87 kg angezogen, 18300 mm
Na bei 18 Metern Körpergröße und somit einigen Quadratmetern Angriffsfläche für den Wind müsste der Verbrauch noch viel höher sein.
Kommst du überhaupt auf 40 km/h? ![]()
87 kg angezogen, 18300 mm
Na bei 18 Metern Körpergröße und somit einigen Quadratmetern Angriffsfläche für den Wind müsste der Verbrauch noch viel höher sein.
Kommst du überhaupt auf 40 km/h? ![]()
Ups, da fehlt natürlich ein "nicht".
Aber ich glaube es ist klar, was gemeint war:
Wenn diese Verbrauchstests mit einem 1,55m großen 50 kg Leichtgewicht gemacht wurden, verbraucht ein 2,20m großer, 150 kg schwerer Schrank auf dem Moped dezent mehr Benzin.
Im Wartungshandbuch gibt es ein paar Grafiken zum Spritverbrauch bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, eigentlich sollte die 60 km/h mit 2,7 l/100km schon möglich sein.
3,3 bis 3,8 l/100km finde ich für den LT60 RESO schon ganz schön viel, wobei ich natürlich dein Setup, deine Fahrweise und deine körperliche Ausstattung nicht kenne.
Theoretisch muss man so langsam wie möglich fahren, da der Luftwiderstand mit der Geschwindigkeit in der dritten Potenz wächst.
Der Luftwiderstand ist hierbei tatsächlich die entscheidende Komponente, wesshalb man mit 3,6 PS auf 60 km/h kommt, für 120 km/h (das doppelte) aber rund 15 PS (mehr als viermal so viel) benötigt.
Wenn du jetzt noch in einem Drehzahlbereich fährst, der besonders effizient ist (offenbar nicht unbedingt besonders hoch) brauchst du kaum Benzin - brauchst aber ewig, bis du am Ziel bist.
Ich schätze das Optimum wird irgendwo bei 40 km/h liegen, darunter gewinnt der Anteil der Energie, die der Motor benötigt, um sich selber am laufen zu halten, stark an Bedeutung.
So, hier ein kleiner Doppelpost, damit es übersichtlich bleibt und ich nicht erst warten muss, bis jemand von euch was geschrieben hat.
Es werden vier Messungen durchgeführt:
[1]: 70 km/h im 4. Gang bei ca. 7000 U/min (im Bereich der Spitzenleistung)
[2]: 70 km/h im 5. Gang bei ca. 6000 U/min ("untertourig")
[3]: 55 km/h im 3. Gang bei ca. 6800 U/min (im Bereich der Spitzenleistung)
[4]: 55 km/h im 5. Gang bei ca. 4700 U/min ("extrem untertourig")
Gemessen wird die Temperatur des Zylinders an der rechten Seite, mittig am Zylinder, zwischen der 1. und 2. Kühlrippe von oben. Die Messungen erfolgen mit einem Infrarotthermometer des Herstellers "Workzone", Artikelnummer 92654. Gemessen wird aus ca. 5 cm Abstand, dabei wird das Thermomether leicht hin- und herbewegt. Aufgeschrieben wird der so erfasste höchste Messwert, gerundet auf ganze Grad Celsius.
Gemessen wird ebenfalls die Krümmertemperatur, welche jedoch aufgrund der spiegelnden Verchromung mit einem Infrarotthermometer zu keinen brauchbaren Ergebnissen führt.
Die Außentemperatur beträgt 5 °C, gemessen mit oben genanntem Thermometer an einem Leitpfosten.
Um Rückschlüsse auf den Verbrauch ziehen zu können, wird auf den oben vorgegebenen Zustand beschleunigt. Sobald dieser erreicht ist wird gewartet, bis der Kilometerstand des Tachos einen runden Wert anzeigt. Nun wird der Benzinhahn verschlossen und der Fahrzustand gehalten, bis der Motor in Folge des Spritmangels ausgeht. Im selben Moment wird der neue Kilometerstand abgelesen. Dieser Vorgang wird für alle gewünschten Fahrzustände wiederholt.
Auf eine Messung mit getrenntem Gefäß wird verzichtet, da es unterwegs eine erhebliche Sauerei ist und Benzin auf keinen Fall in die Umwelt gelangen sollte. Auch würde es eine ganze Weile dauern, bis, wie von "Der Alte" vorgeschlagen, 100 mL Benzin verbrannt sind.
Damit sich die Temperatur am Zylinder möglichst gleichmäßig einstellen kann, wird eine Strecke von ca. 4 km mit dem vorgegebenen Fahrzustand zurückgelegt. Die Zündung wird ausgeschaltet, das Moped auf dem Hauptständer gestellt und die Messwerte werden aufgenommen.
Um eventuelle Unebenheiten der Strecke (leichter Verlauf bergauf/bergab) auszugleichen, werden die Fahrzustände [1] und [2] auf dem Hinweg und die Zustände [3] und [4] auf dem Rückweg aufgenommen, sodass je ein untertouriger und ein Messwert im Bereich der Spitzenleistung auf dem gleichen Wegstück erfasst wird.
Nachfolgend sind die Messwerte aufgeführt.
| Fahrzustand | Temperatur Zylinder /°C | (Temperatur Krümmer /°C) | Strecke mit geschlossenem Benzinhahn /m |
| [1] | 104 | (41) | 850 |
| [2] | 97 | (40) | 1250 |
| [3] | 107 | (43) | 1150 |
| [4] | 95 | (32) | 1850 |
Um wieder ins Forumsdeutsch zurückzukehren:
Ich werde weiterhin böse untertourig fahren, wenn man es denn so nennen möchte.
Für mich steht fest, dass der Verbrauch bei untertourigen Drehzahlen durchaus geringer sein kann als im Bereich der Spitzenleistung (mich wundert das nicht, für 55 km/h im 5. Gang brauche ich den Gasgriff bloß ein winziges bisschen über Standgas drehen, für 55 km/h im 3. Gang schon deutlich mehr. Niedrigere Drehzahl und weiter geschlossener Gashahn kann einfach nur einen geringeren Verbrauch geben, selbst wenn ein Teil durch den Auspuff flöten geht). Wobei mich die knapp 2 km mit einer Vergaserfüllung auch verwundert haben.
Ebenso bin ich was die Kühlung angeht, beruhigt. Die Temperaturunterschiede sind so gering, dass sie kaum eine Gefährdung darstellen dürften. Zumal die gemessene Temperatur bei geringerer Drehzahl sogar niedriger war.
Die weitere Interpretation der Ergebnisse ist nun eure Sache, inwiefern meine Messungen auf andere Setups übertragbar sind kann ich nicht einschätzen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass die Sache bei schärferen Steuerzeiten bzw. Anbauteilen, die das nutzbare Band verkleinern und die Spitzenleistung nach oben ziehen, wieder ganz anders aussieht, da dort der Unterschied zwischen dem Bereich der Spitzenleistung und dem Rest viel größer ist. Dadurch könnte auch die Kühlung bzw. der Verbrauch bei arg untertourigem Fahren leiden, da außerhalb des Resonanzbereichs "überhaupt nichts mehr stimmt".
Für mein zahmes Setup mit Stinoanbeuteilen ist das Alles so aber im wunderbar grünen Bereich.
Deine Überlegung ist nicht zu Ende gedacht.
Klar strengt sich der Motor bei niedriger Drehzahl mehr an, das habe ich aber keinesfalls vergessen.
Das tut er, indem er pro Takt mehr Gemisch ansaugt und verbrennt (der Gasschieber muss also, wenn man Resonanzbereiche außen vor lässt), weiter offen sein. Ein Motor bringt ja eine bestimmte Leistung nicht nur genau bei einer bestimmen Drehzahl, in Diagrammen sieht man nur, was maximal zur Verfügung steht. Ob ich jetzt die 60 km/h mit hoher oder niedriger Drehzahl fahre ist völlig egal, die vom Motor abgegebene Leistung muss identisch sein. Das wird eben dadurch erreicht, dass bei höherer Drehzahl weniger Gemisch pro Takt verbrannt wird.
Dadurch steigt oder sinkt aber erstmal keine Temperatur.
Theorie und Praxis liegen nur auseinander, wenn man die Theorie nicht komplett verstanden hat (was nicht heißt, dass ich das tue) ![]()
Damit wir das ganze theoretische Überlegen mal bei Seite legen können schwinge ich mich jetzt bei angenehmen 6 °C aufm Moped und messe ein bisschen.
Nein, in meinen Überlegungen ist Zeit die Grundlage. Wenn die Drehzahl die Grundlage wäre, wäre die Kühlung bei hoher Drehzahl noch schlechter, da bei optimaler Füllung pro Takt am wenigsten Gemisch in den Brennraum gelangt.
Wenn ich eine gleichbleibende Geschwindigkeit habe, muss der Motor die selbe Leistung bringen. Wenn ich meinetwegen für 60 km/h 2,5 kw benötige, muss der Motor diese liefern. Somit kann ich 60 km/h in denen Bereichen fahren, in denen der Motor 2,5 kw oder mehr bringt. In den Punkten, wo er 2,5 kw bringt, eben mit Vollgas, in den Bereichen darüber gedrosselt.
Für diese Leistung muss nun ein bestimmtes Gemisch durch den Zylinder, da führt kein Weg dran vorbei.
Wäre der Motor in allen Betriebsbereichen gleich effizient, würde er immer exakt gleich viel Abwärme pro Zeiteinheit produzieren, bei niedriger Drehzahl muss er pro Takt eben mehr Gemisch verbrennen, bei höheren Drehzahlen entsprechend weniger pro Takt. Im zeitlichen Mittel aber identisch.
Wenn jetzt der Motor bei 7000 U/min spültechnisch am effizientesten arbeitet, läuft dort am wenigsten Gemisch pro Zeit durch den Motor. Jetzt darf man aber nicht vergessen, dass die mechanischen Verluste bei höherer Drehzahl deutlich zunehmen.
Bei deutlich niedrigen Drehzahlen verbraucht der Motor eventuell mehr durch Spülverluste, diese kühlen aber zusätzlich und es fallen weniger mechanische Verluste an.
Wenn man jetzt noch betrachtet, dass der Vergaser zum Vollgas hin das Gemisch auch noch anfettet und damit die Kühlung erhöht, komme ich genau zum gegenteiligen Schluss:
Bei niedriger Drehzahl und weiter geöffnetem Gasschieber muss die Innenkühlung trotz eventuellem Mehrverbrauch größer sein.
Wenn sich herausstellt, dass der Zylinder bei beiden Temperaturen ähnlich warm wird, kann das wohl bedeuten, dass sich der Verbrauch kaum unterscheidet.
Wenn der Zylinder bei niedrigen Drehzahlen sogar kühler bleibt könnte das bedeuten, dass er mehr verbraucht und die Verluste mitkühlen oder aber, dass aufgrund der niedrigeren Kolbengeschwindigkeit und somit weniger Reibungsverluste (die bei den Drehzahlen trotz guter Schmierung nicht vernachlässigbar sind) tatsächlich der Motor doch unterm Strich effizienter arbeitet, trotz größerer Spülverluste.
Je nach dem, wie umfangreich man das Ganze betrachtet, kommt man zu völlig anderen Schlüssen.
Damit wir da mal zu Erkenntnissen kommen wird es eine zweite, noch extremere Messung geben:
Einmal beim absolut untertourigen fahren mit 40-50km/h im 5. Gang, je nach dem was gerade noch so fahrbar ist. Und dann die selbe Geschwindigkeit in einem Gang, in dem das Zylinder bei Resonanzdrehzahl läuft.
Wenn ich gut drauf bin wird der Verbrauch noch ermittelt, indem ich den Sprithahn zudrehe und schaue, wann der Sprit im Vergaser leer ist. Leider würde dann der Spritstand im Vergaser ab der ersten Sekunde nicht mehr stimmen, wie aussagekräftig die Ergebnisse dann sind kann ich nicht beurteilen.
Und ja, der Motor kann zum klemmen neigen, wenn der Vergaser leergefahren wird, aber da das bei den Mopeds beim fahren bis auf die Reserve öfters passierte halte ich das Risiko für gering. Ist ja mein Zylinder^^
Interessant, dieses Getriebetool, wenn man mal verstanden hat, dass man auch die nicht eingekästelten Werte ändern kann.
Bei 70 km/h, meiner normalen Reisegeschwindigkeit, dreht sich meine Kurbelwelle über 6100 mal pro Minute, da liegen dann knappe 6 PS an.
Wobei ich mir nahezu sicher bin, irgendwo gelesen zu haben, dass die Diagramme, die sich im Netz zum LT60 RESO finden lassen, mit einem AOA2 erstellt wurden. Denn 7,7 PS mit komplett unveränderten Anbauteilen glaube ich dem Ding nicht, dann würde er mit 8 PS beworben werden.
Für mich ist somit eindeutig geklärt, wieso sich das super fahren lässt und mit der längeren Übersetzung der Verbrauch gesunken ist.
Bleibt nur noch die Temperatursache, der wird morgen auf den Grund gegangen.
Wobei mir da auch noch ein Gedanke gekommen ist:
Bessere Innenkühlung gibt es nur, wenn mehr Luft durch den Motor wandert. Für das optimale und starre Verhältniss von Benzin/Luft (wir haben ja keine Einspritzer) bedeutet der höhere Luftdurchsatz gezwungenermaßen einen höheren Verbrauch.
Wenn also der Verbrauch bei einer höheren Drehzahl gleich bleibt oder sogar sinkt kann das nur bedeuten, dass unterm Strich auch weniger Luft durch den Motor wandert. Die Kühlung dürfte leiden.
Das bei der Resonanzdrehzahl die Zylinderfüllung optimal ist, da das Gemisch Auslassseitig wieder in den Zylinder gedrückt wird ist völlig klar, somit kann der Verbrauch dort tatsächlich niedriger sein - aber das Gemisch, was bei anderen Drehzahlen als Spülverluste rausgeblasen wird, kühlt den Zylinder ebenso. Sollte also der Verbauch unter Resonanzdrehzahl höher sein, ist auch die Innenkühlung höher. Zwar wird das Gemisch nicht verbrannt und der Motor arbeitet ineffizienter, kühlen tut das Gemisch, was einfach so durch den Zylinder wandert, aber trotzdem.
Wenn untertouriges fahren den Zylinder heißer werden lässt kann das doch wiederum nur bedeuten, dass der Motor weniger verbraucht.
Nachvollziehbar?
Messungen gibt es dennoch.
Dann besorge ich mir heute Abend das Thermometer.
Was ist da interessant?
Temperatur vom Kopf? Vom Zylinder (wo gemessen)? Krümmertemperatur?
Am Handy schonmal nicht, probier ich heute Abend aus, danke!
Gibt es eigentlich ein kleines Onlinetool, bei dem man die Übersetzungen von Primärtrieb, Getriebe und Ritzel/Kettenrad angeben kann, sodass es einem die Drehzahl-Geschwindigkeitskurven ausgibt? Das einzige, dass ich gefunden habe, funktioniert nicht mehr.
Ich bin mir bei den 5500U/Min bei 70km/h nicht ganz sicher, angeblich hat der 5. Gang die gleiche Übersetzung wie der S70 Primärtrieb, da ist man bei 70km/h aber erst bei 6700. Nochmal 7% fürs 16er Ritzel abgezogen sind wir bei 6200.
Ich verstehe schon, was du mir damit sagen möchtest, ich verstehe nur nicht, wieso ich beim Hochschalten weiter vom Gas gehen kann ohne Geschwindigkeit zu verlieren. Das ist mir nicht so ganz schlüssig. Ebenso wieso der Verbrauch auf langer Strecke weiter gesunken ist.
Wie gesagt, ich werde das weiter im Auge behalten, gerade bei langen Strecken ist das so für mich in jeglicher Hinsicht viel angenehmer.
Was ich aber tatsächlich mal machen werde:
In der Ebene ein paar Kilometer die 70 im 4. und einmal im 5. Gang fahren und direkt dannach ein Infrarotthermometer auf die Kühlrippen richten. Da bin ich wirklich gespannt.
Eine Verbrauchsmessung unter Laborbedingungen werde ich mit Hausmitteln wohl kaum realisiert bekommen, außer mal auf meinen täglichen Strecken eine Tankfüllung zu fahren, bei der ich den 5. Gang vermeide. Nur das wird trotzdem alles andere als objektiv. Zudem hatte ich das ja bei meinem 4 Gang Getriebe bereits und der Verbrauch war ca 0,2l höher.
Aber jetzt will ich mal ernsthaft wissen, was denn für euch untertourig ist.
Sind 5500 Umdrehungen, wie Tommy für 70 km/h ausgerechnet hat, für euch wirklich untertourig? Ich finde, dass ist schon eine beachtliche Drehzahl, ca. 100 Zündungen pro Sekunde, das muss man sich mal vorstellen.
Ist ja nicht so, dass ich bei 30 km/h im 5. Gang kurz vor dem Abwürgen rumeiere.