Beiträge von Nekro

    Darüber woran das liegt kann ich jetzt nur fachsimpeln, also bitte nicht zu ernst nehmen:


    Ich könnte mir vorstellen, dass durch das Anheben der Nadel ein bestimmtes Benzin-Luft-Gemisch im Vergaser entsteht, da die Nadel ja mit Benzin benetzt ist. Dieses Benzin geht dabei zu gewissen Teilen in die Gasphase über und bildet dann mit Luft eben ein Gemisch. Dieses Gemisch ist dann vermutlich zündfähiger als jenes, welches erzeugt wird wenn du den Gasschieber nicht 2mal anhebst.


    Es gilt demnach also zu erforschen warum dein "eigentliches " Gemisch nicht zündet. Dabei kommt nun wiederum alles Mögliche in frage, sowol Zündung auch Vergaser.

    Mal den Wiederstand der Primärspule messen. Sollte meines Wissen unter 1Ohm liegen. Hatte schon Primärspulen mit mehr als 10k Ohm, die trotzdem noch schwache Funken hervorgebracht haben. Ein wechsel hatte dann das Problem gelöst.

    Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Polrad nicht ganz rund läuft. Es lässt sich fast die ganze Umdrehung leichtgängig, wie kugelgelagert drehen, an einem Punkt jedoch tritt ein kleiner Widerstand auf, sodass man mehr Kraft aufwenden muss, um es weiterzudrehen. Ist das normal? Was kann ich jetzt als nächstes prüfen?


    Wenn bei diesem Test die Zündkerze eingeschraubt ist, dann ist dieser Widerstand normal (Moment der Kompression). Es sollte jedoch mehr als ein kleiner Widerstand sein. Ein geübter Schrauber kann an diser Stelle beurteilen wie gut die Kompression im Zylinder ist. War jedoch bei deinem Test die Zündkerze rausgeschraubt, dann ist der Widerstand alles andere als normal.

    Zitat

    (Der Unterbrecher beginnt sich zu öffnen, wenn die Markierung auf dem Polrad die auf Grundplatte und Gehäuse passiert)

    Das klingt erstmal danach, dass alles in Ordnung wäre: Aber der Punkt an dem der Unterbrecher öffnet muss genausten stimmen! Also nicht kurz dannach und auch nicht kurz davor. Will dir nicht unterstellen, dass du nachlässig arbeitest, aber als Anfänger hat man vlt nicht den richtigen blick dafür. Also bitte nicht falsch verstehen. Du kannst den Öffnungsmoment auch bestimmen indem du ein dünnes Etwas (dünn Fühlerlehre <0,05mm; Alufolie; Zigarettenpapier) in den geschlossenen Unterbrecher klemmst und solange Polrad drehst bis du dieses Etwas mit leichterem Widerstand (als im geschlossenen Zustand des Unterbrechers) herausziehen kannst. da ist dann der Moment der Öffnung. Dann kontrollierst du auch gleich noch ob der Unterbrecher im Maximum genau 0,4mm öffnet.


    Dann kannst du mal an die Schwungscheibe packen und versuchen daran zu in allen Richtungen wackeln. Wenn du dabei Spiel feststellst, hast du ein Problem --> Motorregeneration. Sogar ein "bischen Spiel" kann dafür sorgen der Motor nichmehr will. Dann brauchst du auch nicht zwingend weiter nach Fehlern suchen, sondern solltest die Regenerations-DLer kontaktieren.



    Ferner kann eine verölte Grundplatte (bzw ein verölter Unterbrecher) auch die Funktion der Zündung beeinträchtigen. In diesen Fall kannst du großzügig mit Bremsenreiniger draufhalten um die Grundplatte/den Unterbrecher, zu entölen. Danach ist es wichtig die ganze Sache trocknen zu lassen um anschließend den Unterbrecherfilz wieder mit etwas möglichst dickflüssigem Öl zu tränken (es gibt dafür spezielles Unterbrecheröl, sehr zu empfehlen). Im selben Zusammenhang sollten auch mal die Kontaktflächen des Unterbrechers gereinigt werden (Nagelfeile von der Freundin, oder feines Sandpapier). Danach ist es aber ggf. nötig denn ZZP und die maximale Öffnung des Unterbrechers nachzustellen.


    All die beschriebenen Arbeiten sind möglich ohne das Polrad zu demontieren. und sind weniger Reperaturen, sondern ehr Wartungsarbeiten! Jedoch würde eine verölte Grundplatte darauf hinweisen, dass der Kurbelwellensimmering undicht ist. Das kann dann auch dazu führen das der Motor durch den undichten Simmerring Falschluft zieht und damit die Gemischzusammensetzung nicht mehr stimmt. Auch die Vorverdichtung wird beeinträchtig. Um den SR zu wechseln musst du dann das Polrad demontieren. Auch zum Kondensatorwechsel, gerne mal kaputt, muss das Polrad weg.


    Also früher oder Später muss das Polrad mal runter. Also solltest du dir einen Abzieher und ein Halteband besorgen. Unterbrecherzündungfahrer haben auch immer ein paar Unterbrecher und Kondensatoren auf Lager. Diese sind Euroware und solltest du dann gleich mitbestellen.


    Edit: Da unerwarteter weise eine Unterbrecherzündung verbaut ist, solltest du auch mal kontrollieren ob die richtige Zündspule verbaut ist (12V muss auf dem boden stehen)

    Moin! Also das Angebot steht noch..
    Aber.. Sollte ich wirklich kommen, will ich nicht ganz unvorbereitet sein. Ich fahre kommendes We in die Heimat und bin dann ab Montag wieder in HH. Da würde ich also die Gelegenheit nutzen und gleich eine komplette E- Zündung mitbringen.
    Aber ich bin fast sicher, dass wir uns das sparen können.
    Deine Messwerte klingen für mich plausibel. Wenn ich richtig verstanden habe hast du die Grundplatte vor der Messung komplett ausgebaut. Dann hast du Blau gegen Grundplattenkörper (also Masse) gemessen und 16Ohm abgelesen. Das würde bedeuten, der Geberbaustein ist erstmal in Ordnung. Dann hast du bei Rot gegen Masse (also für die Primärspule) einen wert von 46k ohm. Dieser ist viel zu hoch,müsste meines Wissens bei unter 1ohm liegen, und würde bedeuten deine Primärspule ist hin. Dann hast du noch Blau gegen Rot gemessen und damit im Prinzip nichts anderes gemacht als die beiden Einzelmessungen von vorher zu kombinieren. Die Widerstände addieren sich, wobei ziemlich viel plus fast nix ziemlich viel beliebt (also 46000 plus 16 sind immernoch rund 46000)
    Demnach mein Fazit: Du hast korrekt gemessen, und herausgefunden, dass die Primärspule defekt ist.

    Erstens:
    deine Schraube ist die sogenannte Regulierschraube. Mit Hilfe dieser wird der Schieberanschlag, welcher bedeutenden Einfluss auf das Standgas hat, eingestellt. Sie hat eigentlich weniger mit der Führung des Kolbenschiebers zu tun, dass erledigt normal ein Penöpsel auf der anderen Seite also gegenüber der Regulierschraube. Vielleicht ist also auch dein Kolbenschieber derart verschlissen, dass er an dem Penöpsel vorbeirutscht und, noch schlimmer, viel Nebenluft vorbei lässt.(Edit, das war quatsch, von dem Penöpsel hab ich wohl mal geträumt.. Im 16N1 Vergaser ist dieser jedenfalls nicht existent)) Ich würde dir empfehlen, die Schraube (mit Feder) einmal original zu besorgen und aus gegebenem Anlass auch den Kolbenschieber zu Tauschen.


    Zweitens:
    Wenn Benzin aus dem Vergaser läuft, ist daran entweder der Schwimmer oder das Schwimmernadelventil schuld. Also unbedingt nachgucken!


    Drittens:
    es gibt keinen besseren Vergaser als den, welchen du schon hast! Der tut seinen Dienst!

    Um dann auch mal was konstruktives beizutragen:


    Ich würde mir überlegen, was denn unterwegs alles so passieren kann. von wegen: Reifenplatzer, Kette gerissen, Vergaser verdreckt, Eier abgerissen etc .Vlt sogar eine schöne Liste machen. Dann überlegen, was ich für die jeweilige Reparatur unbedingt brauche. Die Werkzeuge, die dann am häufigsten auftauchen, sind dann wohl die, die ich mitnehmen würde.

    Den Kondi brauchst du nur zu wechseln, wenn du SOWAS beobachten kannst. Dann müsstest du aber auch den Unterbrecher wechseln oder zumindest dessen Kontakte reinigen (feines Sandpapier, oder flache feine Feile). Und wenn du schon da dran bist gleich noch den Nockenfilz ölen. Ich vermute aber , dass der Fehler irgendwo auf der Strecke Zündspule, Zündkabel, Kerzenstecker, Kerze zu suchen ist.


    Spaßeshalber könntest du mal Folgendes versuchen:


    Wenn es mal wieder soweit ist, dass du die Kerze reinigen müsstest, um den Motor wieder zum laufen zu bekommen, dann nimmst du den Kerzenstecker von der Kerze, schraubst einmal die Kerze raus, drehst dich mit ihr im Kreis, schraubst sie wieder rein, Kerzenstecker drauf und Test. Eben alles so machen, wie als würdest du die Kerze reinigen wollen, nur aber eben ohne tatsächlich an ihr Hand an zu legen. Vielleicht reicht das Rumgebiege- und gewerke am Zündkabel und Kerzenstecker dabei schon aus um den Motor zum anspringen zu bewegen.
    Oder aber es hängt damit zusammen, dass du den Brennraum lüftest. Dann könnte es natürlich auch mit der Gemischzusammensetzung zu tun haben.
    Dritter denkbarer Punkt: Du stellst dich zu nass an!? (bitte nicht übel nehmen)