Da immer wieder hier Treads zu finden sind in denen zT falsche Antworten aufgrund missverständlicher Bezeichnungen der Spulen und Zündungstypen stehen, versuche ich mal etwas Licht in das Chaos zu bringen 
Diverse Tunigzündungen bleiben hier mal außen vor, befassen wir uns mal mit den Simson Zündanlagen:
Sprachlich unterscheidet man ja grundsätzlich in U und E Zündung sowie 6 und 12 Volt. Und da ist auch schon das erste Problem!
Wir meinen garnicht die eigentliche Zündung, sondern die beiden andere Spulen auf der Grundplatte. Das was wir immer als Zündung bezeichnen ist eigentlich eine Grundplatte mit 3 Generatoren (Spulen), einem Zündimpulsgeber (elektronisch oder mechanisch) und ggf noch einen Kondensator. Dazu kommt noch das Polrad (auch Schwungmasse genannt) mit dem Nocken, also dem zweiten Teil des Impulsgebers.
Wenn wir nun von zB einer 6Volt U-Zündung sprechen hat diese witzigerweise eine Zündprimärspannung von 12 Volt. Mit 6 Volt sind die beiden anderen Spulen für Licht und Batterieladung gemeint, die ja genaugenommen nicht mehr mit der Zündung zu tun haben als das sie sich auf der gleichen Grundplatte befinden.
Genau anders herum ist das bei 12Volt E-Zündungen, die Spule die den Strom für die eigentliche Zündspule macht liefert 6 Volt, die beiden anderen 12Volt.
Noch ulkiger wirds bei Zündungen mit innenliegender Zündspule, bei 6Volt U-Zündung macht die Zündpule auf der Grundplatte Hochspannung, können in Spitzen mehrere KV (Kilovolt) sein.
Grundsätzlich kann man sagen das die Spulen für den Zündstrom bei einer
U-Zündung 12 Volt,
E-Zündung 6 Volt
Innenliegende Zündspule Hochspannung liefern.
Aus dieser Voltzahl ergibt sich auch die benötigte Zündspule, also das Ding aus dem das Kabel zur Zündkerze kommt und aus Niederspannung Hochspannug transformiert. Lögisch das so eine Spule bei innenliegender Zündspule wegfällt.
So, nun mal zu den Missverständnissen was die Voltzahlen der beiden anderen Spulen betrifft:
Die Leistung der Spulen wird in Watt angegeben, ist diese Zahl gleich ist auch die Leistung gleich, völlig egal ob 6V oder 12V. Nur muss die 6V Spule doppelt soviel Strom (Ampere) machen um auf die gleiche Wattzahl zu kommen wie eine 12V Spule gleicher Leistung.
Noch interessanter wird das Ganze wenn man bedenkt das man die Spulen auch austauschen kann. So kann man zB bei einer Grundplatte bei der die Lichtspule ausschließlich die Scheinwerferbirne versorgt die vorhandene 6Volt 15/15 Watt gegen eine 12Volt 55/55 Watt tauschen und so problemlos ne H4 Birne mit strom versorgen. Und das völlig unabhängig von der eigentlichen Zündung, der Batterie, der Ladeanlage usw.
Wozu die ganze Tauscherei?
Nun einfach auf Vape & Co umrüsten ist zum einen teuer und zum Anderen auch nicht so problemlos wie es manchmal den Anschein hat. Unzählige Threads hier beweisen das.
Abgesehen davon sind meiner Ansicht nach die ollen Unterbrecherzündungen um einiges besser als ihr Ruf und das mit dem ewig nachjustieren ist auch maßlos übertrieben. Einmal richtig gemacht hat man ne lange Zeit Ruhe, so schnell brennen die Kontakte auch nicht ab. Und besser als mit einem Tritt anspringen und primal laufen geht nunmal nicht.
Dazu ein kleines Beispiel:
Ich bastel grad an ner Schwalbe Bj75 rum. 6Volt U-Zündung mit innenliegender Zsp. Wollte schauen ob sie läuft, Zündschloß und Leerlaufkontrollleuchte noch nicht angeschlossen. Ich wollte erstmal testen ob ein Gang drin ist, ganz langsam und vorsichtig auf den Kickstarter \"gedrückt\", ein Blub und das Ding lief! Gang war übrigens keiner drin 
Also besser kann das ne Vape auch nicht...
Chrom