ich habe ihn komplett gelesen und bin sehr froh dass du der sache gegenüber aufgeschlossen bist.
aber leider vermengst du hier einwenig kurzfristige zukunft mit langfristiger zukunft. der umstieg wird kommen, keine frage, jeder der einmal ein elektroauto hat und für den das laden machbar ist wird nie wieder einen verbrenner fahren wollen. die energiemengen können wir mal außen vor lassen, würden wir aufhören benzin zu raffinieren könnten wir mit der eingesparten energie fast alle autos laden (raffination ist sehr energieintensiv), da wird es also in der zukunft keine probleme geben, zumal der anteil und der absolute energieausstoß der EE ja auch wachsen.
genau wie die batterietechnologie, die batteriespeicher werden größer, so dass laden nichtmehr jeden tag nötig sein wird. aber all das benötigt zeit und wird nicht auf einen tag kommen, somit sind spekulationen wie "wie sollen alle an eienr ladestation laden" oder "wenn alle nachts laden bricht die infrastruktur zusammen" eben nur spekulationen.
und nun kommen wir zum allen entscheidenden punkt:
man muss sich von der vorstellung lösen, dass man zu einer speziellen station fährt, dort energie aufnimmt und diese dann an einer kasse bezahlt und wieder wegfährt
langfristig wird man tanken und bezahlen ohne dass man es merkt. nebenbei. beim einkaufen, oder sogar beim fahren. wenn man das verinnerlicht hat, kann man das "einfache" rüsselreinhalten auch mal anzweifeln. ich bin total froh nichtmehr soviel mit stinkendem sprit rummachen zu müssen.
ich fahre nun seit gut 1 1/2 jahren und 12tkm elektrisch und ich muss sagen: es gibt nix einfacheres und bequemeres als einfach das auto an die steckdose zu stecken, noch komfortabler wäre freilig induktives laden ohne zutun. ich muss auch garnix machen, das teil lädt einfach wenn es rumsteht, somit geht mir keine zeit für tanken verloren.
ich denke nicht dass ein großteil der laternenparker in zukunft vor dem haus laden kann und wird, sondern einfach dass gemeinschaftlich genutzte infrastruktur dafür in frage kommt. denn wie du schon richtig erkannt hast ist es utopisch anzunehmen, dass jeder "seine" eigene zapfsäule bekommt.
und zum quant: der hat zwei tanks, man muss also zwei elektrolyte tanken, diese müssen ausgetauscht werden und können aber wieder geladen werden, also muss nicht zwangsläufig ein tanklaster regelmäßig kommen.
der vorteil hier ist ledigleich dass man das laden außerhalb des fahrzeuges verlegt mit einem energiespeicher der eine geringe energiedichte hat und somit viel platz und gewicht benötigt.
straßenzulassung und serienreif heist aber noch lange nicht, dass das fahrzeug kommen wird.
schau dir mal an wieviel studien und kleinserien vorallem an elektrofahrzeugen es gab die letzendlich pleite gegangen sind, weil serie eben etwas anderes ist wie prototyp.
aber das ist auch nciht der größte punkt. der markt den quant anpeilt ist von tesla besetzt (übrigens, genau wie der SUV (tesla model-x) und es wird sehr schwierig da reinzukommen zumal es überhaupt garkeine infrastruktur gibt.
ich denke eher dass die verbesserung der redoxzelle die quant da hervorgebracht hat in andere bereiche einfließen wird z.B. inselenergiespeicher für EE an "schlechten Tagen" und das das auto nur ein werbegag ist.
aber nicht zuletzt hast du recht die gesamte mobilität wird sich wandeln (müssen) weil es weder wirtschaftlich noch umwelttechnsich sinnvoll ist dass man nur um sich persönlich von a nach b zu bekommen ein eigenes auto benutzt.
transport und logistik sind wieder ein anderes feld. stadt und land genauso.