Vorstellung: DCDI - Kennlinienzündung für originale Simson Elektronik-Zündungen

    • Vorstellung: DCDI - Kennlinienzündung für originale Simson Elektronik-Zündungen

      Info vorab: aus gegebenem Anlass haben haben wir das Thema DCDI-Vorstellung HIERHIN verlagert.

      Guten Abend werte Simson-Gemeinde!

      Ich möchte euch heute gern eine kleine Neuheit vorstellen, die nach gut zwei Jahren Entwicklung nun endlich den Serienstatus erlangt hat. Konkret geht es um unsere variable Plug&Play-Kennlinienzündung für originale Simson Elektronikzündungen.

      Eines kurz vorweg: Dieser Beitrag soll dazu dienen, das DCDI-Modul denjenigen vorzustellen, die sich bereits mit dem Thema Kennlinienzündung beschäftigen, oder es zukünftig vorhaben. Es würde mich daher sehr freuen, in diesem Thread viele anregende Kommentare zu diesem Thema anzusammeln und eine konstruktive Diskussion mit all den Zündungsspezis unter euch zu führen. Überflüssige Kommentare à la "Kauf dir ne Vape" und "früher sind sie auch ohne sowas zurecht gekommen" sparen wir uns im Sinne der Übersichtlichkeit einfach... :)


      Also, was soll "DCDI" überhaupt heißen? DCDI steht für "Digital Capacitor Discharging Ignition" - zu deutsch "digitale Kondensatorentladungszündung".
      Im Grunde arbeitet im DCDI eine ähnliche Schaltung wie wir sie seit Jahrzehnten in unseren Steuerteilen nutzen. Herzstücke sind (mal abgesehen von peripheren Widerständen und Dioden) ein Kondensator zum "Ansammeln" der Zündspannung und ein Thyristor zum Entladen und Zünden. Bei laufendem Motor wird die in der Primärspule induzierte Spannung gleichgerichtet und läd den Kondensator auf. Der induktive Geber auf der Grundplatte liefert einen kurzen Spannungsimpuls, dieser schaltet den Thyristor durch, worüber ein Strom vom Kondensator zur Primärwicklung der Zündspule fließt. Zack, Zündfunke! Eine einfache und i.d.R. zuverlässige Sache. Ein Manko hat diese Form der Zündung jedoch: Der Zündzeitpunkt ist, bedingt durch den fest eingebauten Geber, in jedem Betriebszustand gleich. Richtig eingestellt, ist das prinzipiell auch keine schlechte Sache - die Enthusiasten unter Euch wissen aber: es geht besser.

      Hier kommt das DCDI ins Spiel. Dessen Aufgabe ist es nämlich, den Zündzeitpunkt / Zündwinkel über das gesamte Drehzahlband hinweg zu berechnen und entsprechend einer ausgewählten Kennlinie anzupassen. Auf diese Weise kann jedem Drehzahlbereich der optimale Zündwinkel zugeordnet werden. (Was wir im Zweitaktbereich unter "optimalem Zündwinkel" verstehen, darüber findet ihr hier im Forum ausreichend Beiträge, in denen engagierte Fachmänner mit denen diskutieren, die es noch werden wollen... ;) ) Prinzipiell ist das DCDI auch keine neue Erfindung. Viele moderne Zweitaktmotoren arbeiten mit einer Kennlinienzündung. Neuere Viertakter gibt es quasi gar nicht mehr ohne. Auch im Simson-Segment findet man kennlinienbasierte Zündungen wie z.B. die Ignitech. Diese bietet als waschechte Rennzündung auch einige attraktive Funktionen, allerdings ist ein vollständiger Zündungsumbau notwendig und sie muss individuell vom Anwender programmiert werden. Über die Kosten wollen wir an dieser Stelle nicht sprechen.

      Ziel bei Entwicklungsstart des DCDI war daher eine Kennlinienlösung zu schaffen, die von Jedermann ohne großen technischen Aufwand nachgerüstet werden kann und keine Programmierung durch den Nutzer erfordert. Das Ergebnis ist ein kompaktes Modul mit nahezu identischen Abmaßen des originalen Steuerteils. Auf diese Weise lässt es sich mühelos an gleicher Stelle im Gehäusemittelteil montieren und anschließen.

      Aber genug Gerede. Hier einmal die wichtigsten Fakten und Funktionen des DCDI-S:
      • Das DCDI ermöglicht eine digitale Kennlinienzündung in der Simson
      • Es funktioniert mit allen originalen Elektronikzündungen (6V & 12V)
      • Über 6 DIP-Schalter kann man zwischen bis zu 64 statischen und dynamischen Kennlinien wählen (siehe Bild)
      • Auch die statische originale Simson-"Kennlinie" ist verfügbar
      • Über zwei weitere DIP-Schalter können 4 verschiedene Begrenzungsdrehzahlen ausgewählt werden (aktuell 11.000 / 7.500 / 6.400 / 5.330 U/min)
      • Der Drehzahlbegrenzer kann über einen Taster beim Start deaktiviert werden

      Jetzt gibt es verständlicherweise sicher auch Zweifler unter Euch, die meinen aus einer originalen Elektronikzündung kann man keine Rennzündung machen. Und prinzipiell habt Ihr damit auch völlig recht. Die originalen Polräder sind vergleichsweise schwer und mögen Drehzahlen im fünfstelligen Bereich auf Dauer erfahrungsgemäß nicht so sehr. Wer also vor hat, eine Drehzahlorgel aufzubauen, der greift sowieso mindestens zur Vape. Was man aber mit einer Kennlinie auf der Originalzündung erreichen kann, ist eine "Verbreiterung des nutzbaren Drehzahlbands". Bedeutet also, das Drehmoment steigt etwas früher an und fällt etwas später ab. Je nach montiertem Zylinder und Auspuff merkt man eine solche Verbesserung auch schon deutlich beim Durchsprinten der Gänge auf der heimischen Teststrecke.

      Wem kann ich also unser DCDI empfehlen? An erster Stelle natürlich denjenigen unter Euch, die aus ihrem einzylindrigen Aggregat noch die letzten Prozente an Leistungsreserve herauskitzeln wollen, ohne gleich hunderte Euro in einen kompletten Umbau der Zündung zu investieren. Außerdem bietet der integrierte Drehzahlbegrenzer mit Abschaltmöglichkeit einigen von euch vielleicht auch einen gewissen Charme für "besondere Situationen".



      Soviel erstmal zu der "kurzen" Vorstellung. Sofern die Thematik auf ausreichend interessierte trifft, können wir hier gern auch noch ein bisschen tiefer ins Detail gehen. Ich freue mich über eure Kommentare und Fragen!

      Und ein kleiner Teaser noch zum Schluss: Wir entwickeln und erproben derzeit auch schon eine DCDI-Variante für die Vape, also: stay tuned! :thumbup:



      Update 2019-10-06:
      • Anpassung der Zündkurven "Tuning" & "Advanced 4-26"
      Bilder
      • DCDI_vorn.JPG

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      • DCDI_hinten.JPG

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      • DCDI_einbau.JPG

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      • Kurvenübersicht_11d.JPG

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Leine ()

    • Für mich hört sich das Thema durchaus interessant an und ich könnte mir auch vorstellen so etwas zu verbauen sobald es eine Variante für die Vape gibt da ich diese bereits verbaut habe. Ich würde mich freuen wenn hier tatsächlich eine fachmännische Diskussion entsteht. Mangels tiefgehenderer Kenntnisse meinerseits kann ich da nur leider nicht allzuviel beitragen ;-).
    • Finde Ich ein super Projekt von dir :thumbsup:
      Für Tuning, das in diese Tiefe geht, bist du hier aber leider im falschen Forum. Hier geht es kaum über Beratungen zu 60ccm Zylindern hinaus.

      Im simsonforum.net gibt es durchaus Leute, die an soetwas mehr Spaß haben und auch konstruktive Vorschläge und Diskussionen führen können.
      (Sorry an alle die sich jetzt auf den Schlips getreten fühlen, aber ihr seid mit Sicherheit auch im .net und das nicht ohne Grund :) )
    • Im .net gab es vor kurzem für VAPE einen Beitrag für eine CDI mit 16 Kennlinien.

      Das Teil stammt aus dem Scooterbereich.
      Wer eine Vape hat braucht wohl "nur" die CDI und eine andere Zündspule.
      Wer keine Ahnung hat, der sollte wenigstens Verwirrung stiften. :thumbsup: :lol: :furious:
      Fuhrpark: S51 enduro BJ85 auf 12V e Zündung umgerüstet, S70 enduro (noch in Einzelteilen).
      SR 80 CE BJ87 in weiß

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alfstingray ()

    • Klingt insgesamt sehr interessant. Im Detail fehlt mir allerdings definitiv Fachwissen und daher die Frage ob es Vorteile bringt, wenn ich dieses Gerät an einer zb 51/2 mit der originalen 6V E Zündung verbaue die auch sonst Stino ist?
      Wir bei Facebook:
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    • LOS AB 16 schrieb:

      alfstingray schrieb:

      Im .net gab es vor kurzem für VAPE einen Beitrag für eine CDI mit 16 Kennlinien.

      Das Teil stammt aus dem Scooterbereich.
      Wer eine Vape hat braucht wohl "nur" die CDI und eine andere Zündspule.



      Ich stöber ja auch gern im sf.net, aber darüber hab ich noch nichts gelesen.


      simsonforum.net/viewtopic.php?f=16&p=1093384#p1093384
    • @Leine:

      Tolles Projekt was ihr da auf die Beine gestellt habt! :thumbup:

      Sicherlich ist das Steuerteil nun auch wirklich haltbar. Da gab es ja mit den Nachbaudingern immer mal Probleme.

      Trotzdem hatte ich beim lesen die ganze Zeit im Kopf: das Ding für die Vape wäre wohl die bessere Variante.
      Und was lese ich dann:

      Leine schrieb:

      Wir entwickeln und erproben derzeit auch schon eine DCDI-Variante für die Vape, also: stay tuned!


      Da bin ich nun schon sehr gespannt drauf. Gibt ja mittlerweile schon einige Anbieter, aber der Umfang ist bei eurer natürlich klasse und der Preis im Vergleich wohl auch.

      Wäre auch eine individuelle Zündkurve möglich oder ist sowas mal in Planung?
      Sprich mit dem Computer drauf zugreifen, was einstellen und dann fahren?

      mfg
      :b_wink:
    • @makersting:
      das "D" in DCDI steht lediglich für "Digital".
      Das Anschlussbild des Moduls entspricht dem originalen Steuerteil, zuzüglich einem (+)-Kabel und einem Anschluss für den Deaktivierungstaster des DZB. Ein Programmieranschluss ist in der Verkaufsversion nicht vorhanden.

      @simson S93:
      Im DCDI-S sind bereits 7 Speicherplätze für individuell vom Kunden konfigurierbare Zündkurven vorgesehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Leine ()

    • Leine schrieb:

      @makersting:
      das "D" in DCDI steht lediglich für "Digital".

      Und wo wird "D" angeschlossen? Oder meintest du, dass dieser Anschluss zur Aktivierung/Deaktivierung der Drehzahlbegrenzung dient?

      Was mich wundert, ist dass die Zündladespule noch benötigt wird. Schließe ich korrekt, dass die Zündenergie weiter aus dieser Spule kommt, während die Elektronik zur Auslösung des Thyristors aus der Batterie gespeist wird? Oder dient die Zündladespule nur zur Feststellung der Drehzahl?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von makersting ()

    • Was mich wundert, ist dass die Zündladespule noch benötigt wird. Schließe ich korrekt, dass die Zündenergie weiter aus dieser Spule kommt, während die Elektronik zur Auslösung des Thyristors aus der Batterie gespeist wird? Oder dient die Zündladespule nur zur Feststellung der Drehzahl?


      Das ist ja der große Vorteil an diesem Modul:
      Man tauscht das originale Steuerteil einfach gegen das DCDI aus. Die Zündung bleibt weiterhin eine Hochspannungszündanlage, welche die Primärenergie aus der dafür vorgesehenen Spule von der Grundplatte erhält. Die Batterie, bzw. die Ladeanlage, wird nicht durch ein Batteriezündsystem belastet. Lediglich für den Betrieb des Microprozessors benötigt das DCDI einen separaten (+)-Anschluss, der über das beiliegende Kabel verbunden wird. Der Stromverbrauch des Prozessors liegt dabei aber nur bei wenigen mA.


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Leine ()

    • @TommyMaul: Bezüglich der Vape-Version:
      Im Projektplan sind Ende diesen Jahres Feldversuche mit Vorserienmodulen angedacht. Die Erfahrung bei Entwicklung der DCDI-S-Variante hat jedoch gezeigt, dass jede Zündung noch mit speziellen Tücken aufwartet, die sowohl beim Thema Hardware, als auch bei der Software enorm Zeit fressen können. Aus diesem Grund können wir leider noch keinen festen Termin für den Serienanlauf angeben.

      @simson S93:
      Es ist so geplant, dass man alternativ eine Custom-Version des DCDI-S bestellen kann. In einem Formular kann der Kunde dann die Drehzahl-Zündwinkel-Stützstellen eintragen, welche wir in das individualisierte DCDI-Modul einprogrammieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Leine ()

    • Leine schrieb:

      Die Zündung bleibt weiterhin eine Hochspannungszündanlage, welche die Primärenergie aus der dafür vorgesehenen Spule von der Grundplatte erhält. Die Batterie, bzw. die Ladeanlage, wird nicht durch ein Batteriezündsystem belastet.

      Ich muss gestehen, ich hätte besser gefunden, wenn das Zündmodel vollständig durch DC versorgt würde. So hätte man die Zündladespule durch eine weitere 6V bzw. 12V-Spule ersetzen können, um mehr Leistung für die Batterieladung bzw. Frontlicht bereit zu stellen. Denn so furchtbar viel mehr Strom wird das Modul bei völliger Versorgung durch DC nicht brauchen. H4 mit originalbasierter E-Zündung rückt dann ich greifbare Nähe.

      Zugegebenermaßen wird das außer mir kaum jemand sonderlich wichtig finden...

      Trotzdem eine toller Entwicklungsansatz, der - wenn er hält was er verspricht - mächtig 'habenwollen' Potential hat.
    • Ich hab mich mal an das Teil gewagt.

      Setup:
      - S51 B2-4
      - LT 60 Reso
      - RVKF 18 (ohne CS)
      - Filu Luftfilter
      - AOA2
      - 13er Ritzel (noch montiert da ich mit Sozia in den Alpen unterwegs war)
      - Primär Original
      - Sekundär Original
      - Getriebe 4 Gang Original
      - elektronischer Drehzahlmesser vorhanden

      *Testbetrieb: Fahrer mit 90kg Nacktgewicht aufrecht sitzend; grade, ebene Strecke ohne Wind

      Als ZZP ist bisher (mit original Steuerteil 1,5mm vor OT (=19°) bei 3000U/min eingestellt gewesen. Damit drehte der der Motor im Testbetrieb* ca. 9500 U/min im 4. Gang (=70 GPS Km/h)

      Nun Habe ich die Zauber CDI eingebaut und den ZZP mit Kennlinieneinstellung 0 wieder auf 1,5mm vor OT bei 3000U/min abgeblitzt.
      Beim abblitzen fällt auf, dass sich der ZZP bei Drehzahländerungen tatsächlich nicht die Spur bewegt. (Vom Original Steuerteil bin ich eine Verstellung Richtung spät mit steigender Drehzahl gewohnt.) Anders als in der Einbauanleitung beschrieben musste ich die Grundplatte dazu nicht auf Anschlag gegen den Uhrzeigersinn verdrehen. Die Grundplattenstellung blieb nahezu exakt die selbe.

      Testfahrt:
      Beschleunigungsphase: mit POPO-METER kein merklicher unterschied, vlt einen hauch besser
      Überdrehfreudigkeit: gefühlt besser
      MAX RPM: 10000 U/min (=73 GPS Km/h)
      Erkenntnis: Die Stabilisierung des ZZP auf Herstellerangabe bringt mir hintenraus etwa 500 U/min mehr


      Dann habe ich diverse Kennlinieneinstellungen durchexperimentiert, welche alle das Ergebnis einer schlechteren Enddrehzahl hervorbrachten.
      Erkenntnis: Eine Spätzündung (15 bis 12 Grad) bringt mir hintenraus weniger UPM.


      Daraufhin habe ich mit den statischen Kennlinien experimentiert.
      Erkenntnis: 20° 21° und 22°(Angabe laut Kennlinientabelle) bringen die höchsten MAX RPM hervor. Mehr will das System durch ZZP Verschiebung einfach nicht hergeben.

      weiter bin ich bisher noch nicht gekommen.

      Die weiteren Überlegungen gehen in folgende Richtung:

      Ich nehme mir eine Kennlinie daher und adaptiere dessen letzten Stützpunkt durch Grundplattenverdrehung auf 19°.
      Entsprechend erreiche ich meine MAX UPM von 10000. Dabei verspreche ich mir durch die Frühzündung der Kennlinie einen evtl. Drehmomentenzuwachs in niedrigeren Drehzahlen.

      Oder ich experimentiere weiter mit statischen Kennlinien und versuche bei bestimmten Drehzahlen das Max an Drehmoment rauszuholen. Damit könnte ich weitere Stützpunkte meiner optimalen Kennlinie ermitteln. Habe ich genug werte suche ich mir eine der zur Verfügung stehenden Kennlinien, welche im besten Fall der Qualität meiner ermittelten entspricht, aus und adaptiere diese auf meine Werte.

      Der 2. Weg wäre der wissenschaftlichere und würde ggf. ein besseres Endresultat liefern. Die Schwierigkeit bei beiden Methoden besteht jedoch darin , das Drehmoment qualitativ abzuschätzen. Ich wage zu bezweifeln das das POPO-METER dies zu genüge vermag. Ggf finde ich aber doch den Ein oder andren Stützpunkt um meine Kennlinie zu finden.


      Nun die Fragen die mir so durch den Kopf geistern:

      Welche Inter- bzw. Extrapolationsmethode verwendet der die CDI um Die Stützpunkte mit einer Kennlinie zu verbinden? Linear von Punkt zu Punkt?

      Wie sind die diversen aufprogramierten Kennlinien entstanden? Bauchgefühl oder steckt Methodik dahinter?

      Kann jemand Anhaltspunkte für optimierte Kennlinien von Zweitakt-Systemen zur Orientierung liefern? (hier und da findet man lose Informationsbrocken im Netzt, aber ne Art Kennliniensammlung wäre ein Traum )
      HABEN ist besser als BRAUCHEN
      :pilot: :pilot: :pilot:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nekro ()

    • Nekro schrieb:

      Dann habe ich diverse Kennlinieneinstellungen durchexperimentiert, welche alle das Ergebnis einer schlechteren Enddrehzahl hervorbrachten.
      Erkenntnis: Eine Spätzündung (15 bis 12 Grad) bringt mir hintenraus weniger UPM.

      Genau das dachte ich mir beim Ansehen der Stützpunkte. Ich hätte gerne eine Kurve ausprobiert, die ab ein paar 1000 U/min bis etwa 8000 auf voller Frühzündung (ca. 22-25°) bleibt, dann aber durchaus steil abfallen darf z. B. auf 18° bei 8200.
    • hmm. mal schauen, ob ich mich doch nochmal im .net registriere... yeay, uralten account wiedergefunden xD da waren damals wohl nicht genug zeichen fürn nick erlaubt :lol:

      erstmal vorweg: schicke idee :). nu kommen paar gedanken dazu (basierend auf den posts drüben, ich versuch die links mit rüber zu nehmen 8) )

      die ersten gedanken beziehen sich direkt auf die anleitung auf dem gerätchen (aus dem ersten post im .net)
      • grundlegender verpolschutz eingebaut? so daß zumindest die batterieeingänge geschützt sind? (kann ja zwischenzeitlich der fall sein)
      • einsatzdrehzahl? (ich hatte zwischenzeitlich gelesen, daß ihr da wohl die eingangselektronik geupdatet habt) fand ich irgendwie witzig: hightech cpu drin, aber scheinbar noch die alte ansteuerungselektronik :biglaugh:


      Leine schrieb:

      [...]Für die ganz ungeduldigen: Das DCDI-S funktioniert an einer Vape auch, wenn man eine original Simson-Zündspule verwendet - diese liefert nur leider eine etwas geringere Zündenergie.
      interessant. haben die spulen unterschiedliche übersetzungszahlen? weil die zündkondensatoren sind etwa gleich groß (jeweils ca. 1uF)

      Firma RZT schrieb:

      [...]
      Hallo!

      Ja unser Delta-Steuergerät für die Vape läuft jetzt bereits seit 7 oder 8 Jahren völlig problemlos. Aber klar- die Entwicklung ist hier wirklich nicht ganz einfach weil das Primärsignal (was es zu isolieren gilt) der Vape nicht wirklich schön ist. Daran hängt die Sache, denn jedes Steuergerät dieser Art braucht zwingend ein klar zu definierendes Signal, was bei jeder Umdrehung exakt gleich aussieht und zum exakt gleichen Zeitpunkt kommt- was es bei der Vape nicht tut.

      MfG RZT
      da muss ich ein wenig widersprechen. ja, die VAPE hat ein im vergleich zur e-zündung eher unsauberes signal. aber es gibt ne klar definierte erste flanke dadrin. die kann man sich gut holen :) ok, um schwankungen in den niedrigen drehahlen kommt man nicht ganz herum. und obenrum muss man bissel mit dem filter-kondensator für die negativen anteile herumexperimentieren

      diesmal nur ein Link zum betreffenden Post: simsonforum.net/viewtopic.php?p=1101782#p1101782
      schick ist einerseits, daß es 1-zu-1 mit VAPE und e-zündung funzen soll. ist allerdings sportlich, da sich die signalformen doch recht stark unterscheiden. simpler ist es hier, 2 jeweils angepasste eingangs-filterelektroniken zu verwenden. dann spart man sich ne menge bereinigung in software ^^ hab da mal die letzten jahre bissel was erforscht... ja, das VAPE eingangssignal ist "zickig". aber mit der passenden elektronik kommt am ende n sauberes signal raus, was auch weiterverarbeitbar ist

      dazu gibt es von mir beispielsweise ne kleine schaltung zur ansteuerung von drehzahlmessern :)

      nächster post: simsonforum.net/viewtopic.php?p=1102764#p1102764
      die arbeitsfähigkeit ab 3V eingangsspannung ist schick :thumbup:

      zur simson e-zündung: joar, die (nicht vorhandene) signalaufbereitung im alten steuergerät ist eher... unterirdisch... manche polräder/grundplatten-kombinationen erzeugen gerne mal verfrühte zündfunken durch ne hässliche erste flanke vor dem haupt-signal... allerdings bekommt man mit nem passenden gerät und signalaufbereitung alte e-zündungen wunderbar zum "schnurren" :saint:

      sehr interessantes projekt in jedemfall. mir schwirrt auch noch was in der richtung vor. allerdings mit einer eher simplen verstellung, basierend auf der durchbrennzeit. die signalaufbereitung und ansteuerung hab ich zumindest schonmal da...

      cya v3g0
      VAPE-und Elektronik-Spezialist :search: (aber nicht mit U-Zündung kommen :biglaugh: )

      die Möffs: S51 - meine rote Hexe (bissig und zickig :k_hole: ) <> Schwalbe - Ben die Radde (klappert, rasselt, schwarz :teufel: ) <> NTV - die grüne Ente (das große Möff halt :undwech: )

      --> S.A.C. Hamburg <--

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SSJ3 Vegotenks ()


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