Beiträge von Schwabe

    Na, wenigstens hält Charles große fette Buchstaben noch für das, was sie sind, nämlich besondere Hervorhebung, um die Aufmerksamkeit auf den Inhalt zu verstärken, - und nicht für \"schreien\" (wie das von kindischen Internet-/Foren-Benutzern oft behauptet wird.
    Wenn ich große fette Buchstaben verwende, \"schreie\" ich nicht, sondern will lediglich das Augenmerk des Lesers auf mich ziehen und den Inhalt so hervorheben.
    Ausrufezeichen sind - wie schon der Name sagt - Ausrufungen, d.h. man ruft etwas aus, was man auch als \"schreien\" bezeichnen könnte, wenn man nicht nur ein, sondern viele Ausrufezeichen macht.
    Auch wenn ich es in ganz normaler, dünner, kleiner Schrift schreibe, aber eine Menge Ausrufezeichen hinter meine Aussage mache, will ich damit anzeigen, daß ich es \"schreie\".
    Charles hat nicht ein einziges Ausrufezeichen gemacht. Damit ist für mich klar, daß er seinen Hinweis nicht \"geschrien\" hat.


    Es ist einfach nur lächerlich, wenn jemand, der etwas groß und fett schreibt, in manchen Foren gleich von den \"überkorrekten\" \"Usern\" \"gemahnt\", nicht zu \"schreien\", weil sich das \"nicht gehöre\". Das ist Kindergarten.


    Daß hier ein solcher Hinweis nicht kam, liegt vielleicht daran, daß vielleicht keine solch \"überkorrekten\" \"User\" hier am lesen waren, - vielleicht aber auch daran, daß Charles \"Mod\" ist (früher waren das Leute in England mit Anzug, Schlips und Kragen und Blechrollern ...).

    Zitat

    Original von bpshop:
    Man müsste fast eine Einzelabnahme machen, oder sogar nachweisen, dass der Rahmen hällt, bei den Geschwindigkeiten.


    Eine Eintragung durch einen Sachverständigen Ingenieur ist immer eine Einzelabnahme (die ein Feld-, Wald- und Wieserprüfer weder machen kann noch will).
    Natürlich kann ein Korinthenkacker alle mögliche Sachen verlangen, wenn er sich irgendwie absichern will oder keine Lust hat.
    So gibt es auch viele TÜV-ler, die sich permanent weigern, auch bei älteren Mopeds offene Luftfilter ohne teuere Messungen (Geräusch, Abgas, Leistung, Geschwindigkeit) einzutragen, oder Ochsenaugen ohne hintere Blinker.
    Wenn man merkt, daß es bei demjenigen nicht geht, muß man sich einen anderen Sachverständigen suchen.


    Aber so eine Frage, wie eine S70 auf über 80 km/Std einzutragen, kann man ja vorher fernmünlich oder persönlich abklären, bevor man da vorfährt.
    Wenn man merkt, daß derjenige keine Lust hat oder herumzickt, am besten gleich bleibenlassen bei diesem; denn er hat da die Macht, gegen seinen Willen läuft bei dieser Stelle gar nichts.


    Bei einem Sachverständigen, der sich auf Motorräder ein bißchen spezialisiert hat (und ich kann da nur aus meiner eigenen Erfahrung hier aus Berlin berichten), braucht es solch bürokratisches Theater gar nicht.
    Der Ingenieur als Sachverständiger entscheidet nach seiner Kompetenz. Und wenn er der Meinung ist (ohne jegliche Messung, Prüfung, Gutachten o.ä.), daß das Ding über 80 fahren kann, ohne daß da irgendetwas gefährdet wird, dann trägt er das auch ein.
    Punkt.


    Ich habe bei meinem größeren Moped einen größeren Vergaser, offenen Luftfilter, mehr Leistung, höhere Geschwindigkeit, höhere Geräuschwerte, andere Schwinge, andere Räderm anderen Tank usw. usf. eintragen lassen, - ohne jegliche Papiere und ohne jegliche Messung (sogar Gabelverlängerungen oben).
    Der Sachverständige hat aus seiner langjährigen Erfahrung entschieden, daß das geht, und gut.

    Zündzeitpunkt habe ich schon versucht (bei der Elektronik kann man ja vorsichtig bei laufendem Motor die Grundplatte in den Langlöchern verstellen); aber bei meinem nur sehr, sehr wenig veränderten Motor ist die Originalstellung (Markierung) das optimale.


    Mit mehr Alkohol zu fahren, hat (außer für Umweltfanatiker) keinen Sinn. Man braucht so große Düsen, daß die Ersparnis durch den Mehrverbrauch (das Zeug hat ja auch einen geringeren Verbrennungswert, sodaß man ohnehin schon mehr braucht) marginal ist.
    Und im Winter müßte man den Vergaser vorheizen, sonst springt das nicht an.
    Außerdem sind gewaltig Schäden durch Korrosion zu erwarten; d.h. der Tank wird angegriffen, Gummi- und evtl. Plastikteile, die mit dem Zeug dauerhaft in Berührung kommen, korrodieren.
    Und um die Leistung zu halten, müßte man auch noch die Verdichtung erhöhen.


    Ich fahre im großen Moped schon weniger als 10% Alkohol, in der Schwalbe wohl weniger als 5%.
    Da brauche ich noch keine größeren Düsen; das verkraftet es auch so noch. Und auch die Korrosion wird kaum merklich sein.


    Mein Altoel hat nur 3000 km in einem Viertakter mit Trockensumpfschmierung und feinem Papieroelfilter (mein großes Moped) gesehen, ist also nur optisch etwas übel (der Sprit wie auch der Benzinfilter ist schwarz), aber ansonsten merkt man den Unterschied zu unbenutztem Oel (15W40) eigentlich nicht.
    Ist ja kein derb frisierter Hochleistungsmotor, sondern nur ein Schwälbchen. Das läuft und läuft und läuft ...

    Zitat

    Original von Garagenfuzzi:
    7 nm is ja garnix.


    Ja; wenn Du da nur ein bißchen zuviel (d.h. etwas mehr als nur handfest) anziehst, wird ein Gewinde schnell ewig (leider oft nicht nur das der billigen Mutter, sondern auch das des teureren Stehbolzens).


    Ich habe auch nur ganz normale Norm-Muttern drauf (nix lang).

    Nun, so spitzfindig kenne ich mich da nicht aus. Ich bezeichne beide Varianten, egal ob Luft- oder Benzinschraube, als \"Gemischschraube\"; denn wenn ich an der Luft \"herumpfusche\", beeinflusse ich genauso das Gemisch wie am Benzin.


    Daß sich das Verändern der Luftschraube nur auf den Leerlauf auswirkt, mag vielleicht von der Theorie her richtig sein. Davon habe ich zu wenig Ahnung.
    Von der Praxis her aber kann ich Dir berichten, daß ein Verstellen der Luftschraube ein ganz gewaltigen Einfluß auch auf Vollgasfahren, d.h. Höchstgeschwindigkeit hat.
    Ich habe \"ewig\" gebraucht, um bei nur wenig verändertem Motor nur mittels winziger Veränderungen an der Luftschraube die Höchstgeschwindigkeit richtig hinzukriegen. - Will heißen: Wenn die nur ein klein wenig anders eingestellt war, lief das ganze Ding am Ende um einigese langsamer.
    Wie das theoretisch zu erklären ist, weiß ich nicht. Ich kann Dir nur versichern, daß es bei mir so war.


    Den Kaltstart brauchte ich übrigens praktisch nie (außer bei 5 Grad Minus draußen). Ein paarmal kurz am Gas gedreht, dann angetreten, und das Ding war da (und das, obwohl da keine Beschleunigerpumpe das \"Tupfen\" simuliert!).
    Erst seitdem ich zur Geldersparnis etwas Alkohol (E85) mit in den Tank leere, muß ich den Kaltstart betätigen (kann aber auch sein, daß meine Düsen inzwischen etwas zu sind, da ich mit Altoel fahre ...).

    Zitat

    Original von Clemens:
    hätte halt nur sein können das jemannd sagt machen deinen vergaser so und so und so und dann verbauchste weniger


    Klar:
    Du fährst den Motor warm.
    Dann stellst Du an der Standgasschraube den Leerlauf etwas höher (damit der Motor beim Verstellen der Gemischschraube nicht ausgeht).
    Sodann drehst Du an der Gemischschraube, immer nur ein bißchen, dann warten, weil es eine Weile braucht, bis der Motor sich auf die neue Stellung eingepegelt hat.
    Also zuerst in eine Richtung, später evtl. in die andere.
    So suchst Du die Stellung, bei welcher Du das höchste Standgas erreichst (am besten ginge das natürlich mit einem Drehzahlmesser; bei einer Simson ohne einen solchen, mußt Du es halt nach Gehör machen).
    Wahrscheinlich wird es so sein, daß durch magerer-drehen dieses Ergebnis zustande kommt.
    Beim normalen Vergaser-Einstellen wird dann die Gemischschraube wieder ein wenig fetter gedreht, damit der Motor auch bei Klimaschwankungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) nicht herumzickt.
    Wenn Du aber so wenig möglich Sprit verbrauchen willst, unterläßt Du dieses Fetter-Stellen, sondern läßt die Gemischschraube so, daß sie das höchstmögliche Standgas bringt (aber - wie gesagt - bei warmgefahrenem Motor!).
    Sodann drehst Du an der Standgasschraube das Standgas wieder herunter, wie es vorher war.
    Fertig.
    Damit hast Du die gesund-möglichste magere Vergasereinstellung, d.h. verbrauchst am wenigsten Sprit, ohne den Motor zu gefährden.

    Oh, von daher kann ich mit ganzen Steinbrüchen werfen ...
    - Aber genau deshalb, weil man mir im \"Elternhaus\" diesen ganzen bürgerlichen \"Das-gehört-sich-so\"-Mist vorgelebt hat, verweigere ich diesen für mich völlig (d.h. keine \"Höflichkeit\", wenn nicht unbedingt erforderlich, ebenso keine falschen Rücksichten oder Halten an irgendwelche \"Umgangsformen\", ohne die es sich ebenfalls bestens leben läßt).
    Ich komme auch unhöflich, beleidigend und verletzend bestens durchs Leben. Und wenn das auf mich zurückschlägt?: Was soll´s? Alles hat seine zwei Seiten, und mit Konsequenzen muß man umgehen können (weshalb auch jegliche \"Bestrafungsbemühungen\", egal von welcher Seite, völlig ins Leere laufen).

    Zitat

    Original von Rastafari:
    Ich hatte mal nen tuning püff dran. Da war nichts mehr drin...NICHTS.


    Beim Zweitakter nichts in der Tüte? - Das war dann eher Negativ-Tuning!

    Ich kann nur aus meiner Miniatur-Erfahrung sagen:
    Meine Elektronik (2L) läuft und läuft und läuft, wie ein VW-Käfer.
    Antreten, und läuft.
    Egal, was für WEtter.
    Das Ding ist von 1981.
    Und wenn an der Zündung doch irgendwann ´mal etwas kaputtgehen sollte, ist es für mich nicht so tragisch, weil ich in der Stadt keine Probleme habe, das Ding stehen zu lassen (und mit der Öffentlichen heimzufahren) oder heimzuschieben. Dann das kaputte Teil ausgetauscht, und es fährt dann wahrscheinlich wieder 20 oder mehr Jahre ohne Probleme.


    Eigentlich bin ich grundsätzlich nicht für neumodisches Zeug zu haben.
    Aber ich hatte früher Mopeds mit Unterbrecherzündung; und ich habe es noch in Erinnerung (obwohl Jahrzehnte her), daß ich da immer ´mal nachstellen mußte.
    Die Elektronik ist für faule Säcke wie mich ein Segen: Man muß nichts machen, es fährt einfach immer.
    Bei meinem anderen Moped ist einmal eine Zündungsspule in der Lichtmaschine verreckt. Teure Sache. Aber ich habe einfach die Lima meines Reservemotors einbaut und bin weitergefahren. Wenn ich es mir irgendwann leisten kann, lasse ich die kaputte Lima reparieren.
    Fahren ist mir wichtiger.


    Ein Bastler könnte sich natürlich auch die Komponenten einer E-Zündung besorgen und so ein Fahrzeug umrüsten (der Schaltplan ist ja irgendwo im Netz).
    Dann muß man nicht erst lange nach einer 2L suchen (ich habe für meine ziemlich viel bezahlt, weil in Berlin und keine Geduld).


    Ach ja, noch etwas:
    Auch die Hydraulik-Stoßdämpfer (in 2E und 2L) sind eine sehr gute Sache. Solltest Du vielleicht auch noch mit berücksichtigen (obwohl man selbstverständlich auch da nachrüsten kann!).