Beiträge von Nekro

    Will hier keinen beleidigen, aber wenn du mit der Anleitung meines vorredners deine Zündung tatsächlich Richtig eingestellt bekommst, fress ich n Faltenbalg.


    Ich würde so vorgehen (Kurzform):
    1. Hoffen, dass alle 3Markierungen (Motorgehäuse, Grundplatte und Polrad) vorhanden sind und stimmen.
    2. Alle 3 Markierungen übereinanderbringen.
    3. Den Unterbrecher durch verstellen in seinem Langloch dazu bringen genau jetzt zu öffnen. (schwierigster Schritt)
    Wichtig (den ZZp nicht durch verdrehen der Grundplatte einstellen!)
    4. Kontrollieren ob der Unterbrecher zu richtigen Zeitpunkt öffnet und kontrollieren ob die maximale Öffnung ( am Nockenberg) sich in der Nähe von 0,4mm bewegt.


    Edit: zum schmieren des Filzes benutzt man sehr sehr zähflüssiges Öl (z.b. spezielles Unterbrecheröl oder Silikonöl).
    Auch der Lagerbolzen des Unterbrecher bekommt einen Tropfen Öl.

    Moin,
    ja ich meinte das Schwimmernadelventil (die Nummer 10). Davon gibt es "tuning"-Versionen mit größerer Bohrung für mehr Durchsatz (siehe hier )


    Was ich mit Federstift meine hab ich versucht auf folgendem Bild zu kennzeichnen (Auf keinen Fall die Teillastnadel kürzen!!!):




    Du kannst sicherlich auch erstmal versuchen bei deinem jetzigen Nadelventil den Federstift zu kürzen. Der Schwimmer muss danach neu eingestellt werden, am besten mit Senfglasmethode. Achte bitte auch darauf ob dein Schwimmer oder das Ventil nicht einfach hakelig laufen. Das Ventil sollte allein durch die Schwerkraft (ohne Benzindruck) von selbst öffnen.

    Die 75er HD wird dir Kaum helfen, wenn es an einer mangelnden Spritzufur liegt. Ich würde ein 2,5mm Nadelventil verbauen und notfalls auch den kleinen Federstift darauf auf 1mm bis 0,5mm einkürzen. Dann Spritniveau mit Senfglasmethode einstellen und hoffentlich freuen.
    Gruß


    Edit: ich hoffe, dass ich dir von genügender Luftzufuhr durch denn Tankdeckel nichts erzählen brauch... :thumbup:

    Du schreibst, dass dein Problem erst nach längerer Vollgasfahrt auftritt. Damit ist für mich ein Vergaserproblem, vorausgesetzt die Spritzufur ist gewärleistet, fast auszuschließen und es handelt sich um ein Zündungsproblem.
    Wie ich vorgehen würde:


    1. Zzp kontrollieren/einstellen-> bei S70 1,4mm vor OT-> bei Vape ist abblitzen sehr zu empfehlen!
    2. Vergaser Reinigen und Einstellungen auf Standard. Dir kleinen Bohrungen im düsenstock nicht vergessen. Den Spritdurchsatz mal mit angeschlossenem Vergaser überprüfen. Also Wanne ab und über einen Messbecher halten. Nicht das das Nadelventil nicht genug durchlässt!?
    3. Wenn das Problem bis jetzt nicht gelöst ist, fetter bedüsen. Wobei schlecht vorstellbar ist das dein Luftfilterumbau und Krümmer dies erfordert.


    Eine Unklarheit besteht. Du schriebst dass du mittels Leerlauf Luftschraube versucht hast das Gemisch anzufetten. Dabei bewegst du dich zwischen 4,5 und 5,5 Umdrehungen raus. Diese Einstellung bedeutet aber eine ehe magere Abstimmung. Richtig wäre: Schraube rein= fett, Schraube raus= mager. Wobei die Leerlauflufteinstellung bei Volllastbetrieb eine sehr sehr untergeordnete Rolle spielt.

    Das Kabel geht zur 31 und zur Masse.

    Das verwirrt mich etwas.


    Es muss so sein: 31 braucht dauerhaft Masse - am besten direkt vom Motor! 2 darf nur Masse bekommen wenn die Zündung aus sein soll, wird also über den Zündichtschalter in Stellung 0 oder 3 auf Masse geschalten.

    Mal genau beschreiben wie du das Steuerteil verkabelt hast! Ich denke da speziell an Masse (glaube 31) und "ausschalt-Kontakt" (glaube 2). Eventuell 31 direkt mit Motormasse verbinden. Zündspule 6V??

    Soooooo.....


    wie versprochen, hier eine Aufnahme vom Ozsi für Schlaupipe:




    Der Messereich liegt bei 400V und 25ms wobei die Zeitachse verzerrt wurde, um ein besseres Bild zu erhalten.

    Gemessen wurde an den Anschlüssen der externen Zündspule bei Standgas an meiner neu gekauften Schwalbe S.

    Deutlich zu erkennen ist die Spannungsspitze (etwa 220V) im Moment der Unterbrecheröffnung!
    Die Öffnung geschieht ziemlich optimal, da sie idealerweise im Moment der höchstem Steigung des Graphen geschehen muss (Wenn ich meinen Prof richtig verstanden habe, ist das gleichzusetzen mit dem höchsten magnetischen Fluss).
    Diese Steigung (Fluss) wird genau bei einer bestimmten Stellung des Polrades zur Spule erreicht!

    Bevor ich die Zündeinstellung korrigiert hatte (GP um kaum 1° gedreht und Unterbrecher auf ZZP eingestellt) lag die Spannungsspitze nur bei etwa 190V!


    w.z.b.w!



    (Die Ganze Nummer hat mich schlussendlich 2 Stunden meines Feierabends gekostet )


    .


    Zuerst die "maximale/höchstmögliche Unterbrecheröffnung" von exakt 0,4mm einstellen.


    Dann erst würde ich den "Abriss"/ZZP durch verdrehen der GP einstellen. (Öffnungsbeginn des Unterbrechers).
    (Manche benutzen dazu die "Glühbirnen-Methode, andere einen Streifen Alu-Folie)

    Genau so würde ich es nicht machen. Das ist genau das Thema, über das ich mich schon eine Weile mit Schlaupipe streite.


    Nach dieser Methode kann es passieren, dass man die Grundplatte aus den Toleranzbereich (bzw. Sehr weit vom Optimum) weg bewegt! =schwächerer Funke


    Wie geh ich vor:
    - GP auf Abrisstellung drehen und befestigen
    - Polrad Montieren und auf zzp Drehen
    - jetzt muss der Unterbrecher gerade beginnen zu öffnen
    - tut er dies nicht wird am unterbrecher selbst verstellt
    - ist der öffnungsmoment eingestellt, wird kontrolliert wie weit der Unterbrecher im maximum öffnet (Sollwert liegt zwischen 0,35mm und 0,45mm
    - weicht dieser wert sehr ab kann die GP im Toleranzbereich verdreht werden (wirklich wenige grad) und der zzp muss neu eingestellt werden
    - bewegt man sich dabei aus der Toleranz hinaus muss der Unterbrecher bearbeitet oder getauscht werden!