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Standgas einstellen

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      Standgas einstellen

      Hallo zusammen,

      jetzt habe ich endlich den den richtigen Vergaser 16N3-2 für meine SR50.

      Meine Frage ist wie bekomme ich das Standgas richtig eingestellt.

      Momentan springt sie sofort an aber sobald man Gas gibt dreht sie hoch und wenn ich dann am Gaszug etwas weniger einstelle geht sie aus.

      Schwimmer ist eingestellt gedrückt 27 und offen 32,5


      Was nun?

      dropbox.com/s/mgddjidcw1v2f81/Leerlauf SR50.MOV?dl=0
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      Am Gaszug wird das Standgas überhaupt nicht eingestellt, bei so gut wie keinem Moped/Motorrad. Der Gaszug muss bei geschlossenem Gas noch ca. 2 mm Spiel haben, damit durch Einschlagen des Lenkers nicht unbeabsichtigt Gas gegeben wird. Außerdem funktioniert der eigene Leerlaufbereich des N3 bei ständig minimal gelupftem Gasschieber eh nicht ordentlich.

      Beim 16N3 wird das Standgas über die normalerweise verplombte, versenkte Justageschraube für das Leerlaufgemisch oben am Vergaserflansch sowie die seitliche Umluftschraube eingestellt.

      Wie das gemacht wird ist natürlich schon oft beschrieben worden, z.B. dort: mopedfreunde-oldenburg.de/html/vergaser_16n1_16n3.html

      Privat habe ich mir für die grundsätzliche Reaktion des Motors auf die Einstellungen folgendes notiert:
      LGS (Plombe) hinein -> weniger Gemischanteil bei Standgas = mehr Drehzahl
      ULS raus ->mehr Luftanteil bei Standgas -> mehr Drehzahl

      Sollte das alles nicht funktionieren, ist am Vergaser irgendwas nicht in Ordnung oder am Motor zieht irgendwo Luft rein wo es nicht sein darf. Gerne am krummen Vergaserflansch oder den Wellendichtringen der Kurbelwelle.

      maalik schrieb:

      Gonzo schrieb:


      LGS (Plombe) hinein -> weniger Gemischanteil bei Standgas = mehr Drehzahl


      Sorgt ein Reindrehen der LGS nicht für ein Anfetten des Gemischs? Von daher müsste sie ja rausgedreht werden, um eine höhere Drehzahl zu erzeugen?


      Nein.

      Die Fachliteratur führt das natürlich etwas genauer aus, wenn man sich mal die Mühe macht nachzugucken:

      Entsprechend den motorischen Erfordernissen (neuer oder eingelaufener Motor) kann die Menge des Gemisches und damit zwangsläufig auch der Schadstof­fanteil (CO) im Abgas mit der im Vergaserflansch angeordneten Leerlaufgemischschraube (LGS) (10) eingestellt werden. Ihr Hineindrehen verringert die Gemischmenge und damit auch den CO-Anteil. Die Leerlaufgemischschraube ist vom Hersteller nach der Grundelnstellung mit einem Plaststopfen (11) ver­plombt.

      (Simson-Ratgeber von Werner)

      Und wenn man weiß was die Schrauben machen und dann auch noch den Benzinpegel nicht nach Schwimmermaß, sondern nach dem tatsächlichen Pegel in der Vergaserwanne durch Senfglastest einstellt, ist der N3 auch total schnell justiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gonzo“ ()

      Um das Bowdenzugspiel zu regulieren, d.h. bei geschlossenem Gas ist der Seilzug locker entspannt und die Hülle lässt sich 2 mm hin und her schieben. Wobei das jetzt nicht auf 0,5mm ankommt, soll nur ein ungefährer Richtwert sein.

      Das Spiel ist wie gesagt wichtig um den Einfluss des Lenkereinschlages aufs Gasgeben weg zu nehmen (so hat man ja auch nie ein stabil definiertes Standgas), und der Leerweg am Gasgriff sollte für eine angenehme Gasannahme natürlich jedoch auch nicht zu groß sein.

      Bei der 4 PS Simme ist es vielleicht noch egal wenn man beim langsamen Manövrieren angast, bei 80 PS liegste einfach im Busch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gonzo“ ()

      devildiver81 schrieb:

      Kann das sein das man die ULS auch mehr als 3 Umdrehungen rausdrehen muss also zur Zeit sind 8 bis 9 Umdrehungen???

      Was wäre denn die richtige Flanschdichtung für meine Vergaser es gibt ja verschiedene Stärken?


      Fällt die ULS bei 9 Umdrehungen nicht schon fast raus? :D

      Wenn du so viel Luft brauchst um den Motor im Leerlauf am Leben zu halten, könntest du theoretisch durch etwas Hereindrehen der LGS mit der ULS in normalere Bereiche kommen.
      Bei gebraucht erworbenen Mopeds/Vergasern sollte man bei Problemen auch immer die Vergaserbedüsung prüfen, man weiß ja nie was die Vorbesitzer da alles rein gedreht haben.

      Zur Isolierflanschdichtung fehlen mir beim SR50 Praxiserfahrungen, aber ich würde einfach wie immer die 2mm starke Rote nehmen. Bei der Montage gucken, dass alle beteiligten Dichtflächen schön plan und sauber sind. Auch gucken, dass das große Loch in der Dichtung nicht Teile vom Einlass des Zylinders abdeckt. Wir wollen mit der Dichtung aus unserem mickrigen 16mm Einlass ja z.B. keinen 14mm Einlass machen. In dem Fall etwas an der Dichtung nacharbeiten. Die M6 Muttern zur Vergaserbefestigung nicht zu fest anknallen, macht den Flansch krumm.

      Gonzo schrieb:

      Am Gaszug wird das Standgas überhaupt nicht eingestellt, bei so gut wie keinem Moped/Motorrad. Der Gaszug muss bei geschlossenem Gas noch ca. 2 mm Spiel haben, damit durch Einschlagen des Lenkers nicht unbeabsichtigt Gas gegeben wird.


      Bei der Es250/0 wurde es anfangs noch über den Bowdenzug geregelt.
      Auch die Russenmaschine von meinem Vater hat das Standgas per Bowdenzug geregelt.

      Denoch zum Thema: Wichtig ist, dass du neben der dicken roten Isolierflanschdichtung auch die 2 dünnen Papierdichtungen verbaust.
      Das ist verdammt nochmal wichtg, da die Nachbau MZA Isolierflanschdichtungen von alleine oftmals nicht dichten. Diese Erfahrung hab ich in letzter Zeit gemacht.
      Wenn du die nicht extra mit bestellen willst, kannst du dir die auch aus dünner Pappe (von nem Schulblock bspw) oder aus Löschpapier ausschneiden.

      Zum Schwimmer: Das Maß 27mm bzw 28mm ist bei nichtgedrückten Schwimmer einzustellen. Heißt: Du drehst den Vergaser auf den Kopf und misst einfach nur, wie der Schwimmer steht. Danach kannst du gegebenenfalls nachstellen.
      Laisdung (Sprich Lais-dung)
      = Die vollkommen übertriebene Angabe von Motorleistung auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken
      Wird berechnet mit :
      P=Kanäle*Lautstärke²+Hauptdüsengröße


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Mr_T.mo“ ()

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