Zündung bestimmen - welche Brauch ich?

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  • Hallo Forum,


    im Zuge des einkehrenden Frühlings bin ich aktuell dran meine Simson S50b2 mit E Zündung wieder flott zu machen.


    Dazu gehört bei mir leider auch das Thema Zündung.


    Nachdem ich mit den Masseverbindungen der Spulen, dem Grundplatten Kabelbaum und einigen Lötpatzern immerwieder Probleme hatte, bin ich am überlegen, mir eine komplett neue Grundplatte samt Spulen und Kabel zu bestellen.
    Letzte Saison war bei mir leider von Lichtausfällen und Stromproblemen gezeichnet.



    Jetzt habe ich meine aktuelle Zündung mal freigelegt, markiert und ausgebaut (siehe Bilder)


    Nun zur frage:


    Geprägt ist oben die 8305.1/1-100


    Online geschaut, entweder die Spulen mit dieser Nummer Kosten gut das 3fache der Anderen Spulen, oder aber die eine Spule weicht Farblich komplett ab (ist zB weiß?)


    bin total verwirrt. Habe ich für mein Möp die falsche Zündung? oder wurde mal die Grundplatte getauscht?



    Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen

  • Das weiße ist nur der Geber für den Zündimpuls. Der kann Weiß,Gelb,Schwarz oder Rot sein


    MfG.


    EDIT...Du musst nur drauf achten,dass die Lichtspule auch 6v und 35 Watt für deinen Scheinwerfer hat.(das ist die, mit dem rot-weißen Kabel)

    Spule für Rücklicht ist die mit dem grau-roten Kabel,von dieser Spule kommt auch ein gelb rotes,diese ist für Batterieladung.


    Das komplett rote geht an deinen Elektronik Baustein,das ist für die Vorspannung für den funken verantwortlich.


    Blau kommt von deinem weißen Geber, dies kann auch bleiben,dieser gibt das Signal "entladen" zum Baustein,dieser gibt es der Zündspule.... die über Kabel zur Kerze

    Einmal editiert, zuletzt von Mallet ()

  • Ich denke mal,da ist nur ein anderes material zur Isolierung verwendet worden..


    Also wenn die Leistung der Spulen zu deiner Grundplatte passt,sollte es keine bedenken geben,denke ich.


    Ich weiß nicht wie die Erfahrungen sind: DDR Schwungescheibe mit neuer Grundplatte?

  • @derMichel:
    Lass dich nicht vom unterschiedlichen Aussehen der beiden GP irritieren. Die GP Stammen aus unterschiedlichen Herstellungszeiträumen und weichen daher vom Aussehen und den verwendeten Materialien ab.



    Was meinst du eigentlich mit "Lötpatzern"?
    Hattest du etwa mehrfach Probleme mit den selber gelöteten Lötpunkten?

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
    :whistling:

  • okay ja ich habe es schon vermutet,


    Mit 35W für vorn und 21 W für Ladefunktion und Schlussleuchte lieg ich aber richtig? oder geht die 35/35 auch?


    Muss zugeben ich bin nicht der geborene Feinmotoriker :D und irgendwie kommen bei mir zu 80% "kalte" Lötstellen raus.
    Dazu kommt das mein Vorbesitzer anscheinend an den Massekabeln (die die an der Seite der Spule rauskommen) auch schon gedoktort hat.
    Mein Reparaturversuch für die Ladespule ist bis auf das Masseproblem eigentlich gelungen.
    mein Scheinwerfer ging von den letzten 20 Fahrten bestimmt 12 mal nicht, weil immerwieder die Lötstelle verreckt ist.


    Was die Sache noch erschwert ist, dass die Kabel wohl alle noch aus 1977 sind, denn alles was aus Kunststoff ist ist steinhart und in sehr vielen Fällen - zugunsten vom Kurzschluss - gebrochen.


    Ich mein wenn ihr der Meinung seid man bekommt das iwie wieder hin werde ichs Probieren :) auch das kann man lernen.
    ich hätte mich jetzt für die bequeme Version entschieden.

    Es gibt die Ficker und die Gefickten! Und die Ficker die die Ficker ficken! :u_blumenkind:

  • Die Elektronik hat eine 35W-Scheinwerferspule und eine 21W Licht-/Ladespule.
    (die Bilux-Birne vorne im Scheinwerfer wird mit 35/35W angegeben.)



    Deine kalten Lötstellen haben einen Grund: Überlege mal, wie dick der Eisenkern ist, der an der Stelle des Lötpunktes eine Temperatur erreichen muss, damit das Lötzinn am Eisen "Anhaften" kann...


    Isoliere mal ein 1,5mm²-Kabel auf einer Länge von 3 oder mehr cm ab und verdrille die Litzen des Kabels.
    Dieses Kabelende lötest du nun so in den Masse-Lötpunkt rein, so dass es der Länge nach direkt neben der Schraube liegt.
    Löse die Schraube, dass du den Kopf so weit anheben kannst, Dass du das Kabel da unter schieben kannst.
    Jetzt legst du das Kabel um das Schraubengewinde, dass es wie eine Öse um die Schraube liegt. (was zu lang ist wegkneifen)
    (ggf. eine Scheibe zwischen Schraubenkopf und der Öse legen)
    Schraube festziehen. (und schon hast du eine gute Masse-Verbindung)


    Wichtig ist bei dieser Vorgehensweise, dass die Lötstelle zwischen dem Spulenende und der "Öse" richtig gut verlaufen ist. Damit muss der Lötpunkt nicht mehr mit dem Eisenkern der Spule selber gebunden haben.



    Oder man nimmt regelrecht eine Öse, krimpt bzw lötet diese auf ein Stück verdrilltes 1,5mm² Kabel.
    Die Öse unter den Schraubenkopf legen und in Richtung Masse-Lötpunikt ausrichten. (überschuss abkneifen)
    Kabelende und Spulenende miteinander auf Überlappung verlöten.



    ...oder man Lötet ein langes Massekabel 1,5mm² an das Massende der Spule und führt dieses Kabel aus der Lima heraus direkt an den zentralen Rahmenmassepunkt...


    (nur einige Alternativ-Beispiele, wenn das Masse-Ende nicht am Kern anbinden will.)



    Wenn die Kabelisolierungen schon brüchig geworden sind: die alten Kabel an den Lötpunkten ablöten und neue Kabel anlöten.



    Wichtig ist, dass die Kabelenden metallisch sauber sein müssen! => Verwende bloß kein Lötwasser oder Lötfett für Cu. (Säure und Cu ergibt Grünspan)
    Eigentlich reicht Elektronik-Lötdraht mit Kolofonium-Füllung, wie z.B.:
    http://www.ebay.de/itm/Elektro…b7ea3b:g:FJkAAOxy039TNZx6

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


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  • Danke DUO78 für die ausführliche Hilfe.


    Nachdem ich nun eigentlich nur negatives über Nachbau Grundplatten gelesen habe, habe ich entschieden es mit der jetzigen Platte nochmal zu versuchen.
    Zwei der drei Spulen sind ja gott sei dank neu (Ladespule und Primärlichtspule).
    Vom Opa gschwind nen 80W Lötkolben und nen 35W Lötkolben mit ordentlich Lötzinn in allen Varianten geborgt.


    Nun habe ich nochmal ein bis zwei Verständnisprobleme.


    Massepunkte der Spule sind die Dinger die ich auf dem Bild mit dem Pfeil markiert habe richtig?
    Nun geht es quasi darum hier den Lötzinn wegzunehmen und ein Kabel einzulöten, quasi als Brücke bis zur Schraube?
    Hier habe ich das Problem, dasss von Werk aus der eine Tropfen einfach nicht weich werden will.


    wie ist das mit dem Verlaufen gemeint? ich klemme quasi die eine Seite der Kabel Brücke unter die Schraube, die andere Seite kommt an die Markierten Tropfen?


    Ich habe die Kabelbrücken mal hier in Rot eingezeichnet, wär das so korrekt?


    VIelen Dank schonmal soweit

  • Soweit hast du es richtig verstanden.



    Warum der "Tropfen" nicht "weich" werden will:
    Ich sagte ja schon, dass das Material selber auch erst einmal heiß werden muss, damit das Lötzinn im Lötpunkt schmelzen kann.



    Bist du dir wirklich sicher, dass der Lötpunkt lose auf dem Kernblech liegt - also "abgerissen" ist? (wenn ja, sollte sich der Lötpunkt schon verflüssigen lassen)


    Du musst nicht vorher das Lötzinn entfernen.
    Versuche nach dem Verzinnen des abisolierten Kabelendes einen Tropfen Lötzinn "anzuhängen".
    Dieses legst du auf den Lötpunkt und versuchst dann die Oberfläche des Lötpunktes soweit "anzuschmelzen", so dass der Lötzinntrofen am Kabel mit dem Lötpunkt verschmelzen.
    (Das ist aber trotzdem ein Risiko, dass diese Lötstelle eine Kalte Lötstelle sein wird... - aber es ist einen Versuch wert)


    ===


    Anmerkung:
    Es gäbe bei der 6V-E-Zündung sonst noch die Alternative, die Sache auf 12V umzubauen und aus der originalen 6V-Spule 12V herauszuholen und die Spule "potentialfrei" (Massefrei) zu betreiben.
    Lese dir dazu mal durch:
    http://www.simsonforum.de/faq/…&cat=48&id=151&artlang=de

    Gruß Frank


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  • So habe heute so meine Erfahrungen gemacht.


    Also die Lötpunkte waren jeweils noch mit dem Kern verschmolzen. Deshalb hat es eine Gefühlte Ewigkeit gedauert bis man da halbwegs was bewegen konnte.
    Habe nun die ganzen porösen Kabel entfernt und die Massepunkte wie besprochen, mithilfe eines Drahtes um die Schrauben gelegt.
    Der Kern war zeitweise richtig heiß. trotzdem sehr schwer zu löten.


    Parallel habe ich mir einen neuen Grundplatten Kabelbaum bestellt, welchen ich dann anbringen werde.


    Gibt es hierzu noch irgendwie Tipps:


    wie kann ich das "schmelzen" von vorhandenen Lötstellen beschleunigen?
    Worauf sollte ich beim anbringen des zweiten Kabelbaums beachten?


    und das wichtigste:


    wie beuge ich vor, dass es wieder wie letzte Saison nur strapazen mit der Elektrik gibt?

    Es gibt die Ficker und die Gefickten! Und die Ficker die die Ficker ficken! :u_blumenkind:

  • Auf die vorhandenen lötstellen frisches lot geben das hilft ein bissjen


    Habe ich bereits geschrieben beschrieben:

    Versuche nach dem Verzinnen des abisolierten Kabelendes einen Tropfen Lötzinn "anzuhängen".
    Dieses legst du auf den Lötpunkt und versuchst dann die Oberfläche des Lötpunktes soweit "anzuschmelzen", so dass der Lötzinntrofen am Kabel mit dem Lötpunkt verschmelzen.




    Also die Lötpunkte waren jeweils noch mit dem Kern verschmolzen. Deshalb hat es eine Gefühlte Ewigkeit gedauert bis man da halbwegs was bewegen konnte.
    Habe nun die ganzen porösen Kabel entfernt und die Massepunkte wie besprochen, mithilfe eines Drahtes um die Schrauben gelegt.
    Der Kern war zeitweise richtig heiß. trotzdem sehr schwer zu löten.


    Das hatte ich ja auch schon angekündigt:

    Warum der "Tropfen" nicht "weich" werden will:
    Ich sagte ja schon, dass das Material selber auch erst einmal heiß werden muss, damit das Lötzinn im Lötpunkt schmelzen kann.


    => Der Kern selber muss so heiß werden, dass das Lötzinn im Lötpunkt nicht nur weich wird, sondern so heiß werden, dass das Lötzinn am Eisenkern "binden" kann. Das heißt, der Kern müsste an der Stelle des Lötpunktes über 160° erreichen, damit das geschieht...


    Deswegen sagte ich ja auch, dass es auch ausreicht, wenn man die obere Oberfläche des Lötpunktes flüssig bekommen muss, damit sich der Lötzinntropfen am Drahtende mit dem vorhandenen Lötpunkt verbinden kann.


    Was ich jedoch nicht erwähnt hatte (habe es leider vergessen zu beschreiben):
    Wenn die Oberfläche des Lötpunktes flüssig ist, muss der Lötkolben im Lötpunkt verweilen, während ich das Drahtende jetzt in den Lötpunkt bringe und gleichzeitig den Lötzinntropfen am Kabelende am im Lötpunkt verweilenden Lötkolben verflüssige, so dass sich das oberflächlich zähflüssige Lötzinn des Lötpunktes mit dem flüssigen Lötpunkttropfen am Kabelende verbindest (verschmilzt).
    Lötkolben dann raus und das Kabelende still halten, bis der Lötpunkt soweit ausgekühlt ist, dass er in der Oberfläche fest genug ist. (ist nicht einfach, weil manch einer doch 'ne zittrige Hand bekommt.)



    Wird der Kern zu heiß könnte es im Schlimmsten Fall die Spule(nbestandteile) beschädigen.
    Zittert die Hand beim Abkühlen des Lötzinns im Lötpunkt ODER habe ich das Lötzinn in der Lötpunktoberflächen nicht flüssig genug bekommen (also zu kalt), kann es passieren, dass ich eine Kalte Lötstelle verursacht habe, aus der das gerade eingelötete Kabel irgendwann rausbrechen könnte.


    ==========


    :kopfkratz:


    Wenn du feststellst, dass der alte Masselötpunkt der Spule fest am Kern haftet, dann dürfte es an dieser Stelle eigentlich KEIN Masseproblem gegeben haben!


    Wenn aber die an dem anderen Spulenende angelöteten Kabel Kaputt (porös oder sonstiges), dann könnten eventuell diese Kabel Probleme bereitet haben.


    War zwischen Motorblock und Rahmenmassepunkt eigentlich ein Massekabel verlegt worden?
    Wenn nicht, kann es auch Masseprobleme geben: Die Spuen-Masse ist mit dem Kern verbunden, welcher auf der GP befestigt ist und die GP ist wiederum mit dem Motorblock verbunden, welcher aber in Silentlagerungen elastisch aufgehängt ist.
    (Silentlager = Gummi = Nichtleiter/"Isolator"; ----- Ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus will, oder?)



    Wie du Ärger mit der Elektrik vermeiden kannst:
    Achte auf saubere Kontakte (nicht oxidiert) und auf straffen Sitz der Steckkontakte.
    Achte auch auf oxidationsfreie Klemmverbinder in den Blinkern (sofern hier noch "Kabelklemmen" verbaut sind.
    Achte auch darauf, das in den Pressstellen "Kabel <=> Kontakt" kein Grünspan zu sehen ist. (Grünspan ist ein schlechter elektrischer Leiter => erhöhte "Überganswiderstände")


    Wenn die Steckkontakte wirklich metallisch sauber sind: die männlichen Kontakte ("Zungen") kann man mit einem hauchdünnen Film Kontakt-/Polfett konservieren.


    Kontakte, die direkter "Feuchtigkeitseinwirkung" unterliegen, kann man z.B. mit Schrumpfschlauchhülsen vor direkter Spritz- oder Tropfwassereinwirkung (versuchen zu) schützen. Zusätzlich konservieren!


    Bei Ringkabelschuhen an den Massekontakten zu Rahmen und Motorblock:
    Lege zur Sicherheit eine Zahn- oder Fächerscheibe zwischen Metall und der ersten Ringöse. (Die Zähne "bohren sich in das Metall und verbessern somit den Kontakt. - trotzdem: der kontaktpunkt muss "metallisch blank" sein, kann aber ebenfalls mit Pol-/Kontaktfett konserviert werden)



    Achte auch auf solche "kritischen" Kontakte, die eventuell andere Kontakte oder die Masse berühren könnten, es aber nicht sollen: Ziehe hier zur Sicherheit lange Isolierhülsen über den jeweiligen Kontakt. (wenigstens ca 5mm länger als der blanke (Steck)Kontakt selber ist. ggf Schrumpfschlauch verwenden und im Kabelbereich leicht schrumpfen.



    Das wären nur einige, aber die wichtigsten Möglichkeiten, Kontaktprobleme zu vermeiden...

    Gruß Frank


    :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


    Morgens mit Hochspannung aufstehen,
    mit Widerstand zur Arbeit gehen,
    den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
    abends geladen nach Hause kommen,
    an die Dose fassen
    und eine gewischt bekommen!


    :a_bowing: DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
    :whistling:

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