Also........
um euch mal ins Bild zu setzen...
Ich hab mal wieder ein kleines Sorgenkind bei mir, dabei handelt es sich um eine S51, welche dem 15-jährigen Sohn meines Arbeitskollegen gehört.
Das Moped wurde im Sommer diesen Jahres als vollrestauriert von einer Privatperson gekauft...soweit so gut.
Natürlich wurde zugesichert dass auch alles in bester Ordnung sei, so nach dem Motto: antreten und losfahren.
Dummerweise ließen die Probleme nicht lange auf sich warten und der Sprössling meines Kollegen stand kurz darauf bei mir auf der Matte.
Das war meine erste Möglichkeit das Moped zu begutachten und schnell war klar .... Rotz gekauft.
Um auf den Punkt zu kommen wurde aus "kannst du mal die Kupplung einstellen?" eine komplett neue Kupplung ( Kupplungskorb, komplettes Kupplungspaket, Druckstangen , Bowdenzug usw...)
und wenig später, da noch viel gravierendere Mängel festgestellt wurde auch ein neuer Rumpfmotor verbaut .
Ich weis....manche sind kein Fan von Nachbaumotoren...ich eigentlich auch nicht.
Da ich bei der Teilebestellung aber kurz gegengerechnet habe, hat ein kompletter Rumpfmotor mehr Sinn ergeben.
Ich muss dennoch sagen das ich von der Verarbeitung und Qualität beeindruckt war.
Der neue Rumpfmotor wurde eingebaut, inklusive diverser anderer neuer Schaltungsteile, sowie Zylinder und Kolben und der noch nahezu neuen Kupplung.
Der Motor läuft hervorragend nur habe ich Probleme mit der besagten Kupplung.
Die Symptome sehen wie folgt aus:
Beim Einlegen des Ganges geht das Moped aus.
Bei aufgebockten Moped und eingelegtem Gang und gezogener Kupplung dreht das Hinterrad unbeirrt weiter.
mein Verdacht:
-Kupplung falsch eingestellt
-Irgendwas hat sich vielleicht verhakt
-falsche Anlaufscheiben verwendet
Die Einstellung wurde nochmals kontrolliert und hat gepasst.
Also habe ich das Kupplungspaket erneut ausgebaut um das Axialspiel zu prüfen, welches vollkommen in Ordnung war.
Trotzdem habe ich, um auf Nummer sicher zu gehen, erst eine Anlaufscheibe verwendet die bewusst zu stark war und danach nochmals eine die bewusst zu dünn gewählt wurde.
Bei beiden konnte am Fehlerbild keine Änderung festgestellt werden.
An dem ausgebauten und zerlegten Kupplungspaket konnten keine Mängel festgestellt werden ....alles war leichtgängig und es waren auch keinerlei Spuren von extremen Abrieb an sämtlichen Metallteilen zu erkennen.
ich habe dennoch die Innenverzahnung des Kupplungsmitnehmers und die der Stahlscheiben ganz vorsichtig mit der Schlüsselfeile entgratet...jedoch ohne Erfolg.
Als nächstes habe ich bei laufenden Motor überprüfen wollen, ob die Kupplung überhaupt abhebt ( durch die Öffnung im Motorseitendeckel) und auch dort konnte ich keinerlei Auffälligkeiten feststellen.
Trotzdem war ich mir nicht sicher ob der Weg denn ausreichend ist.
Deshalb habe ich den Bowdenzug am Kupplungshebel ausgehangen und mit einer Zange den Hebel betätigt....leider war das drehende Hinterrad davon auch sehr wenig beeindruckt.
nun bin ich mit meinem Latein langsam am Ende und weis nichtmehr weiter.
Vielleicht hatte ja einer von euch schonmal ein ähnliches Problem, oder noch einen Hinweis...kann ja auch sein das ich etwas vergessen habe zu überprüfen.
Für alle eure Antworten bedanke ich mich schonmal im Voraus ![]()