Also erstmal basieren die Empfehlungen die du bekommen hast auf denen, die Simson seinerzeit seinen Kunden gegeben hat. Haben die LM-Mannen garantiert nich in aufwendigen Tests ermittelt.
Dann is Getriebeöl in ner Simme auch keine Wissenschaft. Irgendein mineralisches Öl halt. Mineralisch deshalb, weil die Additive in Teil- oder Vollsynthetischen Ölen alte Dichtungen angreifen können. Bei der Verwendung von Motorölen sollte man auf ne Freigabe für Ölbadkupplungen achten.
Motoröl schmiert oder haftet nich besser, is nur wie gesagt garnich so wichtig was da nu reinkommt. Nur mal als Beispiel, in nen Trabi gehört ins Getriebe zB Hydrauliköl - nich etwa weil das irgendwie wichtig wäre, nur kann es durch zu dickes Öl zu Problemen mit dem Freilauf kommen. Na und das von der Viskosität "passendste" Öl war seinerzeit halt Hydrauliköl. Heute geht auch dünnes Automatikgetriebeöl, gabs damals in der DDR blos nich. Da mein Freilauf aber fast hin is, fahr ich seit ner Zeit das dünnste Öl das man problemlos kaufen kann - Diesel! Geht super, aber bevor wer weint, hab schon nen anderes Getriebe mit intaktem Freilauf hier liegen, warte nur auf schönes Wetter. Na und da kommt dann auch wieder "richtiges" Öl rein
Und nen neuen Freilauf fürs alte Getriebe hab ich auch, der kommt da rein und dann isses wieder heile - trotz ein paar tausend Km "Dieselkur"...
Egal, zurück zur Simme:
Getriebeöl hat besondere Additive zB gegen alterung, ist stabiler gegen Scherkräfte usw. Also für den Einsatz in Getrieben optimiert. Nur wird Motoröl ja nu auch nich nach ner Woche schlecht, die Zahnräder zermalen es nich usw. Kann man also nehmen...
Zu beachten ist nur folgendes:
Motoröl ist dünner, "schwitz" das Getriebe mit Getriebeöl etwas, kanns mit Motoröl tropfen, isses mit GÖ trocken, kanns mit MÖ schwitzen usw. Aber halt immer KANN...
Chrom