Multiplikation ist doch gar nicht so schwierig - nehmt euch doch einfach mal zwei oder drei Datenpunkte aus der Kurve.
Behauptung: Leistung ist das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl.
Punkt des höchsten Drehmoments: 4000/min, 600 Nm, gibt 250 kW.
Punkt der höchsten Leistung: 6000/min, 520 Nm, gibt 325 kW.
Gegenprobe: 4000 mal 600 geteilt durch 250 ergibt 9600. 6000 mal 520 geteilt durch 325 ergibt was? Auch 9600. Heißt: In der Tat, es ist ein linearer Zusammenhang, die Leistungskurve ist das Produkt aus Drehmomentkurve und Drehzahl.
Wie das beim Malnehmen nunmal so ist, ergibt eine etwas kleinere Zahl (520 statt 600) multipliziert mit einer deutlich größeren Zahl (6000 statt 4000) natürlich immer noch ein insgesamt größeres Ergebnis.
5x6 ist nunmal mehr als 6x4, böse Welt der Mathematik.
Zurück zur Motortechnik:
Die Drehmomentkurve verrät die Charakteristik des Motors - wo er Dampf hat und wo er schlapp ist.
Die Leistungskurve verrät dann nur noch, bei welcher Drehzahl der Begrenzer einsetzt (scharfer Knick wie hier im Bild) bzw. bei welcher Drehzahl der Motor seine natürlichen Grenzen erreicht und kurz vor dem Auseinanderfallen ist.