na das Schreiben würde mich dann schon mal int.
Denn eines der Problem ist hier ja mal, dass die meisten Fahrer hier sehr jung sind. Also wird es auch sehr schwierig, sich einen Anwalt zu leisten. Dies sollte man als erstes für seine Entscheidung bedenken. Und ne Rechtsschutzversicherung kostet Geld. Und das tunen selbst ist vielleicht noch keine Straftat. Aber wie siehts mit Körperverletzung aus ?? Und der Weg von fahrlässiger Körperverletzung und grob fahrlässiger sind schon nen paar Jahre. Und dann wahrscheinlich sogar Knast.
Auch wenns hier etwas länger wird ein negatives Beispiel:
Ich habe ein Verfahren am Hals gehabt, weil mit meiner geklauten, getunten Maschine (nur 70 ccm stinoMotor im SR50 Roller) ein Unfall passiert ist. Der Dieb hat sich dabei ins Krankenhaus gebracht. Und natürlich die Schadenersatzansprüche u.s.w. Hat der Dieb natürlich alles versucht um aus der Sch*** zu kommen. Hat im Endeffekt nicht geklappt. Aber es war schwierig nachzuweisen, dass ich vom "Tuning" nichts wusste. Und solche Risiken willst Du eingehen ? Und der Staatsanwalt war wie ne Schmeissfliege.
und nochmal.... die Polizei wird sicher nicht von sich aus etwas unternehmen...... Aber:
jeder Autofahrer spart sehr viel Geld.
eine Anzeige kostet niemanden auch nur einen Pfennig. Ich muß nur jemanden irgendwo nicht mögen.... und schon hast Du ein Verfahren am Hals.
Grüne (- hier sind die Umweltfreaks gemeint) suchen ständig irgendwas zu motzen.
Jede Versicherung zahlt nicht gerne von sich aus.
u.s.w.
Durch jedes getunte Teil macht Ihr Euch angreifbar.
Und insofern staune ich sehr, was da bei Euch im "Osten" los ist. Genau dort kennen nämlich die Herren in Grün meist die Simmen noch aus Jugendzeiten und wissen wie eine Org. aussieht.
So gehts mir jedenfalls hier in meinem "Ostteil". Und insofern wäre mir sicher niemand mit solch einem Schreiben durchgekommen. Sofort hätte ich dem Richten eine Liste aller geprüften Ersatzteile vorgelegt und hätte Dir bewiesen, das dies zumindest fahrlässig gewesen ist. Und das reicht schon. Und dann hätte garantiert jeder Richter anders entschieden.
Und ich habe auch mit dem Moped schon einige Prozesse selbst hinter mir. Den Rest hat mein Anwalt aussergerichtlich geregelt. Und ich spreche also z.T aus Erfahrung.
Und die Sache mit dem Halter ist einfach eine Gesetzeslücke. Es gibt für Mopeds eben keinen Halter. Es gibt nur einen Versicherungsnehmer. Hat so einige Vor-.... aber auch Nachteile.
Ist halt nur für die Meinungsbildung hier wichtig. Denn es scheint ein "komischer" Richter zu sein, der diese Unterschiede nicht kennt und somit ein "falsches" Urteil fällt. Haftbar kann ich in vielen Fällen nur den Halter machen. Nie einen Versicherungsnehmer.
Wäre also für die Beurteilung des Falls vielleicht nötig noch mehr Informationen zu bekommen. Vielleicht hat man dem Richter ja auch nen Bären aufgebunden, das z.B. ein anderer gefahren ist .. oder so was ähnliches. Sollte nur nen Beispiel sein. Also lieber auch mal hinter die Kulisse sehen. Wenns einen selber erwischt hat, ist es zu spät.
Beispiele wird es immer für und wider geben. Nur ich finde die
möglichen Folgen sind viel zu hoch, um solch ein Risiko im Straßenverkehr einzugehen. Und das vor allem im Osten, wo die Polizei die Teile kennt.
Und auch nochmals..... Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Polizisten schon recht allergisch reagieren, wenn die eine 50 ccm Maschine sehen. Das heisst, die sind sauer und auf der Suche nach irgend einen Problem am Moped .?!
Dann finden die auch was.
Und vielleicht noch nen Gedanke:
Wenn ein 65 jähriger Opa im Straßenverkehr tunt, dann sind die Folgen nicht mehr so schlimm. Erstens wird er nicht so auffallen, wegen der Zielgruppe. Zweitens kann er sich das besser leisten. Dritens hat er die Kohle für ne Rechtsschutzversicherung und viertens zahlt er im Schadensfall bzw. sitzt er im Schadensfall nur noch nen paar Jahre. Mal abgesehen, das auch das Unfallrisiko bestimmt nicht mehr so groß ist.