bin gespannt wie ein Flitzebogen. Mal schauen wie es weiter geht!
Beiträge von soljanka
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hattest du kein Flickzeug mit um den armen Frauen die Reifen zu flicken?
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@cowaas:Das wär natürlich richtig ärgerlich gewesen. MIt mangelnden Sprachkenntnissen und ohne Telefon.
Aber so war es schon ganz gut. Ohne Panne wäre es langweilig gewesen und nur Pannen hätte wieder negativ für den Reperateur gesprochen
Das war schon ganz gut so. Und landschaftlich hat es sich ja auch voll gelohnt!Der Alte: Aber lieber haben als hätte
Richtig machen kann man es sowieso nicht 
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Das hab ich mir auch gedacht. Deshalb lag mein Augenmerk auch darauf alles mögliche mitzunehmen was das vorankommen sichert. Sprich Motor und Kraftübertragung.
Und wie sich zeigte greift Murphy´s Gesetz überall.
Alles mitgenommen außer dieser blöden Dichtung und dem vermalledeiten Kabel
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Die Grüne von Basti wurde vor einiger Zeit mit einer VAPE ausgerüstet. Aber schon weit vor der Reise. Er hatte seinen Motor vorher noch regeneriert und eingefahren. Das war´s dann eigentlich schon .
Meine hatte die originale E-Zündung drin. Und ebenfalls einen kurz zuvor regenerierten Motor.
Im nachhinein betrachtet hatte ich viel zu viele Ersatzteile mit. Der ganze NVA-Rucksack war rappelvoll. Ich hatte sicherheitshalber einen neien Zylinderkopf, Zylinder. Kolben, Kolbenringe, Bolzen, WD40, mehrere Schraubendreher, Isoband, Kabelbinder, Taschenlampe, Miniratschenset, Flickzeug, Alkoholtest, Verbandstasche, Zündkerzen, Kerzenschlüssel und noch vieles vieles mehr mit.
Dummerweise halt nur kein neues Zündkabel und keine neue Vergaserdichtung
Zur eigenen Verteidigung fuhr ich noch einen ausfahrbaren Schlagstock
und ein stabiles Messer mit spazieren. Man weiß ja immerhin nie wo man
hinkommt.Basti hingegen nahm nur eine abgespeckte Version vom Bordwerkzeug mit.
Bei der nächsten Tour wird es auf jeden Fall weniger.
Ich war trotzdem froh das ich alles mit hatte. Gerade als wir an der Mosel hängen geblieben sind und noch nicht wussten was kaputt war. -
Das tollste an der Sache ist ja, das einem während dem Schreiben noch viele andere Sachen wieder einfallen, die man eigentlich schon voll verdrängt hat.
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Ach, so schlimm ist der gar nicht. Der schmeckt schon, braucht halt nur etwas Zeit
Ausserdem mussten wir ja auf unsere Urlaubskasse achten 
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Zitat
...aber über den Apfelweingeschmack müssen wir uns nochmal unterhalten...
Warum? Gegen Äppelwoi un Bier ist doch bei so nem tollen Wetter nichts einzuwenden

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noch ein ausführlicher Reisebericht. Sehr schön! -
Ich glaub ich hab mich etwas falsch ausgedrückt
Beim täglichen tanken hatte Basti im Schnitt immer 2 Liter mehr als ich. Da sind wir natürlich mehr als 100km gefahren.
Wenn ich 4 Liter zum vollmachen gebraucht hab, dann waren es bei Basti 6.
Dazu muss ich aber sagen das er nen Standardvergaser verbaut hat und ich den Sparvergaser. -
Leider geht die schönste Reise irgendwann mal vorbei.
Vielen Dank für eure Kommentare. Es freut mich das es euch so gut gefallen hat.
Mal schauen wo es diesen Sommer hingeht!!
@ Der Alte: Nur zu. Das Wetter passt doch!
Zitat
Vielleicht kannst du ja über den Weg zur Arbeit oder so schreiben
Dummerweise hab ich nur nen Arbeitsweg von 600m. Das lohnt sich wohl eher nicht.
Allerdings hab ich noch eine Geschichte in Petto wo ich mein Moped von Thüringen nach Hessen auf eigener Achse überführt habe. Wen es interessiert?
PS: Im Februar gibt es die ersten Besprechungen zu einem Buch für unsere Reise. Es wird eine ausführlichere Version aus den Aufzeichnungen von Basti und mir.
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Ein ganz besonderer Dank geht an meine Freundin, die meine ganzen Ideen von Anfang bis Ende durchgestanden hat.
Ebenso möchte ich mich hier auch bei Robert bedanken, der auch hier im Forum unterwegs ist, der meinen Motor binnen kürzester Zeit regeneriert hat.
Auf unsere Reise entstanden etwas über 1000 Fotos und über 3 Stunden Filmmaterial. Wir fuhren 2001km in 13 Tagen. Und wenn ich mich nicht verzählt habe, liegen hier Tankquittungen über 50 Liter Super plus mit einer Gesamtsumme über 88,37€ rum. Basti hatte im Schnitt immer 2 Liter mehr als ich auf 100km verbraucht.
Ich bzw. wir können nur jeden raten soetwas durchzuziehen.
Plant nur das Nötigste. Je mehr geplant wird, desto weniger Zeit hat man zum fahren und genießen. -
Ich hau mich weg
Danke Trabantfahrer und an die Moderatoren für den Sondertitel
Jetzt muss ich wohl jedes Jahr ne Tour machen!
Es freut mich das es euch so gut gefällt!
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Tag 13
Die letzte Nacht unserer Reise war geprägt von sehr wenig Schlaf, großer Kälte und totaler Unbequemlichkeit.
Durch den idyllischen See am Zeltplatz zog ein ziemlicher Nebel auf, dessen Feuchtigkeit in jede Pore zog. Dadurch und durch unseren Biergenuss fror ich als wäre es tiefster sibirischer Winter.
Und weil wir beim Zeltaufbau nicht wirklich auf den Untergrund geachtet haben, lag ich mit der Hüfte in einer ungemütlichen Kuhle und der Nacken ruhte auf einem Stein.
Diese Kombination hielt ich bis 6 Uhr morgens aus. Länger ging es nicht.
Da die anderen beiden noch schliefen versuchte ich so leise wie nur irgendmöglich aus dem Zelt zu kommen.
Doch was mach ich jetzt? Mit ziemlichen Kopfschmerzen und total frierend stieg ich ins Auto. Den Motor konnte ich zwar nicht starten, aber vielleicht ist es im Inneren ja 2 bis 3 Grad wärmer. Fehlanzeige. Aber wenigstens hatte ich Musik.
Nach einer knappen Stunde stieg langsam die Morgensonne empor. Ich machte mich auf die Suche ein paar der wärmenden Sonnenstrahlen zu erhaschen.
Während ich, verbotenerweise, auf dem obersten Balkon des Sanitärhäuschens stand um wieder Körpertemperatur zu bekommen, konnte ich den typischen morgendlichen Camperritualen zuschauen.
Es war faszinierend das hier fast alle trotz Urlaub so früh auf den Beinen waren.
Ich ging nach einiger Zeit wieder zurück um zu schauen ob die anderen schon wach waren. Ich war noch nicht ganz bei den Zelten und konnte schon das schnarchen hören. Nagut, dann muss ich mir halt andersweitige Beschäftigung suchen.
Ich versuchte aus den mir gegebenen Möglichkeiten ein Lagerfeuer zu machen. Binnen kürzester Zeit hatte ich ein ganz ansehnliches Lagerfeuer zu stande gebracht.
Doch auf einmal drehte der Wind und der ganze Qualm zog in die Richtung des Platzwarthauses. Er ermahnte uns am Vorabend noch das wir ja kein Feuer machen sollten, sonst gibt es großen Ärger.
Oh oh. Mit einen 500ml Bierglas versuchte ich die Flammen zu minimieren. Doch während ich die 20m vom Wasserhahn zum Feuerplatz hin und her lief schlugen die Flammen immer wieder hoch.
Ich schaffte es dann doch endlich das Feuer auszutrampeln und hoffte darauf das es keiner bemerkt hatte.
Um kurz vor 8 Uhr stiegen dann endlich die anderen beiden aus ihren Schlafsäcken. Sichtlich verwundert das ich schon aufgestanden war gingen wir dann frühstücken.

Nach einem kräftigen Frühstück packten wir alles zusammen und versuchten die Spuren des Abends zu verwischen und verschwinden zu lassen.
Für die letzte Etappe hatte ich jetzt sogar den Luxus eines selbstaufblasenden Kissens für die Sitzbank. Das lag nämlich in einem verlassenen Wohnwagen, neben 2 Holzstühlen die jetzt in der Garage stehen.
Es ging wiedereinmal bei strahlendem Sonnenschein über Landstraßen nach Hause.
Bei Kaiserslautern legten wir nochmal einen kurzen Boxenstopp ein. Irgendwie steckte bei uns allen dreien noch der Vorabend in den Knochen.

Nach weiteren 2 Stunden Überlandfahrt waren wir dann fast zu Hause. Wir legten noch einen allerletzten Halt ein.
Basti und ich holten noch schnell unser ganzes Gepäck aus dem Kofferraum vom Trabi und bepackten unsere Mopeds. Immerhin muss es ja so aussehen als wären wir die ganze Zeit so durchgefahren und man weiß ja nie welcher Nachbar gerade auf der Straße steht.
In einer klassischen 2 zu 1 Choreographie fuhren wir in mein Wohngebiet ein. Basti fuhr links, ich fuhr rechts. Und mittig genau hinter uns fuhr Karsten.
Mit Schrittgeschwindigkeit rollten wir so laut es ging in Richtung Parkplatz. Mit schön hohen Drehzahlen und kräftig hupend rollten wir dahin. Es sollte jeder mitbekommen das wir da sind!
Um 14.50Uhr am 11.08.2012 waren wir wieder da. Wir hatten es geschafft! Allen Unkenrufen zum Trotz! Unsere Maschinen und vorallem wir haben durchgehalten.
Und hier das Gewinnerfoto des etwas kranken Trio´s.
Bei einem Siegerbier und Apfelwein wurde uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge bewusst das es jetzt vorbei ist. Am liebsten wären wir sofort wieder aufgesessen und weitergefahren!