Simson Kr51/1 Motor spricht nicht an

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  • Hallo ich habe ein Problem Mit meinem Motor der will nicht mehr anspringen.
    Ich hatte die Zündung nach gestellt, weil der Zündfunke etwas schwach war.
    Jetzt ist ein guter Zündfunke da aber der Motor springt nicht an.


    Wo dran kann das liegen ?



    Vergaser ist richtig eingestellt und Gesäubert.

  • Vermutlich falscher ZZP


    Bitte exakt nach Anleitung einstellen!
    //www.simsonforum.de/faq/…el&cat=5&id=67&artlang=de


    Als Korrektur möchte ich folgendes anmerken (so würde ich vorgehen):


    Zuerst die "maximale/höchstmögliche Unterbrecheröffnung" von exakt 0,4mm einstellen.


    Dann erst würde ich den "Abriss"/ZZP durch verdrehen der GP einstellen. (Öffnungsbeginn des Unterbrechers).
    (Manche benutzen dazu die "Glühbirnen-Methode, andere einen Streifen Alu-Folie)

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
    :whistling:

    Edited once, last by DUO78 ().

  • Zuerst die "maximale/höchstmögliche Unterbrecheröffnung" von exakt 0,4mm einstellen.


    Dann erst würde ich den "Abriss"/ZZP durch verdrehen der GP einstellen. (Öffnungsbeginn des Unterbrechers).
    (Manche benutzen dazu die "Glühbirnen-Methode, andere einen Streifen Alu-Folie)

    Genau so würde ich es nicht machen. Das ist genau das Thema, über das ich mich schon eine Weile mit Schlaupipe streite.


    Nach dieser Methode kann es passieren, dass man die Grundplatte aus den Toleranzbereich (bzw. Sehr weit vom Optimum) weg bewegt! =schwächerer Funke


    Wie geh ich vor:
    - GP auf Abrisstellung drehen und befestigen
    - Polrad Montieren und auf zzp Drehen
    - jetzt muss der Unterbrecher gerade beginnen zu öffnen
    - tut er dies nicht wird am unterbrecher selbst verstellt
    - ist der öffnungsmoment eingestellt, wird kontrolliert wie weit der Unterbrecher im maximum öffnet (Sollwert liegt zwischen 0,35mm und 0,45mm
    - weicht dieser wert sehr ab kann die GP im Toleranzbereich verdreht werden (wirklich wenige grad) und der zzp muss neu eingestellt werden
    - bewegt man sich dabei aus der Toleranz hinaus muss der Unterbrecher bearbeitet oder getauscht werden!




    HABEN ist besser als BRAUCHEN
    :pilot::pilot::pilot:

  • Wenn du erst die GP auf den ZZP einstellst, anschließend erst den Unterbrecherabstand korrigiertst und dabei die GP letztedlich doch verdrehen musst, um auf den richtigen Unterbrecherabstand zu kommen, landest du genau bei der Selben Sache, als wenn du zuerst die maximalen Öffnung des Unterbrechers eingestellt hättest... Oder? ;)


    Bei der von dir genannten Methode "spielst" du einige Male hin und her, was du dir ersparen kannst, wenn du zuerst den richtigen Unterbrecherabstand einstellst.


    Man lese auch die Werkstattanweisung zur Zündungseinstellung im Reparaturhandbuch für Kleinkrafträder von 1972 (http://www.miraculis.de/aw/simson/text/rep/repar.html) im Punkt 10.1.1.1 ff: http://www.miraculis.de/aw/simson/text/rep/rep.html#a10111


    Da liest man auch, dass zuerst der Unterbrecherabstand und dann die GP-Stellung eingestellt wird.
    Auch liest man da, dass bei korrekter ZZP-Einstellung ein sauberer Blechstreifen (Anmerkung meinerseits: oder Fühllehre) von 0,03 mm Dicke gerade so herausziehen lässt.



    ;)

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


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  • Kurzer Tenor für Lesefaule: Die korrekte Abrissstellung ist für einen kräftigen Zündfunken wichtiger, als ein "korrekter" Unterbrecherabstand.
    Aus elektrischer Sicht schaltet der Unterbrecher mit z.b. 0,3mm Astand genau so sicher wie mit 0,4mm oder 0,5mm. Er soll aber idealerweise dann schalten, wenn in der Primärspule der höchste Strom fließt um die höchstmögliche Induktionsspannung für die Sekundärspule zu erzeugen. Der höchste Strom fließt aber genau in der Abrissstellung. Nicht davor und nicht dahinter.
    Deshalb resultiert jede Abweichung davon in einer veringerten Zündspannung, die meistens immer noch ausreicht, aber halt nicht optimal ist.


    Gruß
    Doc

  • Wie man mal wieder erkennen kann: Es gibt (im Laufe der Jahre/Entwicklung) widersprüchliche Anleitungen! - selbt bei den Werkstatt-Handbüchern...

    Gruß Frank


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  • Kenne es auch nicht anders, daß man zuerst den Kontaktabstand einstellt, danach erst den ZZP.
    Die ZZP-Einstellung baut auf den korrekten Kontaktabstand des Unterbrechers auf.
    Nur den Öffnungszeitpunkt des Unterbrecherkontaktes würde ich nicht mit Zigarettenpapier
    (ala Erhard Werner) ermitteln, sondern mit Prüflampe. Dazu muß aber am Unterbrecher die Leitung
    gelöst werden, zumindest habe bzw. mache ich das selbst so, weil die Prüflampe sonst ständig leuchtet.


    Gruß Thilo

  • Soooooo.....


    wie versprochen, hier eine Aufnahme vom Ozsi für Schlaupipe:




    Der Messereich liegt bei 400V und 25ms wobei die Zeitachse verzerrt wurde, um ein besseres Bild zu erhalten.

    Gemessen wurde an den Anschlüssen der externen Zündspule bei Standgas an meiner neu gekauften Schwalbe S.

    Deutlich zu erkennen ist die Spannungsspitze (etwa 220V) im Moment der Unterbrecheröffnung!
    Die Öffnung geschieht ziemlich optimal, da sie idealerweise im Moment der höchstem Steigung des Graphen geschehen muss (Wenn ich meinen Prof richtig verstanden habe, ist das gleichzusetzen mit dem höchsten magnetischen Fluss).
    Diese Steigung (Fluss) wird genau bei einer bestimmten Stellung des Polrades zur Spule erreicht!

    Bevor ich die Zündeinstellung korrigiert hatte (GP um kaum 1° gedreht und Unterbrecher auf ZZP eingestellt) lag die Spannungsspitze nur bei etwa 190V!


    w.z.b.w!



    (Die Ganze Nummer hat mich schlussendlich 2 Stunden meines Feierabends gekostet )


    .


    HABEN ist besser als BRAUCHEN
    :pilot::pilot::pilot:

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