bin ja mal gespannt, wie das Thema in einem Forum ankommt, in dem sich doch einige tummeln, in deren Leben Religiosität nicht ganz denselben Stellenwert hatte (wenn man der offiziellen Propaganda Glauben schenken darf), wie hierzulande, im Westen der Republik. ![]()
zwei Todesfälle im Kollegium haben mich wieder mal veranlasst, darüber nachzudenken, wie ich eigentlich die Entsorgung meiner sterblichen Hülle arrangieren will.
\"aus der Erde bist Du genommen und zu Erde sollst Du auch wieder werden\", wird bei solchen Anlässen zwar gerne zitiert, trotzdem habe ich mich von der tröstlichen Vorstellung, dass mein Körper in ein Tuch gewickelt auf irgendeinem Acker/irgendeiner Waldlichtung im Rahmen eines fröhlichen Pickniks der Erde übergeben wird um darüber einen Haselnussstrauch zu pflanzen (jede Familie sollte so einen \"Stammbaum\" haben - unter jedem solchen Baum könnte dann einer unserer Ahnen liegen
) schon vor langer Zeit verabschiedet.
letztens kam mir die Idee, meine Asche (als boshafter Mensch und überzeugter Organspender sollte da eh so viel nicht übrig bleiben
) in einer Keksdose (das hätte dann wenigstens auch einen Bezug zu meinem Leben!) bestatten zu lassen.
wird aber wohl - zumindest nach derzeitiger Rechtslage - nicht möglich sein...
Pappsärge wären nicht nur preiswert, sie kämen dem \"zur Erde sollst Du wieder werden\" sicher mehr entgegen, als ein Eichensarg, der gute Chancen haben müsste auch noch - sofern vorhanden - die Urenkel des Verstorbenen zu überleben.
wo bitte bleibt da die vom Grundgesetz versprochene \"freie Ausübung der Religion\"?