufgabe des Fahrzeugkatalysators ist die chemische Umwandlung der Verbrennungsschadstoffe Kohlenwasserstoffe (CmHn), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx) in die ungiftigen Stoffe Kohlenstoffdioxid (CO2), Wasser (H2O) und Stickstoff (N2) durch Oxidation beziehungsweise Reduktion. Je nach Betriebspunkt des Motors und bei optimalen Betriebsbedingungen des Katalysators können Konvertierungsraten nahe 100 % erreicht werden. In der Abgasnachbehandlung sind neben den gasförmigen Schadstoffen auch Ruß bzw. Partikel zu verringern, siehe dazu Dieselrußpartikelfilter bzw. Ottopartikelfilter.

    Kohlenwasserstoffe (CmHn), sind unvollständig verbrannter Sprit.

    Wirken tut der Katalysator erst, nachdem er Betriebstemperatur erreicht hat.

    bei AU springt der Kat nich ma bei Autos an. Bei Mopped? Geht nich. Und außerdem reagieren die Dinger empfindlich auf unverbannten Sprit un Öl.

    Den unverbrannten Sprit soll ja der Kat beseitigen, das ist ja die idee.

    Und auch für Autos gilt, daß man sie vor der ASU erst einmal heißfahren soll. Machen nur viele nicht.

    Dann nimm aber einen Freund mit, mit Stino-S51, sonst gibts ja keine Vergleichswerte. ;)

    Mach Du doch! Und wir vergleichen online. :-p

    hier merkt man ganz schnell, daß die nötigen Temperaturen bei 50ccm-Luftpumpe nicht erreicht werden.

    Das ist noch nicht klar.

    Zunächst einmal muß man zwischen geregeltem und ungeregeltem Kat unterscheiden. Der zitierte Artikel bezieht sich nur auf geregelte Kats.

    Geregelte Kats werden vor allem gebraucht, um Stickoxide zu beseitigen. Das betrifft hauptsächlich Viertakter (ja, die sind da schlimmer als Zweitakter). Bei Zweitaktern sind die kaum vorhanden, da reicht ein ungeregelter Kat, um unvollständig verbranntes Benzin/Öl nachzubrennen.


    Ein Kat braucht eine Starttemperatur, um aktiv zu werden. Sobald die erreicht ist, erzeugt er selbst Hitze.

    Die Starttemperatur liegt wohl bei 200 bis 300 Grad. Wie heiß ein Simsonauspuff an welcher Stelle wird, weiß ich nicht. Nah am Krümmer sicher mehr als hinten am Endtopf. Aber nah am Krümmer würde der Kat vermutlich die Resonanz stören, also das vor- und zurückpumpen des Benzin-Luft-Gemisches.


    Aber ja.. forsche und bilde dich weiter.. ist doch interessant zu sehen was du da mit dem alten Simsonmotor anstellst. Wenns mehr an die Praxis geht, fänd ich Messwerte und evtl mal ein paar Videobeiträge auch interessant zu sehen.

    Sobald ich glaube, etwas richtig gut erreicht zu haben, will ich mal zur DEKRA fahren und eine ASU machen lassen. :)

    Jedenfalls dürfte ein modernes Motorprinzip eher zu dem führen, was der Threadersteller anstrebt, als zu versuchen, den alten Motor auf neu zu stricken. Damit meine ich einfach nur die Umsetzbarkeit.

    Teil meines Bestrebens ist es auch, die alten Simson-Mopeds sauberer zu machen. Ein Wechsel auf andere Maschinen geht an diesem Ziel vorbei. Einen Simson-Motor wegzuschmeißen und dafür einen 4Takter herzustellen und einzubauen, ist ökologisch fragwürdig.


    Hier zwei Threads über Trabis mit eingebasteltem Kat, mit guten Ergebnissen:

    http://www.trabantforum.de/ubb/Forum1/HTML/009825.html

    http://www.trabantforum.de/ubb/Forum1/HTML/010639.html


    Wie sowas bei Simson technisch sinnvoll machbar ist, ist ein Forschungsprojekt für sich. Da weiß ich einfach noch zu wenig.

    Krafträder mit Zweitaktmotoren, die mit Benzin-Öl-Gemisch fahren, stoßen 124 Mal so viele gesundheitsschädliche Kohlenwasserstoffe (u.a. das krebserregende Benzol) und 771 Mal so viele organische Aerosole (Feinstaub) aus wie Viertakter. Besonders bedenklich ist der Ausstoß von Benzol im Leerlauf in einer Konzentration von 300.000 μg/m³; das ist das 60.000fache des erlaubten Jahresmittelwerts von 5 μg/m³.

    Da überlege ich, ob man einen ungeregelten Katalysator in den Auspuff der Simson einbauen könnte. Ich habe nur leider wenig Ahnung vom Thema Kat und bin im Internet nicht wirklich schlau geworden. Am liebsten würde ich den Schalldämpfer im Endtopf gegen einen Kat austauschen (Beispiel), in der Hoffnung, daß Schalldämpfung und Luftwiderstand ungefähr gleich sind.

    Ich hatte mal einen Ford Fiesta, der hat tatsächlich 1 Liter Öl auf 1000km verbraucht.

    Bei 7 Liter Benzin/100km entspricht das 1:70 Gemisch. Die ASU hat er trotzdem bestanden.



    Zu den Argumenten der Art, "wo anders ist es schlimmer", oder, "mein Nachbar macht mehr Dreck" sage ich:

    An dem, was andere machen, kann ich oft nur wenig bis nichts selbst ändern.

    Aber bei mir selbst habe ich Möglichkeiten, und die will ich nutzen.

    Das z.B. nur 1 Moped nicht viel ausmachen soll, lasse ich nicht gelten. Was da an Abgasen rauskommt, ist immer noch giftig genug, um beispielsweise eine Garage zur Todesfalle werden zu lassen.

    Auch anscheinend kleine Verbesserungen sind eine Verbesserung, und die Summe vieler kleiner Verbesserungen ist eine große Verbesserung.

    [/moralpredigt ende]

    Aber bestimmt noch keine auf Basis eines 40 Jahre alten Zweitaktmotors. Und die soll ja eher als Hobbyweiterführung für ihn dienen..

    Ich halte das auch für ein interessantes Studienthema.

    Tatsächlich halte ich es - in der Summe vieler Faktoren - für sehr umweltfreundlich, ein uraltes Moped mit sauberen Brennstoffen zu betreiben.

    Bei einer Studie wäre zweierlei interessant:

    - konkrete technische Lösungen

    - ökologische Gesamtbetrachtung


    Bei einer ökologischen Gesamtbetrachtung gehört dazu:

    - Ökobilanz der alternativen Kraftstoffe

    - Geringer Spritverbrauch von Zweitaktermopeds gegüber Autos

    - Resourccenschonung durch Erhalt von pflegeleichten Mopeds.


    Die Resourccenschonung kann man gar nicht genug betonen. Ein Fahrzeug verbraucht sehr viel Energie bei der Produktion und der Entsorgung. Man muß erstmal einige Jahre Benzin verbrennen, bis man gleichauf mit dem Energieaufwand der Neuproduktion ist.

    Ich habe hier 50 Jahre alte Simson-Mopeds stehen. Die fahren bei ausreichend Wartung und Pflege auch nochmal 50 Jahre.

    Außerdem hab ich hier einen Elektroroller stehen. Ca 15 Jahre alt und Vollschrott. Schon die kaputten Plastikteile sind ein wirtschaftlicher Totalschaden, und die Batterien sind sowieso platt. Was ist jetzt umweltfreundlicher, meine langlebige 2Takt-Simson oder der Elektroschrotthaufen, der auf Entsorgung wartet?

    Nahrungsmittelpreise werden global gemacht. Wie viel EtOH musst verbrennen bis ein Inder verhungert? 1.000l, 10.000l, 100.000l?


    Btw: Werden 1/3 der Lebensmittel hierzulande in den Mülleimer des Endverbrauchers geworfen, oder ist 1/3 ab Ernte gerechnet, oder gar ab Saat? Klappt das in Ghana besser?


    Frankreich nutzt 3% der Fläche für Ethanolgewinnung. Wir rd. 30% zur Energiegewinnung. Huch, kaufen wir bereits dem Inder etwa die Lebensmittel vom Weltmarkt weg?

    Der allergrößte Teil der Nahrungsmittelproduktion wird an Tiere verfüttert, um Fleisch und Milch zu gewinnen. Um mal einen Eindruck davon zu bekommen, wie viele Tiere von Menschen als Nutzvieh gehalten werden: https://xkcd.com/1338/

    Fleisch ist extrem ineffizent in der Produktion. Bei einer Reduktion des Fleischkonsums würde ein Vielfaches an Lebensmitteln zur Verfügung stehen.

    Das Potential, um Energie aus Biomasse zu gewinnen, ist mehr als reichlich vorhanden, und es müßte trotzdem niemand hungern, auch nicht in indien oder Afrika.


    Fragen über Fragen. Man beschäftige sich damit und beginne dann zu urteilen; bitte nicht einfach nur Argumente der (oft massiv steuerfinanzierten) Lobby ohne Recherche übernehmen. Bisher wird bestenfalls der Planet noch gründlicher als bisher ausgeräubert.

    Biokraftstoffe haben keine Lobby. Das hat die Erdölindustrie.

    Wie viel weniger Schadstoffe stößt dein Fahrzeug mit rund 85% EtOH statt rund 5% aus?

    Das Einsparpotential ist unterschiedlich, je nach Produktionsweg und Verwertung.

    Statistiken, die versuchen, alle Faktoren inklusive Anbau, Transportweg und Herstellung zu berücksichtigen, kommen auf 7% bis 65% Einsparpotential.


    Interessanterweise ist der mit Abstand höchste Energieverbrauch bei der Produktion von Ethanol der Gärungsprozeß, bei dem viel Wärme zugegeben wird. Ich vermute, da gibt es noch Potential zur Verbesserung, zumal die Hefe bei der Gärung auch selbst Wärme produziert.


    Lesenswerte Seiten mit Berechnungen zum Thema:

    http://www.auto-umwelt.at/_kraftstoffe/ks_oekobil.htm

    https://www.umweltbundesamt.at…publikationen/REP0360.pdf