KR51 schafft keine 60km/h

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  • Kr51 Bj.1965 mit m53 KF, bvf16n1-12 mit -1er Düsensatz, T-Luftansaugmuffe

    Hallo zusammen.


    Ich habe vor 10 Jahren eine nicht fahrbereite Schwalbe für kleines Geld von einem Bekannten abgekauft.


    In den letzten 2 Monaten habe ich die Gute komplett zerlegt, erhalten
    was zu erhalten war, Rost beseitigt, selber lackiert, Motor mit neuen
    Lagern und Dichtringen aufgebaut(DDR
    Zylinder und Kolben von einem Motorenbauer begutachten lassen und für
    sehr gut befunden), nach längerer Recherche dafür entschieden den
    Vergaser mit dem -1er Düsensatz zu bestücken, die Kabel erneuert,
    hydraulische Dämpfer verbaut, Räder neu eingespeicht und zentriert,
    u.s.w.


    Seit einer Woche ist sie angemeldet und wird täglich gefahren.


    Dabei ist mir aufgefallen das die Gute etwas schwach auf der Brust ist.


    Laut GPS kommt sie auf gerader Strecke im 3. Gang auf max. 58 km/h.....


    Bergauf quält sie sich sehr.


    Der Zündzeitpunkt ist per Messuhr auf 1,5 vor OT eingestellt, der
    Unterbrecher mit 0,4er Lehre eingestellt und mit Alufolie getestet,
    Schmierfilz eingeölt, passende und gute Iridium Zündkerze verbaut, Neuer
    Luftfilter welcher nass verbaut ist, Vergaser im warm gefahrenen
    Zustand eingestellt, Schwimmer mit der "Senfglasmethode" eingestellt,
    Kraftstofffluss ausgelitert(mehr als 200ml/min), Krümmer, Auspuff und
    Endstück von Ölkohle befreit, Bowdenzüge geölt und feinsäuberlich
    eingestellt, guter Sprit mit Mannol 2T plus im verhältnis 1:40(erstmal
    etwas öliger am Anfang habe ich mir gedacht), 1:50 ist möglich da Pleul-
    und Kolbenlager Nadellager sind, 500ml Addinol gl 80w.....


    Habe nach meinem Wissensstand alles für einen optimalen Motorlauf gemacht.


    Nun frage ich mich ob die Motorkomponenten gut zusammen passen/arbeiten.


    der Motor ist eigentlich ein m53 KFR. Bei der Demontage habe ich Risse
    in den Hälften gefunden weswegen ich Ersatz besorgt habe. Dieser bestand
    dann aus 2 Hälften eines m53 KF (mit Gummilager).


    Zylinder(ohne Dreiecksflansch) und Kolben sind aus DDR Produktion und schienen kaum gelaufen zu sein weswegen ich sie wieder verbaut habe(mit neuem Kolbenlager).


    Der BVF Vergaser welcher verbaut war als ich sie übernommen hatte war
    ein 16n1-12 welchen ich wie gesagt auf 16n1-1 umgerüstet habe.


    Ich bin leider etwas ratlos was das Leistungsproblem angeht....


    Vieleicht fällt ja einem von euch auf/ein woran es liegen könnte.


    Danke schonmal für die Unterstützung!

  • Warum machst du so viele richtige Dinge und baust dann einen falschen Vergaser an?
    Der ist nicht zu vernachlässigen,denn er ist ja für das richtige Zusammenspiel zw. Zylinder und Ansauganlage zuständig.
    Grundsätzlich liegst du mit der 1-1 Bedüsung richtig,allerdings benötigst du auch das richtige Gehäuse dazu. Es gibt da zB Unterschiede beim Zerstäuber und der Korrekturluftführung

  • Mit Alufolie kannst du den Unterbrecher zwar RELATIV genau, aber eben nicht genau einstellen. Hierfür nimmst du am besten ein Multimeter ums wirklich genau zu machen.
    Dafür wie folgt vor gehen.
    - Den Motor auf ZZP drehen und prüfen wie die Zündspule zu den Magneten im Polrad steht. Der untere Polschuh der Zündspule sollte von der Kante des Magneten, welcher über dem Polschuh steht einen Abstand von ca. 0 - 3 mm haben. Hier in diesem Beitrag siehst du die Grafik http://www.ddrmoped.de/forum/index.php?showtopic=1902. Das ist finde ich bei der innenliegenden Zündspule nicht zu vernachlässigen, da hier die Zündenergie generiert wird. Du stellst die Stellung der Polschuhe zu den Magneten durch verdrehen der Grundplatte ein.
    - Dann Braun/weißes Kabel aus der Lüsterklemme von der GP kommend lösend und mit einer Messspitze von Multimeter verbinden (welche ist egal)
    - am Unterbrecher die kleine Schraube lösen und die Kabelöse von der Zündspule abklemmen. (Kann man alles mit aufgestecktem Polrad machen wenn man geschickt ist)
    - 2. Messspitze des Multimeters mit dem Gewindestift verbinden wo eben noch die Kabelöse drauf war.
    - Multimeter einschalten und auf Widerstand bzw. Durchgang stellen
    - Jetzt den Unterbrecher (Richtig gelesen, nicht die GP verdrehen sondern die Schraube am Unterbrecher lösen und so einstellen, dass er bei 1,5 mm v.OT. unterbricht) so einstellen, dass exakt bei 1,5mm vor OT das Multimeter aufhört zu piepsen (bei Durchgang) oder es einen unendlich hohen Widerstand ("OL") anzeigt.
    Ruhig 1 - 2 mal prüfen, da sich beim anziehen leicht etwas verdreht.
    - Als letztes das Multimeter entfernen und den Motor solange drehen bis der Unterbrecher maximal geöffnet ist (irgendwo um den OT herum, der muss nicht unbedingt im OT maximal offen sein, kann auch kurz danach sein). Dieser sollte nun ein Maß um die 0,4 mm haben, wenn nicht ist er verschlissen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lukas96 ()

  • Du kannst auch mit der Batterie oder einer Gleichstromquelle mit einem alten Blinker oder so einen Stromkreis bauen und den Unterbrecher als Taster nehmen. So mache Ich das. Gemeint war das So, weil du gar nicht wissen Kontakt wann der Unterbrecher genau anfängt zu öffnen.

    Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!

  • Was vlt auch mal interessant wäre : Sitzt die Buchse korrekt im Zylinder ?
    Habe schon diverse m53 Zylinder gehabt, wo die buchse leicht verdreht war.
    Heißt, der Auslass bspw war zu 1/4 verdeckt vom Alu.
    Folglich waren auch die Überströmer nicht richtig frei etc etc.
    Einfach mal über den Auslass in den Zylinder gucken.

    Laisdung (Sprich Lais-dung)
    = Die vollkommen übertriebene Angabe von Motorleistung auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken
    Wird berechnet mit :
    P=Kanäle*Lautstärke²+Hauptdüsengröße



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