Steuern fallen bis 125 ccm keine an.
Der Versicherungspreis hängt an der Höchstgeschwindigkeit (wie ja schon jemand richtig ausführte).
Da Leichtkrafträder, die mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 80 in den Papieren angegeben sind, auch von 16-Jährigen gefahren werden DÜRFEN (egal wie alt der Halter ist), besteht für die Versicherungen ein statistisch größeres Risiko, das die sich gewaltig hoch bezahlen lassen!!!
Ich weiß das von einem Bekannten, der mit 80 Jahren eine 125er fährt. Als er die gekauft hatte, war die mit 76 km/Std in den Papieren angegeben.
Er fiel fast vom Stuhl, als er die Versicherungsprämie erfuhr.
Da nützte es auch nichts, daß es auf seine Frau angemeldet wurde, die fast so alt ist und seit den 50er-Jahren den 1er-Führerschein hat und mit den Prozenten ganz unten angelangt ist.
Wir klärten das vorher telephonisch mit dem TÜV ab.
Dieser sagte, er müßte irgendeine Maßnahme eintragen, die eine Erhöhung der Geschwindigkeit erklärt, z.B. eine längere Übersetzung.
Da wir nach dem Kauf ohnehin die Übersetzung geändert hatten, brauchten wir nur noch hinfahren.
Der Sachverständige/Ingenieur, auf Motorräder spezialisiert (also kein unwissender Feld-Wald-und-Wiesen-TÜV-Prüfer!!!), trug also lediglich eine höhere Zähnezahl des Ritzels ein und änderte daraufhin ohne Geschwindigkeitsmessung den Wert in den Papieren auf 81.
Und mit 81 Höchstgeschwindigkeit darf auch theoretisch kein 16-Jähriger mit dem Ding fahren (in der Praxis kennt der alten Mann natürlich keine 16-Jährigen und würde auch nie einen fahren lassen), - und plötzlich sank die Versicherung auf einen winzigen Bruchteil!!!
Er mußte zwar damals daraufhin ein riesiges Kuchenblech kaufen und gegen sein kleines 80er-Schild tauschen; doch wie ich inzwischen gehört habe, soll diese Vorschrift geändert worden sein, sodaß jetzt auch Leichtkrafträder mit Höchstgeschwindigkeit über 80 ein kleines Schild haben dürfen.
Das ist aber nur Hören-Sagen, weiß ich also nicht sicher.
Am besten bei der Zulassungstelle anrufen.
Der Spaß beim TÜV hat 30 Euro gekostet. Dazu mußte er dann noch ca. 10 Euro bei der Zulassungstelle für einen neuen Fahrzeugschein bezahlen (Brief gibt es für Leichtkraftrad nicht, d.h. er hat immer noch die grüne Betriebserlaubnis statt des großen Wischs).
- Und er muß jetzt alle zwei Jahre mit dem Ding zum TÜV und für eine neue Plakette auch noch abdrücken.
Das ist aber insgesamt immer noch billiger als die Horror-Prämie bei Höchstgeschwindkeit unter 80.
Besorge Dir also einfach ein größeres Ritzel vorne.
Erkundige Dich nach einem Zweirad-Sachverständigen/Ingenieur bei einem TÜV und kläre das vorher telephonisch ab.
Dann fährst Du vor, läßt Dir 81 eintragen, und schon zahlst Du nur die winzige Versicherungsprämie.
Und wegen dem Schild, das mußt Du halt auch noch abklären.