Umbau der Lichtmaschine

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  • Hi,
    ich möchte meine Lichtmaschine bzw. meine gesamte Fahrzeugelektrik komplett umkrempeln. Mein Vorhaben ist, dass ich bei einer E-Zündung die Scheinwerfer- und die Bordnetzspule durch jeweils eine 12V 42 Watt-Spule ersetze, sodass ich rechnerisch auf 84Watt komme. Die richte ich dann gleich und könnte evtl. so 84 Watt nutzen(müsste ich ausprobieren)...
    Die will ich zum Einen mit einer 55/60W H4-Birne verbraten und einem 10Watt Rücklicht(statt 5Watt).
    Außerdem will ich mit einer Zehnerdiode die Spannung auf ca. 14-15Volt begrenzen und den Gleichrichter werde ich durch zwei Brückengleichrichter plus parallel geschaltetem Kondensator realisieren...


    Die technische Machbarkeit muss ich natürlich noch austesten und auch den genauen Schaltplan noch austüfteln. Mich interessiert im Moment am meisten, ob ein solcher Umbau rechtlich einwandfrei ist. Ich werde für das Frontlicht einen E-geprüften oder original DDR(wahrscheinlicher) Halogenscheinwerfer verwenden und bei der Rücklichtstreuscheibe ist es ja faktisch egal, was da drinne ist, denke ich mal. Aber bei diesem gesamten Paket bin ich mir natürlich nicht sicher, ob es legal ist oder einer Absegnung durch einen TÜV-Prüfer bedarf...Könnt Ihr mir diese Frage beantworten?

  • dürfte rechtlich so in ordung gehen, wenn alles nen E-prüfzeichen hat
    dient ja alles der erhöhung der sicherheit


    rennt ja auch kein Vape inhaber zum tüver um sich seine H4 abnehmen zu lassen
    scheint keine probleme zu geben






    Oi!

    Ich kann gut Mitmenschen umgehen

  • Zunächst mal zählt die Lichtmaschine nicht zu den "Änderungen an der Beleuchtungsanlage", die eintragungs- bzw. E-prüfungs-pflichtig sind.


    Andererseits wirst du feststellen, dass mit der Gleichrichterei gar nicht mal so wenig Leistung verloren geht. So ganz dämlich waren die Simson-Ingenieure damals nicht, als sie die Fahrbeleuchtung direkt an AC geklemmt haben - das ist nämlich verlustfrei.


    Interessant wäre, ob bei so einem Umbau die beiden Spulen synchron genug laufen, um sie direkt parallelschalten zu können.

  • Dann bin ich ja schonmal beruhigt, dass das rechtlich soweit klargeht...


    Soweit mein Verständnis in der Sache geht, ist der angegebene Wert für die Leistung die Effektivleistung, d.h. dass dies die Leistung ist, die auch nach dem Gleichrichten und glätten da sein sollte. Die Spitzenleistung/-spannung beim Wechselstrom liegt um Wurzel2 darüber. Wenn ich nun also gleichrichte und durch einen oder mehrerer sehr großer Kondis die Spannung ziemlich gut glätten kann, müsste das theoretisch funzen.


    Haben die Spulen eig eine gezwungene Massverbindung, oder ist das über Kabel geregelt? Wenn es über Kabel geht, wird das mit dem gleichrichten auf jeden Fall funzen, da ich ja die negative Halbwelle einfach umkehre und somit ohne Kondi eine pulsierende Gleichspannung haben müsste, die dann eben geglättet wird...

  • Die Leistung der Lichtspulen ist bei Simson für AC gerechnet - denn so werden sie auch betrieben. An deinen angepeilten 42-W-Spulen hängt z.B. ein 35W-Scheinwerfer, ein 5W-Rücklicht und ein 2W-Tacholämpchen, alles direkt.


    Die speziellen Spulen für die halogenbestückten Fahrzeuge haben etwas mehr Leistung, dafür hängt dann eben ein Shuntregler mit dran. Das ist notwendig, damit die Halogenlampen immer möglichst hart an ihrer Nennspannung betrieben werden, denn sonst leuchten sie entweder nicht hell oder leben nicht lange.


    Die Simson-Scheinwerferspulen haben immer direkt Massebezug am Spulenkörper.

  • Mist...das mit der zwangsmasse verhindert natürlich alles...aber ich meine in Erinnerung zu haben, dass von den Spuelen jeweils zwei Kabel abgehen. Kann das sei, oder vertue ich mir da gerade?


    Gibt es solche Shuntregler auch für Gleichstrom oder ist dafür zwingend Wechselspannung erforderlich?

  • Mit den Spulen vertust du dich. Nur die Rücklichtspule des DUO und die der 12V-Anlagen sind potentialfrei für Brückengleichrichter, alle anderen haben Massebezug über den Körper.


    Shuntregler machen nur Sinn direkt an strombegrenzten Quellen, denn sie "regeln" ja durch Kurzschließen der Quelle (bei Wechselspannung jeweils im Phasenan- oder -abschnitt) ... in einem Batteriekreis würde sowas ziemlich negativ auffallen :)

  • Fahrzeugtaugliche (wasserdichte, vibrationsfeste, ...) Wechselspannungsregler, auch in Kombination mit Gleichrichtern, gibt's übrigens im Motorradhandel für Preise zwischen 20 und 50 Euro.

  • Aber das geht trotzdem mit den Spulen, indem ich immer zwei Kabel legen muss und die Masse als Rückleiter damit ausfällt. So müsste es theoretisch machbar sein, einen unabhängigen Gleichstromkreis zu erzeugen.


    Beim Shuntregler müsste ich mir dann noch was einfallen lassen...Wie ist das eigentlich bei PKWs geregelt? Bei denen werden H4-Scheinwerfer doch auch über Batterie betrieben, bzw. können z.B. bei ausgeschaltetem Motor per Batterie versorgt werden. Und gibt es nicht auch Limas bei denen nur Gleichtsrom rauskommt?

  • Mahlzeit!


    Bei PKW sind schon seit jeher Lichtmaschinen verbaut, die über die Erregung geregelt werden. Im Gegensatz zu vielen Mopeten mit einem rotierenden Polrad (Permanentmagneten) verwenden LiMas größerer Fahrzeuge ein elektrisch erzeugtes Magnetfeld, welches vom Regler in seiner Stärke angepaßt wird, so daß die Bordnetzspannung stimmt.. Die stromerzeugenden Wicklungen geben ihren Strom dann mehr oder weniger direkt an das Bordnetz weiter, direkt parallel zur Batterie.


    Mehr oder weniger direkt: Bei Drehstromlimas (seit den 70ern Standard) ist halt noch ein Brückengleichrichter dazwischen, die alten Gleichstromlimas (in den 70ern bei PKW nahezu ausgestorben) brauchten nur ein "Rückstromrelais", um bei niedrigen Drehzahlen die LiMa vom Rest der Elektrik zu trennen und Entladung der Batterie über die LiMa zu vermeiden.


    Schau mal hier: KLICK (Büschn durchklicken, die Seite lebt)


    Da macht einer an einer S51 einen ähnlichen Umbau. Später hat er dann eine Vape verwendet, die er mit dem gleichen Umbau auch noch mal aufgebohrt hat.


    GlückAuf!


    MacHeba

  • hey, da klaut mir jemand meine idee ^^


    zu pkws: die haben drehstrom-limas. 3 spulen, die jeweils wechselstrom erzeugen. die drei spulen werden über einen 6-puls gleichrichter (gleichrichter mit 6 dioden) gleichgerichtet. geregelt wird das ganze über die stromstärke mit der die erregerspule versorgt wird.


    Auxburger: naja, wenn man die dingerchens bischen intelligent in die simme packt (in schaumstoff frei gelagert im herzkasten) dann tuns auch die standard teile, sollten halt nur ausreichend dimensioniert sein, von der stromstärke her


    cya v3g0

    VAPE-und Elektronik-Spezialist :search: (aber nicht mit U-Zündung kommen :biglaugh: )


    die Möffs: S51 - meine rote Hexe (bissig und zickig :k_hole: ) <> Schwalbe - Ben die Radde (klappert, rasselt, schwarz :teufel: ) <> MZ ETZ 251 ("auch rot 😁". das große Möff halt :undwech: )


    --> S.A.C. Hamburg <--

  • Ich möchte jedenfalls nicht wegen einer handgestrickten Lösung irgendwann mal nachts im Wald die nächste Kurve verpeilen, weil's plötzlich doch dunkel geworden ist. (Elektronik für "besondere" Umgebungsbedingungen ist ja nun immerhin mein Beruf ... ich weiß, was hält und was nicht. Selbergelötete Bastelplatine in Wattebausch hält nicht.)


    Wie schon richtig gesagt wurde: Der entscheidende Unterschied zwischen Moped- und Auto-Lichtmaschine ist der, dass im Auto die Regelung schon in die Erzeugung eingreift. Es wird gar nicht erst mehr Strom erzeugt als gebraucht wird, die Spannung bleibt so schon an der Quelle unter dem Limit. Die Gleichrichtung findet sich heute direkt auf der Rückplatte des Generators - aus dem Generator selbst kommt nach wie vor Wechselspannung.


    Diese erregerseitige Regelung können wir im Moped nicht, weil eben das Erregerfeld ein permanent-magnetisches ist. Es wäre auch Unfug das bauen zu wollen, denn die Magneten werden ja auch als Schwungmasse für den Motor gebraucht.


    Deswegen baute man hier früher gerne ein fein austariertes, physikalisch selbstbegrenzendes System (wie Simson original), an dem dann eben die Verbraucher exakt vorgegeben sind. Zweiter Nachteil: Teilen sich mehrere Verbraucher eine Generatorspule, dann bekommen bei Ausfall eines Verbrauchers die restlichen Überspannung.


    Heute erzeugt man mehr Leistung, und baut dann eben Regler neben die Verbraucher, die den zuviel erzeugten Strom plattmachen. Das erlaubt Reserven, exakte Spannungen schon ab niedrigen Drehzahlen, und vermeidet Wechselwirkungen zwischen den Verbrauchern.


    Für Halogenlampen ist letzteres Pflicht, denn diese Lampen leuchten einerseits erst dann wirklich gut hell, wenn sie mit ihrer Nennspannung betrieben werden, aber andererseits sterben sie auch sehr schnell, wenn sie auch nur einen Hauch über Nennspannung bekommen.

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